[imc-presse] PM_Zeichnungen verdoppelt. Mehr als 1.000 Jurist*innen fordern die Einleitung eines AfD-Parteiverbotsverfahrens
RAV e.V.
gs at rav.de
Mon Aug 3 08:48:14 CEST 2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Medienvertreter*innen,
am 20.7.2026 informierten wir Sie über einen Offenen Brief an
Bundesregierung und Abgeordnete. Darin wurde vom RAV und gut 500
Jurist*innen gebeten, die Befürchtungen angesichts des Erstarkens der
AfD ernst zu nehmen und schnellstmöglich die erforderlichen Schritte für
einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht in die Wege zu leiten.
Es erreichten uns anschließend sehr viele Bitten von weiteren
Kolleg*innen, den Brief ebenfalls zeichnen zu können.
*Mittlerweile liegen uns 1051 Zeichnungen vor *- die Liste kann hier
eingesehen werden:
https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/525-juristinnen-fordern-afd-verbotsverfahren-einleiten-1283
Die vielen Menschen sollen gehört werden, so dass wir Sie hiermit
bitten, die *weitere Pressemitteilung von heute* in Ihre
Berichterstattung aufzunehmen. Sie liegt hier:
https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/mittlerweile-fordern-ueber-1000-juristinnen-und-juristen-die-einleitung-eines-afd-verbotsverfahrens-beim-bundesverfassungsgericht-1284
Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Sigrid v. Klinggräff
RAV-Geschäftsstelle
***************
*Pressemitteilung, 03.08.2026
**Weitere Zeichnungen beim RAV eingegangen:*
*Mittlerweile fordern über 1.000 Juristinnen und Juristen die Einleitung
eines AfD-Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht*
Mitte Juli 2026 richtete der RAV einen Offenen Brief an die
Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestages mit der Forderung,
ein AfD-Verbotsverfahren endlich einzuleiten. Dieser Brief war von über
500 Juristinnen und Juristen unterzeichnet und veröffentlicht worden.
https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/525-juristinnen-fordern-afd-verbotsverfahren-einleiten-1283
Der Brief des RAV bezieht sich auf das rechtswissenschaftliche Gutachten
der /Gesellschaft für Freiheitsrechte/ e.V. (GFF), das nach Auswertung
von über 3.000 000 Datenpunkten zum Ergebnis kam, dass die Politik der
AfD gegen das Menschenwürdeprinzip des Grundgesetzes und das
Demokratieprinzip verstößt und damit verfassungswidrig ist.
https://afd-gutachten.de/
Das Fazit: Ein Verbotsverfahren gegen die AfD vor dem
Bundesverfassungsgericht hätte wahrscheinlich Erfolg.
Während die Rückmeldungen der adressierten Bundestagsabgeordneten auf
den offenen Brief bislang sehr überschaubar sind, ist die Reaktion der
Kolleg*innen aus der breiten Justiz umso beeindruckender. Die Liste der
Unterschreibenden hat sich innerhalb von 10 Tagen verdoppelt. *1051
*Anwält*innen, Richter*innen, Staatsanwält*innen, Jurist*innen aus der
Verwaltung und der Wirtschaft, Rechtsreferendar*innen und viele mehr
stellen sich hinter die Forderung nach einem Verbot der AfD.
*Endlich handeln und das AfD-Verbotsverfahren einleiten!
*Der Bundestag und die Bundesregierung sind nun erneut als politisch
Verantwortliche aufgefordert, unverzüglich die notwendigen Schritte für
die Stellung eines Antrags an das Bundesverfassungsgericht in die Wege
zu leiten mit dem Ziel, die Verfassungswidrigkeit der AfD feststellen zu
lassen und damit ein Verbot der Partei zu bewirken. Die Jurist*innen
befürchten anderenfalls einen ernsthaften Schaden für die Demokratie und
die Bedrohung vieler Menschen, sollte es der AfD gelingen, ihre
verfassungsfeindliche Politik in die Realität umzusetzen.
„/Als Jurist*innen sehen wir es als unsere Pflicht, uns für die
Menschenwürde aller Menschen einzusetzen. Dazu gehört, dass wir eine
Partei wie die AfD, die zentralen Grundwerten unserer Verfassung
widerspricht, entschieden bekämpfen. Das Grundgesetz gibt uns mit dem
Parteiverbot nach Art. 21 Abs. 2 GG ein Instrument an die Hand, das nun
endlich eingesetzt werden muss./“ meint Angela Furmaniak, Vorsitzende
des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV) und
Mintinitiatorin des offenen Briefs. „/Die Politik darf sich nicht mehr
hinter Scheinargumenten verstecken, sondern muss handeln, bevor es zu
spät ist./“
https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/mittlerweile-fordern-ueber-1000-juristinnen-und-juristen-die-einleitung-eines-afd-verbotsverfahrens-beim-bundesverfassungsgericht-1284
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