[imc-presse] Pressemitteilung des RAV: Vorschub für die radikale Rechte und Gefahr für die Demokratie_Das Problem heißt Friedrich Merz
RAV e.V.
gs at rav.de
Wed Oct 29 10:46:35 CET 2025
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Medienvertreter*innen und Journalist*innen,
liebe Freund*innen,
anbei und folgend senden wir Ihnen die heutige Pressemitteilung des
Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins e.V. unter dem Titel:
*"Vorschub für die radikale Rechte und Gefahr für die Demokratie
Das Problem heißt Friedrich Merz"
*Dort zitiert wird die Vorstandsvorsitzende, Rechtsanwältin Angela
Furmaniak, die erklärt:
„/Die Äußerungen des Bundeskanzlers leisten rechten Gewalttaten und
menschenunwürdiger Gesetzgebung Vorschub. Sie sind der Nährboden für
konkrete Übergriffe auf all die Menschen, die nicht in das deutsche
Erscheinungsbild eines Friedrich Merz passen. Wir stellen uns täglich
mit unserer Arbeit gegen diese rassistische Hetze und verwehren uns in
diesem Zusammenhang ausdrücklich gegen jede Instrumentalisierung der
angeblichen Interessen oder Ängsten von Frauen. Das Verhalten von
Friedrich Merz leistet der radikalen Rechten Vorschub und ist eine
Gefahr für die Demokratie. /
/Wir werden uns weiterhin für die Lösung der bestehenden Probleme
einsetzen: Bessere soziale Versorgung, eine menschenwürdige
Flüchtlingspolitik und eine gerechte Verteilung des Wohlstands./“
Die ganze PM findet sich auch auf unserer Webseite, hier:
https://www.rav.de/publikationen/mitteilungen/mitteilung/vorschub-fuer-die-radikale-rechte-und-gefahr-fuer-die-demokratiedas-problem-heisst-friedrich-merz-1167
Wir danken für Beachtung und ggfs. für Veröffentlichung in und mit Ihren
Medien.
Mit freundlichen Grüßen
Sigrid v. Klinggräff
RAV-Geschäftsstelle
****************
Pressemitteilung, 29.10.2025*
Vorschub für die radikale Rechte und Gefahr für die Demokratie
Das Problem heißt Friedrich Merz*
Im Zusammenhang mit dem Rückgang der Zahlen von Asylbegehren hat
Bundeskanzler Friedrich Merz vor einer Woche öffentlich von „diesem
Problem im Stadtbild“ gesprochen, weswegen Bundesinnenminister Dobrindt
dabei sei „jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen
und durchzuführen.“
Diese Äußerung verknüpft ein angenommenes Erscheinungsbild des
öffentlichen Raumes mit der Anwesenheit bestimmter Bevölkerungsgruppen,
die ein zu beseitigendes Problem darstellten. Sie ist zutiefst
rassistisch und untragbar für das Amt des Bundeskanzlers. Die Äußerung
verletzt die Menschenwürde von Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die
als „nicht-deutsch“, weil „nicht-weiß“ wahrgenommen werden, grenzt sie
aus und fördert ein Klima, in dem rassistisch motivierte Anfeindungen,
Übergriffe und Anschläge entstehen.
Eine Entschuldigung hat Friedrich Merz abgelehnt. Seine Erklärung war
kein Ausrutscher. Vielmehr zeigt sie eine tiefsitzende Haltung, die
gegenwärtig die Politik der CDU/ CSU bestimmt. Bereits im Januar 2023
bezeichnete Merz im Kontext der Diskussion um die Auseinandersetzungen
in der Silvesternacht in Berlin die Söhne von Migranten in rassistischer
Stereotypisierung als „kleine Paschas“[1]. Ziel des Beitrags war es,
junge Menschen und ihre Familien pauschal als unintegriert und
potenziell gefährlich zu brandmarken. Im September 2023 griff Merz gar
zur Lüge: 300.000 abgelehnte Asylbewerber reisten nicht aus, bekämen
aber die „volle Heilfürsorge“, säßen „beim Arzt“ „und lassen sich die
Zähne neu machen“ und „die deutschen Bürger nebendran“ bekämen keine
Termine[2]. Es war eine gezielte Diffamierung, um Empörung und Neid der
Bevölkerung auf Kosten Schutzsuchender zu befeuern. Nun ergänzt er diese
Diffamierung noch, indem er sich angeblich für Frauenrechte interessiert
und meint, die Frauen, bzw. „Töchter“ würden durch umfangreiche
Rückführungen besser geschützt.
Die Verknüpfung des „Stadtbildes“ mit „Rückführungen“ ist die
erschreckende Fortsetzung dieser Bevölkerungsteile erniedrigenden und
diskriminierenden Linie. Merz ist nicht allein. Ursprünglich stammt das
Stadtbild-Narrativ von dem Treffen Rechtsradikaler im November 2023 im
Landhaus Adlon in Potsdam. Damals forderte der AfD-
Fraktionsvorsitzende von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, das Stadtbild
müsse sich ändern, ausländische Restaurants müssten unter Druck gesetzt
werden („Correctiv-Bericht“)[3].
*Die Vorsitzende des RAV, Rechtsanwältin Angela Furmaniak, erklärt zu
diesem Geschehen:*
„/Die Äußerungen des Bundeskanzlers leisten rechten Gewalttaten und
menschenunwürdiger Gesetzgebung Vorschub. Sie sind der Nährboden für
konkrete Übergriffe auf all die Menschen, die nicht in das deutsche
Erscheinungsbild eines Friedrich Merz passen. Wir stellen uns täglich
mit unserer Arbeit gegen diese rassistische Hetze und verwehren uns in
diesem Zusammenhang ausdrücklich gegen jede Instrumentalisierung der
angeblichen Interessen oder Ängsten von Frauen. Das Verhalten von
Friedrich Merz leistet der radikalen Rechten Vorschub und ist eine
Gefahr für die Demokratie. /
/Wir werden uns weiterhin für die Lösung der bestehenden Probleme
einsetzen: Bessere soziale Versorgung, eine menschenwürdige
Flüchtlingspolitik und eine gerechte Verteilung des Wohlstands./“
Kontakt:
kontakt at rav.de // 030-417 235 55
------------------------------------------------------------------------
[1] ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ am 10.01.2023
[2] „WELT TALK“ des Senders WELT TV am 27.09.2023
[3]
https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/
---
Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V.
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