[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Berlin
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
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Mi Mär 28 12:49:15 CEST 2007
- Kriegsschiffe in der Ostsee, Aufklärer in der Luft, Videoüberwachung,
Kontrolle der Telefone
- Attention! Attention!
- Bislang größter G8-Alternativgipfel in Rostock
- Landesregierung und G8-Kritiker für friedlichen Gipfelprotest
- Programm des Gegengipfels
- ART GOES HEILIGENDAMM. ART GOES PUBLIC.
- Schlapphüte auf Schnüffeltour in Gewerkschaftszentrale
- VORSCHLAG FÜR EIN SELBSTORGANISIERTES CLOWN/Pink Silver/Queer/ Samba/
- Kreativ BARRIO WÄHREND DEM G8 GIPFEL IN HEILIGENDAMM
- Planungen zum Aktionstag G8 und Globale Landwirtschaft
- G8-Pressezentrum schon im Bau
- Berlin erleichtert über friedlichen EU-Gipfel
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Kriegsschiffe in der Ostsee, Aufklärer in der Luft, Videoüberwachung, Kontrolle
der Telefone. Zum G8-Gipfel gilt totale Überwachung.
Große Lauschattacke vor Heiligendamm
Rostock/Berlin (OZ) Big Brother in Heiligendamm, Kühlungsborn, Bad Doberan,
Rostock. Für die Region steht zum G8-Gipfel, dem Treffen der Staatschef der
acht größten Industrienationen, im Juni die totale Überwachung bevor.
Militärexperten sagen: Dort verlasse keine Maus ihr Loch, ohne aufgeklärt zu
werden. Landespolizei, Bundeskriminalamt, Bundesnachrichtendienste und Marinen
der Teilnehmerstaaten bieten alles auf, was die Abteilung Horch und Guck zu
bieten hat.
Vor der Küste kreuzen US-Kriegsschiffe. Ein Kreuzer der "Ticonderoga-Klasse" und
ein Zerstörer der "Arleigh Burke-Klasse". An Bord: Superaugen. Die Schiffe sind
zur Überwachung des Luft- und Seeraums gedacht und sollen Angriffe aus der Luft
oder seeseitig abwehren. Die Reichweite: 500 Kilometer. Ein deutscher
Korvettenkapitän sagt: "Wenn in Berlin-Schönefeld eine Boeing startet, wissen
die das an Bord." Das gelte auch für Segelflieger. Dazu kommen dann aktuell die
Informationen der Geheimdienstquellen.
Gestern wurde bekannt, dass neben US-Kreuzern und deutschen Schiffen auch ein
Kriegsschiff der Royal Navy aus Großbritannien beteiligt sei, da das beim
internationalen Manöver "Baltops" (Baltic Operations) sowieso in der Ostsee
kreuze. Besondere Stärke der US-Schiffe ist das Nahsehen. Die Wärmebildkameras
können vier Seemeilen weit sehen. Menschen am Strand, im Ort und hinter dünnen
Mauern können über ihr Wärmeprofil erfasst werden.
Willy Wimmer (CDU), bis 1992 Parlamentarischer Staatssekretär im
Verteidigungsministerium, warnt: "Wenn ich in Heiligendamm wohnen würde, würde
ich mich nur gesittet im Bett umdrehen und mich ordentlich auf der Straße
verhalten." Alles, was sich am Boden bewege, könnten die Schiffe aufklären. Die
Datenmengen seien so groß, dass Filter eingesetzt werden. Wimmer sieht eine
Gefahr in der Menge der Überwachungssysteme. Schiffe orten per Radar in der
Luft, Sonar im Wasser, Wärmebild und Megamikrophone an Land. Dazu komme die
elektronische Überwachung der Telekommunikationssysteme und
Satellitenkontrolle. USA, Russland und auch Frankreich richten ihre
Spionagesatelliten auf den Großraum Rostock aus. Wimmer sagt: "Und die schauen
Ihnen ins Wohnzimmerfenster." Zur Luftraumüberwachung werden wohl Tornados
eingesetzt, die von Jagel in Schleswig-Holstein, starten. Ein Einsatz des
Aufklärungsflugzeugs "Awacs" (Airborne Warning and Control System) zum
G8-Gipfel wurde bisher dementiert. Gestern sagte die FDP-Verteidigungsexpertin
Birgit Homburger in Berlin, der Einsatz der US-Kriegsschiffe sowie des
Awacs-Flugzeugs während des Gipfels sei "nicht zu beanstanden". Das sei bereits
2002 in Genua üblich gewesen.
Ganz anders sieht das "Die Linke.PDS". Der Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch
sagt: "Das ist der Übergang zur Kolonie. Totale Überwachung. Man sollte mal
erwähnen, dass Deutschland unabhängig ist. Der Rechtsstaat wird hier außer
Kraft gesetzt. Ein Stück Guantanamo ist das." Bartsch kritisiert, dass der
Staat hoheitliche Aufgaben an die USA abtrete.
Zu der militärischen Technik kommt der Großeinsatz der Polizei mit bis zu 16 000
Mann. Dazu die Aufnahme der Umgebung mit Videotechnik und die Erfassung
persönlicher Daten. 291 Einwohner von Heiligendamm wurden vom Bundeskriminalamt
überprüft. Gleiches passiert mit tausenden Beteiligten, die sich akkreditieren
müssen: Hotelangestellte, Journalisten, Zulieferer.
Den Datenschutz scheint das nur peripher zu interessieren. Beim
Landesbeauftragten für den Datenschutz in Schwerin kennt man nicht einmal die
Zahl der Menschen, deren Daten erfasst werden. Dort heißt es: Dafür sei der
Bundesbeauftragte zuständig. Der Pressesprecher dort, Dietmar Müller, gibt sich
verwundert: "Das ist Sache des Landesbeauftragten." Desinteresse bei
Datenschützern. Und die Schlapphüte arbeiten auf Hochtouren.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2644073]
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Attention! Attention!
Don`t be lieve the hype!
www.demosaniteter.de is not part of the autonome G8 preparation!
www.demosanitaeter.de have nothing to do with the real preparations of G8 and
they are not authorise to publish informations from other groups.
March, 27st 2007 AUTONOME SANITÄT
[http://www.nadir.org/nadir/initiativ/sanis/ ]
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Bislang größter G8-Alternativgipfel in Rostock
[...] Lob für Rostocks Oberbürgermeister
Ein besonderes Lob sprach Wahl unterdessen der Stadt Rostock aus.
Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) habe ihm zugesichert, dass
Gipfelkritik und Protest in der Stadt willkommen seien, so der Attac-Sprecher
nach einem Gespräch mit Methling. Die Stadt habe mittlerweile den Organisatoren
Unterstützung versprochen. So würden Veranstaltungsräume zur Verfügung gestellt
sowie Turnhallen zur Unterbringung der Teilnehmer geöffnet.
Bekenntnis zum friedlichen Protest
Auch Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) sagte Wahl bei einem Gespräch in
der Schweriner Staatskanzlei Unterstützung bei der Bereitstellung der
benötigten Infrastruktur zu. Diese ist Attac zufolge bei dem Gipfel besonders
wichtig, weil er im Gegensatz zu früheren Gipfeltreffen in Deutschland nicht in
einem Ballungsgebiet stattfinde und viele Demonstranten von weither anreisen
würden. Beide Seiten betonten zudem ihr Interesse an einem friedlichen Verlauf
der Proteste gegen das G8-Treffen. Wahl appellierte an die Polizei, bei
Sitzblockaden deeskalierend vorzugehen. "Solange Sitzblockaden friedlich
bleiben, handelt es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit. Wir erwarten von der
Polizei, dass die Verhältnismäßigkeit berücksichtigt wird." Wahl stellte
zugleich klar, dass Attac nicht zu Blockaden aufrufe.
Grönemeyer plant Konzert
Rocksänger Herbert Grönemeyer kündigte unterdessen an, am 7. Juni in Rostock ein
Konzert zu organisieren. Das Konzert stehe im Zusammenhang mit der
Grönemeyer-Aktion "Deine Stimme gegen Armut", teilte Grönemeyers Management am
Montag mit. Nicht bestätigt wurden dagegen Informationen, dass bei dem Konzert
auch der irische Sänger Bono und die Gruppe U2 auftreten werden.
[http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID3836500,00.html]
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Landesregierung und G8-Kritiker für friedlichen Gipfelprotest
Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern und das globalisierungskritische
Netzwerk Attac wollen gemeinsam zu einem friedlichen Verlauf des G8-Gipfels in
Heiligendamm beitragen.
Rostock/Schwerin (ddp). Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern und das
globalisierungskritische Netzwerk Attac wollen gemeinsam zu einem friedlichen
Verlauf des G8-Gipfels in Heiligendamm beitragen. Es sei ein gemeinsames
Anliegen, dass nicht wie 1999 von einer Konferenz der Welthandelsorganisation
in Seattle (USA) erneut Bilder der Gewalt um die Welt gingen, sagte
Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) am Montag nach einem Treffen mit dem
Bundessprecher von Attac Deutschland, Peter Wahl, in Schwerin. Die
Landesregierung wolle deshalb mit Attac in Kontakt bleiben. Wahl betonte, Attac
wolle heiße Debatten, aber keine heißen Straßenschlachten. Die
Globalisierungskritiker wollten ihr Grundrecht zur Demonstration ausüben. Mit
Blick auf die von einigen Gruppen angekündigten Blockaden sagte der
Attac-Bundessprecher, dass seine Organisation zu solchen Aktionen nicht
aufrufe. Er forderte aber, dass die Polizei im Falle friedlicher Sitzblockaden
die Verhältnismäßigkeit der Mittel berücksichtigen und deeskalierend wirken
solle. Ringstorff kündigte an, dass die Landesregierung bei der Suche nach
Räumen für Podiumsdiskussionen im Rahmen des Rostocker Alternativgipfels
behilflich sein wolle. Auch die Problematik der Camps für Gipfelkritiker sei
besprochen worden. Der bislang größte Alternativgipfel der
Globalisierungskritiker in Deutschland findet vom 5. bis 7. Juni in Rostock
statt. Dabei soll es insgesamt zehn große Podiumsveranstaltungen sowie rund 100
Seminare geben. "Wir wollen zeigen, dass es Alternativen zur Politik der
Industrienationen gibt", kündigte Wahl in Rostock an. Auf den
Podiumsveranstaltungen stehen Themen wie Umweltpolitik, Migration, die
Armutsschere zwischen Nord und Süd sowie die Zukunft der Arbeit zur Debatte. Zu
den Referenten gehören Vertreter internationaler Friedens-, Umwelt- und sozialer
Vereinigungen, darunter Träger des Alternativen Nobelpreises. Allein zur
Eröffnung und zum Abschlusspodium würden so viele Teilnehmer erwartet, dass die
Veranstaltungen möglicherweise unter freiem Himmel stattfinden müssen, sagte
Wahl. Auch rund um die Foren, die Rostock zu einer "großen Volkshochschule der
Globalisierungsdebatte" machen sollen, werde es vom 2. bis 8. Juni täglich
bunte und kritische Veranstaltungen geben, sagte Wahl. Der Bogen spanne sich
von großen Openair-Konzerten bis zur Kleinkunst auf der Straße. Die Stadt habe
mittlerweile den Organisatoren Unterstützung versprochen. So würden
Veranstaltungsräume zur Verfügung gestellt sowie Turnhallen zur Unterbringung
der Teilnehmer geöffnet. Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos)
habe zugesichert, dass die Kommune ein guter Gastgeber sein werde, sagte Wahl.
[http://www.pr-inside.com/de/landesregierung-und-g8-kritiker-fuer-r76321.htm]
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Programm des Gegengipfels
Podiumdiskussionen und Auftritt von U2 geplant
Rostock (jung) • Parallel zum G8-Gipfel in Heiligendamm findet von Dienstag, 5.,
bis Donnerstag, 7. Juni auch ein Alternativgipfel in Rostock statt. Das Treffen
gilt als die bislang größte Veranstaltung dieser Art. Die Organisatoren
stellten gestern in der Hansestadt ihre konkreten Pläne vor.
An prominenter Unterstützung mangelt es dabei nicht. So findet am 7. Juni das
vom Rocksänger Herbert Grönemeyer organisierte Konzert "Deine Stimme gegen
Armut" statt. Der Auftritt des irischen Rocksängers Bono und seiner Band U2
gilt als wahrscheinlich, teilte Peter Wahl, Sprecher des
globalisierungskritischen Netzwerks Attac, mit. Bono hatte am Wochenende bei
der Echo-Verleihung in Berlin angekündigt, er werde mit Herbert Grönemeyer
Urlaub in Heiligendamm machen.
"Wir rufen nicht nur ,Nein', sondern haben auch etwas anderes anzubieten",
berichtete der Attac-Sprecher, der auch in die Organisation des Treffens
eingebunden ist. Die Zusammenkunft solle dazu dienen, machbare Alternativen zur
umstrittenen Politik der G8-Staaten aufzuzeigen. Am Dienstagnachmittag findet
das Auftaktpodium "Globalisierung anders denken" statt. Am Mittwoch sind
insgesamt rund 100 unterschiedliche Workshops geplant. Deren Themen reichen von
Klimagerechtigkeit über Flucht, Migration und Krieg bis hin zur Zukunft von
Bildung und Arbeit. Am Donnerstag ist eine Abschlussdiskussion. Zu den
Referenten gehören Träger von Alternativnobelpreisen, Europa-Politiker,
UN-Sonderbericherstatter und Hochschulprofessoren.
[http://www.svz.de/newsmv/MVPolitik/27.03.07/23-16531173/23-16531173.html]
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ART GOES HEILIGENDAMM. ART GOES PUBLIC.
Künstlerische Interventionen zum G8-Gipfel 2007
24. Mai - 9. Juni 2007, Rostock
Einladung zur Pressekonferenz
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie ein am Freitag, 30. März 2007, 12 Uhr im Münzsalon, Münzstraße 23,
Berlin-Mitte
Der Kunstsommer beginnt in Rostock/Heiligendamm mit 2 % Kunst am Bau
Zur Vorstellung des Konzepts ¦ ART GOES HEILIGENDAMM
Wir greifen auf
"Zu Gast bei Freunden"
"Deutschland Land der Ideen"
¦ ART GOES HEILIGENDAMM ist ein künstlerisches Projekt, das aus Anlass des
diesjährigen G8-Gipfels vom 24. Mai bis 9. Juni 2007 im Stadtraum von Rostock
stattfinden will. Adrienne Goehler, Berliner Kultursenatorin a. D. und
ehemalige Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds, hat ein Programm mit
internationalen KünstlerInnen, Installationen, Theaterperformances, Workshops
und Vorträgen kuratiert.
Die Intention ist, aus der dualen Logik Gipfel - Gipfelgegner auszubrechen und
mit künstlerischen Mitteln zur Wahrnehmungserweiterung von Globalisierung und
zur Deeskalierung vor Ort beizutragen. Bisher fehlt der nötige bundespolitische
Resonanzraum mit seinen kulturpolitischen Förderinstrumenten, obgleich die
Politik in Mecklenburg-Vorpommern das Vorhaben nach ihren Möglichkeiten
unterstützt. Viele Einzelpersonen aus Kultur und Politik setzen sich für das
Projekt ein und unterstützen es mit Spenden.
Um ¦ ART GOES HEILIGENDAMM realisieren zu können, benötigen wir weitere
öffentliche Gelder. Deshalb werben wir um 2 % der Baukosten, die für das
temporäre, öffentliche Bauwerk - den Sicherheitszaun um Heiligendamm -
aufgewendet werden.
¦ ART GOES HEILIGENDAMM stellt sich der Herausforderung, eine Verflüssigung der
Wahrnehmungs- und Aktionsformen zwischen den Künsten und den sozialen
Bewegungen zu ermöglichen, es geht um plurale Sichten auf die Auswirkungen von
Globalisierung, um die Eröffnung eines visuellen und diskursiven Raums jenseits
von Gut und Böse, pro und contra. ¦ ART GOES HEILIGENDAMM versteht sich als
Experiment zur Erweiterung des gesellschaftlichen Resonanzraums von Kunst.
Wir laden Sie herzlich ein: Adrienne Goehler, Idee und Konzept; Martina Bade,
Projektträger Hansestadt Rostock; Judith Sigmund, Künstlerin; Benjamin
Förster-Baldenius, Darstellender Architekt; Daniel Marzona, Sammlung Marzona;
Jörg Heiser, Frieze, Moderation.
Mit besten Grüssen
Adrienne Goehler
Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Vera v. Lehsten, presse at art-goes-heiligendamm.net, + 49. (0)30. 97 00 58 11
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Schlapphüte auf Schnüffeltour in Gewerkschaftszentrale
Staatsschutz bespitzelt linkes Wohn- und Kulturprojekt Köpi aus Räumen der
Ver.di-Zentrale
Das linke Wohn- und Kulturprojekt in Berlin Mitte wurde bereits im Januar Ziel
einer polizeilichen Durchsuchungsaktion. Mit dem Vorwand, es würde eine
"illegale Disco" betrieben, stürmte eine Hundertschaft Polizei unter Leitung
des Gewerbeaufsichtsamtes einige Gemeinschaftsräume. Während das
Gewerbeaufsichtsamt mittlerweile erklärte, keinen Informationsbedarf mehr zu
haben, wird das Haus jetzt, wie wir von sicherer Quelle wissen, vom
"Staatsschutz" observiert. Von der gegenüberliegenden Bundesverwaltung der
Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di werden Menschen im Haus und auf dem Hof
dauerüberwacht.
Vieles spricht dafür, dass die Schlapphüte mit ihrer Schnüffel- initiative auf
neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit den Gegen- aktivitäten zum G8-Treffen im
Juni in Heiligendamm hoffen. Schon in Januar richteten die Einsatzkräfte
besondere Aufmerksamkeit auf Plakate und Flyer zum Thema. War auch da schon der
Staats- schutz Drahtzieher?
Wir fordern die sofortige Beendigung der Kooperation der Ver.di-Zentrale mit
staatlichen repressiven Organen.
Wir lassen uns unsere Freiräume nicht nehmen, auch Bespitzelung und staatliche
Repression können uns nicht einschüchtern.
Seit über 17 Jahren bereichert die Köpi in der Köpenickerstr.137 das kulturelle
Leben der Stadt. Unkommerziell - es geht um die Möglichkeit, auch Menschen mit
wenig Geld einen kulturellen Treffpunkt zu bieten. Alle Arbeiten zum Erhalt des
Hauses und Betreiben der Gemeinschaftsräume sind ehrenamtlich. Seit 1990 wurden
Instandhaltungsmaßnahmen und Kulturveranstaltungen ohne jede Unterstützung von
Stadt und Staat durchgeführt. Hunderte KünstlerInnen aller Kontinente nutzen
die hier gebotenen Freiräume.
Berlin braucht alternative Orte. Die Stadt würde ohne Plätze wie dem Autonomen
Kulturzentrum Köpi, dem "New York" im Bethanien, der Adalbertstr.28, dem
Schwarzen Kanal und vielen anderen kulturell verkümmern und viel speziellen
Charme verlieren. Es ist jedoch leider nicht neu, dass unsere Projekte einigen
Politikern ein Dorn im Auge sind.
Seit fast 10 Jahren ist die Köpi selbstverwaltet, es bestehen gültige Verträge.
Mehrere Zwangsversteigerungsversuche 1998-99 sind gescheitert. Breite Kreise der
Berliner Bevölkerung sowie Freunde aus aller Welt solidarisierten sich und
demonstrierten für den Erhalt des Projekts. Nach wie vor gibt es massive
Unterstützung!
(check: www.koepi.squat.net)
Berlin, den 26.3.07
Köpi, AG "StaatsSchutz"
Kontakt: koepi-presse[AT]gmx.net
[http://de.indymedia.org/2007/03/171948.shtml]
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VORSCHLAG FÜR EIN SELBSTORGANISIERTES CLOWN/Pink Silver/Queer/ Samba/ Kreativ
BARRIO WÄHREND DEM G8 GIPFEL IN HEILIGENDAMM
Ein Aufruf jagt den nächsten und es werden weitere folgen. Nichts desto trotz
hier noch ein neuer, der aber in den nächsten Tagen noch genauer ausgeführt,
diskutiert und ergänzt werden soll.
Mittlerweile gibt's nämlich eine Campgruppe aus dem Wendland die ein Camp für
mehrere tausend Menschen mit Barriostruktur (-getthoähnliche Einheiten)
organisisieren werden und die angefragt hat ob die Clownarmy die Verantwortung
für ein Barrio übernehmen will -- eventuell auch in Verbindung mit anderen
kreativen AktivistInnen wie Pink Silver etc, das für ca 600 Menschen
Rückzugsmöglichkeiten, Platz zum Schlafen, essen, spielen, plenieren bieten
soll.
Wir gehen ebenfalls mittlerweile davon aus das sich mehrere hundert Clowns aus
ganz Europa auf den Weg machen werden nach Heiligendamm.
Deswegen richtet sich dieser Aufruf vor allem an Clowns und andere kreative
AktivistInnen die mittlerweile durch Trainings und Aktionen organisiert sind
sich mal mit ihren Gaggles zu treffen und rumzuspinnen was für Support sie
mitbringen können, damit das Clownbarrio zu einem lebensfreudigen Ort werden
kann.
diskutiert mal in Euren Gaggles ob ihr das gutfindet und vernetzt Euch über die
mailingliste (s.unten)
Hier giebts mal eine Liste von Fragen die vorab diskutierbar sind : (Bitte
erweitern)
Wer hat Zugang zu Resourcen (Zelte, Küche, Plakate, Tische, Holz, etc)
Wie sieht es aus mit Trainings auf dem Camp für neue die bei uns mitmachen oder
mitschnupern wollen und wer kümmert sich darum:
Öffentlichkeitsarbeit? Flyer/Plakate und Presseerklärung, Umgang damit?
Kommunikation: Was für Plenumsstrukturen wollen wir aufbauen?
Wie erreichen wir größmögliche Aktionseffizienz mit geringsmöglichem
Plenumsaufwand?
Wie kommunizieren wir mit den anderen Gruppen?
Infopunkte/Plakatwände mit Terminen etc.
Strom, Wasser, Klos etc...
wo und wie bündeln wir die ganzen Infos?
Wer nimmt Kontakt auf zu den Clownaktivisten aus England, die in Gleneagels
schon Erfahrung gesammelt haben und diese vielleicht einbringen wollen?
Verwendet bitte aussagekräftige Betreffzeilen und macht deutlich das es sich um
Clownaktivitäten handelt, da die Liste noch von anderen genutzt wird.
hier ist der link zur mailingliste
http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/da-vernetzung für die
clownsvernetzung; www.wendlandclown.twoday.net
[www.clownarmy.org]
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Planungen zum Aktionstag G8 und Globale Landwirtschaft
am 3.Juni 2007 in Rostock
"Zum Aktionstag und mehreren Aktionen im Vorfeld ruft das Aktionsnetzwerk
Globale Landwirtschaft auf."
Die Infotour von Graz bis Rostock und Greifswald war sehr erfolgreich, mehre
hundert Menschen waren bei den Abendveranstaltungen und die 2 Tonnen Apfelsinen
wurden bei den Straßenaktionen alle verteilt.
Am 17.4. gibt es einen Globalen Aktionstag von Vía Campesina
Von uns aus sind in Berlin eine Wanderdemo mit 4 Stationen sowie Public Viewing
und Infostände geplant. In 11 weiteren Städten (u.a. Bremen und Witzenhausen)
gibt es auch am Aktionen. Die aktive Teilnahme weiterer Städte ist sehr
erwünscht.
Am 19. und 20. Mai gibt es eine internationale Konferenz in Halle/Saale zu den
Themen Saatguterhaltung und Genbanken.
Am Montag den 21. 5. (in unserem Flyer steht irrtümlicherweise der 22.) soll es
eine größere Aktion in Gatersleben geben.
Der Aktionstag am Sonntag, 3.Juni schließt an die Großdemonstration in Rostock
am Samstag, den 2.6.2007 an: Er soll zeigen, dass trotz der erwarteten massiven
Präsenz von Repressionsorganen aktives und vielfältiges Verhalten vieler
Menschen möglich ist - und soll zum Mitmachen einladen.
Die Kundgebung und die Demonstration (vom Agro-Gentech-Institut der Universität
Rostock zum Universitätsplatz in der Innenstadt) werden den Auftakt bilden, den
Endpunkt stellt das Agro-Bio-Technikum mit dem Gen-Versuchsfeld in Groß Lüsewitz
15 km östlich von Rostock dar - und dazwischen findet für Aktive und Mobile eine
Rallye statt. Dabei soll die Rallye einen betont spielerischen Charakter hat, so
dass Jung und Alt daran teilnehmen können
Bisherige Planungen für den 3.6.
Bei der Auftakt-Kundgebung am Uni-Institut sollen 2-3 RednerInnen in insgesamt
nicht mehr als einer halben Stunde den Zusammenhang zwischen G8 und Globaler
Landwirtschaft, die Rolle der Wissenschaft im Zusammenhang mit Gentechnik und
Perspektiven des Widerstands aufzeigen. Hieran schließt sich ein
Demonstrationszug begleitet von Traktoren durch die Innenstadt von Rostock an,
mit Redebeiträgen auf dem Marktplatz am Ende der Demonstration. Danach beginnt
die Rallye. Sie soll nach dem bekannten Rallyeprinzip (Aushändigung eines
Fragebogens zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit den einzelnen Aktionsorten
sowie Tombola am Ende der Rallye) ablaufen. Der Fragebogen soll auf der
Vorderseite Infos zu den Ständen an den einzelnen Aktionsorten, auf der
Rückseite ein sog. Leitsystem haben, er ist also ein spielerisch gestalteter
Infoflyer. Auf der Strecke von Rostock nach Groß Lüsewitz gibt es eine Reihe
von Discountern, Burger-King, Mc. Donalds, eine Erdbeerplantage, die unter
prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten lassen, Großmastanlagen, eine
Forschungseinrichtung für Genmanipulation an Nutztieren, Biogasanlagen usw.
Kreative Aktionen sollen auf den Zusammenhang mit G8 und Globaler
Landwirtschaft aufmerksam machen.
Der Bewegungsenergie sind keine Grenzen gesetzt: Zu Fuß, auf Stelzen, mit
Skatern, mit Kinderwagen, Fahrrädern, Traktoren, Autos, Bussen. Unterwegs wird
es Info-Stationen und auch "Erholungs- und Verpflegungsorte" geben. Es fährt
allerdings auch stündlich ein Regionalzug von Rostock nach Groß Lüsewitz.
Der Zielort Groß Lüsewitz ist schon seit vielen Jahrzehnten mit Agrarforschung
verbunden Viele BewohnerInnen arbeiten in den unterschiedlichen Instituten -
und stehen der industrialisierten Landwirtschaft und der
Agro-Gen-Technikforschung eher positiv gegenüber.
Wir werden schon zu Beginn der Rallye vor Ort präsent sein: mit Ständen, mit
kleineren Aktionen, mit Musik, mit gutgelaunten AktivistInnen - und werden auf
unterschiedliche Weise unsere Sichtweise der globalen Probleme darstellen.
Natürlich sind wir offen für viele Menschen aus der Region, für die Aktiven aus
den gentechnikfreien Regionen in MV, für Bio-Bauern, Anbauverbänden - und den
örtlichen G8-KritikerInnen.
Gemeinsam werden wir dort die Rallye empfangen, Kurzberichte hören, auch vom
Marsch vom Bombodrom zum Flughafen Rostock-Laage - und auch über die folgenden
Tage informieren: dem Migrationstag am Montag, 4.6., der Blockade am Flughafen
Rostock-Laage, den Blockaden beim Kempinski in Heiligendamm.
Zu dem Thema Aktionen an Genfeldern an dieser Stelle nur soviel: Auf dem Treffen
gab es die Information, das andere (anonyme) Gruppen des Abernten von Genfeldern
planen.
Zur Vorbereitung dieser vielfältigen Aktivitäten laden wir ein:
meldet Euch beim www.g8-landwirtschaft.net
Gemeinsam mit der Arbeitgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL), hat das
Aktionsnetzwerk G8 und Globale Landwirtschaft einen Aufruf zur Beteiligung der
Bäuerrinnen und Bauern im deutschsprachigen Raum gestartet.
Wir bereiten eine Aktionszeitung vor: 4-seitig, Auflage: 30 000
Inzwischen ist der Reader zur Globalen Landwirtschaft (80 Seiten) erhältlich
In der Ökovilla Rostock ist ein G8-Informationszentrum eingerichtet
[Aktionsnetzwerk G8 und Globale Landwirtschaft, 25.3.07]
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G8-Pressezentrum schon im Bau
Kühlungsborn (OZ/LW) Die Montage des Gebäudes in Kühlungsborn, das zum G8-Gipfel
in Heiligendamm Anfang Juni das internationale Pressezentrum beherbergen wird,
hat gestern begonnen. Die zweistöckige, u-förmige Konstruktion aus Glas sowie
Aluminium und Holzbauelementen soll Anfang Mai fertig sein. Die Arbeiten werden
von einer niederländischen Firma ausgeführt. Sie hat bereits 1999 in Köln den
Millenium Dome gebaut.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2643987]
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Berlin erleichtert über friedlichen EU-Gipfel
5000 Polizisten hatten wenig zu tun / Senat: Bund soll mehr für Sicherheit
zahlen
Das wird teuer für das Land Berlin. Mehr als 5000 Polizisten sicherten am
Wochenende den EU-Gipfel - davon kamen 2100 Beamte aus anderen Bundesländern.
Neben Berlin hatten 12 Länder Fahrzeuge und Kräfte abgestellt, die sich nach
dem langen Einsatz erst am Montagvormittag auf den Rückweg in die Heimat
machten. Für solche Einsätze muss Berlin zahlen, auch wenn es eindeutig
"hauptstadtbedingte Sicherheitskosten" sind. Im Berliner Haushalt sind 2007
sechs Millionen Euro einkalkuliert. Ob die Summe in diesem Jahr reicht, wird
sich zeigen.
Die Kosten für solche Einsätze will Berlin, soweit es geht, "verrechnen" mit
eigenen Forderungen. So werden Berliner Beamte im Sommer beim G8-Gipfel in
Heiligendamm eingesetzt oder auch bei Castor-Transporten. Dennoch: unterm
Strich zahlt Berlin bei den hauptstadtbedingten Sonderkosten zu.
Das Land verlangt deshalb zur Kompensation seit längerem einen höheren Betrag
vom Bund. Berlin hat allerdings seine Forderungen gegenüber dem Bund
zurückgeschraubt. Statt der bislang genannten 107 Millionen Euro, die Berlin
nach einer Berechnung aus dem Jahr 2002 gerne haben wollte, um Polizeieinsätze
zu zahlen, sind es jetzt nur noch 100 Millionen. Dies habe eine Neuberechnung
ergeben. "Wir sind realistischer geworden", sagte die Sprecherin von
Innensenator Körting, Nicola Rothermel.
Seit Jahren bekommt Berlin pro Jahr nur 38 Millionen Euro überwiesen, mit denen
aus Sicht des Bundes sämtliche Polizeieinsätze abgegolten sind, die
"hauptstadtbedingt" sind. Der Streit um die Summe schwelt seit Jahren, eine
Einigung gab es nicht. Diese soll nun aber in diesem Jahr erfolgen, sagte die
Sprecherin. Klar sei dem Land Berlin, dass man die geforderten 100 Millionen
nicht bekommen wird. Auch in diesem Punkt sei man "realistischer" geworden. Dem
Vernehmen nach wolle man sich in der Mitte treffen, also bei etwa 60 bis 70
Millionen. Berlin fordert das Geld für die Bewachung der Botschaften und der
vielen Demonstrationen in der Stadt. Mehrfach hatte die Innenverwaltung in den
vergangenen Jahren eingeräumt, dass der Bund "wenig Neigung" habe, die
Forderung zu erfüllen. Schließlich habe die Stadt auch Vorteile, wie höhere
Steuereinnahmen.
Der Sonntag hat Berlin weiteres Geld gekostet. Sowohl der EU-Gipfel als auch die
linke Demo gegen die EU waren eindeutig "hauptstadtbedingt". Am Sonntag hatte
man mit 5000 Beamten die Polizeistärke sehr hoch angesetzt, da man sich vor den
Augen der Weltpresse keine Blöße geben wollte. So wurde die linke Demo am
Nachmittag von einem ebenso martialischen wie überdimensionierten
Polizeiaufgebot begleitet.
Dass die linke Szene derart schwach auf der Brust sei, habe man nicht absehen
können, hieß es in der Polizeiführung. "Wir wollten nichts anbrennen lassen",
sagte ein leitender Beamter. Zudem seien die Organisatoren von 5000 bis 10000
Teilnehmern ausgegangen, dies sei wegen der massiven Mobilisierung in der Szene
auch als realistisch eingeschätzt worden. Wie berichtet, war die Demonstration
von etwa 1500 Personen völlig friedlich verlaufen. Festnahmen hatte es nur
wenige gegeben, einzelne Demonstranten hatten versucht, das Bürgerfest zum
EU-Jubiläum zu stören.
[http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/27.03.2007/3165866.asp]