[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
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So Mär 18 12:26:55 CET 2007
- BKA sieht G-8-Gipfel als wahrscheinlichstes Ziel
- Einladung zu einem II. Koordinationstreffen "Lokale Aktivitäten zum G8-Gipfel
2007 in Deutschland"
- Polizei Brandenburg: Polizei gewährleistete erfolgreichen Ablauf des
G8-Umweltministergipfels
- Massenhafte Blockaden des Weltwirtschaftsgipfels angekündigt
- Kühlungsborn soll offen bleiben
- G 8-Gegner machen auch in Greifswald mobil
- G8-Reisende buchen gern in Rerik
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BKA sieht G-8-Gipfel als wahrscheinlichstes Ziel
Auch das BKA warnt nun vor "Terrorgefahr" zum G8-Gipfel. Vor allem
"Globalisierungsgegner" würden ihre militante Begleitkampagne fortsetzen: "Im
Bereich Terrorismus steht beim BKA der im Ostseebad Heiligendamm geplante
G-8-Staatsgipfel ganz oben auf der Liste potenzieller Anschlagsziele".
Beklagt wird auch die Praxis, "auf fremden PCs sogenannte Trojaner zu
installieren". Allerdings ist damit nicht die eigene Ermittlungswut gemeint. Im
Gegenteil: Das BKA wünscht sich dass es "gelingt, Daten online abzugreifen" um
etwa an Passwörter zu gelangen.
[http://gipfelsoli.org/Repression/1036.html]
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Einladung zu einem II. Koordinationstreffen "Lokale Aktivitäten zum G8-Gipfel
2007 in Deutschland"
Termin: Donnerstag, 23.03.2007 / 18:00 - 21:00 Uhr
Ort: Universität Rostock, Ulmenstraße 69, Raum 018
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!
Auf dem ersten Treffen am 12.01.07 wurde der Wunsch geäußert eine zweite
Veranstaltung durchzuführen, die der weitergehenden Vernetzung der
unterschiedlichen lokalen Aktivitäten im Vorfeld des G8-Gipfels dienen soll.
Der Termin rückt immer näher und unsere Region gerät immer mehr in den Fokus des
medialen und öffentlichen Interesses. Vor Ort haben sich viele Menschen
entschlossen aufgrund des G8-Gipfels das vielschichtige Thema der
Globalisierung zu bearbeiten. Schon jetzt gibt es eine Vielzahl von
Veranstaltungen & Projekten in kultur- und bildungspolitischen Bereichen, die
den ökonomischen und politischen Globalisierungsprozess kritisch beleuchten und
in seinen Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Menschen aufzeigen.
Einzelne Beispiele sind Bildungsveranstaltungen & Jugendprojekte der
Gesellschaft für solidarische Entwicklung, des Eine-Welt-Landesnetzwerkes, von
Ökohaus e.V. oder auch SOBI, die Gründung einer G8-Redaktion bei Radio LOHRO,
die kommende Ausstellung "Die andere Globalisierung" der Volkshochschule, die
Veranstaltungsreihe der Heinrich-Böll-Stiftung, die Organisation einer 3.
Aktionskonferenz in Rostock, die antirassistische Filmwoche in diesen Tagen,
die Vorbereitungen für den Alternativgipfel, die Einrichtung eines
Koordinierungsbüros im Ökohaus u.v.m..
Wir möchten mit dieser Veranstaltung die Bandbreite der Aktivitäten in und um
Rostock aufzeigen. Dabei geht es auch um einen Austausch zu neuen Vorhaben,
Aktivitäten und aktuellen Entwicklungen. Während des Treffens wird der Raum
geschaffen, um sich über konkrete Projekte und auszutauschen, Kooperationen
aufzubauen und Beteiligungsmöglichkeiten für interessierte Menschen
aufzuzeigen.
Zu diesem Treffen möchten wir VertreterInnen von Organisationen bzw. Initiativen
sowie Einzelpersonen herzlich einladen, die sich mit dem G8-Gipfel und dem Thema
Globalisierung auseinandersetzen bzw. Möglichkeiten suchen an einzelnen
Projekten mitzuwirken.
Als Vorschlag zur inhaltlichen Ausgestaltung des Treffens hier ein möglicher
Ablauf:
a) Kurzinput: Stand der Vorbereitungen auf den G8-Gipfel, zusammenfassender
Überblick über laufende und geplante Aktivitäten,
b) moderierter Austausch zu aktuellen Entwicklungen, lokalen Aktivitäten und
Projekten, Darstellung der unterschiedlichen Arbeitsbereiche,
c) offene Debatte,
d) Pause zur Gruppenfindung,
e) Gruppenphase, informeller Austausch der verschiedenen Interessen- /
Arbeitsgruppen zur weiteren Zusammenarbeit und zu Beteiligungsmöglichkeiten,
offenes Ende.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Rückmeldung, ob Sie an dem Termin
teilnehmen können oder nicht bzw. an weiteren Informationen interessiert sind.
Bitte leiten Sie die Einladung auch an andere Interessierte weiter.
Soziale Bildung e.V. (SoBi) ist ein staatlich anerkannter Bildungsträger mit
Sitz in Rostock, der verschiedenste Projekte im Bereich der politischen Bildung
realisiert. SoBi verfolgt einen emanzipativen Bildungsansatz, der vor allem
darauf abzielt, Selbstverantwortung und eigene Initiative nachhaltig zu fördern
und zu unterstützen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem politischen Bildungsreferat des
ASTA der Universität Rostock statt.
Mit freundlichen und kooperativen Grüßen
Soziale Bildung e.V.
Ansprechpartner: Christoph Schützler, Dr. Ulf Gausmann und Stefan Nadolny
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Polizei Brandenburg: Polizei gewährleistete erfolgreichen Ablauf des
G8-Umweltministergipfels
Demonstration des Anti-G8-Bündnisses Potsdam verlief störungsfrei
Das Treffen der Umweltminister im Rahmen der deutschen G8 - Präsidentschaft in
Potsdam vom 15. - 17.März 2007 verlief aus polizeilicher Sicht erfolgreich. Das
Konzept des für den Einsatz verantwortlich zeichnenden PP Potsdam, unter der
Führung des Leitenden Polizeidirektors Hans-Jürgen Mörke, die Einschränkungen
und Behinderungen der Bevölkerung bei der optimalen Gewährleistung der
Sicherheit der Konferenzteilnehmer so gering wie möglich zu halten, ging auf.
Es kam im Stadtgebiet Potsdam und rund um die Veranstaltungsorte lediglich
kurzfristig zu kleineren Verkehrsbehinderungen.
Der am Samstag, den 17. März 2007, vom Anti-G8-Bündnis Potsdam angemeldete und
bestätigte Aufzug unter dem Motto "Wir wollen den G8 - Umweltministern unsere
Unterstützung und Solidarität bei ihrem Vorhaben überbringen, die Welt
endgültig zu zerstören!" verlief störungsfrei. Es kam zu keinerlei
nennenswerten Vorkommnissen.
Die Teilnehmer des Aufzuges versammelten sich gegen 14.00 Uhr am Platz der
Einheit. Von dort aus bewegte sich der Aufzug über Yorck-, und Dortusstraße zum
Bassinplatz. Danach gingen die Demonstranten u.a. über die Gutenbergstraße,
Friedrich-Ebert-Straße, zum Nauener Tor, wo eine Zwischenkundgebung stattfand.
Im Anschluss daran zog der Aufzug u.a. über die Alleestraße und Am neuen
Gartenweg zur Meierei. Dort fand gegen 15.45 Uhr die Abschlusskundgebung statt.
Gegen 16:00 Uhr erklärte der Versammlungsleiter den Aufzug für beendet.
Zur Absicherung des Aufzuges und zu Verkehrslenkungsmaßnahmen waren eine
Vielzahl von Brandenburger Polizeibeamten eingesetzt, welche durch
Einsatzkräfte aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und
Sachsen unterstützt wurden.
Während am Samstag, den 17. März, 730 Einsatzkräfte für die Sicherheit des
Umweltministergipfels und des Demonstrationszuges sorgten, sowie die damit
verbundenen Verkehrssicherungs- und -lenkungsmaßnahmen durchführten, kamen am
15. März 375 und am 16. März 460 Polizeibeamte zum Einsatz.
[http://www.internetwache.brandenburg.de/sixcms/detail.php?id=341588&_cookie=set]
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Massenhafte Blockaden des Weltwirtschaftsgipfels angekündigt
Rostock (epd). Ein bundesweites Bündnis vorwiegend linker Gruppen will den
G8-Gipfel Anfang Juni im Ostseebad Heiligendamm durch "massenhafte Blockaden"
stören. Ziel sei, mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den Tross von
Übersetzern, Diplomaten und Versorgungsfahrzeugen nachhaltig aufzuhalten,
kündigte die "Kampagne Block G8? am Freitag in Rostock an. Zu den
Blockadeaktionen, mit denen das "Nein" gegenüber der Politik der sieben
führenden Wirtschaftsnationen und Russlands ausgedrückt werden soll, würden
tausende Globalisierungskritiker erwartet.
Am kommenden Freitag (23. März) werde die Kampagne in Rostock der Öffentlichkeit
vorgestellt, hieß es weiter. Dabei werde unter anderem begründet, warum die
Gegner des Weltwirtschaftsgipfels die Protestform der Blockaden wählen und wie
sie sich angesichts der zu erwartenden massiven Polizeipräsenz verhalten
wollen. Die "Kampagne Block G8? wird eigenen Angaben zufolge auch vom
Bundesvorstand der "Grünen Jugend" sowie von Gruppen aus Gewerkschaften,
Umweltverbänden und dem kirchlichen Spektrum unterstützt. (17.3.2007)
[http://www.kirche-mv.de/Blockaden.10181.0.html]
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Kühlungsborn soll offen bleiben
Kühlungsborn Nach aktuellem Stand werde das Ostseebad Kühlungsborn während des
G8-Gipfels eine "offene Stadt" bleiben, informierte Bürgermeister Rainer Karl.
Allerdings könne sich die Situation auch schlagartig ändern, falls die Lage
dies erfordere. Die Anwesenheit von ein paar Tausend Pressevertretern aus aller
Welt, sei eine einmalige Gelegenheit, Kühlungsborn als gastfreundlichsten
Erholungsort an der Ostsee zu präsentieren, argumentierte Karl.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2633826]
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G 8-Gegner machen auch in Greifswald mobil
Greifswald Nicht nur die acht wichtigsten Regierungschefs der Welt werden sich
im Juni in Heiligendamm bei Rostock zum G 8-Gipfel treffen. Auch Gegner aus
aller Welt werden erwartet. An den Vorbereitungen ist in Greifswald eine Gruppe
beteiligt, die sich besonders im Vorfeld um Aufklärung bemüht.
"Wir wollen Verständnis wecken, warum wir dagegen sind", erklärt Norbert, der
seinen Namen lieber nicht nennen will. Zusammen mit etwa 20 meist jungen Leuten
unserer Hansestadt möchte der 25-Jährige die Chance nutzen, anlässlich des
G8-Treffens auf vielfältige Probleme aufmerksam zu machen. "Die Staaten der G8
sind daran beteiligt, dass die Ungerechtigkeit auf der Welt immer größer wird",
bringt Norbert seine Kritik auf den Punkt. G8 stünde für die zunehmende
Ökonomisierung des alltäglichen Lebens. Dem stellen die Gegner ein Leben
entgegen, in dem es nicht nur um Geld geht. Dies soll bereits in Heiligendamm
ganz konkret in den drei geplanten Camps gelebt werden. Möglichst viel werde
selbst und gemeinsam getan, schildert Norbert, der selbst schon auf zwei
anderen G8-Gipfeln war. Erfahrungsgemäß herrsche in den internationalen
Aktioncamps eine unglaublich offene Atmosphäre.
Auch wenn der eigentliche Gipfel vom 6. bis zum 8. Juni geht, beginnen die
gegnerischen Aktionen schon am 1. Juni. Viele Demonstrationen und
Veranstaltungen sind geplant. Im Mittelpunkt stehen die Themenschwerpunkte
Landwirtschaft, Migration und Krieg. "Die G8-Staaten reden immer davon, dass
sie etwas gegen die Probleme der Welt machen, aber stattdessen werden die
Probleme immer größer statt kleiner", so Norbert.
Bis zum Juni sind noch verschiedene Informationsveranstaltungen geplant. Wer
sich ebenfalls engagieren möchte oder mehr über die Anti-G8-Veranstaltungen
erfahren möchte, kann sich unter folgender Mail mit der Greifswalder Gruppe in
Verbindung setzen: g8_plenum_hgw at web.de
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2633313]
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G8-Reisende buchen gern in Rerik
Rerik Geht es um Vorbuchungen von G8-Dienstreisenden - Delegationsmitgliedern,
Journalisten, Sicherheitskräften - ist Kühlungsborn mit seiner großen
Hotel-Landschaft in aller Munde. Bekommt auch das benachbarte, kleinere
Ostseebad Rerik etwas vom Gipfel-Kuchen ab?, wollte OZ wissen.
"Die größeren Ferienwohnanlagen, Pensionen und Hotels auf jeden Fall. Dort
laufen die Vorbuchungen in Größenordnungen schon seit vergangenem Herbst auf.
Der Gipfel findet vom 6. bis 8. Juni in Heiligendamm statt. Die Dienstreisenden
buchen meistens vom 1. bis 10. Juni. Ferienwohnungen bei Privatvermietern sind
noch zu haben. Inwieweit die Buchungen dort etwas mit dem Gipfel zu tun haben,
ist schwer zu beurteilen", sagt Renate Rüberg von der Zimmervermittlung der
Reriker Kurverwaltung. Die Zimmervermittlung vermarktet auch die
Ferienwohnanlage Kurhaus-Residenz, hat ihren Sitz in dem Haus. "In der Residenz
hat das ZDF alle 17 Wohnungen, die über zwei Schlafzimmer verfügen, lange
vorgebucht. Die Fernsehleute legen offenbar nach einem stressigen und langen
Arbeitstag Wert darauf, wenigstens zur Nachtruhe mal Privatsphäre zu haben",
weiß Renate Rüberg.
Ausgebucht durch ZDF-Leute sind für die Zeit vom 1. bis 10. Juni die Pension
"Kiek in" und das Hotel "Zur Linde". Die kleine Pension hat 20 Zimmer, das
Hotel verfügt über 12 Appartements mit insgesamt 140 Betten. Voll belegt durch
Fernsehleute vom NDR meldet auch das Hotel "Haffidyll", das über 66 Betten
verfügt. "Haffidyll" und "Linde" haben Restaurants mit guter Küche. "Das
abendliche A-la-carte-Geschäft wird in diesen Tagen einen kräftigen Schub
bekommen", hofft Christine Rietdorf von der "Linde", auch Steffi Venske vom
"Haffidyll" sieht das so.
In den 22 Doppelzimmern des Hotels "Alt Gaarzer Eck" von Petra Markert hat sich
eine Sondereinsatzgruppe der Polizei einquartiert. Die Polizisten haben
Halbpension gebucht und wollen einen ganz besonderen Service: einen
Verpflegungsbeutel, um gut durch den Tag zu kommen. "Anfang Juni klafft
normalerweise ein Loch. Mitunter sind wir nur um 50 Prozent ausgelastet. Da
sind die G8-Buchungen natürlich hoch willkommen", sagt Steffi Venske. Wie in
den anderen Häusern. In der Ferienwohnanlage und Pension Schwabe sind
allerdings keine G8-Besonderheiten erkennbar. "Mit etwa 50 Prozent sind wir,
wie immer, in dieser Frühsommerzeit gut gebucht. Ob Gipfel-Touristen dabei
sind, weiß ich nicht", sagt Mario Schwabe. Unberührt vom Ansturm auf Quartiere
zur Gipfel-Zeit sind bisher die beiden Campingparks - der große (fünf Sterne)
an der Meschendorfer Steilküste und der kleine, preisgünstige an der Straße am
Zeltplatz. Camp-Wünsche von Gipfel-Gegnern liegen bisher nicht vor, weder für
das Reriker Stadtgebiet noch für die benachbarte Gemeinde Bastorf. Auch nicht
auf dem Flugplatz Zweedorf.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2633189]