[imc-presse] Riesiger Erfolg für das Bündnis widersetzen - Über 50.000 Menschen in Gießen

Aktionsbündnis widersetzen presse at widersetzen.com
Sat Nov 29 16:54:00 CET 2025


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+++ Riesiger Erfolg für das Bündnis widersetzen in Gießen +++
Über 50.000 Menschen kommen zur größten antifaschistischen
Mobilisierung in der Geschichte der Bundesrepublik +++ Bündnis
schockiert von heftiger Polizeigewalt +++

Gießen. Das Bündnis widersetzen sieht einen riesigen Erfolg seiner
Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen die Gründung der AfD-Jugend.
15.000 Menschen nahmen an Blockaden von widersetzen teil
und versperrten die Zugänge zum
Gründungskongress. Zehntausende weitere Personen demonstrierten in
Gießen gegen die AfD. Damit geht der heutige Tag als größte
antifaschistische Mobilisierung in die Geschichte der
Bundesrepublik ein. 

Die Rechtsextremen mussten ihren Kongress mit 2,5 Stunden
Verzögerung in einer halb leeren Halle beginnen. Trotz einer
Verbotszone für Demonstrationen in der Gießener Weststadt und trotz
massiver Polizeigewalt zeigten die Blockaden
Wirkung. Rund 5000 Demonstrierende erreichten sogar die unmittelbare
Nähe der AfD-Veranstaltung.

Suraj Mailitafi, Sprecher von widersetzen: "Was für ein Tag! Mit
unserem entschlossenen und freudigen Widerstand heute in Gießen senden
wir einen Lichtstrahl der Hoffnung in die Welt. Aber widersetzen ist
für uns mehr als die AfD zu blockieren: Antifaschismus ist die
Unterstützung von Geflüchteten, die alltägliche Arbeit der Omas gegen
Rechts oder wenn wir bei rassistischen Polizeikontrollen eingreifen.
Denn wir haben Bock darauf eine bessere Gesellschaft zu bauen, statt auf
die Ideenlosigkeit von CDU und SPD und den traurigen Hass der AfD."

Das Bündnis zeigt sich erschrocken über das Ausmaß an Polizeigewalt
gegen die Protestierenden. Die Beamten verletzten zahlreiche
Demonstrierende durch Faustschläge ins Gesicht sowie den massiven
Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray. Auch als die Versammlungen
sich schon auflösten und der AfD-Kongress bereits begonnen hatte,
eskalierte die Polizei die Situation weiter durch brutale Attacken auf
Antifaschist*innen. Außerdem setzte die Polizei bei eisigen
Temperaturen Wasserwerfer ein. 

"Wir haben heute wieder gesehen: Wir können uns auf den Staat im Kampf
gegen den Faschismus nicht verlassen. Die Stadt Gießen hat eine
antidemokratische Zone ausgerufen und die Polizisten haben den
Faschisten den Weg freigeprügelt. Der rote Teppich wurde der AfD
ausgerollt, aber wir haben ihn den Rechtsextremen unter den Füßen
weggezogen," so Rieka Becker von widersetzen. "Dieser Widerstand kommt
aus der Mitte der Gesellschaft. Wir geben unsere Orte nicht den
Faschisten. Wir wollen eine offene Gesellschaft, in der für alle
gesorgt ist, das Klima geschützt wird und Menschen sich frei entfalten
können - egal wo sie geboren sind, wen sie lieben oder wie sie
aussehen."

Bei den Protesten liefen Beschäftigte des Uniklinikums Gießen/Marburg
neben dem Gießener "Migra Space", Aktiven aus Gewerkschaften, jungen
Aktivist*innen und den Omas gegen Rechts. In den Hessenhallen der AfD
hingegen war laut Beobachter*innen eine Frauenquote von etwa 5% zu
verbuchen und der Protokollführer der neuen Jugend-Organisation der
Partei ist 57 Jahre alt. Das Bündnis widersetzen beansprucht daher für
sich, im Gegensatz zur AfD die Breite der Gesellschaft abzubilden. Zur
Stunde beendet das Bündnis den Tag mit einer Demonstration durch die
Stadt Gießen.

widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Bündnis, das
Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams organisiert. Zu
widersetzen gehören über 80 Lokalgruppen, Gewerkschaften,
antirassistische und antifaschistische Initiativen und Organisationen,
Klimabewegte, NGOs und viele mehr.


Weitere Informationen: 
Fotos und Videos zur honorarfreien Verwendung finden Sie hier (Quelle:
Aktionsbündnis Widersetzen) www.flickr.com/photos/widersetzen/albums
Eine Karte mit den konkreten Blockade-Orten wird im
widersetzen-Aktionsticker laufend
aktualisiert: https://tdc896c6f.emailsys1a.net/c/272/8796139/311/0/432042/608/32000/2d5b77d7db.html

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