[imc-presse] [attac-d-presse] COP30 in Belém: "Gipfel der Völker" gegen Rohstoffenergiehunger

Pressestelle Attac Deutschland presse at attac.de
Fri Nov 7 12:35:12 CET 2025


Pressemitteilung
Attac Deutschland
Frankfurt am Main, 7. November 2025
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      *COP30: Rohstoffenergiehunger stoppen!*

*Attac solidarisiert sich mit aktivistischem „Gipfel der Völker“ bei 
Weltklimakonferenz*

Ab Montag tagt die 30. COP (Conference of the Parties) der 
Klimarahmenkonvention  - kurz Weltklimakonferenz genannt - im 
brasilianischen Belém. Aktuell bremsen Kriege, geopolitische Spannungen 
und nationale Interessen den globalen Klimaschutz, während das 
1,5-Grad-Ziel in immer weitere Ferne rückt.  Attac solidarisiert sich 
mit dem „Cupula dos Povos” (Gipfel der Völker) und den Aktivist*innen 
bei der Weltklimakonferenz. Attac fordert außerdem, die Wiederbelebung 
fossiler Energieträger und Rohstoffe zu stoppen, die weltweit 
angelaufene Dekarbonisierung konsequenter fortzuführen und 
Klimagerechtigkeit durch einen radikalen Umbau der Wirtschaft zu 
ermöglichen.

Mit der Aufkündigung der Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens und 
der Klimaschutzmaßnahmen der US-Regierung unter Joe Biden hat Donald 
Trump einen weltweiten Rückschritt zugunsten der Öl- und Gasindustrie 
angestoßen. Rechte Parteien und Regierungen nehmen diese Entwicklung 
begeistert auf. In Deutschland will Wirtschaftsministerin Katharina 
Reiche (CDU), die kürzlich noch Managerin in der Gasindustrie war, den 
Ausbau der erneuerbaren Energien ausbremsen. Auch die EU plant, ihre 
Klimaziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2040 zu lockern.

/„Die Abkehr von ambitionierten Klimazielen sowie der deutlich 
erkennbare Rückschritt ins fossile Zeitalter sind katastrophal. 
Angesichts der erschreckenden Erderhitzung kann sich die Menschheit eine 
Verzögerung bei der Dekarbonisierung und beim klimagerechten Umbau der 
Wirtschaft nicht leisten“/, sagt Helga Reimund von der 
Attac-Kampagnengruppe „RohstoffEnergieHunger stoppen!“.

Belém, Veranstaltungsort der Weltklimakonferenz, liegt am Rande des 
Amazonas, des größten zusammenhängenden tropischen Regenwaldes der Erde. 
Der klimaschützenden Rolle von Wäldern wird bei den diesjährigen 
Verhandlungen eine besondere Bedeutung zukommen. Gastgeber Brasilien 
schlägt dazu einen „Tropical Forest Forever Fund“ (TFFF) mit 125 
Milliarden US-Dollar vor./„So richtig diese Initiative ist, darf der 
Schutz des Regenwaldes nicht zum Alibi werden und vom wahren Verursacher 
der Klimakrise ablenken: dem weltweit wachstumsorientierten 
Wirtschaftssystem“/, kritisiert Werner Rätz von der 
Attac-Kampagnengruppe „RohstoffEnergieHunger stoppen!“ und der 
Informationsstelle Lateinamerika./„Nur wenn dieses System zugunsten 
einer ressourcen- und energieschonenden Kreislaufwirtschaft überwunden 
wird, ist ein gutes Leben für alle möglich.“/

Zum offiziellen COP30 organisieren hunderte Gruppen von Indigenen, 
Landlosen und sozialen Bewegungen – hauptsächlich aus Brasilien – den 
„Cupula dos Povos“ (Gipfel der Völker). In Belém erheben sie ihre Stimme 
gegen Umweltrassismus und das globale Ungleichgewicht der Lebensstile. 
Sie wollen die COP30 mit den Basiskämpfen in Lateinamerika verknüpfen 
und fordern eine Neuordnung des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur. 
Denn Klima ist ein öffentliches Gut, und Klimagerechtigkeit sowie 
soziale Gerechtigkeit gehören zusammen.


*Für Rückfragen*: Achim Heier (Kampagnengruppe RohstoffEnergieHunger 
stoppen!“), Tel. +49 176 8799 3760, achim.heier at attac.de

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