[imc-presse] [attac-d-presse] Verpflichtende Musterungen: Unzwingbar-Bündnis ruft zu Protest auf / Kundgebung am 2.10. in Berlin
Pressestelle Attac Deutschland
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Tue Sep 22 11:23:19 CEST 2026
Gemeinsame Pressemitteilung
Bündnis „Unzwingbar: Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!“
Berlin / Frankfurt am Main, 22. September 2026
„Freiwilliger Wehrdienst“ wird immer unfreiwilliger – Die Jugend
bleibt UNZWINGBAR
Das vorbereitende Bündnis der Unzwingbar-Kundgebung (2.10.)
kritisiert verpflichtende Musterungen und fordert junge Menschen
auf, dagegen auf die Straße zu gehen und zu widersprechen
Das Unzwingbar-Bündnis kritisiert die zunehmenden Zwangselemente beim
sogenannten „Neuen Wehrdienst“. Wie aktuell berichtet wird, lädt die
Bundeswehr junge Männer bereits jetzt verpflichtend zur Musterung vor –
unabhängig davon, ob sie überhaupt Interesse an einem Dienst bei der
Bundeswehr haben.
„Von einem freiwilligen Wehrdienst kann immer weniger die Rede sein“,
erklärt Yannick Kiesel von „Unzwingbar“. „Erst werden junge Männer
verpflichtet, der Bundeswehr Auskunft über sich zu geben, nun folgen
verpflichtende Musterungen selbst für diejenigen, die kein Interesse an
der Bundeswehr haben. Damit wird schrittweise eine Infrastruktur
geschaffen, mit der eine Einberufung zur Bundeswehr künftig erheblich
leichter umgesetzt werden kann.“ Das seit Anfang 2026 geltende
Wehrdienst-Modernisierungsgesetz sieht die verpflichtende Musterung ab
Juli 2027 vor, die allerdings in Einzelfällen nun bereits praktiziert wird.
„Die Rückkehr zu verpflichtenden militärischen Strukturen hat längst
begonnen. Die Musterung ist keine harmlose medizinische Untersuchung“,
so Yannick Kiesel. „Sie dient dazu festzustellen, welche jungen Menschen
die Bundeswehr im Falle einer Einberufung militärisch einsetzen könnte.
Wer keinen Kriegsdienst leisten will, sollte deshalb frühzeitig wissen,
welche Rechte er oder sie hat. Wir rufen junge Menschen dazu auf, der
Vorladung zur Musterung zu widersprechen. In mehreren bekannten Fällen
wurde anschließend von der Vorladung abgesehen.“
„Statt eine Generation wieder für militärische Dienste zu erfassen und
zu mustern, sollte die Politik jungen Menschen mehr Möglichkeiten
eröffnen, selbst über ihr Leben zu entscheiden“, fordert Yannick Kiesel.
„Sicherheitspolitik darf nicht auf immer mehr Aufrüstung und immer mehr
verfügbare Soldatinnen und Soldaten reduziert werden. Notwendig sind
Investitionen in zivile Konfliktbearbeitung, Diplomatie und
gesellschaftliche Sicherheit.“
*/Große Kundgebung am 2. Oktober/*
Am 2. Oktober ruft das Unzwingbar-Bündnis junge Menschen dazu auf,
gemeinsam gegen Zwangsmusterung und verpflichtende Wehrdienste auf die
Straße zu gehen. Eine große Kundgebung in Berlin bietet jungen Menschen
die Möglichkeit, öffentlich gegen die Zwangsmusterung zu protestieren
und deutlich zu machen: "Über unsere Zukunft und unser Leben wollen wir
selbst entscheiden."
Neben politischen Beiträgen von Martin Sonneborn und Jürgen Grässlin
werden bei der Kundgebung auch zahlreiche Künstler*innen wie K.I.Z,
Disarstar, Apsilon und Dritte Wahl auftreten. Bereits an diesem Freitag
(25.9) finden die bundesweiten Schulstreiks statt.
Veranstalter*innen der Kundgebung sind die Friedensorganisationen
DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative und Ohne Rüstung Leben sowie
Attac Deutschland, Medico International, die Naturfreunde Deutschlands,
die DIDF-Jugend, der Internationale Jugendverband (IJV) und Aktive der
Schulstreiks gegen Wehrpflicht. Unterstützt wird das Event von
zahlreichen weiteren Verbänden, darunter Greenpeace, Connection e.V.,
Sea-Watch, der Naturschutzjugend und Pax Christi.
Weitere Informationen zur Kundgebung und zum Programm gibt es unter
unzwingbar.de.
*Pressekontakte (nicht zur Veröffentlichung):*
* Yannick Kiesel, Politischer Geschäftsführer DFG-VK, kiesel [at]
dfg-vk.de, 01578 3452092
* Marek Voigt, Pressereferent IPPNW, 030 698074-15, voigt [at] ippnw.de
* Carmen Junge, Mitglied im Rat, Attac Deutschland, carmen.junge [at]
attac.de, 0173 3164 647
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