[imc-presse] [attac-d-presse] Europäische Stimmen zu Blockupy in Frankfurt

sundermann at attac.de sundermann at attac.de
Fri May 18 08:19:05 CEST 2012


Pressemitteilung
Attac Deutschland
Frankfurt a.M., 18. Mai 2012


* Blockupy: Europäische soziale Bewegungen protestieren in Frankfurt
* Europäische Attac-Stimmen zu EZB und Fiskalpakt

Zu den Protesttagen des Bündnisses "Blockupy" in Frankfurt sind Menschen
aus ganz Europa angereist. Etliche von ihnen sind aktiv im europäischen
Attac-Netzwerk. Ein zentrales Motiv für das Engagement des
globalisierungskritischen Netzwerks ist die Kritik am Europäischen
Fiskalpakt.

Aus Griechenland ist Thanos Contargyris angereist und sagte:
"Wir nehmen an den Blockupy-Protesten in Frankfurt teil, weil die deutsche
Regierung wesentlich verantwortlich für die Kürzungspolitik ist, die
Griechenland aufgezwungen wurde. Diese Politik ist unerträglich und führt
nicht dazu, dass die Schuldenlast sinkt, sondern lediglich, dass die
Ökonomie weiter abstürzt und soziale Rechte beschnitten werden. Zudem
demonstrieren wir gegen die EZB, weil sie mit Billigkrediten die
Großbanken füttert, die dieses Geld zu hohen Zinsen an die Staaten
verleihen. Das Resultat ist, dass die Steuerzahler damit de facto die
Banken sanieren, die für die Krise mit verantwortlich sind."

Bernardino Aranda von Attac Portugal erklärte: "Die soziale und ökonomische
Situation von Portugal verschlechtert sich rapide. Verantwortlich dafür
ist vor allem die Kürzungspolitik, die die Troika Portugal und anderen
europäischen Ländern auferlegt. Mit der EZB ist in Frankfurt eines der
Hauptquartiere der Troika. Deshalb kommen wir nach Deutschland, um für ein
soziales und demokratisches Europa zu protestieren. Der Fiskalpakt treibt
die Volkswirtschaften in die Rezession und missachtet die sozialen
Interessen der Bevölkerungen. Wir schämen uns, dass das portugiesische
Parlament als erstes diesen Vertrag ratifiziert hat."

Aurelie Trouvé, die Ko-Präsidentin von Attac Frankreich, ergänzte:
"Mit der öffentlichen Verschuldung, die vor allem durch die
Bankenrettungen in die Höhe getrieben wurden, zahlen die Bevölkerungen für
die Finanzkrise. Deshalb wird überall Sozialabbau durchgesetzt. In
Frankfurt fordern wir deshalb ein neues Statut für die EZB. Die EZB muss
Staaten direkt finanzieren können, um sie aus der Abhängigkeit der
Finanzmärkte zu befreien!"

Franco Carminati von Attac Belgien erklärte: "Wir stehen für viele, die
gegen die Logik des Fiskalpakts demonstrieren. Sie ist ein dramatischer
Schritt gegen die Demokratie in den europäischen Ländern. Der Pakt
entzieht in wesentlichen Punkten die öffentlichen Haushalte der
demokratischen Kontrolle. Deshalb ist er unakzeptabel und illegitim."


Vertreter des Europäischen Attac Netzwerks bei den Blockupy-Aktionstagen
in Frankfurt:

* Aurélie Trouvé, Ko- Präsidentin von Attac Frankreich,
  tel.: 0033 - 1 6 17 17 50 87

* Thanos Contargyris, Attac Hellas, tel.: 0033 - 622 193690

* Bernardino Aranda, Attac Portugal, tel.: 00351 - 912 444329

* Franco Carminati, Attac Belgien, tel.: 0032 - 475-723448



Bei weiteren Nachfragen:

* Alexis Passadakis, Mitglied im Rat von Attac Deutschland,
  tel.: 0170 – 26 84 44 5

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