[imc-presse] [attac-d-presse] CDU-Parteitag: „Politik von Reiche für Reiche“
Attac Deutschland Pressestelle
presse at attac.de
Fri Feb 20 10:00:11 CET 2026
Pressemitteilung
Attac Deutschland
Stuttgart / Frankfurt am Main, 20. Februar 2026
*CDU-Parteitag: „Politik von Reiche für Reiche“*
*Attac kritisiert Lobbyeinfluss und ungerechte Steuerpolitik der CDU*
Anlässlich des CDU-Parteitags in Stuttgart hat Attac am heutigen Freitag
mit einer Aktion protestiert. Das Netzwerk für globale Gerechtigkeit
kritisiert die ungerechte Lobbypolitik der Partei, die Reiche begünstigt
und die soziale Ungleichheit sowie die Kluft zwischen Arm und Reich
vergrößert. Zu sehen waren Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin
Reiche (Attac-Aktivist*innen mit Masken), die übergroße Spendenchecks
von zwei exemplarischen Großspendern des letzten Jahres –
BMW-Eignerfamilie Quandt und Milliardär Carsten Maschmeyer –
entgegennahmen. Weitere Aktive hielten ein Banner mit dem Slogan
„Politik von Reiche für Reiche“.
Ein Blick auf das Personal genügt: Die aktuelle Bundesregierung macht
Politik für Reiche. An ihrer Spitze steht mit Friedrich Merz ein
Millionärskanzler, der über Jahre hinweg eng mit den Interessen großer
Vermögen verbunden war. Als ehemaliger Aufsichtsratschef von BlackRock
Deutschland, dem größten Vermögensverwalter der Welt, bewegte er sich
genau in jenem Umfeld, das von steigenden Aktienkursen,
Immobilienpreisen und fehlenden Vermögensteuern profitiert. Diese Nähe
prägt nicht nur die persönlichen Interessen des Millionärs Merz, sondern
auch seine politische Perspektive. „Wer jahrelang für BlackRock
gearbeitet hat, denkt Politik durch die Brille der großen Vermögen. Ein
Millionärskanzler und ein Kabinett mit besten Drähten zu Konzernen
machen Politik für Vermögende und gegen den Rest der Gesellschaft und
den sozialen Zusammenhalt. Das ist für uns nicht tragbar“, sagt Julia
Elwing aus dem Koordinierungskreis von Attac.
Flankiert wird dieser Kurs durch die Wirtschaftsministerin Katharina
Reiche, die viele Jahre lang Spitzenfunktionärin der Energiewirtschaft
war und beste Kontakte zu großen, klimaschädlichen Konzernen hat.
Brisant ist ihre persönliche Nähe zu Karl-Theodor zu Guttenberg, der
nach seinem Rückzug aus der Politik als Lobbyist, Berater und Investor
tätig ist und ebenfalls beste Kontakte in internationale Finanz- und
Wirtschaftskreise hat. „Es überrascht nicht, dass diese Bundesregierung
lieber konsequent nach unten tritt, statt oben bei großen Vermögen
abzuschöpfen. Während der Druck auf arme Menschen erhöht und der
Sozialstaat immer weiter eingekürzt wird, steigt die Zahl der
Millionär*innen und Milliardär*innen seit Jahren – begünstigt durch die
ungerechte Steuerpolitik der CDU“, kritisiert Elwing. „Das zeigt sehr
gut, welche Interessen diese Partei wirklich vertritt.“
Große Vermögen entstehen vor allem durch Erbschaften, Immobilienbesitz
und Kapitalerträge, also häufig ohne eigene Leistung. In der CDU trifft
die Besteuerung großer Vermögen auf deutliche Ablehnung – unter dem
Vorwand, dass eine Vermögensteuer der Wirtschaft schade. Studien zeigen
jedoch, dass eine gerechte Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften
weder Investitionen noch wirtschaftliche Entwicklung bremst. Mit seiner
erfolgreichen Bundestagspetition, die von knapp 68.000 Menschen
mitgezeichnet wurde, und der Kampagne „Tax the Rich“ fordert Attac seit
2025 die Wiedereinführung einer Vermögensteuer.
*Bilder der Aktion zeitnah hier:* http://attac.de/vonreichefuerreiche
*Weitere Informationen zur „Tax the Rich“-Kampagne:*
https://attac.de/taxtherich
*Für Rückfragen und Interviews:* Julia Elwing, Mitglied im
Koordinierungskreis von Attac Deutschland, julia.elwing at attac.de,
01799115136
--
Lena Zoll
Pressesprecherin
Attac Deutschland
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Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt a.M.
presse at attac.de
Tel. 01623448009
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