[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Davos -- München -- Hokkaido -- Genua

Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Mi Feb 6 15:07:15 CET 2008


- Kein Ausschuss zu G8-Pannen
- Kommt auf Polizeibehörde Kavala jetzt eine teure Klagewelle zu?
- Abramowski: "Wir haben im Versammlungsrecht Geschichte geschrieben"
- G8-Repression: Befangenheit und Willkür bei G8 Prozessen
- G8 Prozess wegen schweren Landfriedensbruch ufert aus
- Erneut deutsche Polizisten beim WEF
- Stadt verbietet Demo-Route
- Italy, Cosenza. Sud Ribelle trial
- About No! G8 Action Info-tour

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Kein Ausschuss zu G8-Pannen

Zu den teilweise umstrittenen Polizei- und Bundeswehreinsätzen beim 
G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm wird es nun doch keinen 
Untersuchungsausschuss im Schweriner Landtag geben.

Die FDP, die erwogen hatte, den Sonderausschuss gemeinsam mit der 
Linksfraktion zu beantragen, nahm Abstand von dem Vorhaben.

“Es gibt keine substanziell neuen Dinge, die einen solchen Ausschuss 
rechtfertigen würden”, so FDP-Landeschef Ahrendt gestern.

Innenminister Caffier (CDU) wertete diese Entscheidung als “folgerichtig 
und gut”.

Quelle: www.svz.de


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Kommt auf Polizeibehörde Kavala jetzt eine teure Klagewelle zu?

Platzverweis für G8-Gegner rechtswidrig

Schwerin (LiZ). Das Verwaltungsgericht Schwerin hat einem Bonner 
G8-Gegner recht gegeben, der gegen einen während des Gipfels in 
Heiligdamm von der Polizei ausge- sprochenen Platzverweis geklagt hatte. 
Der Bonner war damals in Bad Doberan in eine Polizeikontrolle geraten 
und erhielt den Platzverweis für die gesamte Gegend von Kühlungsborn 
über Bad Doberan bis Nienhagen. Die Klage richtete sich im wesentlichen 
gegen die Willkür, mit der der Platzverweis begründet wurde. Ob durch 
dieses Urteil die anderen knapp 1.000 von Platzverweisen Betroffenen 
ermutigt werden, ebenfalls zu klagen, und damit eine Kostenwelle auf die 
Polizei zurollt, müsse man abwarten, so die Prozessbeobachtungsgruppe 
Rostock.

Die Polizei darf nach dem Gesetz nur dann einem Demonstranten einen 
Platzverweis erteilen, wenn ihm eine konkret in der Person liegende 
Gefahrenprognose zugrunde gelegt wurde. Die Polizei hatte während des 
G8-Gipfels jedoch einen in das Platzverweisformular hineinkopierten 
Textbaustein als Grundlage genommen, in dem auf eine allgemeine 
Gefährdung während des Weltpolitiker-Treffens Bezug genommen wurde. 
Zudem war der Platzverweis nicht wie vorgeschgrieben auf maximal eine 
Gemeinde begrenzt, sondern sollte gleich für fünf Gemeinden gelten.

In der Erwiderung auf die Klage erkannte die Polizeibehörde Kavala, wie 
schon zuvor bei mehreren Klagen gegen Platzverweise, die 
Rechtswidrigkeit des Platzverweises sofort an. Damit wollte die Kavala, 
der die Haltlosigkeit der Platzverweise bewusst war, einem teureren 
regulären Richterurteil zuvorkommen. Zugleich beantragte die Kavala, die 
Kosten des Verfahrens dem Bonner Kläger aufzuerlegen. Genau dieses 
Begehren der Kavala wies das Verwaltungsgericht jedoch komplett zurück.

Trotz des Sieges vor Gericht bleibt nach Auffassung der Klägerseite ein 
"schaler Beigeschmack". Die Polizeitruppe Kavala hat es mit Hilfe von 
vielen hundert Platzverweisen geschafft, Datensätze von G8- GegnerInnen 
zu speichern. "Es ist zu befürchten, dass trotz festgestellter 
Rechtswidrigkeit der Maßnahme diese weiter in den polizeilichen 
Gefährder-Dateien gespeichert bleiben und für künftige Gefahrenprognosen 
herangezogen werden", so der Anwalt des Bonner Klägers Sebastian Nickel.

"Dass die Polizeiführung sofort nach Klageeinreichung ein Annerkentnis 
des Klägerbegehrens ausspricht - und zwar gleich dutzendfach, zeugt 
davon, dass sie von der Illegalität der Polizeimaßnahme schon zum 
Zeitpunkt des Einsatzes überzeugt war", so Dieter Rahmann von der 
Prozessbeobachtungs- gruppe Rostock. Es sei skandalös, dass die für den 
Einsatz von bewusst illegalen Maßnahmen verantwortlichen Polizeiführer 
noch immer nicht von der Staatsanwaltschaft angeklagt wurden.

Quelle: http://linkszeitung.de


 
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Abramowski: "Wir haben im Versammlungsrecht Geschichte geschrieben"

Resumee auf Neujahrempfang der Rotarier: Den Gipfel gut gemeistert

Bad Doberan - Der Rotarier Club Kühlungsborn-Bad Doberan hatte 
vergangene Woche zu seiner Neujahrsfeier eingeladen. Klaus Koch, 
President der örtlichen Rotarier, begrüßte neben den Mitgliedern 
zahlreiche Gäste aus Politik und Kultur sowie aus befreundeten 
Rotarierclubs in Norddeutschland. Nach einer musikalischen Einleitung 
durch das Bad Doberaner Blasorchester und Grußworten der Gaste begann 
Knut Abramowski einen gut einstundigen Vortrag über den "G8-Gipfel als 
große Herausforderung fur die Polizei".

Die Sicherheit der Staatsgaste, der störungsfreie Verlauf, die 
Verhinderung von Straftaten sowie die Gewährleistung friedlicher 
Demonstrationen seien die Hauptaufgaben der Polizeikräfte gewesen.

Und so hatte man sich schon lange im Vorfeld auf die Situation 
vorbereitet und zunächst Polizeigebäude mit dem "diskreten Charme des 
Morbiden" vorgefunden, wie Abramowski humorvoll feststellte.

Schließlich habe man in Waldeck fur neun Millionen Euro die 
Führungszentrale eingerichtet, die Sicherheitspartnerschaften mit der 
Bundespolizei, dem Bundeskriminalamt und weiteren Sicherheitskräften 
etablierte. "Das war eine hohe Leistung fur diese überschaubare 
Landespolizei", lobte der Polizeichef seine Mitarbeiter.

Auch mit der Staatskanzlei in Schwerin, dem Auswärtigen Amt in Berlin, 
auslandischen Sicherheitsdiensten, dem Bundespresseamt, dem 
Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundesinnenministerium und dem 
Bundeskanzleramt habe es enge Zusammenarbeit gegeben - auch, wenn die 
Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt beim Bush-Besuch im Jahr davor 
enger gewesen sei.

Abramowski lobte die in beiden Fällen gute Zusammenarbeit mit dem 
Amerikanischen Geheimdienst. Man habe sich aber "nicht die Butter vom 
Brot nehmen lassen. Einen ganz besonderen Dank sprach der Referent der 
Bundeswehr aus, die im Rahmen des Amtshilfeersuchens über das 
Bundesministerium der Verteidigung und das Wehrbereichskommando I mit 
den Polizeikräften zusammen arbeitete. "Unter anderem durch die 
eigenständige Wahrnahme von Aufgaben im Rahmen eines abgestimmten 
Luftraumschutzkonzeptes.

Mit der Justiz sei die Kooperation ebenfalls gut gewesen, erinnert sich 
Abramowski. Gefangenensammelstellen hab man anfangs fur 2000 Menschen 
geplant und von Amnesty International bestatigt bekommen, dass das 
Konzept "vernünftig" gewesen sei. Schließlich habe man aber nur 250 
Platze gebraucht. Abramowski: "Wir haben im Versammlungsrecht Geschichte 
geschrieben." Kuriosum am Rande, das der Schweriner Polizeichef 
humorvoll anfügte: Für George Bushs Wunsch nach einen Fahrradausflug 
seien 500 bis 1000 Beamte zusatzlich benötigt worden.

Die generelle Lage des Veranstaltungsortes beschrieb der Polizist als 
problematisch, schon durch den Ort am teils steinigen Strand: "Hier 
liegen Trilliarden und Abertrilliarden von potenziellen Wurfgeschossen - 
wir sind der Katastrophe entgangen." Dies führte er unter anderem darauf 
zurück, dass es gelungen war, die Demonstranten in großen Camps 
unterzubringen.

Er lobte vor allem die gute Zusammenarbeit mit den Veranstaltern der 
Demonstrationen, denn speziell bei den Ereignissen in Rostock hatte ein 
Auseinandersprengen der Veranstaltungen und ein Abdriften in die 
Rostocker Innenstadt die Katastrophe bedeutet. Aber zum Glück habe er im 
Stadthafen auf Polizeiseite Deutschlands beste Frauen und Männer im 
Einsatz gehabt. Abramowski rechtfertigte den teils massiven Einsatz 
seiner Kollegen: "Man kann auch durch hartes Einschreiten eine 
Deeskalationbewirken."

Bleibende Erinnerung war jedoch fur viele Polizisten das rücksichtslose 
Vorgehen einiger weniger militanter Gewalttäter. Abschließend fasste 
Knut Abramowski die wichtigsten Daten zum Gipfel aus Sicht der Polizei 
nannte: "17494 Einsatzkräfte; 232.000 warme Mahlzeiten von denen nur 0,3 
Prozent beanstandet seien worden; und 509 verletzte Polizisten, davon 65 
schwer."

Sein Resumee: "Die deutschen Sicherheitskräfte haben bewiesen, dass sie 
in der Lage sind, einen solchen Gipfel zu meistern."

Quelle: Doberaner Anzeiger


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G8-Repression: Befangenheit und Willkür bei G8 Prozessen

Pressemitteilung

Heute wurde ein weiterer G8-Prozess gegen einen Betroffenen aus 
Thüringen eingestellt. Dem Betroffenen wurde zur Last gelegt, ein 
Multitool und ein Tuch mit sich geführt zu haben, als die Polizei ihn am 
Rostocker Bahnhof am 4.6 kontrollierte. Obwohl er vom Bahnhof aus zum 
Strand nach Gral Müritz fahren wollte, unterstellte ihm die Polizei, er 
sei auf dem Weg zu einer an diesem Tag in Rostock stattfindenden 
Demonstration und dabei seie das Mitführen von Taschenmmessern und 
Tüchern verboten. Der Mann wurde daraufhin 8 Stunden ins Gefängnis 
gesperrt und bekam jetzt einen Bußgeldbescheid über 50 Euro, gegen den 
er Widerspruch einlegte.

Der Betroffene hatte eine der damaligen BegleiterInnen mitgebracht, die 
hätte aussagen können, daß das Reiseziel damals tatsächlich der Strand 
von Gral Müritz und nicht die Demonstration gewesen seie und daß der 
Betroffene das Multitool und das als Kopfbedeckung zu verwendende Tuch 
sehr häufig bei sich tragen würde. In diesem Verfahren ließ die 
Richterin Schörner keine Zweifel daran, daß ihr Urteil, egal was der 
Betroffene zu seine Verteidung würde vorbingen wollen, schon feststand. 
Untypisch dabei war aber ihre Dreistigkeit, dies schon zu 
Verhandlungsbeginn offen auszusprechen. „Auch wenn Sie und Ihre Freundin 
hier erzählen, daß Sie nicht zur Demo wollten, glaube ich ihnen das 
sowieso nicht, für mich steht fest, daß Sie zur Demo wollten, fertig. 
Das einzige was ich Ihnen anbieten kann ist eine Einstellung, da Sie ja 
schon 8 Stunden abgesessen haben. Wenn Sie das nicht akzeptieren, 
verurteile ich Sie,“ so die Richterin

Eine Alternative gab es für den Betroffenen nicht, da eine Berufung 
gegen ein Urteil dieser Richterin erst bei einem Bußgeldbetrag über 50 
Euro möglich ist. Durch seinen aufgrund der Befangenheit der Richterin 
von vornherein chancenlosen Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid bleibt 
der Betroffene sowohl auf den Anwaltskosten als auch auf den 
Anreisekosten von ihm selbst und der Zeugin sitzen, die mehr als 10 mal 
so hoch sind wie die ursprüngliche Höhe des Bußgeldes.

Die Prozessbeobachtungsgruppe Rostock stellt fest, daß die 
Bußgeldverfahren nichts weiter sind als staatliche Abzocke von 
G8-GegnerInnen. Fast niemand wird weite Reisen zum Amtsgericht nach 
Rostock und hohe Rechtsanwaltskosten auf sich nehmen, um gegen ein zwar 
mit juristisch lächerlichen Begründungen versehenes aber eben deutlich 
niedrigeres Bußgeld zu Felde zu ziehen, so ein Vertreter der 
Prozessbeobachtungsgruppe. Damit die Abschreckungsfunktion, nicht auf 
gerichtlichen Schutz zu setzen, auch so bleibt, bedarf es ab und an 
schon mal einer befangenen Richterin, die sich selbst bei 
abenteuerlicher Beweislage nicht davon abschrecken läßt, ihrer Abneigung 
gegen G8 Gegnern freien Lauf zu lassen.

Schon gestern gab es vor dem Amtsgericht Rostock einen weiteren Fall 
schikanöser Behandlung von einer G8 Gegnerin aus dem Rheinland durch 
Richter Schröder, der über den Vorwurf schweren Landfriedensbruches zu 
befinden hatte. Lediglich der festnehmende Polizeibeamter hatte 
geäußert, eine vermummte Person bei einem Steinwurf gesehen und einige 
Zeit später diese Person festgenommen zu haben. Alle anderen Zeugen und 
auch das Videomaterial gaben keine diese Aussagen stützenden Indizien 
sondern offenbarten Widersprüche in der Aussagen des festnehmenden 
Polizeibeamten. Weder wurde bestätigt, daß die Angeklagte bei der 
Verhaftung gebissen oder getreten hatte. Das angebliche Treten nach 
Polizisten sah sogar der die Verhaftungssituation beobachtende Zugführer 
eher als ein Herumzappeln, welches aber durch einen gezielten 
Faustschlag des festnehmenden Beamten in die Magengegend der Angeklagten 
gebrochen werden konnte.

Richter Schröder war sichtlich entnervt davon, daß kein weiteres der in 
den inzwischen 3 Verhandlungstagen eingeführten Beweismittel die 
Stellungnahme des festnehmenden Polizeizeugen stütze. Anstatt daß der 
Richter gestern nach nur gut 1 stündiger Verhandlung ein von der 
Verteidigung mitgebrachtes Video anschauen ließ, verstieg er sich in 
Mutmaßungen, dieses Video seie fingiert, mit dem Urheber wollte er 
zwecks Klärung aber trotzdem nicht telefonieren. Er setzte, angeblich, 
um zwischenzeitlich die Urheberschaft zu klären, nun einfach einen 4. 
Verhandlungstag an, auf dem lediglich dieses wenige Minuten umfassende 
Video angeschaut werden soll, zu dem wieder einmal die Angeklagte und 
ihre Verteidigerin aus Köln anreisen müssen, was die Prozesskosten 
unnötigerweise in die Höhe treibt.

Solche schikanösen Praktiken und wie im heutigen Verfahren die der 
befangenen Richterin sind keine Einzelfälle. Offensichtlich weiß sich 
die Justiz angesichts öffentlichen Unverständnisses über die 
Lächerlichkeit der erhobenen Vorwürfe nicht anders zu helfen, als mit 
dem Kopf durch die Wand zu gehen, so ein Vertreter der 
Prozessvorbereitungsgruppe. Dieses Verhalten der Rostocker Justiz gehört 
auch vor die Justizaufsicht und sollte auch die Fraktionen des Landtages 
beschäftigen.

Quelle: Prozessbeobachtungsgruppe Rostock


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G8 Prozess wegen schweren Landfriedensbruch ufert aus

Der Rostocker Amtsrichter Schröder läßt einen Prozess gegen eine G8 
Gegnerin ausufern, weil er keine Beweise für ihre Schuld findet.

Am Donnerstag, 31.1 findet ab 13 Uhr30 im Raum 223 der nun schon dritte 
Verhandlungstermin gegen eine G8 Gegnerin aus dem Rheinland vor dem AG 
Rostock statt. Ihr wird ein Steinwurf auf Polizisten während der 
Großdemo am Rostocker Stadthafen vorgeworfen, sowie Vermummung und 
Widerstand bei der Festnahme. Dafür droht ihr schlimmstenfalls eine 
Haftstrafe. Schon bei dem ersten Termin am 7.1 zeigte sich die 
Beweislage nicht nur als sehr dünn, zwei auf Antrag der Verteidigung 
geladene Zeugen, sagten aus, daß sie während des fraglichen Zeitpunktes 
– vor der Verhaftung immer bei der Angeklagten waren und definitiv 
ausschließen konnten, daß sie einen Stein bei sich noch geworfen hatte. 
Im übrigen hatte sich die Situation zu diesem Zeitpunkt am Stadthafen 
schon beruhigt, den Zeugen erschien es daher umso unverständlicher, 
warum plötzlich ohne erkennbaren Grund eine Polizeitruppe in die Menge 
stürmte, 2 Personen zu Boden riß und die Angeklagte festnahm.

Die Zeugen der Anklage, zwei Berliner Polizeibeamte, verstrickten sich 
dagegen in eine Reihe von Widersprüchen. Während der festnehmende Beamte 
noch in seiner schriftlichen Äußerung zu Protokoll gab, er sei von der 
Demonstrantin bei der Festnahme gebissen und geschlagen worden, konnte 
er sich während der Vernehmung an nichts dergleichen erinnern. Auch der 
Steinwurf blieb nebulös, der Polizist konnte nicht sagen, wohin er 
geworfen wurde, er erinnerte sich lediglich, daß der Steinwurf von einer 
vermummten Person getätigt wurde. Zwar habe er diese Person die ganze 
Zeit im Blick gehabt, jedoch erst nach der Festnahme festgestellt, daß 
sie weiblich gewesen seie und nicht wie er vermutete, männlich.

Die Aussage des 2. Polizeizeugen, der in der schriftlichen Äußerung auch 
vom Steinwurf und Beißen bei der Festnahme berichtete, fiel während des 
ersten Verhandlungstermins völlig in sich zusammen. Diese Äußerungen, 
erläuterte er dem Vorsitzenden Richter Schröder, seien nicht das 
Ergebnis eigener Beobachtungen gewesen sondern nur das Ergebnis eines 
Gesprächs mit dem ersten Zeugen.

Obwohl die Polizei angab, daß das bei Verhaftungen immer filmende 
Dokumentationsteam durch Steinwürfe außer Gefecht gesetzt worden seie, 
es mithin keinen Film über diese Verhaftung gebe, tauchte dieser 
aufgrund eines Beweisantrages der Verteidigung in der 2. Verhandlung 
doch noch auf. Auf diesem Mitschnitt ist zu erkennen, daß es sich um ein 
im fraglichen Zeitraum friedliches Demonstrationsgeschehen handelte und 
einzelne Polizeitrupps unvermittelt auf brutale Art zwei Festnahmen 
durchführen.

Äußerst einseitig gestaltete der Richter Schröder vor allem beim 2. 
Verhandlungstermin am 24.1 die Sitzung. Den Antrag der Verteidigung, die 
Wetterdaten von Rostock beizuziehen lehnte er ab, weil davon auszugehen 
sei, daß es warm war, mithin ein Aufsetzen der Kapuze und Mitführen 
eines Tuches nicht aus klimatischen, sondern aus Gründen der 
Gewaltbereitschaft erfolgte. Die Recherche der Verteidigung, daß die 
Tagestemperatur an dem Tag in Warnemünde im Schnitt lediglich 14 Grad 
betrug, kommentierte Schröder etwas bissig mit den Worten, daß die 
Anwältin nicht aus Rostock komme, daher wisse sie ja auch nicht, daß in 
Rostock das Wetter anders seie als in Warnemünde. Auch die von der 
Verteidigung beantragte Vernehmung des damaligen Demonstrationsanmelders 
zu dem Beweiszwecke der Friedlichkeit der Situation vor der Verhaftung 
wurde nach mehrfacher verbaler Ablehnung durch den Richter erst auf 
Intervention der Staatsanwältin zugelassen. Diese bekam daraufhin aber 
auch das Recht, auf dem nun folgenden 3. Termin den Einsatzleiter des 1. 
Polizeizeugens zu vernehmen, um ihn zum Beispiel zu fragen, ob er gehört 
habe, daß der 1. Polizeizeuge gesagt hätte, daß eine vermummte Person 
einen Stein geworfen hätte.

Die Prozessbeobachtungsgruppe Rostock hat den Eindruck, daß, weil es dem 
Richter Schröder gemeinsam mit Staatsanwältin Krempel bislang nicht 
gelungen ist, sein offensichtlich schon feststehendes Urteil „Schuldig“ 
mit Beweisen abzusichern, er diesen Prozess auf Kosten der immer wieder 
extra anreisenden Angeklagten und ihrer Verteidigung bis zur 
Unübersichtlichkeit ausufern läßt, Zeugen vom Hörensagen als angeblich 
beweiskräftig einführt, Beweisanträge der Verteidigung aber 
unberücksichtigt läßt. Offensichtlich paßt ein weiterer Freispruch nicht 
mehr in die politische Landschaft, nachdem die letzten beiden 
G8-Prozesse mit 2 Freisprüchen endeten.

Quelle: Prozessbeobachtungsgruppe Rostock


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Erneut deutsche Polizisten beim WEF

Die Einsätze am diesjährigen WEF seien planmäßig, problemlos und in 
guter Atmosphäre verlaufen, ließ Anna Maria Elmer von der Kantonspolizei 
Graubünden der Nachrichtenagentur SDA verlauten. Auch die Armee zog ein 
positives Fazit. Es sei sehr gut gelaufen, sagte der Militärsprecher auf 
Anfrage. Ebenso lobte der WEF - Ausschuss der Bündner Kantonsregierung 
den Einsatz der Sicherheitskräfte: Die Aufträge seien vorbildlich 
erfüllt worden. Zudem zeigt sich der Ausschuss erfreut, dass WEF - 
Kritikerinnen und Kritiker im Graubünden auf Gewalt verzichteten. 
Kritiker machten jedoch im Gegenzug die Polizei für brutale Einsätze 
verantwortlich, so wurden in den letzten Tagen rund 66 Menschen in 
Basel, 45 Menschen in Zürich und 242 Menschen in Bern verhaftet.

Luftwaffe im Einsatz

Den Himmel über Davos überwachte die Luftwaffe in Zusammenarbeit mit 
Österreich. Wie viele FA 18 oder Helikopter im Einsatz waren, blieb 
unter Verschluss. Im Notfall hätte Verteidigungsminister das Feuer 
eröffnen lassen können. Die Schweizer Luftwaffe zählte während der 
Veranstaltung drei Luftraumverletzungen. Die österreichische Luftwaffe 
musste ebenfalls einige Luftfahrzeuge aus dem gesperrten Luftraum 
eskortieren. Es soll sich in allen Fällen aber um unachtsame Piloten 
gehandelt haben. Der Luftraum über Davos blieb gesperrt, bis die letzten 
Staatschefs und Regierungsmitglieder Davos verließen, hieß es.

Die Zahlen sprechen für sich...

Das Sicherheitsbudget für das WEF wird mit rund 8 Millionen Franken 
angegeben, das entspricht über 5 Mio. Euro, zusätzlich 2 Millionen 
kostete der Armeeeinsatz, also nochmals mehr als 1 Mio. Euro. 
Zahlenmäßig waren während des WEF täglich ungefähr 3000 bis 4000, 
maximal 5000 Angehörige der Armee in und um Davos im Dienst. 
Verteidigungsminister Samuel Schmid besuchte die Truppen am Samstag an 
mehreren Orten.

...oder auch nicht

Somit wären die Ausgaben für die schweizerischen Ordnungskräfte also 
geklärt. Nun sind allerdings neben der österreichischen Armee abermals 
deutsche Polizisten beim WEF gesichtet worden. Nun fragt man sich warum 
die Deutsche Polizei eine rein zivilrechtliche Privatveranstaltung von 
Finanzmanagern und Bankiers, dazu eigentlich noch im Ausland absichert. 
Werden hier hoheitliche Aufgaben von den Veranstaltern des WEF 
eingekauft oder aus welchem Sinn und Zweck ist es der Bundespolizei 
erlaubt an solchen Einsätzen teilzunehmen. Um eine Grenzensicherung kann 
es eigentlich nicht gegangen sein, da der Kreis Davos nicht wirklich an 
die Bundesrepublik anschließt. Ebenso kann es auch nicht um eine 
Mitwirkung an polizeilichen Aufgaben im Ausland unter Verantwortung der 
Vereinten Nationen (UN), der Europäischen Union (EU) oder anderer 
internationaler Organisationen gegangen sein, ebenso ein Punkt unter dem 
sich die Bundespolizei im Ausland bewegen dürfte.

Einsätze mit Tradition

Erstmals kam es in der Schweiz 2003 zur Verstärkung durch deutsche 
Sicherheitskräfte beim WEF in Davos, im selben Jahr auf dem G8 Gipfel in 
und um Evian. Französische, deutsche und schweizerische Polizeieinheiten 
führten zusammen Aktionen gegen Demonstranten durch. Verstärkt 
beobachtet wurde der Einsatz vor allem in Genf, in der Nähe der „Usine“, 
als die deutsche Polizei zum Einsatz kam und in Zusammenarbeit mit 
anderen Polizeieinheiten, Soundbomben, Gummigeschosse, Tränengas, sowie 
Blendgranaten verwendet worden waren. Nach Angaben des Abteilungsführers 
der Polizeikräfte aus Baden-Württemberg, Hans-Dieter Wagner, hatten die 
in den Außenbereichen der Innenstadt eingesetzten Beamten mit den 
Auswirkungen der Krawalle zu tun gehabt. Wagner bestritt den Vorwurf von 
globalisierungskritischen Gruppen, dass deutsche Sicherheitskräfte auch 
an mehreren Razzien unter anderem in der „Usine“, welche damals zu einem 
Indymedia Center umgebaut worden war, beteiligt gewesen waren. Nach 
Angaben des deutschen Innenministeriums seien damals insgesamt 1015 
deutsche Beamte in der Schweiz im Einsatz gewesen. Es sei damals zu 
keinerlei Zwischenfällen gekommen, hieß es.

Bericht und Fotos des Einsatzes:
http://nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/evian/reports/0606usine_razzia.htm

Video von der Stürmung:
http://kanalb.org/search.php?play_id=471&modul=Clip&autostart=true&search=usine

Deutsch-schweizerisches Abkommen als mögliche Verfügung

Die Grundlage auf einen Polizeieinsatz könnte der deutsch-schweizerische 
Polizeivertrag, welcher am 27. April 1999 in Bern unterzeichnet wurde. 
Man sprach damals von einem Signal für eine fortschrittliche 
grenzüberschreitende polizeiliche und justizielle Partnerschaft, von 
einem Modell für Europa. Wenn die Polizei also eine Person auf dem 
Territorium des Nachbarstaates weiterverfolgt, haben die 
PolizeibeamtInnen nach dem deutsch-schweizerischen Abkommen ein 
Festhalte- und ein Durchsuchungsrecht, und sie dürfen die Person selbst 
auf die nächste Polizeistation bringen. Wie in den meisten 
Zusatzabkommen zwischen den Schengenstaaten wurden auch hier 
grenzpolizeiliche Kontaktstellen eingerichtet. Möglich ist aber nicht 
nur die Entsendung von beratend tätigen VerbindnungsbeamtInnen, sondern 
auch der Einsatz von PolizistInnen der anderen Seite mit exekutiven 
Befugnissen "bei Vorliegen dringender Bedürfnisse ... zur Abwehr von 
Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie zur Bekämpfung 
von Straftaten".

Das WEF und seine Besucher

Während eigentlich Themen wie Klimawandel oder Armut auf dem Programm 
stehen sollten, wurde sich eher allgemein um eine Rezession und der 
Krise auf den Finanzmärkten Gedanken gemacht. Die führenden Banken sind 
fast ausnahmslos vertreten – die Schweizer Grossbanken UBS und Credit 
Suisse entsandten beide den Verwaltungsratspräsidenten und den 
Konzernchef. Neben Politikern aus aller Welt, darunter Condoleezza Rice, 
die das WEF eröffnete, ebenso Pervez Musharraf neben Uno-Generalsekretär 
Ban Ki Moon oder dem Weltbank-Präsidenten Robert Zoellick. Dazu Stars 
wie beispielsweise Bono von U2 oder Pauolo Coelo. Da das WEF aber immer 
noch in erster Linie ein Wirtschaftsforum ist, waren natürlich auch über 
1350 Konzernchefs und Verwaltungsratspräsidenten eingeladen worden, 
davon drei viertel der 100 größten Konzerne der Welt.

Bilder aus Davos:

http://ch.indymedia.org/de/2008/01/56850.shtml
http://ch.indymedia.org/de/2008/01/56840.shtml

WEF - Erste Bilanz und ein Demoverbot
http://de.indymedia.org/2008/01/205737.shtml

Proteste gegen das WEF
http://de.indymedia.org/2008/01/205819.shtml

Siehe auch:
Das panoptische Gehirn der Festung Europa
http://de.indymedia.org/2007/11/199949.shtml#2-Schengen
http://de.wikipedia.org/wiki/Europol
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundespolizei_%28Deutschland%29

Quelle: http://de.indymedia.org


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Stadt verbietet Demo-Route

Die Stadt München hat die geplante Demonstrationsroute gegen die 
Sicherheitskonferenz am Samstag verboten. Die Polizei hatte zuviele 
Sicherheitsbedenken. Nun erwägen die Demo-Organisatoren eine Klage.

Die geplante Route der Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz am 
kommenden Samstag ist verboten worden. Statt vom Marienplatz direkt zum 
Odeonsplatz will die Stadt München die angekündigten 5000 Demonstranten 
rund um die Innenstadt herum leiten.

Mitorganisator Hagen Pfaff von attac München bestätigte am Montag, dass 
ein entsprechender Bescheid des Kreisverwaltungsreferats (KVR) ergangen 
sei. Die Behörde selbst wollte dazu zunächst nicht Stellung nehmen.

Der Hauptorganisator der Proteste, Claus Schreer, sagte, er sei 
enttäuscht über das Verhalten der Stadt. In Kooperationsgesprächen habe 
es noch so ausgesehen, dass es eine Kompromisslösung geben könnte. Doch 
die Polizei habe sich mit ihren Sicherheitsbedenken durchgesetzt. Am 
Dienstag will das "Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz“ 
bekanntgeben, ob es gegen den Bescheid des KVR vor Gericht ziehen wird.

Die ursprünglich geplante Demonstrationsroute hätte sich gekreuzt mit 
dem Weg der Teilnehmer der Sicherheitskonferenz vom Tagungshotel zu 
einer Abendveranstaltung in der Münchner Residenz. Dies erschien den 
Behörden als zu riskant. Die Gegner der Sicherheitskonferenz hatten 
bereits angekündigt, sich in den Weg stellen und die Residenz "belagern“ 
zu wollen.

In den vergangenen Jahren führte der genehmigte Demonstrationszug immer 
rund um die Innenstadt zum Lenbachplatz, der etwa 300 Meter vom 
Tagungshotel Bayerischer Hof entfernt ist. Dies war den Protestierern zu 
weit weg. Die Tagungsteilnehmer hätten die Proteste nicht direkt 
gespürt. Die Demonstrationen werden von mehr als 70 Friedensgruppen, 
Bürgerinitiativen, Gewerkschaften und Parteien unterstützt.

An der Sicherheitskonferenz vom 8. bis 10. Februar nehmen 250 
hochrangige Politiker aus aller Welt teil. Als Hauptgäste werden der 
türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und der Chef der 
Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed El Baradei, erwartet. 
Außerdem will der mögliche republikanische Kandidat für die 
US-Präsidentenwahl, John McCain, anreisen.

Insgesamt gibt es Zusagen von mindestens 40 Ministern sowie drei 
Staatspräsidenten. Deutschland wird von Vereidigungsminister Franz Josef 
Jung (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vertreten. 
Inhaltlich wird sich die Konferenz in ihrer 44. Auflage mit der 
zunehmenden Zahl internationaler Konflikte befassen.

Quelle: www.sueddeutsche.de


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About No! G8 Action Info-tour

In July 2008, heads of the states that monopolize two thirds of the 
earth’s wealth will gather at Lake Toya in Hokkaido Japan. The so-called 
G8 is embodiment of the global governance that has consistently driven 
neo-liberal reformation at the same time as spreading poverty, violence, 
hatred, segregation, and environmental destruction across the globe. We 
can no longer let it continue. The Japan based network of 
anti-authoritarians and anarchists, No! G8 Action was formed in May 
2007, right before the G8 2007 in Rostock, where it learned from the 
European anti-G8 protest. Then it began to prepare its own projects. One 
of its focuses has been a coalition-building called G8 Action Network 
which connects various types of radical groups and coordinates with 
certain NGOs for certain projects.

Now it strives for bringing Japanese and East Asian impetus into the 
stage of the global anti-capitalist struggle.

The info-tour is part of the effort. In collaboration with the German 
Dissent info-tour group the Japanese members have visited countries in 
the Asia-Pacific region such as South Korea, Taiwan, Hong Kong, the 
Philippines, and Australia. Two members have toured three cities in 
North America: New York, Montreal, and Toronto. Within this coming few 
months the group will go over to major European cities and the cities in 
Canadian/American Pacific North West. The presentation consists of 
following subjects: (1) general problems about the G8; (2) Japan’s 
status in the global governance; (3) about No! G8 Action and its 
coalition building; (4) about cultural and intellectual projects; (5) 
action Plans;(6) facilities for foreign visitors; (7) Japanese police 
behavior and Immigration situations; (8) call for action. Within this 
framework, the presentation sheds light on the history of Japanese 
imperialism and surviving ambition to control Asia by spreading 
neo-liberal policies and trade agreements. Today’s highly commodified 
and controlled social space shall be scrutinized as well. While it deals 
with the particular issues vis-à-vis Japan and East Asia concerning 
militarization, neo-liberal reforms, free trade, society of control, 
environment, and minorities such as resident Koreans, Chinese, foreign 
workers, and the Ainu People, the common ground of the struggling people 
of the world over are going to be embossed in the form of problematic 
interrelation. The presentation lasts about two hours (with discussion). 
It employs a power point presentation and screening of footages taken 
from Japanese lives and struggles today.

You can contact the Infotour here: no-g8 at sanpal.co.jp
Related web-links:

     * NO! G8 Action: http://a.sanpal.co.jp/no-g8
     * G8 Action Network: http://www.jca.apc.org/alt-g8
     * Japan G8 Media Network: http://g8medianetwork.org/en
     * Hokkaido G8 Summit Citizen Forum: http://kitay-hokkaido.net
     * Japan G8 Summit NGO Forum: http://www.g8ngoforum.org/english
     * Indymedia Japan: http://japan.indymedia.org

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Italy, Cosenza. Sud Ribelle trial

Sud Ribelle trial: calling for 50 jail years

50 penalty years, are inflicted by the public prosecutor for the 13 
charged people of Sud Ribelle trial who are accused for various reasons 
of subversive association.

We’ve arrived to the end of the trial which is taking place in Cosenza 
(Italy) and sees 13 persons as involved ones, accused for various 
reasons of subversive association, in order to avoid the exercise of the 
government functions of Italy during the global forum in Neaples and the 
G8 in July in 2001 and to create a wider association composed by 
thousands people, intended to subvert violently the constituted economic 
order of the state. No bad at all as frame!

Since its beginning this trial will be remembered as tragically 
ridiculous, grotesque, as a typical Italian comedy indeed.

It doesn’t laugh only during the public prosecutor Fiordalisi closing 
speech. He’s wishful to take for himself some glory times. It’s just a 
shame he’s darkened by controversy about Prodi.

The inflicted sentences are about from 2 and half years and 6 years. For 
every charged person security measures also are been demanded for every 
charged person, to be translated into probation for a 1 to 3 year(s) 
time. There are also farces during the trial procedure. In 2002 some 
petty police civil servants travel through all the prosecutor’s offices 
of italy around with the hope to find an available one which could put 
on trial the activists network that organized the against-summit of 
Naples in 2001. During this travel every office threw the door in their 
face except for just one which belonged to the Cosenza Prosecutor Office 
and public prosecutor Fiordalisi as well, whose eternal memory is linked 
to 4 inquiries of the Italian magistrature council about him and to 
other particular inquiries. He was to close the inquiry of Jolly Rosso 
ship which was part of COMERIO project, about which Ilaria Alpi also was 
following the track.

15th November 2002: tens of activists homes in Naples, Cosenza, Taranto, 
Vibo Valentia, Diamante, Montefiascone (italy) are at night devastated 
by searches of policemen. The result is as follows: 20 arrested people, 
other notified ones for house arrests. Then computers, books, phone 
enviromental and telematic tappings belonging to 43 people ended to be 
involved in this case.

Once again we have to say “no remorse anymore”: as for Genua as for 
Naples it couldn’t be any remorse at all for whoever tried to oppose 
him/herself to the world economic power. Therefore, for demonstrating to 
the 13 charged ones that they are not alone, we will be on the streets 
in Cosenza on 2th February.

History belongs to us!

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