[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm

Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Di Mai 8 21:19:13 CEST 2007


- AntiG8-Fahrradkarawanen: Von Repression, Aktionen und Grenzübertritten
- Dem Sternmarsch nach Heiligendamm droht polizeiliches Verbot
- Kleine Chronologie des militanten G8-Widerstands
- "Protest ja - Gewalt nein!"
- G8: Polizei will Daten von Hotelgästen.
- Wanderkundgebung: Beat Capitalism

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AntiG8-Fahrradkarawanen: Von Repression, Aktionen und Grenzübertritten

+++ letzte Nacht endlich die letzte der 100 festgenommenen
FahrradkarawanistInnen in Utrecht freigelassen +++ Presse-Blackout +++
Juristisches Nachspiel für AktivistInnen und Polizei +++ Verschiedene Aktionen
von ShakeG8-Bikeride und Gr8chaoskaravaan in den letzten Tagen +++
Unterstützung bei Grenzübertritten nach Deutschland nötig +++

Gestern Nacht war es endlich soweit: Die letzte Festgenommene
Fahrradkarawanistin  wurde nach mehr als 48-stündiger Haft in der vergangenen
Nacht wieder freigelassen. Rund 100 Mitglieder der "Gr8chaoskaravaan" -
Westeuropa-Fahrradkarawane gegen den G8-Gipfel - und UnterstützerInnen waren am
Samstag unter dem Vorwand festgenommen worden, nicht auf dem Fahrradweg gefahren
zu sein. Fahrräder wurden beschlagnahmt und beschädigt, die meisten
Festgenommenen unter widrigen Bedingungen (überbelegte Zellen mit 25 Personen
auf 4x4m, daher Sauerstoffmangel, keine Verpflegung) bis tief in die Nacht
festgehalten und von Polizeibeamten bedroht, dass ihnen schlimmeres passieren
werde, sollten sie weitere Aktionen druchführen. Schon bei der Festnahme war
die Polizei nach Berichten vieler DmeonstrantInnen mit unverhältnismäßiger
Agression vorgegangen, die Karawane wurde von einer Spezialeinheit der Polizei
mit gezogenen Schlagstöcken zum Stehen gebracht, ein Fahrrad von einem
Polizeibus, der mitten in die Menge fuhr, angefahren.

FotografInnen wurden als erste festgenommen oder abgedrängt, Öffentlichkeit war
bei diesem massiven Polizeiübergriff offensichtlich unerwünscht. Dazu passt,
dass die Polizeiaktion trotz ihres skandalösen Charakters sowie der
Pressearbeit der Karawanegruppe und FreundInnen in den deutschen Medien kaum
Beachtung fand, in den Niederlanden war mit wenigen Ausnahmen die
verharmlosende polizeiliche Darstellung vorherrschend. Inzwischen gibt es ein
Video der Ereignisse davor und danach (siehe unten).

Die Gr8chaoskaravaan wertet den Polizeiangriff als Beleg, dass jeglicher Protest
gegen den G8 unerwünscht ist und durch Einschüchterung, Schikanen und
Kriminalisierung verhindert werden soll. Die Vorfälle vom Samstag werden für
die meisten AktivistInnen ein juristisches Nachspiel haben, da sie nun wegen
"Mißachtung von Polizeianweisungen" im Juli vor Gericht erscheinen sollen. Aber
auch die Polizei wird mit diesem Übergriff auf eine friedliche Radtour, die zu
diesem Zeitpunkt die Stadt verlassen wollte, nicht unbehelligt davonkommen. Die
Gefangenengruppe Utrecht will zusammen mit vielen Betroffenen gegen den
unverhältnismäßigen Polizeieinsatz und die unangemessenen Haftbedingungen
vorgehen, aufgrund der beschädigten Fahrräder und zerstörten Schlösser wird
eine Schadensersatzklage eingereicht.

Der Zeitplan der Fahrradkarawane konnte aufgrund der Festnahmen zwar nicht
eingehalten werden, trotzdem fanden fast alle für das Wochenende geplanten
Aktionen unter Beteiligung kleiner Karawane-Delegationen statt - eine
antirassistische Abschiebelagerbegehung mi 60 Personen in Zeist, eine spontane
Antirepressionskundgebung mit 50 Leuten vor der Polizeiwache in Utrecht, der
Auftakt der Anti-G8-Aktionstage in Nijmwegen (in Abwesenheit der Karawane), und
der gestrige kleine aber feine Fahrradaktionstag in Nijmwegen, bei dem es u.a.
zu einer Blockade von McDonalds, einer Kurzbesetzung eines geplanten
Golf-Parcours  und einer Blockade der Ausländerpolizei kam. Auch die
Osteuropakarawane "ShakeG8 bikeride"  sorgte mit einer Fahrradaktion gegen die
Privatisierung öffentlichen Raumes in einem deluxen Einkaufszentrum in
Poznan/Polen  für aufsehen.

Beide Fahrradkarawanen werden in nächster Zeit die Grenze nach Deutschland
überqueren. Gerade angesichts der Ereignisse des letzten Wochenendes, des
vollkommen willkürlichen Polizeiübergriffs und des Presse-Blackouts ist es
wichtg, daß der Grenzübertritt der Karawanen Unterstützung findet. Der
ShakeG8-Bikeride ruft für den 16.5. zu einer "Dance down the borders" -Aktion
("Die Grenzen niedertanzen") bei ihrem Grenzübertritt in Schwedt auf. Die
Gr8chaoskaravaan wird am Mi., den 9. Mai zwischen Zutphen (NL) und Gronau/Ahaus
die Grenze überqueren. Nähere Infos über 0048 782 346 786 (Infotelefon
ShakeG8-Bikeride) karavaan07 at yahoo.co.uk (Infomail Gr8chaoskaravaan) oder das
Infobüro der Fahrradkarawanen in Rostock: caravan-info-office,
G8-Protestzentrum, Ehm-Welk-Schule, Knut Rassmussenstr. 108, 18106 Rostock,
0176-28879588

Video zu den Festnahmen in Utrecht (englisch):
http://www.youtube.com/watch?v=tTtITVn5in8&eurl=http%3A%2F%2Fwww%2Edissent%2Enl%2F

Weitere Artikel über die Festnahmen in Utrecht:
G8-Karavane in Utrecht verhaftet http://de.indymedia.org/2007/05/175412.shtml
G8/NL: 4 Personen weiter in Haft - Soliaufruf 
http://de.indymedia.org/2007/05/175478.shtml

Berichte, Fotos und Videos zu den Aktionen der vergangenen Tage:
Poznan geshaked - nicht gerührt http://de.indymedia.org/2007/05/175783.shtml
G8 Bike Caravan Action Nijmegen
http://www.indymedia.org.uk/en/2007/05/369931.html (englisch)
Weitere Berichte
http://dissentnetzwerk.org/wiki/Bicycle-Caravan_%22West%22#Other_reports_.2F_Andere_Berichte

Infos zu allen 6 Fahrradkarawanen gegen den G8-Gipfel:
http://dissentnetzwerk.org/wiki/Fahrradkarawanen_/_bicycle_caravans


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Dem Sternmarsch nach Heiligendamm droht polizeiliches Verbot
Verzögerung durch Versammlungsbehörde "Kavala"
Anwältin: "Rechtsmittelschutz nicht mehr gewahrt"

Presseerklärung

Wie die Behörden mitteilten, könne "die beabsichtigte Routenführung" für den
Sternmarsch am Donnerstag den 7.6.2007 nach Heilgendamm "nicht bestätigt
werden". Es sei "keine uneingeschränkte Ausübung des Versammlungsrechts
möglich". Für den Sternmarsch, der einen gemeinsamen Höhepunkt aller
Beteiligten zu den G8-Protesten bilden soll, sind 6 Routen von den vier Städten
Nienhagen, Bad Doberan, Kröpelin und Kühlungsborn bis nach Heiligendamm
angemeldet.

Erst nach mehrmaligem Drängen des Anmelders und seiner Anwältin Ulrike Donat
kommt es am Donnerstag den 10.05.2007 um 12.00 endlich zu einem ersten
Kooperationsgespräch. Vorher hatte die zuständige Behörde zweimal vom Anmelder
angebotene Termine abgesagt. "Diese Verzögerung verhindert, dass juristische
Schritte gegen die sich abzeichnende Einschränkung des Versammlungsrechts nicht
angemessen ausgeschöpft werden können. Damit ist der Rechtsmittelschutz nicht
mehr gewahrt.", so Anwältin Ulrike Donat.

"Mit dem Sternmarsch wollen wir unser gemeinsames 'Nein!' zur Politik der G8 bis
zu den Konferenztischen hin hörbar machen", erklärt Susanne Spemberg vom
dissent-Netzwerk und dem Vorbereitungsbündnis zum Sternmarsch, "und das genau
wollen sie verhindern!"

Der Sternmarsch wird getragen von einem breiten Bündnis der an der Mobilisierung
zu den G8-Protesten Gruppen aus den unterschiedlichen globalisierungskritischen
Spektren. Die Demonstrationszüge setzen sich aus verschiedenen Bewegungen wie
beispielsweise FriedensaktivistInnen, Queer-Bewegung, antirassistischen Gruppen
oder Gewerkschaften zusammen und sind nach übergreifenden Themen organisiert.

Mit den verschiedenen Armen des Sternmarsches und der gemeinsamen
Abschlusskundgebung soll nach den Tagen vielfältigster Aktionen und Protesten
sowie nach dem Alternativgipfel die Vielfalt und Stärke der Bewegung der
Bewegungen auch auf der Straße noch einmal deutlich werden. Die Themenzüge
sollen zeigen, dass eine andere Welt nötig und möglich ist.

[Sternmarschbündnis]

Kontakt:
sternmarsch2007 at gmx.net


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Kleine Chronologie des militanten G8-Widerstands

interim 654

Es folgt eine kleine, motivierende Zusammenstellung militanter Aktionen gegen
den G8-Gipfel in Heiligendamm - ohne Anspruch auf Vollständigkeit und
Richtigkeit ...

2005
* August 2005, Hollenstedt: Brandanschlag auf das Auto von Werner Mamette,
Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Affinerie in Hamburg.
* 17.10.2005, Berlin: Brandanschlag auf das sich noch im Bau befindende
Gästehaus des Auswärtigen Amtes in Berlin-Tegel. [ autonome gruppen/militant
people (mp)]

2006
* 20. bis 24.1. 2006, München: Farbangriff auf das Kriegerdenkmal
(Thalkirchnerstr,) und Demontage! Unkenntlichmachung der Straßenschilder zweier
Straßen im Kolonialviertel.
* 27. 3. 2006, , Bad Oldeslohe, Schleswig-Holstein: Brandanschlag auf acht
Fahrzeuge der Gleis- und Schienenbaufirma Thormählen Schweißtechnik AG in Bad
Oldeslohe. [ Internationale Zellen]
* 25.4. 2006, , Berlin: Im Rahmen der Proteste gegen die Innenministerkonferenz
wird der Hauptsitz der 10 in Deutschland in Berlin-Mitte mit Farbeiern
verziert.
* 27.4. 2006, , Schleswig-Holstein: Brandanschlag auf das Auto des Direktors des
Hamburgischen Welt -Wirtschafts-lnstituts (HWWI), Thomas Straubhaar in Reinbek
und Farbe für sein Wohnhaus. Farbe und. Steine für das Reihenhaus des "Team
Arbeit Hamburg' (ARGE) - Schnüfflers Sören Schülke. [ fight 4 revolution crews]
* 30. 5. 2006, , Hamburg: Dreyer, als Chefbonze von HASP, Handelskammer und
oberste Mitstreiter für so genannte lnnenstadt- Bettelverbote hat die
Technokraten und Eliten des globalen Reichtums zu Gast bei' Weltbankforum.
Steine und Farbe für mehrere Filialen der HASPA!
* 20. 7. 2006, Berlin: Brandanschlag auf zwei Fahrzeuge auf dem Gelände eines
Fiat-Autohauses, Gesamtschaden etwa 150.000 Euro, zudem Stein- und
Farbflaschenwürfe auf ein von der Polizei genutztes Gebäude. [ anti G8
sportliga mitmacherlnnen]
* 20.8. 2006, Weiße Krug: Lackfarbe und Steine auf das Haus des
Ministerpräsidenten von Mecklenburg Vorpommern Harald Ringstorff.
* 4. 9. 2006 Ivenack, MV: Gut 1000 Quadratmeter genveränderter Mais werden
zerstört.
* 10. 9. 2006, Brandenburg: Versuchter Brandanschlag auf vier Lkw der Firma
Märkische Kraftfutter Gn (Märka) in Eberswalde, Brandsätze zünden leider nicht.
[autonome Gruppen]
* 28.9. 2006, Hamburg: Brandanschlag auf das Auto des Leiters der Hamburger
Niederlassung der Eule Hermes Kreditversicherungs-AG, Stefan Schiebeler, sowie
Farbbeutel auf Wohnhaus des Vorstandsvorsitzenden Gerd-Uwe Baden. [ Allianz
Dammbruch]
* 3. 10. 2006, Berlin: Wagensporttag - Brandanschläge auf Nobelkarossen,
Siemens- und Vattenfall-Autos
* 5. 10. 2006, Berlin: Antirassistische Farbflaschen auf den Landesverband
Berlin der AWO.
* 23.10.2006, Hamburg: Brandanschlag auf das Gebäude der Reederei Deutsche
Afrika-Linien, ca. 120m² Büroraum brennen nahezu vollständig aus.
* 26. 12. 2006, Hamburg: Brandanschlag auf das Auto des Staatssekretärs im
Bundesfinanzministerium Thomas Mirow, Farbgläser auf sein Wohnhaus. [ gegen
Kolonialismus und Krieg in der militanten Anti-G8-Kampag ne]
* 2. 12. 2006, Berlin: Brandanschlag auf Justiz-Gebäude in Schöneberg. Feuer
wurde frühzeitig gelöscht.
* 29. 12. 2006, Heiligendamm: Rote und Sch Farbe für die Fassade von Kempinski.
* 24. 12. 2006, Wuppertal: Farbe für das Privathaus des GESA- Geschäftsführers
Ulrich Gensch und Baumstämme vor seiner Tür. Zum Jahresbeginn werden sieben LKW
des Fuhrparks vom GESA Holzhof demoliert und bescheren den Ein-Euro-Jobberlnnen
damit einen arbeitsfreien 2. Januar.

2007
* 2. 1. 2007, Rostock Farbeier auf die Jobagentur.
* 3. 1. 2007, BerIin: Glasbruch bei Adidas in der Münzstraße in Berlin
* 6. 1. 2007, Berlin: Brandanschlag auf McDonalds-Filiale in Marzahn, der
Lagerraum brennt vollständig aus.
* 15. 1. 2007, Brandenburg: Brandanschlag auf zwei Fahrzeuge der Bundespolizei
in Oranienburg. [mg]
* 18. 1. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Vattenfall.
* 26.1.2007, Hamburg: Brand- und Farbbeutelanschläge auf die Autos und Villen
zweier Rüstungschefs von ThyssenKrupp Marine Systems. [ Anti-Militaristische
Aktivistinnen Butter bei die Fische]
* 7. 2. 2007, Berlin: G!asbruch beim Kundencenter von Vattenfal!.
* 8. 2. 2007, Berlin: Antimilitaristische Farbe und Steine gegen den
Katholischen Militärbischoff, SAP, Bertelsmann Stiftung und das Wohnhaus von
Dr. Elmar Rauch. [ autonome Antimilitaristlnnen]
* 13. 2. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Dienststelle des Landeskriminalamtes in
Berlin-Reinickendorf.
* 23.2. 2007, Hamburg: Brandanschlag auf vier Fahrzeuge der Firma Dussmann.
* 6. 3.2007, Berlin: Brandanschlag auf Gebäude der Firma Dussmann in Pankow.
[autonome Gruppen]
* 16. 3. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Gebäude der Italienischen Handelskammer
für Deutschland. [mg]
* 24. 3. 2007, Berlin: Brandanschlag auf Europa-Info mobil anlässlich der
EU-Jubiläumsfeierlichkeiten.
* 1.4.2007, Berlin: Brandanschlag auf Siemensauto in Treptow.
* 8. 4. 2007, nahe Heiligendamm: In Sichtweite des Kempinski-Hotels ist ein
riesiges no g8 - Wandbild auf einem leer stehenden Ferienheims entstanden.
[Ostermaler]
* 15.4. 2007, Hamburg: Glasbruch, Farbe und Krähenfüße beim Hanse-Gate-Haus an
der Elbe.

[http://dissentnetzwerk.org/node/2298]


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"Protest ja - Gewalt nein!"

BAO Kavala
Pressemitteilung Nr. 043

Präventionspartnerschaft zur Verhinderung von Gewaltdelikten Die Polizei
präsentierte am Dienstag, den 08. Mai 2007, im Rahmen einer Pressekonferenz das
Präventionspartnerschaftskonzept zur Verhinderung von Gewaltdelikten während des
G 8 Gipfels 2007 in Heiligendamm unter dem Motto "Protest ja - Gewalt nein!"

Während des Gipfeltreffens vom 06.-08. Juni 2007 erwartet die Polizei auch eine
Vielzahl von Globalisierungskritikern. Die Besondere Aufbauorganisation Kavala
der Polizeidirektion Rostock, die unter Führung des Leitenden Polizeidirektors
Knut Abramowski mit dem Schutz des Gipfeltreffens beauftragt ist, richtet die
Maßnahmen natürlich auch darauf aus, Gewaltdelikte zu verhindern. " Ich gehe
jedoch davon aus, dass aus Rostock am 02. Juni 2007 die Bilder einer bunten,
fröhlichen Veranstaltung um die Welt gehen werden. Dazu werden die Veranstalter
und wir alle notwendigen Maßnahmen zur Durchführung einer friedlichen
Versammlung ergreifen", so Abramowski.
In Zusammenarbeit mit den Medien aus Mecklenburg-Vorpommern wurde eine
Präventionspartnerschaft gegründet, die eine Radiospotkampagne täglich ab dem
09. Mai 2007 beinhaltet. Gleichzeitig erscheint der gesprochene Text mit Bild
des Sprechers als entsprechende Anzeige in den unterstützenden Tageszeitungen.
Die Kampagne startet mit dem Schauspieler Sascha Gluth, dem Fußballer Stefan "
Paule" Beinlich und der Landtagspräsidentin und Präsidentin des
Landestourismusverbandes Silvia Brettscheider.
Die Kampagne ist auf eine positive Verstärkung von bürgerlichem Engagement und
Zivilcourage ausgelegt. Ziel ist eine friedliche Teilnahme an den Protesten zu
erreichen.
Für den Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Lorenz Caffier ist "es
ein gutes Zeichen der Geschlossenheit für die Demokratierechte und gegen Gewalt
in unserem Land, dass sich Menschen aus den verschiedensten gesellschaftlichen
Bereichen in dieser Aktion zusammengefunden haben." "Mein besonderer Dank gilt
den Medien in Mecklenburg-Vorpommern, die als gemeinsame Partner diese
Botschaft transportieren", hob Minister Caffier hervor.
Die Botschaft "Protest ja - Gewalt nein" wird aber nicht nur in den regionalen
Raum transportiert. Um die Verbreitung der Botschaft zu erhöhen, werden die
Spots in den Internetauftritt der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern
eingestellt und auch andere Internetplattformen, wie zum Beispiel "myvideo.de"
und "youtoube.com", genutzt. Die anderen Länderpolizeien werden in ihren
Internettauftritten ebenfalls Links einrichten.

Polizeioberrat Gunnar Mächler, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der BAO Kavala,
bedankte sich bei den Kooperationspartner für die Unterstützung bei
nachfolgenden Medien:

* Antenne Mecklenburg-Vorpommern
* Ostseewelle Hit-Radio
* Norddeutscher Rundfunk
* Ostsee-Zeitung
* Schweriner Volkszeitung
* Norddeutscher Neueste Nachrichten
* Nordkurier


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G8: Polizei will Daten von Hotelgästen.

Die Daten von Hotelgästen, welche während der Protestwoche in Heiligendamm und
Nähe gebucht haben, sollen im Vorfeld den Behörden ausgehändigt werden.  Wie
bekannt wurde, sind zur Zeit Polizeibeamte in Rostock und Umgebung unterwegs,
um die Hotels, Pensionen und ähnliche "offizielle" Herbergen aufzusuchen. Ziel
ist es, alle Daten von Menschen zu erfassen, welche für die Zeit der
Protestwoche gegen den G8-Gipfel, in Heiligendamm und Umgebung Übernachtungen
gebucht haben.

Dabei setzen die Beamten die BetreiberInnen unter Druck und drohen mit Ärger,
falls die Daten nicht rechtzeitig an die Polizei ausgeliefert werden.

Es kann nicht angehen, daß bereits im Vorfeld des Gipfels Hotel und
PensionsbetreiberInnen so unter Druck gesetzt werden. Vor allem, da bei vielen
Buchungen noch nicht klar ist, wer denn die Zimmer belegt. Verschiedenste
Organisationen haben für KünstlerInnen, ReferentInnen, Rednerinnen etc, bereits
vor Monaten gebucht. Oft wurden nur Stückzahlen an Zimmern gebucht, ohne daß im
Vorfeld Namen und Daten der zu erwartenden Gäste vorlagen. Auch durch
kurzfristige Änderungen etc. ist es einfach nicht möglich diesem "Wunsch" der
Polizei nachzukommen. Außerdem sollte sich grundsätzlich dagegen gewehrt
werden.

BetreiberInnen sollten auf keinen Fall einfach Daten hergeben. Es sollte ein
Bechluß o.ä. vorliegen, die rechtliche Grundlage sollte von ÄnwältInnen geprüft
werden etc.

[http://de.indymedia.org/2007/05/175872.shtml]


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Wanderkundgebung: Beat Capitalism
30. Mai 2007
Start 15 Uhr Rathausmarkt Hamburg

BEAT CAPITALISM
Spoken Words and Music against the Empire

Der G8 in Heiligendamm und der EU- plus Asien-Außenminister Gipfel in Hamburg
stehen vor der Tür. Wie viele andere auch haben wir überlegt, diese Gipfel zu
nutzen, um unseren politischen Widerspruch deutlich zu machen.  Wir wollen die
Totalität der kapitalistischen Ordnung in Frage stellen. Wir fordern dabei
nicht weniger als alles und zwar sofort. Wir lehnen neoliberale Ideologien und
autoritäre Sicherheitsvorstellungen ab. Wir wollen eine freiere Gesellschaft,
die sich nicht über Normen, Zwänge und ökonomische Teilhabe definiert und darin
beständig Ausgrenzung und Ungerechtigkeiten produziert. Wir beteiligen uns nicht
am Spiel der Unterwerfungsgesten, sondern zelebrieren unsere hedonistische
Widerspenstigkeit als kollektive Störung der öffentlichen Ordnung.

Gemeinsam mit mehreren Bands und KünstlerInnen, organisieren wir eine
Wanderkundgebung durch Hamburg, auf der Kultur und Politik zu einer eigenen
Protestform fusionieren. Mit dabei sind Kettcar, Sport, Knarf Rellöm, Holger
Burner, My Favourite Mixtape und die Kabarettisten Thomas Ebermann und Rainer
Trampert.

- "Beat Capitalism" ist mehr als ein Konzert. Nicht nur eine Kundgebung und
anders als eine Demo.
- "Beat Capitalism" ist ein Aktions- und Ereignissraum, der vor allem von dem
lebt, was ihr daraus macht. Das Ausgangsmaterial sind fünf Bands, drei Orte,
und zwei Reisen durch die Stadt.
- "Beat Capitalism" ist nicht nur die Gelegenheit, Musik zu hören und ein
Getränk zu sich zu nehmen, sondern echte Bewegung und Intervention im
öffentlichen Raum. Wir möchten, dass ihr euch was überlegt und Gelegenheiten
nutzt, die sich ergeben, wenn ihr euch, wie auch immer, von A nach B auf den
Weg macht. Radio FSK wird diese Veranstaltung begleiten, nehmt also am besten
Radios mit.
- "Beat Capitalism" soll kein reiner Konsum sein, sondern eine Bühne der
politischen und kulturellen Selbstinszenierung mit der ganzen Stadt als
Interventionsraum. Eine Form des Protestes, die über verschiedene Formen und
Ereignisse kommuniziert.

Dies funktioniert natürlich nur, wenn ihr euch bewegt. Start ist pünktlich um 15
Uhr am Rathausmarkt. Seid dabei! Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf
die PartyDemoKonzertAktion und was auch immer dabei herauskommt.

Kundgebungsorte und Programm // 15 h Rathausmarkt: Standortnationalismus   / 17
h Landungsbrücken: Migration und Welthandel / 19 h Sternschanze:
Repression und Umstrukturierung

Mehr Infos:
https://hamburg.dissentnetzwerk.org
Download:
https://hamburg.dissentnetzwerk.org/uploads/Hamburg/beat-capitalism.pdf