[imc-presse] Presse Mitteilung: Globaler Aufruf zur Solidarität: Aktionstage zur Verteidigung der Revolution in Rojava
Riseup4Rojava Press
riseup4rojava.de at systemli.org
Sat Jan 24 22:10:09 CET 2026
*Presse Mitteilung: Globaler Aufruf zur Solidarität: Aktionstage zur
Verteidigung der Revolution in Rojava*
Die internationalen Netzwerke RiseUp4Rojava und WomenDefendRojava rufen
angesichts der militärischen Eskalation in Syrien, gemeinsam mit 183
Organisationen und 72 Einzelpersonen aus 39 Ländern zu "Globalen
Aktionstagen zur Verteidigung von Rojava" vom 25. Januar bis zum 1.
Februar 2026 auf. Sie rufen die internationale Öffentlichkeit auf,
Aktionen zu organisieren, eine Gegenöffentlichkeit aufzubauen, ihre
Regierungen zur Verantwortung zu ziehen und eine politische und
rechtliche Anerkennung der Demokratischen Autonomen Administration in
Nord- und Ostsyrien (DAANES) zu fordern.
Die humanitäre Situation in den verschiedenen Teilen von Nordostsyrien
ist weiterhin kritisch. Laut übereinstimmenden Berichten sind bereits
fünf Kinder in der Stadt Kobanê durch die inhumanen Lebensbedingungen
aufgrund der anhaltenden Belagerung durch Kräfte der syrischen
Übergangsregierung gestorben. Etwa 150.000 Zivilist:innen sind in der
Stadt gefangen. Wasser, Elektrizität und der Zugang zu Lebensmitteln
sind abgeschnitten.
Der weltweite Aufruf zur Solidarität wurde von Akademikern,
Journalisten, Priestern, Müttern und verschiedenen Organisationen
unterschrieben, die sich in ihrer Verurteilung des internationalen
Schweigens vereinen.
Die Organisator:innen der Globalen Aktionstage stehen für Fragen oder
Anfragen bereit unter
E-Mail: riseup4rojava.de at systemli.org
Signal: action_press.63
Telegram: @riseup4rojava_admin
*Globaler Aufruf zur Solidarität: Aktionstage zur Verteidigung der
Revolution in Rojava*
*25. Januar – 1. Februar 2026*
Wir, 183 Organisationen und 72 Einzelpersonen aus 39 verschiedenen
Ländern erklären, dass:
Seit dem 6. Januar sind kurdische und arabische Regionen in Syrien
anhaltenden Angriffen ausgesetzt, die die größte existenzielle Bedrohung
für die kurdische Gesellschaft und das autonome Selbstverwaltungssystem
darstellen, das dort seit über 14 Jahren aufgebaut wurde. Diese
Militäroffensive wird vom islamistischen Regime al-Sharaas, der
sogenannten „Übergangsregierung” in Damaskus, in Zusammenarbeit mit dem
türkischen Verteidigungsminister Yaşar Güler und dem Außenminister Hakan
Fidan koordiniert. Sie wird in direkter Zusammenarbeit mit
dschihadistischen Milizen durchgeführt. Dieser Vernichtungskrieg wurde
von westlichen Regierungen genehmigt.
Rojava ist unmittelbar von der HTS und dem IS bedroht. Diese Angriffe
gefährden die hart erkämpften Errungenschaften der Frauenrevolution in
Rojava, darunter die Prinzipien der lokalen Demokratie und der
Gleichberechtigung ethnischer und religiöser Gemeinschaften. Sie
versuchen, die Demokratische Autonome Verwaltung Nord- und Ostsyriens zu
zwingen, zwischen totaler Kapitulation und vollständiger physischer
Vernichtung zu wählen. Der Angriff auf Rojava zielt nicht nur darauf ab,
die Errungenschaften der kurdischen Gesellschaft zu zerstören. Vielmehr
verfolgt dieser internationale Plan das Ziel, die Idee und das Projekt
eines demokratischen Syriens und eines demokratischen Nahen Ostens zu
zerstören.
Durch diese Angriffe erleben wir ein neues Wiedererstarken des IS.
Tausende IS-Kämpfer wurden von den Regierungsmilizen von al-Sharaa
befreit, der selbst eine gemeinsame Geschichte mit der
Terrororganisation hat. Erneut begeht der IS Massaker an der
Zivilbevölkerung in ganz Syrien. Kobanê, Schauplatz des historischen
Widerstands gegen den IS, wird erneut angegriffen und von denselben
Kräften, die unter verschiedenen Flaggen operieren, vollständig
belagert. Ermutigt durch diese Angriffe stellt der IS erneut eine
Bedrohung für die Gesellschaften weltweit dar.
In allen Teilen Kurdistans und auf der ganzen Welt erheben sich die
Menschen, um die Rojava-Revolution und die Hoffnung, die sie der
Menschheit bietet, zu verteidigen. Das kurdische Volk, insbesondere
Frauen und junge Menschen, ist dem Aufruf zur allgemeinen Mobilisierung
gefolgt, indem es Massendemonstrationen veranstaltet hat und zu
Tausenden nach Rojava gereist ist, um das Gebiet zu verteidigen. Soziale
Bewegungen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und
akademische Gemeinschaften auf allen Kontinenten haben
Solidaritätsaktionen mit den Völkern von Rojava organisiert.
Im Jahr 2014 gingen weltweit Millionen Menschen auf die Straße und
gemeinsam konnten wir Kobanê befreien. Die Niederlage des IS zu dieser
Zeit wurde nicht nur durch die YPG und YPJ ermöglicht, sondern auch
durch eine breite internationale Solidarität, einschließlich
politischer, sozialer und moralischer Unterstützung durch demokratische
Kräfte weltweit.
Heute rufen wir erneut zu globaler Solidarität auf, um die Revolution
und die Menschenwürde zu verteidigen.
In einer Zeit zunehmender globaler Fragmentierung, die vom Profit statt
von den Bedürfnissen der Menschen getrieben ist, müssen wir uns
zusammenschließen, um die Freiheit Rojavas zu fordern und für die
Menschlichkeit einzustehen. Angesichts koordinierten militärischen und
politischen Drucks müssen die demokratischen Kräfte ihre Solidarität
stärken.
Wir, die unten aufgeführten Organisationen und Einzelpersonen, rufen
daher dazu auf:
*
*Aktionen*in Solidarität mit Rojava zu organisieren, die Angriffe zu
verurteilen und auf die unmittelbare Gefahr einer ethnischen
Säuberung durch die syrische Übergangsregierung, die Türkei und ihre
verbündeten dschihadistischen Milizen aufmerksam zu machen.
*
Eine *öffentliche Gegendarstellung*in den Medien und der
Zivilgesellschaft zur Lage in Rojava zu schaffen und die
offensichtliche Unterstützung des Westens für die Angriffe aufzudecken.
*
*Nationale Regierungen und internationale Institutionen*für ihre
Mitschuld an den Kriegsverbrechen in Rojava zur Verantwortung zu ziehen.
*
*Politische und rechtliche Anerkennung *und einen Status für die
DAANES zu fordern, um Damaskus zu zwingen, eine dezentrale Lösung zu
akzeptieren, die die Existenz und die Rechte der Alawiten, Drusen,
Jesiden, Assyrer, Armenier und aller ethnischen und religiösen
Gemeinschaften in einem zukünftigen demokratischen Syrien garantiert.
*Women Defend Rojava*
*RiseUp4Rojava*
24. Januar 2026
***
*
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_*Wichtige Termine:*_
*Am 26. Januar 2026 rufen wir alle demokratischen Kräfte, insbesondere
Jugendliche und Frauen, dazu auf, im Rahmen eines
„**Kobanê**-Aktionstages” aktiv zu werden.*
Am 26. Januar 2015 wurde Kobanêoffiziell vom IS befreit. Jetzt greifen
dieselben Banden Kobanê erneut an. Aus diesem Grund rufen wir alle
demokratischen Kräfte dazu auf, Kobanê, das Symbol des Sieges über den
IS-Terrorismus, am 26. Januar 2026 durch dezentrale Aktionen auf der
ganzen Welt zu verteidigen.
Bijî Berxwedana Kobanê!
Es lebe der Widerstand von Kobanê!
*
*
*Am 31. Januar 2026 rufen wir alle Frauen und demokratischen Kräfte dazu
auf, sich unter dem Motto „Women Defend Rojava“ an Aktionen zu
beteiligen, um die Frauenrevolution zu verteidigen!*
Die Errungenschaften der Frauenrevolution werden derzeit massiv von der
IS-Mentalität der syrischen Übergangsregierung angegriffen, die die
Philosophie Jin, Jiyan, Azadî zerstören will.
Frauen, die Vorreiterinnen der Revolution, werden verfolgt, entführt,
gefoltert, ermordet und ihre Zöpfe als Trophäen zur Schau gestellt.
Heute stehen alle kurdischen, arabischen, armenischen und assyrischen
Frauen, die Kämpferinnen der YPJ, Kongra Star, HPC Jin, Bet Nahrain und
die gesamte Gesellschaft vereint bereit, ihre hart erkämpften
Errungenschaften zu verteidigen. Ohne die Befreiung der Frauen kann es
keine Befreiung der Gesellschaft geben!
Aus diesem Grund rufen wir alle dazu auf, am 31. Januar auf die Straße
zu gehen, um der internationalen Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir in
unserem Kampf für ein Leben in Würde vereint sind. Lasst uns gemeinsam
die Frauenrevolution verteidigen; sie ist nicht nur eine Hoffnung für
den Nahen Osten, sondern für die ganze Welt.
Jin Jiyan Azadî!
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