[imc-presse] PM: 2.000 IS-Gefangene drohen auf freien Fuß zu kommen

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Tue Jan 20 13:57:59 CET 2026


*2.000 IS-Gefangene drohen auf freien Fuß zu kommen*

Pressemitteilung von Civaka Azad, Kurdisches Zentrum für 
Öffentlichkeitsarbeit, 20.01.2026

Im al-Aqtan-Gefängnis in Raqqa (Syrien) droht ein Massenausbruch von 
Gefangenen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Seit zwei 
Tagen wird die Haftanstalt nach Angaben der Demokratischen Kräfte 
Syriens (QSD) von Truppen der sogenannten Syrischen Übergangsregierung 
sowie von mit der Türkei verbündeten Milizen umstellt. Die QSD sichern 
derzeit das Gefängnis und versuchen, ein Eindringen der Angreifer sowie 
eine Flucht der Inhaftierten zu verhindern.

Die QSD teilten mit, die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition 
habe sie aufgefordert, ihre Positionen zu halten, und Unterstützung 
zugesagt. Bislang sei diese jedoch nicht eingetroffen. Nach Angaben der 
Verteidigungskräfte stünden sie sowohl bewaffneten Angreifern außerhalb 
des Gefängnisses als auch rund 2.000 inhaftierten IS-Mitgliedern 
innerhalb der Anlage gegenüber.

Bei den bisherigen Gefechten kamen nach QSD-Angaben neun Kämpfer:innen 
ums Leben, mindestens 20 weitere wurden verletzt. Aus dem Umfeld des 
Gefängnisses wird berichtet, die Anti-IS-Koalition begründe das 
Ausbleiben von Unterstützung mit schlechten Straßenverhältnissen. Die 
Situation gilt als äußerst angespannt.

Die Autonome Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien erklärte zudem, 
dass aus dem Gefängnis in Shaddadi bereits rund 1.500 IS-Gefangene durch 
Regierungstruppen freigekommen seien. Auch das Gefängnis Xewran in 
Heseke, in dem nach Angaben der Selbstverwaltung etwa 5.000 
IS-Angehörige inhaftiert sind, darunter auch Männer aus europäischen 
Staaten, werde derzeit angegriffen. Ein weiterer Ausbruch könne nicht 
ausgeschlossen werden.

Die an den Angriffen beteiligten Truppen setzten sich aus ehemaligen 
Mitgliedern der dschihadistischen Organisation HTS sowie aus 
türkeitreuen Milizen zusammen. In diesen Gruppen befänden sich auch 
frühere IS-Mitglieder, die teils familiäre oder persönliche Beziehungen 
zu den Inhaftierten hätten.

Bei den Gefangenen handele es sich nach Einschätzung lokaler 
Sicherheitskräfte überwiegend um erfahrene IS-Kader. Die QSD weisen 
darauf hin, dass ein möglicher Massenausbruch erhebliche 
sicherheitspolitische Folgen über die Region hinaus haben könnte.

/Für weitere Rückfragen und Informationen stehen wir zur Verfügung. Wir 
vermitteln gerne auch Interviews, Hintergrundgespräche und O-Töne aus 
der Region./

Viele Grüße

Mako Qocgiri

-- 

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