[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Japan

Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Di Apr 24 09:47:23 CEST 2007


- Bike 'n Action - bicycle Gr8Chaoskaravaan against G8
- Internationaler G8 Alternativkongress
- G8-Gipfel wird 2008 auf Hokkaido ausgerichtet
- Rostock Business organisiert Immobilientag
- SoliErklärung zur Transpi-Beschlagnahmung Zeppelinstr. 25 in Potsdam
- 8.6 - Aktionstag gegen Klimawandel
- Hilfeaufruf des Convergence-Center-Rostock
- Rostock öffnet Sporthallen für G8-Gegner

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Bike 'n Action - bicycle Gr8Chaoskaravaan against G8

Unter dem Motto "wheels for change- ensure capitalism becomes history" startet
ab Mai eine der fuenf Fahrradkarawanen, die "GrG8chaoskaravaan" nach Rostock
anlaesslig der diesjaehrigen Proteste gegen das Treffen der G8 vom 6.-8. Juni
in Heiligendamm. Zum Auftakt dieser Tour wird am 27. April eine Fahrraddemo
kreuz und quer durch Gent stattfinden.

Die Vorbereitungen fuer die "West"-Tour von Gent in Belgien ueber Holland und
Norddeutschland sind in vollem Gang.
Es wird anfangs mit etwa 20 Leuten gerechnet "Wir erwarten unterwegs rasanten
Zulauf und alle, die unsere Ideen teilen, sind willkommen" so Sida Singer vom
Vorbereitungsteam "Zusammen wollen wir ein Zeichen gegen den globalen
Kapitalismus, Rassismus, Ausbeutung und Umweltzerstoerung setzen. Wir wollen
die Leute aufruetteln und zum Traumen ueber eine lebenswerte Zukunft fuer alle
Menschen dieser Welt bringen!" Stolz zeigt sie ihr Banner mit der Aufschrift
"Zukunftswerkstatt".
Es geht nicht nur darum, mit bunten Aktionen Aufsehen zu erregen, sondern auch
darum, die Menschen direkt zu erreichen und "auf der Strasse" mit ihnen zu
diskutieren.

Waehrend ihrer sportlichen Tour von ueber 1300 Kilometern werden die
AktivistInnen aus fuenf Laendern an Fahrrad-Demonstrationen "critical Mass" und
unterschiedlichen politischen Aktionen teilnehmen. Auf dem Weg durch Staedte wie
Antwerpen, Njimegen, Gronau/Ahaus, Muenster, Hamburg and Gorleben werden
kritisch die Themen der grossen Acht wie Migration und die festung Europa,
Energiepolitik, Gentechnik und Sicherheit aufgegriffen.
Die Veranstaltungen und Aktionen werden von UnterstuetzerInnen an den jeweiligen
Stationen der Reise vorbereitet. Dort wird auch fuer Schlafplaetze und fuer das
leibliche Wohl der engagierten RadlerInnen gesorgt.

"Wir wollen die Zeit fuer einen Austausch untereinander nutzen und Netzwerke
zwischen den verschiedenen lokalen Gruppen und Initiativen aufbauen." erklaert
Paula Farin. Sie betrachten die Karavane als einen Ort fuer Experimente, an dem
sie ihre Ideen und Ideale ausprobieren koennen. Ziel ist es, einen nicht
hierarchischen und gleichberechtigten Umgang miteinander zu pflegen,
voneinander zu lernen und selbstorganisiert zu handeln. Unabhaengig von Geld,
Fahrrad, koerperlicher Kondition oder Papieren will die Karavane es allen
Menschen ermoeglichen, sich zu beteiligen.

Die fuenf Karavanen werden sich am am ersten Juni am "Bombodrom" treffen, einem
militaerischen Testgelaendes in der Naehe von Wittstock in
Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden sie an den Aktionen gegen das Testgelaende
teilnehmen und sich danach den Protesten um Heiligendamm anschliessen.

Auf der Website ist die Route zu finden und welche Aktionen geplant sind:
www.g8-bikerides.net

Was bisher noch fehlt und dringend gesucht wird, ist ein Begleitfahrzeug mit
FahrerIn ab Utrecht bis Osnabrueck fuer Lebensmittel, Campingkram und
gebrochene Raeder und Beine..

Kommt in Scharen und bringt eure Freunde mit!

groetjes
Vorbereitungsteam der G8 Chaoskaravaan
karavaan07 at yahoo.co.uk


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G8 2007 - Es gibt Alternativen
Internationaler G8 Alternativkongress

Programm

2. Die Podien

Dienstag, 5.6.
Auftaktpodium von 17.oo - 19.3o
Globalisierung anders denken
* Jean Ziegler (UN Sonderberichterstatter, Autor des Buches "Das Imperium der
Schande")
* Annelie Buntenbach (DGB Bundesvorstand)
* Madjiguene Cissé (Sans Papiers, Senegal)
* Thuli Makama (Yonge Nawe Environmental Action Group, Swaziland)
Moderation: Ignacio Ramonet (Le Monde Diplomatique)
Folgeveranstaltung von 2o.oo - 22.oo mit den einzelnen Referentinnen und
Referenten

Mittwoch, 11.3o - 13.3o
Erster Themenblock

Klimagerechtigkeit - aber wie?
* Martin Rocholl (Vorsitzender Friends of the Earth Europe)
* Elmar Altvater (Prof. em. Freie Universität Berlin)
* Klaus Milke (Klimaallianz)
* Sunita Narain (Direktorin Centre for Science and Environment, Stockholm)
angefragt
* Andrew Pendleton (Klimaforscher, Christian Aid)
* Prekäre Arbeit und wachsende Armut in einer reichen Gesellschaft?
* Steffan Sjöberg (Centre for Marxist Social Studies, Stockholm)
* Dieter Klein (Rosa Luxemburg Stiftung)
* Katja Kipping (Netzwerk Grundeinkommen)
* Horst Schmitthenner (IG Metall)
Moderation: Kai Burmeister (IG Metall)

Ökonomisierung der Bildung und Zukunft der Arbeit
* Wolfgang Nitsch (Uni Oldenburg)
* Neville Alexander (Cape Town University, Kapstadt) angefragt
* Sonja Staack (BdWi)
* Yoama Paredes (Bildungsministerium, Venezuela) angefragt

Die EU als Globaler Akteur - Zwischen globaler Solidarität und Machtpolitik

Mittwoch, 2o.oo - 22.oo

Zweiter Themenblock

Soziale Kämpfe verknüpfen - Für globale Gerechtigkeit
* Gigi Francisco (Coordinator of International Gender & Trade Network,
Philippinen)
* Walden Bello (Focus on the Global South, Philippinen)
* Jane Nalunga (Seatini, Uganda)
* Ingeborg Tangeraas (Via Campesina, Norwegen)
* Thomas Gebauer (Medico International)

Die Wiederkehr des Krieges. Zum Zusammenhang von Globalisierung und Krieg in
verschiedenen Weltregionen
* Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung, Tübingen)
* Raida Hatoum (Aktivistin der Frauen- und Flüchtlingsbewegung, Libanon)
* Ana Esther Cecena (Prof. an der UNAM, Mexico)
* Boris Kagarlitzki (Soziologe, Institut für Globalisierungsstudien/ Zentrum
Linke Politik, Russland)
Moderation: Amy Holmes angefragt

Die globalisierungskritische Bewegung: Bilanz und Perspektiven
* John Holloway (Autor von "Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen",
Mexico)
* Alex Callinicos (Prof. King´s College, London) angefragt
* Susan George (Transnational Institute, Attac Frankreich)
* Isabel Rauber (Bewegungsforscherin, Argentinien)

"We are here because you are there..." Strukturelle Hintergründe von Flucht und
Migration (Beginnt 17.oo Hearing mit anschließendem Workshop)
* Victor Nzuz (Kongo)
* Solange Koné (Elfenbeinküste)
* Maxim Butkevich (Kiew)
* Amadou Mbow (Mauretanien)
* Gyeke Tanoh (African Trade Network, Ghana)
* N.N. (Internationale Kampagne gegen die Diktatur, Togo)
* Karl Kopp (Europareferent Pro Aysl)
* Ngongang Celestin (Flüchtlingsinitiative Brandenburg) angefragt

Donnerstag, 7.6

Abschlusspodium von 11.3o - 13.15
Es gibt Alternativen!
mit unter anderem
* Hauke Brunkhorst (Institut für Soziologie, Universität Flensburg)
* Sandro Mezzarda (Institut für Politik und Geschichte, Universität Bologna)

Abschlussrede um 13.15
Vandana Shiva (Trägerin Alternativer Nobelpreis, Indien)

[http://www.g8-alternative-summit.org/de/pages/programm.php]


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G8-Gipfel wird 2008 auf Hokkaido ausgerichtet

TOKIO, 23. April (RIA Novosti). Für den G8-Gipfel des Jahres 2008 ist die Wahl
auf die Stadt Toyako auf der japanischen Insel Hokkaido im Landesnorden
gefallen. Den Beschluss fällte das Kabinett unter Leitung von Premierminister
Shinzo Abe am Montag. Die Gegend ist für ihre Naturschönheiten berühmt,
darunter durch den großen See Toya mit seinen zahlreichen Heißquellen. Außerdem
heißt es, die Stadt ist unter Sicherheitsaspekten sehr gut geeignet.
Für die Rolle des Gastgebers für die Staats- und Regierungschefs aus Russland,
den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan
hatten sich mehrere japanische Regionen beworben. Ihre Bewerbungen hatten unter
anderem auch die Provinz Kansai mit der mittelalterlichen Hauptstadt Kyoto, die
sich ihrer historischen Atmosphäre und des Reichtums an historischen
Sehenswürdigkeiten rühmen kann, und Osaka mit seinem landesweit bekannten
Schloss eingereicht. Die Hafenstädte Niigata und Yokohama hatten ihren Anspruch
auf die Gastgeberrolle mit ihrem Beitrag zur Modernisierung des Landes begründet
und auf den bevorstehenden 150. Jahrestag der Öffnung der Häfen für ausländische
Handelsschiffe verwiesen. Die Präfekturen Yokohama und Kagawa hatten ihr Konzept
eines Gipfels am Ufer des Großen Binnensees angeboten. Viermal hat Japan
Gipfeltreffen dieses Niveaus ausgerichtet, und zwar in den Jahren 1979, 1986,
1993 und 2000. In den ersten drei Fällen war Tokio die Gastgeberstadt. Das
letzte Treffen hatte die Stadt Nago in der Präfektur Okinawa als Schauplatz.
Es wird erwartet, dass der Kampf gegen die globale Klimaerwärmung zum
beherrschenden Thema des Gipfels wird. So werden die Schadstoffemissionen nach
Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahre 2012 auf der Tagungsordnung stehen. Die
Veranstalter versprechen sich jedenfalls, dass die schöne Landschaft und Natur
den Gipfelverlauf befruchten werden. Kyoto, Namensgeber des bekannten
Protokolls und ein aussichtsreicher Bewerber für die Durchführung des Gipfels,
hatte eine Absage bekommen, weil die Sicherheit dort schwieriger zu
gewährleisten wäre.

[http://de.rian.ru/world/20070423/64209042.html]


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Rostock Business organisiert Immobilientag

Stadtmitte Für den 8. Mai 2007 hat Rostock Business den 4. Immobilientag ab 9
Uhr im Radisson Hotel organisiert, der in Kooperation mit dem IVD
Immobilienverband Deutschland in Rostock veranstaltet wird. Hier wird u.a. der
Leiter Projektentwicklung der Ikea Deutschland GmbH, Johannes Ferber, von
seinen Eindrücken während des Ansiedlungsprozesses berichten und die konkreten
Planungen für das Ikea-Einrichtungshaus Rostock vorstellen. Der Immobilientag
der Hansestadt hat sich als feste Größe der Immobilienwirtschaft und
Networking-Plattform zur Forcierung von geplanten Projekten im Norden
etabliert. "Real Estate Trends national und international", mit diesem Thema
beschäftigt sich der 4. Immobilientag von Rostock. Es werden internationale
Referenten aus Dänemark, Global Player wie HSBC Trinkaus & Burkhardt, KPMG
sowie ein Preview auf den G8-Gipfel in der Region Rostock erwartet. Das
ausführliche Programm und das Anmeldefax steht im Eventkalender unter
www.rostock-business.de zum Download zur Verfügung.

[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2669531]


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SoliErklärung zur Transpi-Beschlagnahmung Zeppelinstr. 25 in Potsdam

23.04.2007

Paradebeispiel für staatliche Repression im Vorfeld des G8-Gipfels

Am 19. April 2007 wurde die Zeppelinstr. 25 mit einer Hausdurchsuchung
überrascht. Der Grund war ein Transparent an der Häuserfront auf dem unliebsame
Äußerungen für die Behörden zu finden waren. Der sog. Aufruf zu Straftaten
sollte unterbunden werden. Es durfte nicht darauf hingewiesen werden Barrikaden
auf den Straßen von Heiligendamm zu errichten, obwohl es einen guten Anlass
dafür gibt.

Eine illegitime Delegation der mächtigsten acht Staaten möchte sich an Anfang
Juni zusammensetzten und über milliarden Köpfe hinweg über
wirtschaftspolitische Themen entscheiden mit verheerendem Ausmaß. Zwar sind
diese Treffen und ihre Vorsitzenden nicht der Einzige Grund für die unzähligen
schlechten Lebensverhältnisse auf dieser Erde und dürfen nicht als einzige
bekämpft werden. Jedoch dienen sie als Aushängeschild des sog. Kapitalismus.
Und genau dies ist der springende Punkt. Wenn zu solch einem Spektakel der
Mächtigen aufgerufen wird um den Unmut vieler Menschen Ausdruck zu verleihen,
werden alle staatlichen Mittel in Bewegung gesetzt dieses zu verhindern. Die
Außerkraftsetzung des Schengener Abkommens (Grenzkontrollen an den dt.
Außengrenzen), Gefährdenansprachen gegen vermeidliche DemonstrantInnen, und
gewaltsames Eindringen in Häuser sind nur ein Teil dieser Repressionswelle und
wird zu seinem Höhepunkt Anfang Juni in Heiligendamm kommen.

Mit dieser Erklärung möchten wir dazu Aufrufen sich nicht von einem solchen
Vorgehen seitens des Staates einschüchtern zu lassen. Ganz im Gegenteil solche
Aktionen zeigen uns nur, dass eine linksradikale Bewegung, eine Bewegung von
Unten der richtige Weg ist und uns eher motiviert gegen diese Verhältnisse
anzugehen.
Solidarische Grüße an alle Betroffenen von staatlicher Repression im Vorfeld des
G8-Gipfels! G8 ins Wasser fallen lassen! Auf zur Strandparty nach Heiligendamm
vom 01. bis 08. Juni 2007

Quelle: -Horte- Soziales Zentrum Strausberg

[http://www.inforiot.de/news.php?topic=news&article_id=11407]


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8.6 - Aktionstag gegen Klimawandel

Freitag 8. Juni 2007. Internationaler Aktionstag gegen Klimawandel und G8
Direkte Aktion für ein Klima der Gerechtigkeit. Widerstand ist
Selbstverteidigung!

Wir alle kennen die erschreckenden Statistiken: eine Million Arten werden bis
2050 ausgestorben sein, seit 1980 wurden 19 der 20 wärmsten Jahre registriert,
Grönland und die Antarktis schmelzen, Dürre, Überschwemmungen, Hungersnöte.

Die G8 Staaten hatten mehr als 30 Jahre um gegen den Klimawandel etwas zu
unternehmen. Stattdessen haben sie mit Subventionen in Milliardenhöhe
ausgerechnet die Industriesektoren unterstützt, die unseren Planeten und unsere
Zukunft zerstören. Während die G8 Staaten weiterhin ihre Geldbeutel füllen,
verschwinden Inselstaaten im Pazifik und Hundert Tausende sterben aufgrund von
verheerenden Wetterbedingungen, die durch die irrationale und unkontrollierbare
Besessenheit von unbegrenztem ökonomischen Wachstum verursacht werden.

Wir haben ein Zeitfenster von 10 Jahren um angemessen zu handeln. Während sich
die größenwahnsinnigen G8 Staatsoberhäupter in Heiligendamm treffen, sich
hinter Zäunen und Soldaten verschanzen und uns weiter in ein katastrophales und
irreversibles Klimachaos führen, müssen wir laut aufschreien:"Es reicht!" .

Jetzt ist die Zeit für direkte Aktionen um die G8 und ihre Klimaverbrecher der
Industrie aus dem Weg zu räumen.

Das internationale Rising Tide Netzwerk ruft zu einem Tag der direkten Aktionen
gegen G8 und Klimawandel auf. Es ist ein Aufruf für autonome, dezentralisierte
Aktionen, die euch in eurer Stadt oder Region sinnvoll und geeignet erscheinen.
Nutzt diesen Aktionstag um lokale Kämpfe gegen Ölraffinerien, Gaspipelines,
Minen oder Kohlekraftwerke zu unterstützen. Prangert die Befürworter der
fossilen Brennstoff-Industrie an. Organisiert Workshops um die Fähigkeiten
weiterzugeben, die es zur Führung eines post-Erdöl Lebens braucht. Sucht nach
einem Schwachpunkt in der Infrastruktur des Ressourcenabbaus und streut
wörtlichen oder symbolischen Sand ins Getriebe. Es ist Zeit eure lokalen
Dreckschleudern zu besuchen und ihnen die Hölle heiß zu machen.

Wir wissen bereits von geplanten Aktionen in England, Nord Amerika, Deutschland,
Kanada und Australien. Und das ist nur der Anfang! Bis zum 8. Juni sollen es
weltweit noch mehr Aktionen werden. Leitet diesen Aufruf weiter an Umwelt-,
Klimaaktionsgruppen und Bewegungen in allen G8 Ländern und im globalen Süden.

Rising Tide wird eine Reihe an Informations- und Mobilisierungsmaterial
zusammenstellen (inklusive diesen Aufruf in verschiedenen Sprachen), welches
von Gruppen weltweit benutzt werden kann um sich lokal zu organisieren. Diese
Materialien werden unter http://www.risingtide.org.uk und
http://risingtidenorthamerica.org abrufbar sein.

Direkte Aktion und ziviler Ungehorsam sind eine legitime und angemessenen
Antwort auf diese Krise. Unterstützt den internationalen Aktionstag am 8. Juni
gegen Klimawandel und G8! Auf nach Heiligendamm!

Informiert uns über geplante Aktionen in eurer Gegend. Kontaktiert uns unter:
info at risingtide.org.uk und contact at risingtidenorthamerica.org

Im Juni 2007 wird der G8 die Bedeutung von Rebellion, Revolte und Revolution
verstehen. Ihren Rezepten für Katastrophe wollen wir unseren weltweiten
Widerstand entgegen stellen!


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Hilfeaufruf des Convergence-Center-Rostock

Die Ehm-Welk-Schule in Rostock Evershagen

Seit 10. März sind Anti G8 Aktivistinnen in einem Teil der ehemaligen
Ehm-Welk-Schule in Rostock Evershagen dabei, das Convergence-Center (CC) für
die Proteste gegen den G8 aufzubauen und die leeren Räume der Schule nutzbar
für die am Widerstand beteiligten Gruppen und Leute zu machen. Wir rufen alle
dazu auf, uns hier in Rostock beim weiteren Aufbau zu unterstützen und sich
hier mit Zeit, Kraft und Lust einzubringen. Wir sind darauf angewiesen mehr zu
werden in der Schule, um die vor uns liegenden Aufgaben bewältigen zu können.
Neben Unterstützerinnen brauchen wir auch noch Material und Werkzeug jeglicher
Art. übergeben wurde die Schule von der Stadt Rostock nur unter der Bedingung,
dass auch Leute dort übernachten, um das Gebäude vor Vandalismus zu schützen.
Dieser Umstand veranlasste uns- eine bunte Mischung von Aktivistinnen aus
unterschiedlichen Spektren der Anti G8 Protest Bewegung- dazu, genau dies zu
tun.
Es hat sich hier in der Schule schon einiges entwickelt und jeden Tag entsteht
ein Stück mehr.
Diese Infrastruktur wird sich hoffentlich mit eurer Hilfe, Kreativität, euren
Ideen und praktischer Mitarbeit bis zum G8 Gipfel und womöglich darüber hinaus
weiterentwickeln.

Bislang wurde eine Volksküche (öffentliche Küche für alle, gegen Spende, auch
Vokü genannt ) und ein Cafe eingerichtet. Weiter gibt es in der Schule schon
einen PC-Raum und Internet, einen Infoladen , ein Materialraum, eine Kneipe,
eine (noch ziemlich leere) Werkstatt und das Kunst-Projekt, durch das Fresken
und ein Mosaikbild die Schule ganzheitlich verschönern soll.
Weitere Projekte für die Nutzung der Räume sind in Planung. Der Prozess, die
Schule zu einem Ort werden zu lassen, der offen für die gesamte Bewegung sowie
für Anwohnerinnen ist, hat gerade erst begonnen.... Arbeitsgruppen,
Politgruppen und Workshops haben auch die Möglichkeit sich hier zu treffen und
Veranstaltungen zu machen.
Für die sogenannte heiße Phase der Proteste vom 1. Juni bis 10. Juni, wenn viele
zehntausende Menschen zu den Demonstrationen, Aktionstagen und vielfältigen
Protesten in die Region um Rostock / Bad Doberan kommen, soll das Convergence
Center (CC) der Anlaufpunkt in Rostock für Protestierende aus aller Welt sein.
Wir wollen internationalen Globalisierungs- KritikerInnen darin unterstützen,
Gegenentwürfe zu diskutieren, zu entwickeln und an die Öffentlichkeit zu
tragen. Um Aktivistinnen ein Forum zu bieten, bei dem sie sich auf Diskussion,
Koordination und Aktion konzentrieren können, ist Infrastruktur und Logistik
von Nöten.

Was kannst du tun?

Wir brauchen organisierte Gruppen oder Einzelpersonen - auch in der
Vorbereitungsphase - welche Lust haben sich verantwortlich um einzelne Bereiche
und Aufgaben zu kümmern, vor allem in der heissen Phase vom  25.Mai bis 10.Juni
2007

wie z.B.:
* Organisierung von Voküs und ÜbersetzerInnen
* Durchführung und Koordinieren von Workshops
* Aufbau der technischen Infrastruktur u.a. Elektrik, Computerpool mit Internet
* Verkehr, Transport und Logistik, d.h. Organisierung der Mobilität von Material
und AktivistInnen
* Material sammeln wie z.B. Fahrräder und weiteres Aktionsmaterial und verwalten
* Kontaktpersonen zwischen Infopoints, Camps, EA-Strukturen etc.
* Neu angereisten Aktivistinnen Informationen und Updates geben
* Schutz der CCs

Insbesondere möchten wir auch alle internationalen AktivistInnen aufrufen, sich
mit ihrer Kreativität, ihren Ideen und Aktionen in den Convergence Center
Rostock in der Vorbereitungs- und Aktionsphase der Center einzubringen und
mitzuhelfen.

Wer hat Lust Workshops zu veranstalten:
* Diskussionsworkshops zur Politik der G8 und ihrer Bedeutung
* Rassismus und Flüchtlingsabschottungspolitik
* Globale Landwirtschaft und Gentechnik
* Kriegspolitik
* Privatisierung weltweit
* Energiepolitik und Umweltzerstörung
* Bildungspolitik
* Entwicklungszusammenarbeit und Schulden
* lokalen politischen Schwerpunkten in verschiedenen Regionen der Welt

Praktische Workshops
* geographische und strategische Informationen über Mecklenburg-Vorpommern
* Infoworkshops über das deutsche Demonstrationsrecht
* Repression
* Trauma
* Direct Action-Workshops
* Kommunikationsmethoden unter erschwerten Bedingungen
* Entscheidungsfindung in größeren Gruppen
* Blockadetraining
* medizinische Erste Hilfe speziell während Demonstrationen
* Bezugsgruppenfindung

Meldet euch unter: cc-rostock at riseup.net

Spenden an:

Spenden für die Convergence Center
Netzwerk Selbsthilfe e.V.
Konto 740 388 7000 - BLZ 100 900 00 - Berliner Volksbank
Wichtig - Verwendungszweck: Convergence Center


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Rostock öffnet Sporthallen für G8-Gegner


Rostock (dpa) Die Stadt Rostock wird am ersten Juni- Wochenende rund 3500
Schlafplätze für G8-Demonstranten in Turnhallen bereitstellen. Die
Übernachtungsmöglichkeiten würden in insgesamt 16 Schulsporthallen vorbereitet,
sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze. Für Samstag (2. Juni) ist in der Hansestadt
eine Großdemonstration gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm geplant. Dazu werden
Schätzungen zufolge bis zu 50 000 Menschen erwartet. Der Koordinator des
Rostocker Anti-G8-Bündnisses, Monty Schädel, begrüßte die Bereitschaft der
Stadt, Schlafplätze zur Verfügung zu stellen. "Wir kommen langsam in den
Bereich dessen, was nötig ist."

[http://www.ostsee-zeitung.de/mv/mantel_g8_32363730393732.phtml]