[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Di Mai 15 09:53:08 CEST 2007
Aktuelles zum Mobilisierungsschub 9. Mai:
http://www.gipfelsoli.org/Repression/Anschnallen_bitte
- Sarkozy aus Berlin kärchern!
- Heiligendamm: 3. Campplatz gefunden
- Kurzfristige Terminänderung des Aktionstages Rostock-Laage
- Bombodrom: Polizei meets Bundeswehr
- Betreiber: Durchsuchungen betrafen nicht "Künstlerhaus Bethanien"
- Merkel empfängt NGO-Vertreter - Beck trifft Rocksänger Bono
- Militante Linke will Menschen angreifen
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Sarkozy aus Berlin kärchern!
Am Mittwoch kommt der neue französische Präsident, Nicolas Sarkozy, noch am Tag
seiner Amtsübernahme zu seinem ersten Staatsbesuch nach Berlin. Wir wollen
zeigen, dass dieser Rechtspopulist hier nicht willkommen ist. Deswegen komm
auch Du am Mittwoch um 19 Uhr zum Pariser Platz vor der Französischen
Botschaft.
[Vorbereitungsgruppe]
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Heiligendamm: 3. Campplatz gefunden
Das Camp Wichmannsdorf - Kühlung, westlich von Heiligendamm, steht ab dem 1.
Juni für GipfelprotestiererInnen offen. Neben den Camps in Rostock und
Reddelich ist damit ein dritter Campplatz gefunden. Die 6 ha große Wiese bietet
Platz für 1500 - 3000 Menschen.
ZUSAMMEN CAMPfEN
Dieses Jahr findet der G 8-Gipfel vom 6.- 8. Juni im Ostseebad Heiligendamm
statt. Die jährlich stattfindenden Gipfeltreffen sind ein Symbol der Macht und
des scheinbar alternativlosen Kapitalismus und ziehen jährlich viele Tausend
Protestierende an den Ort des medialen Spektakels. International und
spektrenübergreifend mobilisieren linke, globalisierungskritische Gruppen zu
Demonstrationen, Aktionstagen und Gegenveranstaltungen in Rostock und im
Landkreis Bad Doberan.
Auch wir als Teil der anti-Atom-Bewegung wollen unsere Kritik und unseren
Protest vor Ort sichtbar machen und Widerstandskultur vom Wendland nach
Heiligendamm tragen. Deshalb organisieren wir eines der Camps für Unterbringung
und Verpflegung von uns GipfelgegnerInnen. Der Platz dafür liegt inmitten des
Höhenzugs "Kühlung" auf dem
Hoppenberg bei Wichmannsdorf (Gemeinde Kröpelin), unmittelbar südlich von
Kühlungsborn.
Neben einer idyllischen - und hoffentlich nur von Natur aus grünen - Wiese mit
Ostseeblick
versprechen wir Euch ein paar Tage in intensiver Selbstorganisation.
Das Camp ist ein Ort der Begegnung, des Austausches und auch des Streits der
unterschiedlichen Spektren; für Nazis und Sexisten gibt es bei uns jedoch
keinen Platz!
Wir begreifen das Camp als einen sozialen Ort, an dem Menschen sich treffen und
Informationen, Erfahrungen und Ideen austauschen und diskutieren können. Dort
ist auch der
Raum, um gemeinsame Aktionen auszuspinnen und vorzubereiten. Es wird ein
Infozelt geben, um alle TeilnehmerInnen mit aktuellen Informationen über
Veranstaltungen, Workshops, Aktionen und alle anderen Ereignisse rund um den
Gipfel zu versorgen. In Plena und Delegiertentreffen wird gemeinsam über die
Belange des Camps entschieden.
Ein selbstorganisiertes Camp ist kein Pauschalurlaub! Es wird zwar eine
Infrastruktur mit Volxküchen, Klos, Waschgelegenheiten, Info- und
Versammlungszelten, einen Sanibereich etc. geben. Schlafsack, Isomatte und ein
Zelt müsst Ihr aber selbst mitbringen. Bitte denkt daran, dass dieses Camp und
das leckere Vokü-Essen finanziert werden müssen; bitte überweist uns schon
jetzt Euer Erspartes auf das Camp- Spendenkonto (oder zahlt spätestens im Camp
einen Beitrag).
Das Camp wird in der Woche nach Pfingsten aufgebaut und soll ab dem 1. Juni
geöffnet sein. Doch auch die Zelte stellen sich nicht selbst auf: Wir brauchen
noch viele Hände, die uns beim Auf- und Abbau unterstützen und das Camp während
der Gipfelproteste am Laufen halten.
Anfahrt:
mit dem Auto aus dem Süden: auf der A 20 (Wismar - Rostock); Abfahrt Kröpelin
(Anschlussstelle 12); ca. 15 km Richtung Norden bis Kröpelin, dort nach links
durch den Ort (Rockstocker, Haupt-, Strandstraße) über die L 122 ("Reriker
Chaussee") an Boldenshagen vorbei; nach weiteren 5 km rechts ab nach
Wichmannsdorf; geradeaus "zur Ostsee" durch das
Dorf und dann noch ca. 1 km auf einem Schotterweg auf den Hoppenberg von
Kühlungsborn: auf der L 11 (Schlosstraße) Richtung Jennewitz/Kröpelin, "Am
Holm" rechts abbiegen, an der Gabelung eher links, durch den Wald über die
Anhöhe zum Hoppenberg. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist unser Camp leider
nicht zu erreichen. Bitte unterstützt daher
unsere Bemühung, einen shuttle-service auf die Beine zu stellen!
Mitbringen:
Schlafsack, Isomatte, Zelt
Besteck und Geschirr für die Vokü
Lebensmittel, Eimer oder Wasserkanister,
Taschenlampen, Landkarten/Kompass,
Fahrräder, Wollknäuel
die Camp-AG Wendland/Altmark
Kontakt: socamp at web.de
www.wichmannsdorf.camping-07.de
Spendenkonto:
I. Schnieder;
Konto: 44 00 47 78
BLZ 258 50 110
(Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg)
http://wichmannsdorf.camping-07.de
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Kurzfristige Terminänderung des Aktionstages Rostock-Laage
Das bundesweite Vorbereitungstreffen zu Rostock-Laage hat am Samstag getagt und
- wie bereits auf anderen Treffen und anderen Zusammenkünften empfohlen - die
Blockade des Flughafens Rostock-Laage vom 5. auf den 6. Juni verschoben. Wie
bekannt wurde, werden die G8-TeilnehmerInnen erst am 6. Juni ankommen.
Am bisher vorgesehenen Aktionstag gegen Militarismus, Krieg und Folter (5. Juni)
wird es antimilitaristischen Protest in Rostock geben.
In Kürze wird es eine ausführliche Information, auch mit Orten und groben
Zeitangaben, zu den antimilitaristischen Protesten und Blockaden am 5. bzw. 6.
Juni geben.
Plakat: http://www.g8andwar.de/rostocklaage/download/plakat_kl.jpg
Grüße aus dem Vorbereitungskreis des Aktionstags gegen Krieg, Militarisierung
und Folter.
[http://www.g8andwar.de/]
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Bombodrom: Polizei meets Bundeswehr
Nicht bestätigten Information aus Journalistenkreisen zu Folge, soll es zwischen
der Bundeswehr und der Polizei, wegen des Aktionstags am 1.6., schon mindestens
zwei "Sicherheitskoordinierungskonferenzen" gegeben haben. Dabei soll es darum
gegangen sein, wer für was zuständig ist, falls es zu "Ausschreitungen" kommt.
[http://www.g8andwar.de/]
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Betreiber: Durchsuchungen betrafen nicht "Künstlerhaus Bethanien"
Berlin (dpa/bb) - Die Durchsuchungsaktion der Polizei am 8. Mai in
Berlin-Kreuzberg im Zusammenhang mit dem bevorstehenden G8-Gipfel haben nach
Angaben der Betreiber nicht allgemein dem Berliner Künstlerhaus Bethanien
gegolten. "Sie betrafen ausschließlich eine kleine Gruppe selbstermächtigter so
genannter Hausbesetzer im südlichen Seitenflügel des Gebäudes", betonten der
Geschäftsführer vom Künstlerhaus Bethanien, Christoph Tannert, und der Leiter
der Druckwerkstatt, Mathias Mrowka, am Montag in einer Presseerklärung.
Der dauerhafte Verbleib dieser Gruppe im Gebäude werde "von der zuständigen
Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg aus nur von ihr selbst zu
vertretenden Gründen seit nahezu zwei Jahren geduldet", fügten sie hinzu.
Meldungen über polizeiliche Durchsuchungen im "Künstlerhaus Bethanien" seien
daher unzutreffend "und im höchsten Maße rufschädigend".
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Merkel empfängt NGO-Vertreter - Beck trifft Rocksänger Bono
Berlin (ddp). Gut drei Wochen vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm trifft sich
Bundeskanzlerin Merkel heute im Kanzleramt mit rund 20 Vertretern von
Nichtregierungsorganisationen. Im Mittelpunkt des Gesprächs sollen die
Entwicklung des afrikanischen Kontinents und die Bekämpfung der
Immunschwächekrankheit Aids stehen.
Der Sänger der irischen Rockgruppe U2, Bono, der sich ebenfalls seit Jahren für
Afrika engagiert, trifft sich mit dem SPD-Präsidium. Anschließend will er mit
SPD-Chef Beck vor die Presse treten. Am 17. April hatte Bono bereits Merkel
getroffen.
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Militante Linke will Menschen angreifen
Berlin (dpa) - Die linksextreme Szene in Deutschland plant einem Zeitungsbericht
zufolge terroristische Anschläge gegen Menschen. Militante Gruppen arbeiteten an
"weitergehenden, über Sachbeschädigungen hinausreichenden Aktionsformen",
zitiert die "Bild"-Zeitung (Montag) vorab aus dem Verfassungsschutzbericht
2006. Diese Aktionen richteten sich nicht mehr nur gegen Sachen, sondern auch
gegen "Handlanger" und "Profiteure" des "Systems". Bundesinnenminister Wolfgang
Schäuble (CDU) will den Bericht offiziell am Dienstag vorstellen.
Darin registrieren die Verfassungsschützer nach einem Bericht der "Welt"
(Montag) auch einen neuen Höchststand politisch motivierter Straftaten. Die
Zahl derartiger Vorfälle sei 2006 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf
mehr als 29 000 gestiegen. Ein Rekordwert werde auch im Bereich der politisch
motivierten Gewaltdelikte verzeichnet. Den mit 14 Prozent höchsten Zuwachs gibt
es der Zeitung zufolge bei der rechtsextremen Kriminalität. Dies sei
möglicherweise aber auch damit zu erklären, dass die Bevölkerung angesichts der
breiten Diskussion vor der Fußball-Weltmeisterschaft eher bereit gewesen sei,
derartige Vorfälle anzuzeigen.
In diesem Jahr hat allein die Berliner Polizei 38 politisch motivierte
Brandanschläge registriert. Zumeist seien Autos angesteckt worden, sagte
Polizeisprecher Bernhard Schodrowski der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zwei
Anschläge werden nach seinen Angaben der linksterroristischen "Militanten
Gruppe" zugeschrieben, die sich vorwiegend aus Autonomen rekrutiert. Ob mit
weiteren Anschlägen gerechnet werden muss und ob es einen Zusammenhang zum
G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm gibt, sei unklar, sagte Schodrowski. "Die
Lage wird weiter beobachtet."