[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Sa Mär 10 00:26:03 CET 2007
- Fläche in Lambrechtshagen soll für die Demonstranten zur Verfügung gestellt
werden
- Drei Campplätze für G8-Gegner gebilligt
- Berlin: EU-Gipfel 25.März | Protest wächst
- Polizei fürchtet dennoch wieder Krawalle in Kreuzberg bei linken Aktionen
- Rostocker Schulgebäude wird Hauptquartier der Gipfelgegner
- Bau des Pressezentrums hat begonnen
- Hitler bald nicht mehr Ehrenbürger Bad Doberans
- Gipfelgegner verübten Brandanschlag in Berlin
- Schall-Kanone gegen Gipfel-Gegner!
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Fläche in Lambrechtshagen soll für die Demonstranten zur Verfügung gestellt
werden
Drittes Camp für G8-Gipfelkritiker in Aussicht
Für Teilnehmer der Protestaktionen rund um den G8-Gipfel in Heiligendamm ist ein
drittes Camp im Gespräch. Nach Unterkunftsmöglichkeiten in Bützow und in
Reddelich soll jetzt auch eine etwa zehn Hektar große Fläche in Lambrechtshagen
für die Demonstranten zur Verfügung gestellt werden.
Rostock (ddp-nrd). Für Teilnehmer der Protestaktionen rund um den G8-Gipfel in
Heiligendamm ist ein drittes Camp im Gespräch. Nach Unterkunftsmöglichkeiten in
Bützow und in Reddelich soll jetzt auch eine etwa zehn Hektar große Fläche in
Lambrechtshagen für die Demonstranten zur Verfügung gestellt werden. Das
private Areal sei von der Polizei, dem Landkreis Bad Doberan und dem
zuständigen Amt Warnow West als Camp-Platz gebilligt worden, teilte die Polizei
am Freitag mit. Eine Entscheidung ist den Angaben zufolge aber noch nicht
gefallen.
Die G8 Camp AG der Gipfelkritiker hatte dem Polizeistab eine Liste mit 35
möglichen Standorten zur Einrichtung von Camps in einem größeren Raum um
Heiligendamm vorgelegt. Acht dieser Areale sind nach Polizeiangaben "aus
sicherheitsrelevanten Gründen unproblematisch". Entschieden ist aber erst über
die Einrichtung von zwei Camps.
[http://www.live-pr.com/drittes-camp-f-r-g8-gipfelkritiker-in-r6681.htm]
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Drei Campplätze für G8-Gegner gebilligt
Nach Unterkunftsmöglichkeiten in Bützkow und Reddelich soll den Gegnern des
G8-Gipfels noch eine weitere Camp-Möglichkeit auf einer Fläche in
Lambrechtshagen zur Verfügung gestellt werden. Die Polizei, der Landkreis Bad
Doberan und das zuständige Amt Warnow-West haben das private Areal als
Camp-Platz gebilligt, teilte die Polizei am Freitag mit. Eine endgültige
Entscheidung über den Standort ist den Angaben zufolge aber noch nicht
gefallen.
Das Camp in Reddelich soll etwa 3.000 Menschen Platz bieten, das in Bützkow soll
15.000 beherbergen können. Gipfelkritiker hatten dem Polizeistab eine Liste mit
35 möglichen Standorten zur Einrichtung von Camps vorgelegt. Der Chef der
G8-Polizeitruppe Kavala, Knut Abramowski, hatte die Region um Lambrechtshagen
zunächst noch als problematisch für die Ausweisung eines Camps erachtet. Zum
G8-Gipfel vom 6. bis zum 8. Juni in Heiligendamm werden rund 100.000
Gipfelkritiker erwartet.
Details sind noch zu klären
Die Organisation Camp 07 bezeichnete es als "Schritt in die richtige Richtung",
dass die Polizei die ersten Standorte für Camps befürwortet hat. Es müssten
aber noch weitere Details geklärt werden, betonte Dieter Rahmann von Camp 07 am
Freitag. So könne es sein, dass wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse auf der
sechs Hektar großen Fläche in Reddelich das geplante Lager am Ende wie ein
Flickenteppich aussehe. Auch in Rostock gibt es noch Probleme mit der
Unterbringung von Demonstranten. Zu einer Großkundgebung werden dort am 2. Juni
ebenfalls rund 100.000 Protestler erwartet. Als Veranstaltungsort kann eine
nicht mehr benötigte Regionalschule im Rostocker Stadtteil Evershagen als
Veranstaltungsort der Gipfelgegner dienen, erläuterte Stadtsprecher Ulrich
Kunze am Freitag. Das Gebäude habe knapp 50 Räume, die Vermietung sei an keine
Bedingung geknüpft und kostenlos. Die Mietdauer sei bis Mitte Juni festgelegt
worden. Weitere Schulen für Besucher in der Stadt zu öffnen, hat
Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) bislang abgelehnt.
Einsatzkräfte ziehen in Fachhochschule ein
Auch die Stadt Güstrow bereitet sich auf den Gipfel vor. Dort werden während der
Veranstaltung zahlreiche Polizisten und Einsatzkräfte stationiert sein. Nach
Informationen von NDR 1 Radio MV sollen weit mehr als 1.000 Beamte aus dem
ganzen Bundesgebiet in der Fachhochschule der öffentlichen Verwaltung und
Rechtspflege einquartiert werden. Von den Studenten, die bislang in den
betreffenden Gebäuden untergebracht sind, müssen einige ihre Zimmer räumen und
zusammenziehen. Die ersten Hundertschaften sollen schon im April einziehen. Für
das Land Mecklenburg-Vorpommern ist diese Unterbringungsmöglichkeit sehr
kostengünstig, weil die betreffenden Gebäude dem Land gehören.
Stand: 09.03.2007 18:01
[http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID3771448,00.html]
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Berlin: EU-Gipfel 25.März | Protest wächst
Am 24. und 25.März findet in Berlin ein informeller EU-Gipfel statt um das 50
Jährige bestehen der "Römischen Verträge" und der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zu feiern. Neben dem offizellen Gipfel findet ein
von der EU organisiertes Volksfest am Brandenburger Tor statt, auf dem sich das
neoliberale und rassistische Projekt Europa als weltoffene und tolerante
Angelegenheit präsentiert. Dort wird unter anderem die deutschnationale
Pop-Band "Mia" spielen und andere "populäre" Musiker. Gegen das Abfeiern eines
kapitalistischen, rassistischen und militaristischen Europas hat sich ein
Protestbündniss gegründet ( http://de.indymedia.org/2007/02/168991.shtml), das
zu vielfältigen Aktionen gegen die EU-Feiern aufruft, unter anderem zu einer
Grossdemonstration am Sonntag den 25.März um 14 Uhr am Berliner Alexanderplatz.
Antikapitalistische und Antirassistische Gruppen rufen zu einem eigenem Block
auf der Demo unter dem Motto "Fight Fortress Europe! Es gibt keinen Grund zu
feiern! Mehr als 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus und Ausbeutung sind genug
!" auf, um auf die Verbindung von kolonialer Vergangenheit und rassistischem
kaptialistischen Status Quo aufmerksam zu machen.
Neben der Demo wird es auch einen Vielzahl von Veranstaltung geben zum Beispiel
am 23.März im Schöneberger "Cafe Rojo" ( http://www.caferojo.de.vu/) und auch
ein grosser eher reformistisch orientierter Kongress aus dem ATTAC-Spektrum von
23-25.März ( http://www.berlin2007.org/german/index.html)
Während Medien und Polizei im Vorfeld der Aktionen Angst vor gewaltätigen
Ausschreitungen schüren ( http://de.indymedia.org/2007/02/169261.shtml) wächst
das Protestbündniss in den letzten Tagen weiter an. Neben der
Linkspartei-Jugendorganisation [`solid], Labournet, der Vereinten Linken
Lausitz, Anti-Atom-Initativen, der WASG-Berlin und der Anti-G8-AG des Berliner
Sozialforums rufen jetzt auch linksradikale und antirassistische Gruppen auf
und mobilisieren zu einem eigenständigen antikapitalistischen und
antikolonialen Block. Unter dem Motto "Fight Fortress Europe - Es gibt keinen
Grund zu feiern - Über 500 Jahre Sklaverei, Kolonialismus und Ausbeutung sind
genug!" wollen Flüchtlingsinitativen und linksradikale Gruppen zusammen die
Verbindung zwischen rassistischer Flüchtlingspolitik, Kolonialismus und
Kapitalismus thematisieren und zum Widerstand gegen die "Festung Europa"
aufrufen. Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm wird ein
weiteres Thema sein.
Zur Dokumentation hier der Kurz-Aufruf des antikaptialistischen und
antikolonialen Block:
Am 24. und 25. März findet in Berlin ein EU-Gipfel anlässlich des 50jährigen
Bestehens der "Römischen Verträge" statt. Die EU steht für kapitalistische
Ausbeutung, Abbau erkämpfter Rechte, Abschottung, Repression und militärische
Aufrüstung. Präsentiert und gefeiert wird dieses Projekt perfider Weise als
"Errungenschaft des Humanismus, der Aufklärung und der Zivilisation". Dabei
wird verschwiegen, dass es auf einer mehr als 500jährigen kolonialen Tradition
von Enteignung, Ausplünderung, Versklavung und Unterdrückung basiert. So trafen
sich auch 1884 die Vertreter der europäischen Großmächte in Berlin, um im Rahmen
der so genannten "Afrika-Konferenz" den Kontinent unter sich aufzuteilen. Bis
heute profitiert Europa von seiner kolonialen Vergangenheit und plündert
weiter, während den Betroffenen der Zugang zur "Festung Europa" mit Gewalt
verwehrt wird. Wir setzen dem die Vision einer Welt entgegen, in der die
Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Logik von Wert und
Profit.
+++Alles für Alle!+++Freedom of Movement is Everbodys Right!+++smash
capitalism!+++
Aufrufe, Materialen und Infos gibts auf der offizellen Seite des Berliner
Bündnisses gegen den EU-Gipfel: www.anti-eu.info
[http://de.indymedia.org/2007/03/170375.shtml]
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"Taktische Gründe": Neonazis verzichten auf Demo am 1. Mai Polizei fürchtet
dennoch wieder Krawalle in Kreuzberg bei linken Aktionen
Autonome melden zusätzliche Aufzüge an. Morgen Proteste in Mitte
Die Karten für den 1. Mai werden neu gemischt: Berlins Neonazis haben nach
Informationen des Tagesspiegels ihre Demonstration in der Stadt abgesagt. Ohne
Begründung wurde der geplante Marsch vom Alexanderplatz zum Bahnhof Lichtenberg
jetzt bei der Versammlungsbehörde der Polizei storniert. Die befürchteten
Auseinandersetzungen am Rande des Aufzuges bleiben damit aus, in der Polizei
wächst aber dennoch die Sorge vor Krawallen am 1. Mai. Die Behörden erwarten,
dass die linke Szene zum 20. Jahrestag der häufig gewalttätigen Kreuzberger
Mai-Demonstrationen besonders mobilisieren wird.
Wie berichtet, hatte die rechte Szenegröße Sebastian Schmidtke den jetzt
abgesagten Marsch von NPD und Kameradschaften angemeldet. Linke Gruppen hatten
gegen den Zug mobilisiert. Zuletzt gab es 2004 eine NPD-Demo in Berlin, damals
brannten Autos, flogen Steine. Berlins NPD-Landesvorsitzender Eckart Bräuniger
sagte, der Demo-Verzicht sei "taktisch begründet". Er kündigte jedoch an,
"Berlin mit einer Aktion zu überraschen", was geplant sei, sagte er nicht.
Die gewaltbereite Linke mobilisiert unterdessen offen. Wie berichtet, will die
Szene in diesem Jahr das 20. Jubiläum der Kreuzberger Krawalle "feiern", 1987
hatte es erstmals gekracht. Zudem steht der Weltwirtschafts-Gipfel in
Heiligendamm bevor, gegen den schon agitiert wird. Überraschend wurde jetzt
eine zweite Mai-Demo angemeldet. Diese soll am Vorabend des 1. Mai von
Kreuzberg 36 zum Boxhagener Platz in Friedrichshain ziehen. Ob sie genehmigt
wird, ist unklar. Auf dem Boxhagener Platz soll in der Nacht zum 1. Mai wieder
ein Walpurgisfest der Autonomen stattfinden. Dort gab es bisher regelmäßig
Krawalle.
Fest steht hingegen, dass der zweite Autonomenaufmarsch, der für den Abend des
1. Mai angemeldet wurde, nicht über die gewünschte Route ziehen wird. Denn
diese Demo "Gegen Sozialabbau und G8-Politik" führt durch das vom Bezirk
veranstaltete "Myfest" an der Oranienstraße. Auch in den Vorjahren hatte die
Polizei diese "18-Uhr"-Demo verboten. Der Umzug wurde als Provokation gegen das
in der Gewaltszene verhasste Straßenfest gewertet. Es war 2003 erfunden worden,
um die Krawalle einzudämmen - was immer besser funktionierte.
Bezirksbürgermeister Franz Schulz sagte, in diesem Jahr sei das Fest noch
größer. Innensenator Ehrhart Körting sieht dem 1. Mai "mit etwas Optimismus"
entgegen. Zumindest sind neben den beiden krawallverdächtigen Demos auch zwei
friedliche angemeldet.
Unklar bleibt, was die linke Szene morgen veranstalten will. Mobilisiert wird
für den Abend zum Hackeschen Markt, um gegen die Räumung des Kopenhagener
Jugendzentrums Ungdomhuset zu protestieren. Unterdessen haben Linksautonome in
der Nacht zu Donnerstag einen Brandanschlag auf Firmenräume der Dussmann-Gruppe
in der Pankower Galenusstraße verübt. Es entstand geringer Sachschaden, Menschen
wurden nicht verletzt. Bei dpa ging ein Bekennerschreiben "autonomer Gruppen"
ein, das den Anschlag mit den von Dussmann gezahlten "Hungerlöhnen" begründet.
[http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/09.03.2007/3129385.asp]
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Rostocker Schulgebäude wird Hauptquartier der Gipfelgegner
Rostock (OZ/M. S.) Teilerfolg für die Gipfelgegner: Die Ehm Welk-Schule in
Rostock-Evershagen steht ihnen als Bürohaus zur Verfügung. Gestern wurde der
Vertrag zwischen dem Globalisierungsnetzwerk Attac und der Stadt
unterschrieben, sagte Adolf Riekenberg von Attac Deutschland.
"In dem Gebäude können wir kulturelle Veranstaltungen, Demonstrationen und den
Alternativgipfel planen", so Riekenberg. Auch Monty Schädel vom Rostocker
Bündnis begrüßte das Zustandekommen des Vertrages. Derzeit wird das Gebäude von
der Feuerwehr mit stündlichen Streifenfahrten bewacht und gesichert.
Unzufriedenheit besteht aufseiten der Gipfelgegner allerdings nach wie vor
darüber, dass immer noch keine geeignete Campfläche für die anreisenden
G8-Kritiker gefunden ist. Von 35 vorgeschlagenen Standorten seien nur fünf oder
sechs von der Polizei als unproblematisch eingestuft worden, so Monty Schädel.
Bisher zugewiesene Flächen in Rostock-Toitenwinkel und Dierkow seien zu klein.
Hoffnung besteht nun offenbar auf ein 16 Hektar großes Gebiet im Gewerbegebiet
von Reddelich bei Bad Doberan. "Das wird noch geprüft", so Axel Falkenberg,
Sprecher der Polizeieinsatzgruppe für den G8-Gipfel.
Aufgrund des Hickhacks um einen Campplatz sinke bei vielen Gegnern die
Bereitschaft, sich überhaupt noch einen Platz zuweisen zu lassen, sorgt sich
Schädel. Benötigt werde Platz für 15 000 bis 20 000 Menschen, so Riekenberg.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2625680]
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Bau des Pressezentrums hat begonnen
Offizielle Informationen über den Bau des G8-Pressezentrums gibt es nicht.
Vorgesehen ist ein zweigeschossiges Gebäude in U-Form, erfuhr OZ.
Kühlungsborn Seit ein paar Tagen ist auf der großen Freifläche zwischen Morada
Resort und der nördlichen Rudolf-Breitscheid-Straße rege Bautätigkeit zu
beobachten. Das Areal des einstigen großen Parkplatzes wird hergerichtet:
Moddriger Mutterboden wird abgefahren, Schotter herbeitransportiert, breit
geschoben und planiert.
Auf der Fläche, die dem Morada Resort gehört, laufen die vorbereitenden Arbeiten
für den Bau des internationalen Pressezentrums für den G8-Gipfel, der vom 6. bis
8. Juni im benachbarten Heiligendamm stattfinden wird. In Kühlungsborn wird die
Weltpresse ihr Quartier aufschlagen.
Auftraggeber für den Bau des Pressezentrums ist das Bundespresseamt. Eine
Anfrage von OZ im Berliner Bundesamt, wie denn das extra für den Gipfel zu
bauende Gebäude aussehen wird, was es kostet, wie groß es ist u. s.w. brachte
kein Ergebnis. "Darüber wird Regierungssprecher Ulrich Wilhelm während einer
Presse-Konferenz Mitte April persönlich informieren. Vorab geben wir keine
Informationen", hieß es gestern aus dem Bundespresseamt.
Schade eigentlich. Aber Mosaiksteinchen, zusammengetragen aus anderen Quellen,
ergeben auch ein Bild: Es entsteht auf einer Grundfläche von 80 x 50 Metern ein
zweigeschossiges Gebäude, dessen Bauweise von Stahl, Aluminium und Glas geprägt
sein wird. Das Pressezentrum wird die Form eines U mit einem schön gestalteten
Innenhof haben. Das U öffnet sich zur Strandpromenade und zur Ostsee hin.
Fachleute sprechen von einem "innovativen Flächentragbauwerk".
Hinter dem Pressezentrum wird an den Molli-Schienen mit einem Aufwand von rund
60 000 Euro für die G8-Tage extra eine zeitweilige Molli-Haltestelle gebaut.
Denn das alte Dampfross wird in der G8-Zeit als Shuttle für Journalisten
zwischen Pressezentrum und Heiligendamm im Einsatz sein. Die verbleibende
Außenanlage rund um das Pressezentrum soll ansprechend gestaltet werden, von
Rollrasen ist die Rede.
Nach dem Gipfel wird das "temporäre Bauwerk", so die Sprache der
Gipfel-Technokraten, zurückgebaut. Unmittelbar danach beginnt das Morada Resort
dort mit dem Bau eines weiteren Hotel-Komplexes mit 200 Betten und einer
Schwimmhalle.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2625579]
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Hitler bald nicht mehr Ehrenbürger Bad Doberans
Gipfelsoli Infogruppe: Rechter Globalisierungskritik Absage erteilen
Pressemitteilung Gipfelsoli Infogruppe
9. März 2007
Formal ist Adolf Hitler immer noch Ehrenbürger der Stadt Bad Doberan. Hitler
wurde bereits 1932 von den Stadtoberen in diesen Status erhoben. Noch vor der
Machtübernahme der NSDAP war Bad Doberan die erste Gemeinde Deutschlands, die
ihm diesen Status verlieh.
Bad Doberan ist die Stadt zu deren Verwaltungsbezirk Heiligendamm gehört, der
Austragungsort des diesjährigen G8-Gipfels. Verbunden werden die beiden Orte
durch die Lindenallee, welche Hitler als "die schönste Deutschlands" lobte. Die
in die Lindenallee mündende Dammchaussee wurde fortan zur "Adolf-Hitler-Straße".
Die Nazi-Ehrenbürgerschaft hat bereits international Aufsehen erregt. Auf
Veranstaltungen der Infotour-AG des dissent!-Spektrums von Island bis Israel,
von Russland bis Portugal hatten die anwesenden G8-Kritiker nur Kopfschütteln
übrig. Zur Zeit ist die "Infotour" in 40 Städten der USA sowie in der Türkei,
Schweiz, Spanien, Griechenland und Mexico unterwegs.
Erst auf Initiative der Linkspartei Bad Doberans wird dieser Beschluß nun
aufgehoben. Gipfelgegnern geht dieser Schritt aber nicht weit genug.
"Die Stadt Bad Doberan sollte der internationalen Protestbewegung erklären, dass
sie linkem und emanzipatorischen Protest gegen den Kapitalismus positiv
gegenüber steht, rechter Globalisierungskritik aber eine harsche Absage
erteilt" schlägt Geert Achterhuis vom niederländischen dissent!-Netzwerk vor.
Die NPD in Mecklenburg-Vorpommern nutzt den G8 für völkische, nationale und
menschenverachtende Propaganda. Gekleidet wird das in antikapitalistische
Rhetorik, die mehr Privilegien für Deutsche fordert - auf Kosten von
Flüchtlingen und anderen unterprivilegierten Gruppen.
Die NPD hat für den 2. Juni - parallel zur linken Großdemonstration in Rostock -
eine Demonstration gegen den G8 angemeldet. Eine breite Mobilisierung dagegen
ist im linken Spektrum bereits angelaufen.
Zuletzt hatte die NPD am 25. Februar in Bad Doberan eine "Bürgerversammlung" von
"Kavala" besucht, dem Sonderstab der Polizei zur Vorbereitung auf den
Gipfelprotest. "Kavala" tourt seit 2 Monaten rund um Heiligendamm um über
verstopfte Straßen und Badeverbote zu informieren. "Dabei wird keine
Gelegenheit ausgelassen, linken Kapitalismus-Protest oder Blockaden als
"gewaltbereit" zu denunzieren und vor "Vandalismus" zu warnen", erklärt Adam
Jones von der Gipfelsoli Infogruppe. Der NPD-Fraktionsvorsitzende Pastörs und
25 weitere Nazis verteilten Flugblätter und blieben bis zum Schluß. "Die
Publicity-Truppe Knut Abramowskis hat das nicht weiter gestört. Die
Bürgerversammlung Bad Doberans offensichtlich auch nicht", wundert sich Jones.
[Gipfelsoli Infogruppe]
Quellen:
* Die Tageszeitung Junge Welt zur NPD in Bad Doberan:
http://www.jungewelt.de/2007/03-07/007.php
* Zur Kritik rechter Globalisierungskritik z.B.:
http://projekte.free.de/lotta/inhalt/nr26.htm
* Tourdaten der Infotour: http://wiki.dissentnetwork.org/wiki/Infotour
* "Kavala" lobt "Bürgerversammlungen":
http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3498&Itemid=265
* Hitler wird Ehrenbürger Doberans: http://www.sjd-falken.de/h/hi30dbr.htm
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Gipfelgegner verübten Brandanschlag in Berlin
Berlin (dpa/OZ) Linksextremistische Globalisierungsgegner haben einen
Brandanschlag auf ein Gebäude der Unternehmensgruppe Dussmann in Berlin-Pankow
verübt. Sie legten an der Fassade des Gebäudes in der Galenusstraße Feuer. Die
Flammen erloschen aber von selbst und verursachten nur geringen Sachschaden,
hieß es gestern.
In einem bei der OSTSEE-ZEITUNG eingegangenen Bekennerschreiben wird der
Unternehmensgruppe unter anderem Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen
vorgeworfen. "Wir sehen unsere Aktion als Teil der Mobilisierung gegen den G8
im Juni in Heiligendamm. Wir werden dem mörderischen Treiben dieser Damen und
Herren nicht mehr tatenlos zusehen. Der Tanz dagegen hat gerade erst begonnen",
heißt es in dem Schreiben, das mit Autonome Gruppen unterzeichnet ist.
Nach Angaben des Berliner Verfassungsschutzes bereiten sich linksextremistische
Gruppen seit 2005 auf Störungen des Gipfels vor, unter ihnen auch gewaltbereite
Berliner. In Berlin, Brandenburg und Norddeutschland wurden mehrere Anschläge
verübt.
[http://www.ostsee-zeitung.de/archiv.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2625538]
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Schall-Kanone gegen Gipfel-Gegner!
Polizei schützt G8-Tagung in Heiligendamm mit modernster Technik
Heiligendamm - Wer stört, kriegt was auf die Ohren!
Für den im Juni geplanten G8-Gipfel in Heiligendamm ist die Polizei bestens
gewappnet. BILD erfuhr: Um Anschläge militanter Gipfel-Gegner zu verhindern
oder um Randalierer zurückzudrängen, wird jede Menge Hightech aufgeboten: Der
LRADS-Master Blaster. Diese Schall-Kanone sendet hochfrequente, schrille
Signale aus. Schalldruck: 150 dB.
Das führt zu starkem Schmerzreiz. Verjagt jeden Chaoten! Das Gerät (bringen die
Briten mit) wurde schon im Irak eingesetzt. Es kann auch zur Abwehr von
Gleitschirmen und Leichtfliegern dienen.
Sperrnetz gegen Boote. Das großmaschige Perlonnetz schützt seeseitig den inneren
Sicherheitskreis. Es hängt am Seil zwischen Bojen. Fährt ein Schiff drüber,
wickelt sich das Netz um die Schraube; stoppt es so.
Sonar-Bojen. Sie orten U-Boote in bis zu 20 km Entfernung, liefern genaue Daten
an den Befehlsstand.
Der WaWe 9000. Modernster Wasserwerfer. Ist 109 km/h schnell, hat zwei
vollautomatische Werferkanonen, die je 2200 Liter Wasser pro Minute weg
ballern. Sogar Reizgas kann beigemischt werden.
Der SW 4. Räumpanzer mit Supertechnik. 11 Tonnen schwer, 96 kmh schnell.
Ausrüstbar mit Räumschilden, Gittern oder Räumschaufeln, alles hydraulisch
verstellbar. Stoppt eisenhart jeden Chaoten-Angriff.
Die Soko der Gipfel-Polizei "Kavala" wollte sich zum Waffenarsenal
nicht äußern. Sprecher Axel Falkenberg (42): "In der Öffentlichkeit nennen wir
grundsätzlich keine Einzelheiten zu polizeitaktischen Aspekten". "
[Bild Zeitung vom 02.03.2007]