[imc-presse] [attac-d-presse] Grüner Wasserstoff: Attac-Aktive reisen durch Namibia / Interviews möglich
Pressestelle Attac Deutschland
presse at attac.de
Thu Mar 19 12:31:19 CET 2026
Presseankündigung als PDF:
https://link.attac.de/pa-namibia-reise-wasserstoff
*--*
Presseankündigung
Attac Deutschland
Frankfurt am Main, 19. März 2026
*Namibischer Wasserstoff für Deutschland: Alles im grünen Bereich?*
*Aktivist*innen von Attac Deutschland reisen durch Namibia / Austausch
mit Zivilgesellschaft vor Ort / Teilnahme am Nama Memorial March Shark
Island / Interviews und O-Töne möglich
*
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach einer von Attac organisiertenSpeakers Tour
<https://www.attac.de/startseite/teaser-detailansicht/news/gruener-wasserstoff-namibia-speakerstour>
mit einem Vertreter der namibischen Zivilgesellschaft durch Deutschland
folgt nun der Gegenbesuch: Vom 25.März bis 22. April reisen Annette
Schnoor und Törk Hansen von Attac Deutschland durch Namibia, um sich mit
Vertreter*innen der dortigen Zivilgesellschaft über das geplante
Wasserstoff-Megaprojekt Hyphen auszutauschen. Die beiden Aktivist*innen
des Netzwerks für globale Gerechtigkeit werden sich auch am 11. April am
Memorial March der Nama, einer Verbindung von Gedenken und politischem
Widerstand gegen das Projekt, beteiligen.
Beide stehen während ihrer Reise gern für O-Töne und Interviews vor Ort
zur Verfügung:
* Annette Schnoor, Attac Deutschland, Projektgruppe H2-Namibia,
annette.schnoor at attac.de
* Törk Hansen, Attac Deutschland, Projektgruppe H2-Namibia,
toerk.hansen at attac.de
Für Attac trägt das Hyphen-Projekt neokoloniale Züge. Das Großprojekt im
Süden Namibias soll grünen Wasserstoff für die Energiewende in die
reichen Länder des Nordens liefern. Der deutsche Energiekonzern Enertrag
zählt zu den Hauptanteilseignern. Zu den geplanten Hauptabnehmern von
Ammoniak aus Hyphen gehörte bis vor Kurzem der deutsche Energieriese
RWE. Dieser zog sich nach zunehmender Kritik indigener Aktivist*innen
aus Namibia aus dem Projekt zurück. Enertrag hält jedoch weiterhin an
Hyphen fest. An der Entscheidung für das Projekt und dessen Umsetzung
wird die lokale Bevölkerung bisher nicht beteiligt. Bedenken
hinsichtlich weitreichender Umweltauswirkungen werden nicht angemessen
behandelt, und eine Risikoanalyse fehlt.
Dazu sagt Törk Hansen:/"Die Energiewende in den reichen Ländern des
Nordens darf nicht auf Kosten von Menschen und Umwelt in den ärmeren
Ländern des Südens gehen. Wir fordern das deutsche Unternehmen Enertrag
auf, nicht weiter indigene Rechte in Namibia zu missachten. Die
namibische Zivilgesellschaft erwartet zurecht, in die Entscheidung über
Hyphen einbezogen zu werden. Die Auswirkungen des Projekts auf Umwelt,
Gesellschaft, Kultur und Menschenrechte müssen sorgfältig geprüft werden."/
In der Region, in der Hyphen investieren will, befindet sich mit Shark
Island ein wichtiger Ort des Gedenkens an den deutschen Völkermord in
Namibia. Auf der Insel errichteten Truppen während der deutschen
Kolonialherrschaft das erste Konzentrationslager, in dem sie bis zu 4000
Menschen der Volksgruppen Nama und Ovaherero auf brutale Weise
ermordeten. Der Gedenkort ist nun durch den geplanten Ausbau des Hafens,
der auch dem Hyphen-Projekt zugutekämen, direkt gefährdet.
Unter dem Motto „Hände weg von Shark Island“ ruft die Nama Traditional
Leaders Association (NTLA) daher für den 11. April zu einer
Menschenkette um Shark Island auf, um die verstorbenen Vorfahren zu
ehren und sichtbar gegen weitere Zerstörung zu protestieren. Zeitgleich
ist unter demselben Motto eine Solidaritätsdemonstration
<https://www.woek.de/index.php?view=article&id=354:demo-aufruf-haende-weg-von-shark-island-reparationen-statt-rohstoff-rausch&catid=10>
vor dem Auswärtigen Amt in Berlin geplant.
Weitere Informationen finden Sie unter www.attac.de/namibia. Für
Nachfragen und einen telefonischen Kontakt zu den Reisenden steht Ihnen
die Pressestelle von Attac Deutschland unter +49 162 3448 009 gern zur
Verfügung.
Mit besten Grüßen
Frauke Distelrath
--
Pressestelle
Attac Deutschland
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Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt a.M.
presse at attac.de
Tel. +49 162 344 8009
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