[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe
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Mo Feb 26 12:53:13 CET 2007
- Demonstrationsgeschehen
- Aufruf zum internationalen G8 Alternativkongress
- Anti-G8-Weekend für Jugendliche
- I hate G8!
- BUKO30: macht # netze
- DER G8 IST NICHT NUR IN HEILIGENDAMM
- G 8-Gipfel ist Thema beim Treffen DGB-Norddeutsche Bischöfe am 27. Februar in
Hamburg
- G8-Gipfel - Deutsche Polizeibehörden registrierten bisher 72 Straftaten
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Demonstrationsgeschehen
Durch verschiedene Organisationen wurden bisher nachfolgend aufgeführte
Veranstaltungen angemeldet. Diese Aufzählung stellt nur eine Auswahl dar und
ist nicht abschließend. Hierfür sind durch die Polizei die Auflagen noch nicht
in allen Fällen erteilt worden.
Flughafen Laage
05.06.2007 Aktionstag Airport
mögliche Beeinträchtigungen: Verkehrsbeeinträchtigungen, Einschränkung des
zivilen Flugverkehrs
polizeiliche Maßnahmen: Weiträumige Absperrungen um das Flughafengelände
Heiligendamm
02. bis 09.06.2007 Demonstration mit Protestcamp in Heiligendamm (Greenpeace)
05.06.2007 Blockade-Aktionstage, ringförmig um Heiligendamm
07.06.2007 Sternmarsch nach Heiligendamm, "Sternmarsch-Bündnis"
mögliche Beeinträchtigungen: Zugang vom 30. Mai bis. 09. Juni nicht möglich
polizeiliche Maßnahmen: weiträumige Absperrungen durch technische Sperren,
Einrichtung von Kontrollstellen, Zutritt nur für Berechtigte
Bad Doberan
01. bis 09.06.2007 Dauerversammlung
mögliche Beeinträchtigungen: massive Verkehrseinschränkungen im Stadtgebiet
polizeiliche Maßnahmen: Verkehrslenkungskonzept
Hansestadt Rostock
02.06.2007 Großdemonstration in Rostock
05.06.2007 Umweltmarkt
05.06.2007 Gegengipfel
07.06.2007 Konzerte im IGA-Park
mögliche Beeinträchtigungen: massive Verkehrseinschränkungen im Stadtgebiet
polizeiliche Maßnahmen: Verkehrslenkungskonzept
[http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3407&Itemid=287]
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G8 2007 - Es gibt Alternativen
Aufruf zum internationalen G8 Alternativkongress
Rostock 5.-7. Juni 2007
Der Gipfel der acht reichsten und mächtigsten Staaten der Welt findet 2007 in
Heiligendamm bei Rostock statt. Die Politik der G8 stößt seit langem weltweit
auf Kritik und Protest. Auch beim Gipfel 2007 wird dies in vielfältigen Formen
sichtbar werden. Ein wichtiges Element ist dabei der Alternativgipfel vom 5.-7.
Juni in Rostock. Dazu laden wir alle ein, die Alternativen wollen.
Obwohl die Staats- und Regierungschefs der G8 nur 13 Prozent der Weltbevölkerung
repräsentieren, behandeln sie Fragen der Weltwirtschaft, von Entwicklung,
Umwelt, Krieg und Frieden und andere Probleme, die die gesamte Menschheit
betreffen. Dabei haben sie vor allem ihre eigenen, oft an kurzfristigen
nationalen Zielen ausgerichteten Interessen im Blick. Das soll auch 2007 wieder
so sein. Die Bundesregierung hat das Thema "Investitionssicherheit" zum
eigentlichen Leitmotiv des Gipfels erklärt.
Diese Art der Globalisierung bringt viele Verlierer und nur wenige Gewinner
hervor.
Zu den Verlierern gehört die soziale Gerechtigkeit. Weltweit nehmen Armut und
soziale Polarisierung zu. Während die Zahl der Hungernden in den letzten zehn
Jahren von 840 Millionen Menschen auf 854 Millionen gestiegen ist, hat die
winzige Gruppe von Millionären und Superreichen ihr Kapitalvermögen von 16
Billionen Dollar auf 33 Billionen verdoppelt. Profiteure der Globalisierung
sind auch "Global Player"- wie institutionelle Anleger und transnationale
Konzerne. Gleichzeitig nehmen selbst in den meisten Industrieländern Armut und
soziale Unsicherheit zu.
Zu den Verlierern gehört auch die Umwelt. Die herrschende Wirtschafts- und
Lebensweise führt in die Klimakatastrophe, vernichtet die Artenvielfalt und
plündert die natürlichen Ressourcen des Planeten. So werden die
Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört. Die an grenzenlosem Wachstum und
unregulierter Dynamik des Marktes orientierte Politik der G8 verschärft die
globalen Umweltprobleme.
Zu den Verlierern gehören auch Frieden und internationale Sicherheit. Die
Ursachen für Konflikte nehmen zu. Dies befördert Nationalismus, Rassismus,
Fundamentalismus, Gewalt, Terror und Krieg. Doch anstatt weitsichtiger
Konfliktprävention erleben wir eine zunehmende Militarisierung der
internationalen Politik. G8 Staaten führen auch Krieg oder sind an bewaffneten
Konflikten beteiligt.
Unter den Verlierern sind Frauen wiederum in besonderem Maße betroffen.
Millionen von Menschen werden durch unerträgliche Lebensbedingungen zur
Migration und Flucht gezwungen. Gleichzeitig wird die Abschottung gegen
Migration überall verstärkt.
So kann es nicht weiter gehen. Globalisierung im Interesse der Mehrheit der
Menschen geht anders. Wir wollen eine demokratische Globalisierung von unten.
Eine Globalisierung von Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit. Wir wollen faire
Beziehungen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Wir wollen eine
solidarische Ökonomie. Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht umgekehrt. Wir
wollen einen verantwortungsbewussten und zukunftsfähigen Umgang mit unserer
Umwelt. Wir treten ein für Friedfertigkeit und politische Konfliktlösungen.
Es gibt Alternativen zur Politik der G8. Wir wollen sie der Öffentlichkeit
präsentieren. Wir wollen uns untereinander aber auch über offene Fragen
austauschen und gemeinsam an deren Beantwortung arbeiten.
Der Alternativgipfel findet statt vom 5. Juni (17:00 h) bis 7. Juni (13:00 h).
Darüber hinaus gibt es mehrere Satelliten-Veranstaltungen zu spezifischen
Themen.
Interessierte Organisationen, Netzwerke und Einzelpersonen haben die Möglichkeit
Workshops im Rahmen des G8-Alterantivgipfels anzubieten. Kontakt:
florian.butollo at weed-online.org, 030-280.418.11
Initiatoren: Aktionsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL), Attac
Deutschland, BDKJ, BUND, Bund demokratischer WissenschaftlerInnen,
Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Eine Welt Landesnetzwerk MV,
Erlassjahr.de, FIAN, Forum Umwelt und Entwicklung, Freier Zusammenschluss von
StudentInnenschaften (fzs), Gerechtigkeit jetzt!, Greenpeace, Heinrich Böll
Stiftung, IG Metall, Inkota, Interventionistische Linke, IPPNW,
Landesflüchtlingsrat MV, Leipziger Missionswerk, Medico international, Netzwerk
Friedenskooperation, Netzwerk Grundeinkommen, Ökumenische Initiative eine Welt,
Oxfam, Pro Asyl, Rosa Luxemburg Stiftung, Stiftung Nord-Süd Brücken, Terres des
Femmes, Urgewald, WEED.
International: Action Aid, Friends of the Earth Europe, Focus on the Global
South, Via Campesina
[http://www.g8-alternative-summit.org/de/pages/start/aufruf.php]
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Anti-G8-Weekend für Jugendliche
3.-4. März - Mehringhof - Berlin
Anfang Juni kommen die Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Länder
für ein Gipfeltreffen in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Das
ist die "Gruppe der Acht", kurz G8.
Fast 100 Millionen Euro werden vergeudet, um das Luxushotel, in dem der Gipfel
tagt, von der Öffentlichkeit abzuschirmen. Denn über 100.000 Menschen, die den
G8-Gipfel ablehnen, werden bei einer Großdemo gegen die G8 in Rostock erwartet.
Dieser Gipfel steht für eine Welt, in der täglich 30.000 Menschen an Hunger
sterben, während die Milliardäre immer reicher werden.
Wir kennen alle die Bilder von riesigen Demos, schwerbewaffneter Polizei,
brennenden Mülltonnen. Warum ist die G8 so verhasst? Welche Proteste dagegen
werden stattfinden? Was können wir Jugendliche dagegen machen?
Wir nehmen uns ein Wochenende Zeit, um uns auf den G8-Gipfel vorzubereiten. Bei
diesem Weekend gibt es praktische Infos über die Proteste, einen Rückblick auf
Anti-G8-Protesten in den letzten Jahren und theoretisches Wissen über das
System, in dem wir leben.
Zwischendurch kann man auch an einer Mobilisierungsaktion teilnehmen, um auf die
Proteste gegen die G8 aufmerksam zu machen. Und natürlich gibt es auch Filme und
Party.
Es geht darum, nicht nur gegen die G8 zu sein, sondern uns für die Proteste und
darüber hinaus zu organisieren. Denn eine andere Welt ist möglich, aber nur
wenn wir dafür kämpfen!
3.-4. März - Samstag 12-20 Uhr - Sonntag 11-15 Uhr
Mehringhof - Gneisenaustr. 2a - U6/U7 Mehringdamm
Volles Programm im Internet - Anmeldung erwünscht
[http://www.revolution.de.com/revolution/0703/ihateg8/index.html]
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I hate G8!
Anfang Juni kommen die Staats- und Regierungschefs der acht mächtigsten Länder
für ein Gipfeltreffen in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern zusammen.
Obwohl es sich um die acht angeblich wichtigsten Menschen auf der Welt handelt,
müssen sie sich in einem entlegenen Luxushotel treffen, um sich vor Protesten zu
schützen. Fast 100 Millionen Euro sollen dazu vergeudet werden, DemonstrantInnen
vom Gipfel fern zu halten. Die "Gruppe der 8?, kurz G8, ist verhasst, denn ihre
Gipfel sind ein Symbol für die Misere der Welt.
I hate Krieg
Jeden Tag werden mehr als zwei Milliarden Dollar für Rüstung ausgegeben, um den
Konzernen den Zugang zu Rohstoffen und Märkten zu sichern. Die blutige
Besatzung des Irak durch die USA hat Schätzungen zufolge 650.000 IrakerInnen
das Leben gekostet. Aber auch die scheinbar pazifistische EU wird immer mehr zu
einer Besatzungsmacht: Ob auf dem Balkan, im Libanon, in Afrika oder
Zentralasien, es sind immer mehr europäische Soldaten, die die Profite
europäischer Konzerne sichern sollen. Der letzte G8-Gipfel, 2006 in St.
Petersburg, gab der israelischen Invasion im Libanon politische Rückendeckung.
I hate Armut
Die Besitzer von Microsoft, IKEA, ALDI usw. haben ein Vermögen von jeweils zehn
Milliarden Dollar. Gleichzeitig müssen rund eine Milliarde Menschen - ein
Sechstel der Menschheit - mit weniger als einem Dollar am Tag auskommen. In
asiatischen Ländern ist es nichts Außergewöhnliches, dass ArbeiterInnen für
einen multinationalen Konzern 14 Stunden am Tag nähen und dafür nur 10 Cent pro
Stunde bekommen. Durch milliardenschwere Schulden an die Weltbank und die
reichen Länder wird die "dritte Welt" in unüberwindbarer Abhängigkeit gehalten.
I hate Ausbeutung
Auch in den reichen Ländern wird die Ausbeutung verschärft. ArbeiterInnen sollen
für weniger Geld mehr schuften, durch Lohnsenkung, Arbeitszeitverlängerung,
Erhöhung des Rentenalters usw. Mit Kürzungen der Arbeitslosenhilfe soll der
Druck auf die (noch) Beschäftigten erhöht werden. Standortkonkurrenz dient
dazu, die ArbeiterInnen eines Landes gegen die eines anderen Landes
auszuspielen und Rassismus zu schüren. Bildung und Gesundheitsversorgung, die
in vielen reichen Ländern noch als ein Grundrecht gelten, werden immer mehr zu
einem Privileg, das man teuer zu bezahlen hat.
I hate Rassismus
Die Europäische Union wird zu einer Festung ausgebaut. Tausende Flüchtlinge aus
Afrika landen jeden Monat an den kanarischen Inseln oder an den Küsten
Italiens, und die meisten werden wieder abgeschoben. Inzwischen können Menschen
auch in Kriegsgebiete wie den Irak oder Afghanistan abgeschoben werden. An der
Grenze zwischen den USA und Mexiko soll ein 1.100 Kilometer langer Zaun
EinwanderInnen aus Mexiko und Zentralamerika fernhalten. MigrantInnen sollen
als billige Arbeitskräfte dienen - durch die Angst vor Abschiebung bleiben ihre
Löhne niedrig und ihre Arbeitsbedingungen schlecht.
I hate Repression
Linke Organisationen, die gegen diese Misere protestieren, werden überall auf
der Welt. kriminalisiert. Die linke baskische Jugendorganisation SEGI wurde zur
"terroristischen Organisation" erklärt; der kommunistische Jugendverband
Tschechiens ist vom Innenministerium verboten worden, weil er die Abschaffung
des Privateigentums an den Produktionsmitteln forderte. Die "Schwarze Liste"
von Organisationen, die von der EU oder den USA als terroristisch eingestuft
werden, wird immer länger. Mit "Terrorismus"-Vorwürfen versuchen die
Herrschenden, jeden Protest gegen ihr System im Keim zu ersticken.
I hate Kapitalismus!
Diese ganze Misere ist nicht einfach ein Resultat von "dummen" oder "bösen"
Politikern und Unternehmern. Vielmehr ist es Produkt eines Systems, in dem die
Mehrheit der Menschen arbeitet, um eine Minderheit zu bereichern. Dieses System
hat einen Namen: Kapitalismus. Die wachsende Konkurrenz zwischen den einzelnen
Unternehmen und den einzelnen Staaten und Staatenblöcken macht Erscheinungen
für Krieg und Sozialabbau unvermeidlich.
Der G8-Gipfel steht für dieses System. Deswegen werden die G8-Gipfel regelrecht
belagert. Seit den Protesten gegen die Welthandelsorganisation (WTO) im
Dezember 1999 in Seattle gab es kaum einen Gipfel der Staaten und Konzerne, der
nicht von massenhaften Protesten begleitet wurde. Beim G8-Gipfel 2001 in Genua
demonstrierten über 300.000 Menschen und die italienische Polizei hat den
jungen Aktivisten Carlo Giuliani erschossen. Aber trotz aller Repression kommen
zu jedem Gipfel Unmengen von jungen Menschen, die das herrschende System
ablehnen.
Die reformistischen Parteien und Gewerkschaften, die NGOs und die Kirchen werden
versuchen, die Bewegung gegen die G8 in systemkonforme Bahnen zu lenken, in dem
sie eine Reform der G8 bzw. einfach eine bessere Politik fordern. Unsere
Forderungen nach dem Sturz der G8, nach dem Zerschlagen des Systems muss laut
werden. Der Hass auf die G8 muss universell werden.
Aber wir müssen unseren individuellen Hass in kollektiven Widerstand verwandeln.
Die Proteste treiben Hunderttausende Menschen auf die Straße - vor allem
Jugendliche tun sich hervor als KämpferInnen gegen Zäune, Tränengas und
Polizei.
Mit der Großdemonstration am 2. Juni können wir zeigen, dass wir keine
unbedeutende Randgruppe sind, die diesen Gipfel ablehnt. Mit Blockaden am
Flughafen Rostock-Laage können wir den Verlauf des Gipfels tatsächlich stören -
genauso passierte es beim G8-Gipfel 2003 in Evian, der wegen Blockaden in der
Stadt Genf sechs Stunden zu spät anfing.
I love sozialistische Weltrevolution!
Es gibt eine Alternative zur kapitalistischen Misere. Dass die Welt von sieben
Männern und einer Frau (oder genauer gesagt: von den Institutionen, die hinter
diesen acht stehen) regiert wird, gefällt wohl niemandem außer den wenigen
Milliardären.
Die Alternative besteht darin, dass die Ausgebeuteten und die Unterdrückten, vor
allem die Jugendlichen unter ihnen, sich organisieren, um den Kapitalismus zu
zerschlagen. Wenn wir die Fabriken, die Schulen, die Universitäten, die
Stadtviertel - und die Städte, die Länder, die Kontinente - in die eigene Hände
nehmen und selbst verwalten, könnte für die Bedürfnisse aller Menschen statt für
die Profite der Kapitalisten produziert werden.
Aber der Kapitalismus wird nicht wegen einer Großdemo in Rostock - auch nicht
wegen effektiver Blockaden - zusammenbrechen. Unser Widerstand muss über die
Woche des G8-Gipfels hinausgehen. Wir können das System nur wirklich ins Wanken
bringen, wenn wir die Mehrheit der Arbeiterklasse - also diejenigen, die jeden
Tag schuften - für eine Revolution gewinnen.
Deswegen bauen wir eine unabhängige kommunistische Jugendorganisation auf. Denn
nur durch den Aufbau unserer eigenen Bewegung lernen wir Jugendliche, ins
politische Geschehen einzugreifen. Damit wollen wir uns keineswegs von älteren
AktivistInnen abschotten - im Gegenteil, die Geschichte zeigt, dass die
revolutionäre Jugend eine Schlüsselrolle bei der Schaffung revolutionärer
Parteien spielen kann.
In den letzten fünf Jahren der antikapitalistischen Bewegung haben wir
Jugendliche gezeigt, dass wir eine weltweite Protestbewegung aufbauen können.
Jetzt müssen wir weitergehen und eine politische Organisation auf weltweiter
Ebene schaffen.
G8 abreißen! Revolutionäre Jugend-Internationale aufbauen!
iREVOLUTION-Koordinierung, 7. Februar 2007
[http://www.irevolution.int.tc/?p=88]
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BUKO30: macht # netze
Widerständige Praxis zwischen Flachwasser und Tiefsee
Die mittlere Tiefe der Ostsee beträgt 45, im mecklenburgischen Badeort
Heiligendamm stößt mensch am Ende der Seebrücke bereits nach 6 Metern auf
Grund. Zum Planschen mag das reichen, Abtauchen ist auch noch möglich. Das
sprichwörtliche Versenken der "Gruppe der Acht" scheint dagegen schwierig zu
sein. Aber welches Meer ist dafür schon tief genug?
Im Juni 2007 haben die Repräsentant_innen der G8 ihren obligatorischen
Sommerauftritt. Ohne tatsächliche Legitimation ist das Treffen vor allen Dingen
Symbol für einen komplexen Zusammenhang von politischen, ökonomischen und
sozialen Herrschaftsverhältnissen: Ein Knoten in einem Netz von
Machtbeziehungen, in das Menschen verfangen sind. Diese Verfangenheit ist nicht
rein passiv zu verstehen - sie schließt im Gegenteil ein aktives Mitwirken ein.
Bleiben wir in diesem Bild, kann sich politischer Widerstand als selbstkritisch
bewusste Theorie und Praxis verstehen, die nach alternativen Knüpftechniken
Ausschau hält. Das subversive und zugleich progressive Potential liegt dabei in
der Ausweitung der Maschen, im Auflösen der festen Knoten und in der Herstellung
neuer Verbindungen und selbstbestimmter Netze. So bringt das Motto des BUKO30
dessen engen inhaltlichen Bezug zum G8-Gipfel und zu den Protesten gegen ihn
auf den Punkt: macht#netze!
Die Verhältnisse, in denen wir leben
Zwischen den Ländern des "globalen Nordens und Südens" wie auch
innergesellschaftlich bestehen große Ungleichheiten - hergestellt und aufrecht
erhalten werden sie durch die selben kapitalistischen Wirkmechanismen.
Koloniale Ausbeutungsverhältnisse, die seit Jahrhunderten bestehen, bedrohen
große Teile der Weltbevölkerung existentiell. Neben Kontinuitäten lassen sich
aber auch neue Entwicklungen feststellen; so erreicht die kapitalistische
Durchdringung aller Lebensbereiche eine neue Qualität.
Unsere Herausforderung besteht darin, Gemeinsamkeiten zu erkennen, ohne die
Unterschiede zu verwischen oder zu verharmlosen. Welche Hilfe können
Imperialismus-Theorien bei der Analyse dieser Verhältnisse leisten? Was ist das
Neue nach dem Ende der Blockkonfrontation? Und in welchem Verhältnis stehen die
neuen Kriege, aber auch Überlebenskämpfe "im Süden" mit den Alltagskämpfen um
soziale Sicherheit und ein gutes Leben "im Norden"? Wie lassen sich etwa
aktuelle Diskussionen um das so genannte "Prekariat" in internationalistischer
Perspektive fortführen?
Emanzipatorische Politik als kritische Praxis kann nur funktionieren, wenn sie
sich klar gegen die herrschenden, konstruierten Linien Herkunft, Geschlecht,
Hautfarbe und Klasse ausrichtet und versucht, diese zu unterlaufen. Sie muss
offen sein gegenüber den praktischen Problemen der Leute, die sie bewegt und
bewegen will, und zwar nicht nur, wenn der "fair" gehandelte Kaffee aus der für
ihre miesen Arbeitsbedingungen bekannten Supermarktkette einen faden
Nachgeschmack hinterlässt. Diese Offenheit verlangt gleichzeitig auch eine
selbstkritische Reflexion der widerständigen Praxen. Hier mangelt es
gegenwärtig noch immer an gemeinsamen Zielen und zukunftsweisenden Ideen.
Der Widerstand, den wir wollen Unter diesen Voraussetzungen kann die politische
Agitation gegen die G8 nicht nur symbolisch sein. Denn es stellt sich
offensichtlich besonders für die "GipfelstürmerInnen" die Frage nach
Unterschied und Übergang von bloßem Protest zu stetiger politischer und
sozialer Widerstandspraxis. Die Antworten hierauf liegen im Spannungsfeld
zwischen Spontaneität und Kontinuität, individueller Motivation und kollektiver
Aktion.
Wie verhindert mensch beispielsweise, dass der Protest bei der PR-Veranstaltung
"G8-Gipfel" doch nur die Inszenierung von Macht verstärkt? Wie lässt sich die
Forderung nach emanzipatorischer Politik mit analytischem Tiefgang in diesem
Rahmen überhaupt realisieren? An welchen Stellen besteht dabei die Gefahr der
inhaltlichen Verkürzung oder der frust- statt lustvollen Aktivität?
Die kampagnenförmige Politik gegen die G8 entspricht einer allgemeinen
Entsicherung des Lebens, den immer kurzfristigeren Lohnarbeitsverhältnissen und
unklaren Perspektiven. Prekäre Lebenssituationen und der daraus resultierende
Zwang zur Selbstökonomisierung beschleunigen den frustrierten Rückzug in die
alternative Nische oder gar den Notausstieg. So geraten Abwehrkämpfe,
beispielsweise um den Erhalt des alternativen Wohnprojektes, schnell zur
einzigen politischen Maxime. Folgerichtig ist kontinuierliche politische Arbeit
immer weniger wahrnehmbar.
"G8 Versenken" ist kein Wundermittel gegen die kollektive Ohnmacht. Dennoch kann
wirkungsvoller Protest eine Dynamik entfalten, die auch im Alltag Prozesse der
kollektiven Selbst-Ermächtigung inspiriert. Das Potential zur Radikalisierung
politischer Ansätze und zum Austausch über unterschiedliche widerständige
Praxen ist angesichts einer beispiellosen Spektrenbreite jedenfalls vorhanden.
Voraussetzung: Das "Festival" wird in längerfristiges politisches Arbeiten
übersetzt, das eine emanzipatorische und internationalistische Perspektive
entwickelt, fördert und verschärft. Ein Anfang für eine neue "globalisierte"
Solidarität, die unterschiedliche Lebensrealitäten anerkennt und doch die
gleichen Mechanismen in den macht#netzen angreift.
Der Kongress, den wir machen
Zwei Monate vor dem Gipfelspektakel hat der BUKO30 die Absicht, Perspektiven und
Praxis miteinander zu verknüpfen. Er will Raum schaffen für die Verknüpfung von
Themen, Alltags- und Strukturfragen aus den unterschiedlichen Bewegungen, für
die Vermittlung zwischen lokalem und globalem Widerstand, zwischen sozialen
Prozessen vor Ort und international(istisch)er Politik - und zwischen den
unterschiedlichen Realitäten. Und das auch in Bezug auf 30 Jahre
Internationalismusgeschichte, wie das Netz der BUKO sie mitgeprägt hat.
Beleuchten wollen wir dabei unter anderem Verweigerungsmöglichkeiten und
kreative Potenziale persönlicher wie kollektiver Aneignungen. Angeschlossen
daran sind Fragen nach direkter Kommunikation und konkreter Organisierung.
Außerdem sollen die im Zuge der diesjährigen Großmobilisierungen weitgehend
ausgeblendeten Themen (wie z.B. Feminismus und Antisemitismus) Platz finden.
Antikapitalistische, antirassistische, feministische, radikal-ökologische,
antinationale, antifaschistische und antispeziezistische Positionen sind
willkommen, sich kritisch-solidarisch aufeinander zu beziehen und sich nicht
gegeneinander auszuspielen. Insofern versteht sich der BUKO als offene
Plattform.
Das bedeutet aber auch, partizipative Formen der Diskussion wie des
Erfahrungsaustauschs zu realisieren, die Polarisierung zwischen "akademischem"
und "praktischem" Wissen zu durchbrechen und vielleicht zu eng fasste
politische Felder gemeinsam neu zu denken. Inhaltliche Knotenpunkte werden
bisher unter Arbeitstiteln wie "Energie", "Migration", "Militarismus",
"Ökonomisierung und Privatisierung" sowie "Geschlecht-Macht-Politik",
"Widerstand und Organisierung" und "unerwünschte Anschlüsse" vorbereitet. Unter
dem plakativen Motto macht#netze eröffnen wir die Diskussion und freuen uns auf
rege Beteiligung am BUKO30 vom 6.-9. April in Leipzig.
Die Vorbereitungsgruppe des BUKO30
Eine Anmerkung zum Text Die Vorbereitungsgruppe des BUKO30 ist ein heterogener
Haufen aus verschiedenen politischen Bereichen, Gruppen und Städten. Dieser
Text ist das Zwischenergebnis langer Auseinandersetzungen und wird wie so
vieles als work in progress weiter diskutiert. Auf dem BUKO dann in erweiterter
Runde...
[http://www.buko.info/kongress/buko30/buko30.html]
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DER G8 IST NICHT NUR IN HEILIGENDAMM
EINLADUNG ZUM ZUSAMMENTREFFEN IN FRANKFURT AM MAIN
voraussichtlich VOM 4. - 6.MAI 2007
MOVIN´ EUROPE
Wenn Ihr als Karawane auf dem Weg nach Heiligendamm durch Frankfurt/Main kommt,
wenn Ihr in und um Frankfurt lebt, lasst uns zusammen der kalten Macht des
Geldes (Frankfurt ist die deutsche Banken- und Börsenmetropole) unsere heisse
Wut und unsere Lebendigkeit entgegenstellen.
Den ganz normalen Wahnsinn durchbrechen!
Wir freuen uns auf Strassentheater und Strassenmusik, auf ArtistInnen und alle
kreativen Menschen.
Das wird kein Konsumfest werden!
Alle sind aufgerufen, sich einzubringen. Wir werden die Infrastruktur stellen
und ganz viel Infomaterial haben.
Ziel ist, möglichst vielen Menschen deutlich zu machen, warum wir gegen die
G8-Politik sind und was wir stattdessen wollen.
Lasst uns auf der Strasse präsent sein in allen Formen und Farben, die uns
einfallen - damit es den Herrschenden zu bunt wird!!!!!!!!!
(ausgeschlossen von dieser Einladung sind RassistInnen, AntisemitInnen,
FaschistInnen, KriegsbefürworterInnen, NationalistInnen, SexistInnen und
BefehlsempfängerInnen.)
Wir treffen uns immer mittwochs ab 20Uhr30 im Cafe Exzess, Leipziger Strasse 91,
Frankfurt-Bockenheim
Unsere E-mail-Adresse lautet: Karawahnsinn-ffm at gmx.de
Bis gleich dann, Eure Vorbereitungsgruppe
[http://www.vision07.net/drupal/node/41]
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G 8-Gipfel ist Thema beim Treffen DGB-Norddeutsche Bischöfe am 27. Februar in
Hamburg
Der DGB Nord und die norddeutschen Bischöfe kommen am kommenden Dienstag
(27.2.2007) in Hamburg zu ihrem jährlichen Treffen zusammen. Diesmal steht auf
der Tagesordnung der G 8-Gipfel im Juni in Heiligendamm.
Der DGB und seine Gewerkschaften sind an einer Reihe von Aktionen und
Veranstaltungen rund um den Gipfel beteiligt. DGB Nord-Chef Peter Deutschland
wies vor dem Hintergrund des Hamburger Treffens auf die Verdienste der
Globalisierungsbewegung hin. Er sei, so Deutschland, sicher, dass sich die
Erkenntnis von der zweigeteilten Welt ohne die Globalisierungsbewegung, die ja
nicht nur mit eigenen Aktionen und Veranstaltungen den kommenden G 8 -Gipfel
begleite, sondern darüber hinaus eine kontinuierliche Aufklärungsarbeit leiste,
wesentlich später durchgesetzt hätte. Deutschland "Der Globalisierungsbewegung
gebührt damit ein ähnliches Verdienst, einen gesellschaftlichen Diskussions-
und Veränderungsprozess angeschoben zu haben, wie der Umweltbewegung und der
Friedensbewegung in der alten Bundesrepublik und der Bürgerbewegung in der
DDR."
[http://www.nord.dgb.de/article.php?article=769]
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G8-Gipfel - Deutsche Polizeibehörden registrierten bisher 72 Straftaten
26.02.2007: Rostock/MVregio Nur wenige Monate vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm
haben Polizeibehörden deutschlandweit bereits 72 Straftaten in Zusammenhang mit
dem Spitzentreffen registriert.
Davon waren 16 Brandanschläge, die zumeist Fahrzeuge zum Ziel hatten, sagte ein
Sprecher der G8-Polizeitruppe Kavala am Montag der Deutschen Presseagentur
(dpa). Personen seien nicht zu Schaden gekommen.
Bei den anderen Straftaten habe es sich hauptsächlich um Sachbeschädigungen
durch Farbbeutelanschläge gehandelt, der angerichtete Gesamtschaden könne nicht
beziffert werden. Im Ostseebad Heiligendamm treffen sich vom 6. bis 8. Juni die
Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und
Russlands.
Schwerpunkte der Aktionen waren Norddeutschland und Berlin. So wurde Ende 2006
vor dem Hamburger Haus des Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium, Thomas
Mirow (SPD), ein Brandanschlag auf ein Auto verübt. Anfang 2007 war die Filiale
einer Fast-Food-Kette in Berlin das Ziel eines Anschlags. In der vergangenen
Woche wurden in Niendorf bei Hamburg vier auf einem Parkplatz abgestellte Autos
eines Catering-Unternehmens angesteckt, ein Zusammenhang mit G8 wird vermutet.
Auch das G8-Tagungshotel selbst, das Grand Hotel Kempinski in Heiligendamm,
wurde mit Farbbeuteln beworfen. Bei keinem der Anschläge wurde bislang ein
Tatverdächtiger ermittelt, es gebe lediglich Bekennerschreiben, hieß es.
[http://www.mvregio.de/mvr/28195.html]