[imc-presse] PM: Tödliche Angriffe auf kurdische Stadtteile Aleppos: Mindestens sieben Tote und über 50 Verletzte
Civaka Azad
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Wed Jan 7 12:26:16 CET 2026
*Tödliche Angriffe auf kurdische Stadtteile Aleppos: Mindestens sieben
Tote und über 50 Verletzte*
/Pressemitteilung von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für
Öffentlichkeitsarbeit, 07.01.2026/
Die tödlichen Angriffe bewaffneter Gruppen der syrischen
Übergangsregierung auf die kurdisch geprägten Stadtteile Şêxmeqsûd,
Eşrefiyê und Benî Zêd in Aleppo fordern schwere zivile Opfer. Nach
aktuellen Angaben aus der Region wurden seit gestern mindestens sieben
Zivilisten getötet und 52 weitere verletzt, mehrere von ihnen schweben
in Lebensgefahr. Die betroffenen Stadtteile sind Teil der Autonomen
Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens und unterstehen nicht der
Regierung in Damaskus. Ein Umstand, der sie immer wieder zum Ziel von
Angriffen islamistischer Milizen macht, die der Übergangsregierung von
al-Shaara unterstellt sind.
Bei den Angriffen wurden zahlreiche Wohnhäuser und Geschäfte zerstört.
Zudem erlitt die zivile Infrastruktur erhebliche Schäden: Wasser- und
Stromnetze wurden gezielt getroffen, ebenso wie religiöse Einrichtungen
und Gesundheitszentren. Das Osman-Krankenhaus ist infolge der Angriffe
derzeit nicht mehr funktionsfähig. In den betroffenen Stadtteilen kam es
darüber hinaus zu Internet- und Kommunikationsausfällen.
Augenzeugenberichte und Bildmaterial aus der Region belegen, dass die
Angriffe systematisch erfolgen. Verantwortlich gemacht werden bewaffnete
Gruppen, die der Übergangsregierung unterstehen, darunter die Milizen
Emşat, Hemzat, Sultan Murad und Nureddin Zengi.
Die autonomen Kräfte der inneren Sicherheit (Asayîş) meldeten zudem
mehrere Angriffs- und Infiltrationsversuche bewaffneter Gruppen, die
unter dem Schutz schwerer Waffen in Wohngebiete eindringen wollten.
Diese Angriffe wurden abgewehrt. Im Stadtteil Eşrefiyê wurde außerdem
eine mit Sprengstoff beladene Drohne abgeschossen, die von den
bewaffneten Gruppen eingesetzt worden war.
Trotz der ergriffenen Abwehrmaßnahmen dauern die Angriffe an. Die
Sicherheitskräfte warnen vor einer dramatischen Zuspitzung der
humanitären Lage. In den dicht besiedelten Vierteln leben
Hunderttausende Zivilisten, die durch den anhaltenden Beschuss akut
gefährdet sind.
*Kurdistan Nationalkongress fordert Eingreifen der Vereinten Nationen*
„Die kurdische Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur in Aleppo
stehen erneut unter Belagerung. Die Angriffe auf Şêxmeqsûd, Eşrefiyê und
Benî Zêd richten sich fast ausschließlich gegen Zivilist:innen, darunter
viele Kinder, und werden mit schweren Waffen sowie Drohnen
durchgeführt“, erklärt der Kurdistan Nationalkongress (KNK). „Die
Regierung al-Sharaa muss aufhören, als Stellvertreter regionaler Mächte
wie der Türkei zu agieren, und stattdessen internationale Vermittlung
zulassen, um Frieden mit den Kurd:innen zu ermöglichen. Wir fordern die
Vereinten Nationen dringend auf, unverzüglich einzugreifen, um die
Angriffe zu stoppen und die Zivilbevölkerung zu schützen“, heißt es in
dem Statement des KNK.
/Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung. Wir
vermitteln auch gerne Hintergrundgespräche und Interviews mit
politischen Vertreter:innen aus Nord- und Ostsyrien./
/Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. /
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