[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm

Öffentlicher Verteiler der Gipfelsoli-Infogruppe gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Mi Feb 14 14:44:38 CET 2007


- Hallo zusammen,
- MAIL ART AM ZAUN
- Keine Kriegsvorbereitung durch EU-"Verteidigungsminister", (Vorläufiger)
Aufruf gegen das Treffen am 1./2.3.07 in Wiesbaden
- G8 versenken - ein für alle mal!
- Sonderzüge
- ...und jetzt kommst Du
- Am Anfang war Genua
- Anti-fascist Working Group
- AWO Kreisverband drückt Unverständnis aus
- T-Shirt für Bützower G8-Camp im Angebot
- UndoingCapitalism. Skills for Change

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Hallo zusammen,

wir möchten euch alle recht herzlich zum nächsten Dissent! -Treffen nach Hamburg
einladen. Das Treffen wird am Freitag, 02. März 2007 um 18.00 Uhr beginnen und
bis zum Sonntag, 04. März 2007 um 14.00 Uhr dauern. Näheres zum geplanten
Ablauf, zu den vermutlich sich treffenden Arbeitsgruppen und allem anderen
findet Ihr weiter unten. Die Tagesordnung für die Plena, wird am Freitagabend
auf dem Auftaktplenum festgelegt werden. Die Moderation für das Auftaktplenum
steht. Für die weiteren Plena werden noch Leute zum moderieren gesucht.
Überlegt euch jetzt schon, ob ihr euch das vorstellen könnt.

Freitag, 02.03.2007
18:00 - 20:00 Ankommen
20:00 - 22:00 Auftakt-Plenum (1): Tagesordnung, Infos und Austausch

Samstag, 03.03.2007
09:00 - 10:00 Frühstück
10:00 - 12:00 Plenum (2)
12:00 - 13:00 Mittagspause
13:00 - 16:00 AG-Phase 1
17:00 - 20:00 AG-Phase 2
20:00 VoKü

Sonntag, 04.03.2007
09:00 - 10:00 Frühstück
10:00 - 14:00 Plenum (3)
Ab 14: 00 AG-Phase 3 (bei Bedarf)

Besondere Bedürfnisse und Wünsche könnt ihr im Vorfeld an die folgende
Email-Adresse schicken (beispielsweise Sprachen benennen, für die während des
Wochenendes ÜbersetzerInnen benötigt werden,...): dissent_ag at yahoo.de
Für unsere konkreten Raumplanungen brauchen wir die Rückmeldungen aller AGs, die
sich in Hamburg treffen wollen. Bitte schickt uns unbedingt und möglichst bald
eine Mail zu eurem jeweiligen Raum- und Zeitbedarf. Insbesondere auch, falls
ihr für Sonntag noch AG-Räume braucht.
Ausgehend von den letzten zwei Treffen erwarten wir mehr oder weniger die
folgenden AGs:
* activist trauma
* Antirepression
* Blockaden
* Rostock-Laage/Antimilitarismus
* Demo(s)
* Fahrradkarawane Ost/West
* Globale Landwirtschaft
* Migration
* Video-AktivistInnen
* Infotour
* Infopunkt
* Camp(s)
* Finanzen
* Dezentrale Aktionen
* Frauen-Lesben-Transgender Vernetzung
* Internationale Mobilisierung/Vernetzung (international AG)
* antisexist contact and awarenessgroup
* convergence-center
* queere Vernetzung
* Transport AG
* Rokoko-AG/Koordinierungskreis Hannover
* Demonstration 28.05. in Hamburg

Ort der Veranstaltungen: folgt

Schlafplätze
Organisiert euch die Schlafplätze, wenn möglich, am besten selbst. Kontakt für
Schlafplatzbedarf unter dissent_sleepwell at yahoo.de. Es ist wichtig, dass Ihr,
so es geht, Schlafsack und Isomatte mitbringt.
Gut wäre es auch, wenn Ihr Besteck, Teller und Becher mitbringt.
Das war's wir freuen uns auf Euch, bis bald und beste Grüße

[dissentnetwork.org]


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MAIL ART AM ZAUN
"Move Against G8"
Für soziale Gerechtigkeit weltweit

Nicht auf die Berliner Mauer gemalt? Hier ist Deine zweite Chance: Die
Staats-Chefs der 8 reichsten Länder der Welt treffen sich im Juni an der Ostsee
in Heiligendamm, geschützt durch einen Zaun: 2,5 Meter hoch und 12,5 Kilometer
lang. Wir hängen Eure Kunst an den Zaun, gegen globale Ausbeutung.

Größe: A4 ( = 20 x 30 cm).
Technik: frei
Bitte "orange" mitverwenden = die Farbe von Attac
Wir vergrößern Eure Arbeiten und machen sie wettersicher

Einsendeschluss: 20. März 2007 (schon!)

Vernissage mit Angela & Peter Netmail am 29. April, im Mail Art Mekka
Minden, Kulturzentrum BÜZ.
Danach Ausstellung am Zaun im Juni 2007.
Hauptaktionstag dort: 2.Juni
Farbdokumentation im Kunst-Magazin Oswald, Freiexemplar an jede/n Teilnehmer/in.

Bitte Arbeiten per Post schicken, und zwar nur an:
ATTAC-Minden
Bernd Mehrhoff
Burgweg 24
32423 Minden
(Dieser Aufruf ist bereits in MailArt-Kreisen global verschickt worden)

[http://www.attac.de/heiligendamm07/pages/jetzt-mitmachen/kreativ-sein/mail-art-am-zaun.php]


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Keine Kriegsvorbereitung durch EU-"Verteidigungsminister", (Vorläufiger) Aufruf
gegen das Treffen am 1./2.3.07 in Wiesbaden

Am 1. und 2. März empfängt Verteidigungsminister Jung im Rahmen der deutschen
EU-Präsidentschaft die europäische Ministerriege in Wiesbaden.
Eine zeitgleiche (Gegen)Konferenz sowie eine Protestkundgebung gegen die EU- und
G8-Kriegspolitik am Abend des 1.3. sind in Vorbereitung.
Vorläufiger Aufruf des Vorbereitungsbündnisses für eine Konferenz am 1. und 2.
März sowie für eine Protestkundgebung am Abend des 1. März in Wiesbaden.
Genauere Informationen demnächst auch hier.
Keine Kriegsvorbereitung durch EU-"Verteidigungsminister"
Am 1. und 2. März 2007 treffen sich in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden
die EU-Verteidigungsminister auf Einladung von Bundesverteidigungsminister Jung.
Bei diesem Treffen wird es um weitere Verabredungen für weltweite Kriegseinsätze
sowie die weitere Aufrüstung und Militarisierung Europas gehen. Dieses Treffen
ist Teil der Rolle, die die Bundesrepublik mittlerweile in diesem Prozess
spielt.
- Die Friedensbewegung und andere soziale Bewegungen, auch aus anderen Ländern,
protestieren gegen dieses Kriegsvorbereitungstreffen.
- Wir lehnen die in der EU-Verfassung vorgesehene forcierte Aufrüstung ab.
- Die bereits arbeitende Rüstungsagentur muss aufgelöst werden.
- Stopp der im Aufbau befindlichen EU-Battlegroups (Schlachtgruppen).
- Die weltweiten polizeilich-militärischen Einsätze der EU sind zu beenden.
- Jede Form der offenen und verdeckten Unterstützung für die US-Kriegsführung im
Nahen Osten ist einzustellen.
Wir protestieren gegen die Absicht, EU-Interessen weltweit mit eigenen Armeen
durchzusetzen.
Mit einer Konferenz gegen die EU-Militarisierung wollen wir zeitgleich am
Donnerstag und Freitag, 1. und 2. März diskutieren:
- In welchem Zusammenhang stehen EU-Verfassung und Militarisierung ?
- Welche Rolle spielen die EU und der anstehende G8-Gipfel in Heiligendamm bei
der Durchsetzung von Kapitalinteressen mit kriegerischen Mitteln ?
- Mit welchen Strategien können wir der Rekrutierung von Menschen für den Krieg
entgegentreten ?
- Wie kämpfen wir gemeinsam gegen soziale Ausgrenzung und militärischer
Abschottung gegen Flüchtlinge ?
- Wie verhindern wir von der EU geführte Militärinterventionen und
Angriffskriege ?
Für Abrüstung statt Sozialabbau!
Die Konferenz findet am Donnerstag, 1. und Freitag, 2. März in der
Fachhochschule Wiesbaden als Gegenveranstaltung statt. (voraussichtlich am 1.
März von 14 bis 18 Uhr, und am 2. März von 9 bis 14 Uhr).
Kommt zur Kundgebung am Donnerstag, dem 1. März um 19.00 Uhr in Wiesbaden!
Kontakt:
Friedens- und Zukunftswerkstatt (Wilhelm-Leuschner-Str. 69 - 77, 60329
Frankfurt, Telefon: 069 - 242499.50, Fax: 069 - 242499.51, E-Mail:
Frieden-und-Zukunft (by) t-online.de

[http://www.linksnavigator.de/drupal/node/78]


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G8 versenken - ein für alle mal!

The same procedure as every year, James
Nächstes Jahr im Juni ist es wieder mal soweit: Wirtschaftsbosse und
PolitikerInnen, der acht mächtigsten Länder dieser Welt finden sich wieder zu
Ihrem alljährlichen Treffen in einem luxuriösen Luftkurort zusammen, um gut zu
essen, Sekt zu schlürfen, schöne Fotos für die Presse zu geben, und - so ganz
nebenbei - ihr weiteres politisches Vorgehen aufeinander abzustimmen...
Die G8 setzt sich zusammen aus den sieben mächtigsten Industrienationen plus
Russland. Das bedeutet, dass sie zwar nur einen relativ geringen Teil der
Weltbevölkerung vertreten -selbst wenn wir sie als RepräsentantInnen anerkennen
würden-, dafür aber den mit Abstand größten Teil der Weltwirtschaft.
Nächstes Jahr treffen sich die G8 vom 6. bis zum 8. Juni im
Kempinski-Grand-Hotel in Heiligendamm bei Rostock. Das alljährliche
Polit-Schauspiel kommt also wieder nach Deutschland...
G-Was?
Beim G8-Gipfel handelt es sich um ein alljährliches Treffen der Polit- und
Wirtschaftsgrößen aus den acht mächtigsten Ländern der Welt. Diese Treffen sind
nicht nur sehr pressewirksam und symbolträchtig, auch Beschlüsse werden gefasst.
Sie sind zwar informell, aber dennoch relevant. Die Ergebnisse dieser
"Kamingespräche" bekommen wir dann in den Monaten darauf immer wieder zu
spüren.
Ein entscheidender Unterschied zu anderen Gipfeln ähnlicher Natur ist, dass es
von den G8-Treffen keine offiziellen Ergebnisse, Protokolle, etc. gibt. Diese
Gipfel wirken dadurch unverbindlich und fast schon ein wenig harmlos. Dies
erschwert es natürlich, die Ergebnisse konkret zu erkennen, zu kritisieren und
anzugreifen...
Doch diese Beschlüsse sind real, wir sehen und spüren sie, wenn wir in den
Nachrichten von neuen Kriegsplänen und Sozialkürzungen in eben diesen Ländern
lesen. Wir spüren sie, wenn uns der unsympathische Polizist, den du als
Privatmensch aus der Nachbarschaft kennst, plötzlich mit vollem Elan einen
Knüppel ins Gesicht schlägt, weil du die Frechheit besaßt, dich an einer
systemkritischen Demonstration zu beteiligen. Du spürst es, wenn Du den neuen
Drittwagen Deines Vorgesetzten siehst, Du Dir aber Deine Krankenkasse nicht
mehr leisten kannst. Du erfährst es, wenn Du liest, dass jeden Tag zehntausende
Menschen verhungern, obwohl oder gerade weil unsere Mülleimer voll sind mit den
besten Speisen. Du merkst es, wenn du liest, dass Menschen, die versuchen, aus
gerade diesen Zuständen zu flüchten an den Toren Europas hängen bleiben oder im
Mittelmeer ertrinken, weil es für sie fast keine sicheren, legalen Möglichkeiten
gibt in unsere Wohlstandsregionen zu gelangen...
Sie sind acht, wir sind 6 Milliarden...
Die Zustände werden immer schlimmer: Die Reichen werden reicher und die Armen
ärmer - und vor allem immer mehr. Was schon bei uns binnenwirtschaftlich zu
erkennen ist, hat global noch wesentlich massivere Ausmaße angenommen. Es geht
hier nicht um die Auswüchse eines sagenumwobenen "Neoliberalismus", den man nur
mit entsprechenden Gesetzen einzudämmen braucht. Es hat System, ist System. In
einer Gesellschaft, die auf Ungleichheit und Fremdbestimmung aufgebaut ist,
brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn sich diese Tendenzen verstärken, und
weltweit ausbauen...
Die G8 sind also der Versuch, Ordnung ins chaotische System des Kapitalismus zu
bringen. Daher sind sie nur teilweise Ursache, vor allem aber ein Produkt
dieser Umstände. Es wäre daher absurd von den Reichen und Mächtigen zu
erwarten, dass sie plötzlich die Interessen von uns allen vertreten. Wir können
von eben diesen Leuten, die diesen Mist verwalten, nicht verlangen, dass sie uns
dort wieder rausholen... Nein, das müssen wir schon selbst tun!... Daher gehen
wir nicht nur für die Abschaffung des G8 oder gar andere Ergebnisse auf die
Straße.
Unsere Forderung kann nur die nach einer anderen Gesellschaft sein! Einer
Gesellschaft jenseits von kapitalistischer Verwertungslogik und
Überwachungsmentalität. Die Forderung nach einer selbstbestimmten herrschafts-
und hierarchiefreien Gesellschaft, ohne Regierunegsoberhäupter, ohne Chefs,
ohne Platzanweiser und ohne G8! Lasst uns unser Leben und unsere Zukunft in die
eigene Hand nehmen!
Jedes Jahr, wenn sich die Mächtigen in Ihren Kurorten treffen um Entscheidungen
über unsere Köpfe hinweg zu treffen, versammeln auch wir uns um genau dies zu
verhindern. Wir treffen uns nicht nur um den Gipfel zu verhindern, nicht nur um
unseren Protest und unsere Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen... Wir leben
einfach das Leben, das was wir wollen. Wir veranstalten unsere Zusammentreffen
nach unseren eigenen Idealen und Prinzipien, ohne Hierarchie, ohne Chefs.
Probieren wir unsere Ideale und Prinzipien in der Praxis aus! Ein Camp, bei dem
jedeR zu Wort kommen kann und niemand mehr, oder weniger zu sagen hat als alle
anderen. Wir fordern diese andere Gesellschaft nicht nur ein, wir nehmen sie
uns einfach, wir leben sie ob mit oder ohne G8...
Crash their party - Für ein besseres Leben für alle!!
Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft!!
Gipfel-AG des Forums deutschsprachiger AnarchistInnen
G8-FdA at no-log.org
ViSdP: Anna Ski, Straße der verlorenen Herrschaft 21; Freiburg

[http://www.iaf-ifa.org/News/G8_germany/g8_germany.htm#g8]


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Sonderzüge

Zur Großdemo am 2. Juni in Rostock wird es voraussichtlich drei Sonderzüge
geben, über die genauen Konditionen wird aber derzeit noch verhandelt.

Folgende Routen sind geplant
(Klick auf das Bild rechts: Pdf mit Übersicht!):

Aus der Schweiz am Rhein entlang ab durch die Mitte:
Basel - Freiburg - Offenburg - Karlsruhe - Stuttgart - Mannheim - Frankfurt -
Marburg - Kassel

Aus Österreich durch Bayern:
Salzburg - München - Augsburg - Nürnberg - Bamberg - Jena

Aus dem Rheinland durch NRW:
Bonn - Köln - Düsseldorf - Dortmund - Münster

Abfahrt ist jeweils am 1. Juni, so daß wir rechtzeitig zur Demo in Rostock sind.
Zur Rückfahrt wird es individuelle Möglichkeiten mit Gruppentickets geben. Im
Moment ist ein internetbasiertes Ticketverkaufssystem in Arbeit. Das dauert
noch bis ca. Mitte/Ende Februar.

[http://www.attac.de/heiligendamm07/pages/gipfelproteste-2007/sonderzuege.php]


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...und jetzt kommst Du
Ein offenes Beteiligungsprojekt

Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren!

Der G8-Gipfel steht ins Haus - viele von uns entwickeln derzeit ihre Konzepte
zum Thema Globalisierung und beginnen mit deren Umsetzung. Auch wir vom
Bildungsträger Soziale Bildung e.V. verfolgen das Thema in diesem Jahr als
Schwerpunkt und bieten verschiedene Bildungsveranstaltungen dazu an.

Wir freuen uns, daß der Gipfel und die zahlreichen Proteste, die dieses Jahr in
Rostock für kurze Zeit zu Hause sein werden, uns die Chance geben, unsere
Inhalte, Angebote und Ideen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir
sehen jedoch auch zwei Gefahren:
Von außerhalb anreisende Akteure könnten im Mittelpunkt der öffentlichen und vor
allem medialen Wahrnehmung stehen, ohne Berücksichtigung lokaler Probleme und
Ansätze zur Veränderung.
Die Gipfeltreffen der vergangenen Jahre haben gezeigt, daß für die meisten
Menschen in der Bevölkerung über die Kanäle der Massenmedien lediglich der
Protest als solcher, nicht jedoch die Inhalte der Kritik und die Alternativen
zur Globalisierung wahrgenommen wurden.

Um diesen Gefahren zu begegnen, wollen wir mit zwei Projekten reagieren, für die
wir Eure/ Ihre Unterstützung benötigen und auf Eure/ Ihre Mitarbeit hoffen.

Zum einen haben wir am 12 Januar ein Vernetzungstreffen der lokalen Akteure
durchgeführt, an dem über 30 lokale Gruppen und Initiativen teilgenommen haben.
Auf diesem Treffen haben sich alle Teilnehmenden über ihre laufenden Projekte
ausgetauscht und Kooperationen vereinbart. Das Protokoll senden wir auf Anfrage
gerne zu.
Ein zweites Treffen ist für den 23. März geplant. Weiterhin können auf dem
offenen Treffen des Rostocker Bündnisses zur Vorbereitung der Proteste gegen
den G8-Gipfel am 8. Februar um 18 Uhr im Gerberbruch oder auf der
Aktionskonferenz, voraussichtlich vom 13. - 15. April, weitere Absprachen
getroffen werden (Infos: www.heiligendamm2007.de).

Zum anderen bereiten wir gerade ein Projekt mit dem Titel "...und jetzt kommst
Du" vor, das die Chancen bietet
verschiedenen Projekten einen gemeinsamen Rahmen zu geben und damit eine
Zusammenarbeit zu ermöglichen,
die öffentliche Wahrnehmbarkeit zu erhöhen und Öffentlichkeitsarbeit effektiver
zu machen und
Menschen zu beteiligen, die sich bislang herausgehalten haben.

Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Idee, Menschen zusammen zu bringen,
die sich bisher den Entwicklungen in der Welt und der Politik ohnmächtig
gegenüber fühlen. Die Entwicklungen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft
scheinen sich immer mehr der menschlichen Kontrolle zu entziehen und zeitigen
Folgen wie Arbeitslosigkeit und Armut, Umweltzerstörung und Ausbeutung oder
Kriege und Gewalt gegen Mensch und Natur. Dem Leben der Menschen dienen viele
dieser Entwicklungen schon lange nicht mehr, sondern schaden ihnen sogar
häufig. Um diesen Prozessen und der Ohnmacht vieler Menschen zu begegnen,
möchten wir ein Forum schaffen, in das die Menschen ihre Ideen und Meinungen
einbringen können. Vor allem soll es darum gehen, die Kritik in konstruktive
Konzepte und Vorhaben zu verwandeln, um die Interessen der Menschen zu
thematisieren und für die Welt sichtbar zu machen.

Zu diesem Zweck bereiten wir gerade ein größeres Treffen vor, das am 3. März
stattfinden und 100 bis 200 Menschen zusammenbringen soll. Dieses Treffen teilt
sich nach einer kurzen Begrüßung und Einführung sofort in Arbeitsgruppen auf, in
denen erste Projektideen entwickelt und vorgestellt werden können. Nach einer
erneuten Zusammenkunft entscheiden sich die Teilnehmenden für ein Thema, das
sie am meisten interessiert. Die derart entstehenden Arbeitsgruppen haben das
Ziel, Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die die Inhalte der Kritik und die
Alternativen zur Globalisierung öffentlich und medial wahrnehmbar machen.
Während des Gipfels soll dann versucht werden, die Anwesenheit der Weltpresse
in Rostock zu nutzen und öffentliche Aufmerksamkeit für die Interessen der
Menschen zu gewinnen.

Wir sind überzeugt, daß die Teilnehmenden zahlreiche kreative Ideen und Vorhaben
entwickeln werden, sobald sie in aktiven Austausch getreten sind. Die
Initiierung dieses Prozesses ist eine der schwierigeren Aufgaben innerhalb
dieses Projektes. Wir von Soziale Bildung haben einige Erfahrung mit
emanzipatorischen und demokratischen Arbeitsmethoden und hoffen, diese
erfolgreich einsetzen zu können.

Zur Gewinnung der 100-200 Teilnehmenden verlassen wir uns auf die derzeit
vorhandene öffentliche Beschäftigung und Empörung, vor allem mit den
überdimensionalen Kosten des Gipfels, und die Erfahrungen mit herrschaftlicher
Repression vor allem im Zuge des Bush Besuchs und während der Demonstrationen
zum 1. Mai im letzten Jahr, die wohl an niemandem in Rostock vorbeigingen. Wir
wollen versuchen, diese Aufmerksamkeit und Beschäftigung nicht im Sande
verlaufen zu lassen und in Aktivität umzuwandeln. Dazu bereiten wir gerade eine
breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit für den Februar vor, die über die
klassischen Wege der Nachrichtenverbreitung hinausreichen soll und sich
kreativer Strategien bedienen wird.

Das Projekt wird gefördert und unterstützt durch das Programm "Die
Gesellschafter" der Aktion Mensch.

Für alle Bereiche dieses Projektes hoffen wir auf Eure/ Ihre Unterstützung.
Insbesondere für die Verbreitung der Idee und die Gewinnung von Interessierten
sind wir auf Eure/ Ihre Hilfe angewiesen.

Neben der Generierung von Ideen und Konzepten durch die Teilnehmenden selbst
wird es im Projekt möglich sein, Eure/ Ihre Projekte den Teilnehmenden
vorzustellen und sie zur Mitarbeit zu gewinnen. Ihr habt/ Sie haben also die
Möglichkeit, auch für Eure/ Ihre Projekte Menschen zu gewinnen, die sonst nur
schwer für eine Mitarbeit zu aktivieren sind.

Wir sind sehr gespannt auf dieses experimentelle Projekt und auch auf den ganzen
Sommer 2007 und hoffen, daß die Menschen aus Rostock und der Region mit etwas
mehr Mut in die Zukunft gehen und beginnen, ihren Unmut und ihren Ärger über
politische, soziale und ökologische Verhältnisse in konstruktive Bahnen zu
lenken und unsere Welt mit ihren Ideen und ihrer Energie mitzugestalten.

Soziale Bildung e.V.
Weitere Informationen im Netz: www.undjetztkommstdu.info
oder bei uns: 	email: u.gausmann at soziale-bildung.org - Telefon: 0381/3644758
		oder email: bildung at soziale-bildung.org - Telefon: 0381/1273363

[bildung at soziale-bildung.org]


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Am Anfang war Genua

Die Proteste in Heiligendamm vorbereiten und dabei an Genua denken. Eine
Bestandsaufnahme aus Italien. von sandro mezzadra
Heiligendammm" ist ein Wort, das nicht viele Italiener richtig aussprechen
können. In den ersten Vorbereitungstreffen für die Proteste im kommenden Juni
ist der Name des Badeorts an der Ostsee aber nicht nur deshalb kaum gefallen.
In diesen Versammlungen ging es bislang weniger um die Organisation zukünftiger
Proteste, als um die Vergangenheit. Das bedeutet konkret: Genua, Juli 2001.
Nicht dass es in den vergangenen Jahren an einer Aufarbeitung gefehlt hätte.
Die brutale Repression, der Mord an Carlo Giuliani, die Gewalt in der
Diaz-Schule und in der Polizeikaserne von Bolzaneto waren ständig im
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, nicht zuletzt aufgrund der bis heute noch nicht
abgeschlossenen juristischen Aufarbeitung. Das Geschehen im Juli 2001 wurde
jedoch fast ausschließlich auf die Repression reduziert, darauf bezieht man
sich, wenn es um "die Ereignisse von Genua" geht. Die Diskussionen um die
Vorbereitung der Proteste in Heiligendamm bieten heute italienischen Aktivisten
die Gelegenheit, den einzigartigen und grundsätzlich unerwarteten Charakter der
Proteste von Genua zu analysieren.
Diese entstanden einerseits als Fortsetzung jener globalen Bewegung, die zwei
Jahre zuvor vor den laufenden Kameras von Sendern aus der ganzen Welt die
Straßen von Seattle erobert hatte. Auf der anderen Seite gab es spezifisch
italienische Aspekte dieser Bewegung, die sich in den zwei Jahren nach dem
G8-Gipfel in einem Zustand permanenter Mobilisierung befand. Die Sozialforen in
vielen Städten, die Massenproteste gegen den Krieg im Irak, die Kämpfe gegen
prekäre Arbeit und für die Rechte von Migranten sowie für die Verteidigung von
Kollektivgütern wären in Italien ohne die Ereignisse in Genua nicht - oder
nicht in diesem Ausmaß - möglich gewesen.
Gehen wir also zurück zu jenen Sommertagen vor dem G8-Gipfel. Am 18.?Juli 2001,
während Militär und Polizei den Kriegsschauplatz vorbereiteten und das
historische Zentrum mittels eines Zauns zur "roten Zone" für die Demonstranten
machten, waren die Aktivisten des Genoa Social Forum und anderer Netzwerke
damit beschäftigt, die letzten Details der Demonstration zu besprechen, die am
folgenden Tag stattfinden sollte und in deren Mittelpunkt die Rechte und
Forderungen von Migranten standen. Ununterbrochen klingelten Handys, die
letzten Informationen erreichten die Leute, die mit Zügen, Bussen und
Fahrrädern bereits auf dem Weg nach Genua waren. Die Stimmung in der Stadt war
einzigartig.
Natürlich wurden ständig Prognosen über die Zahl der Teilnehmer gemacht: 15?000,
vielleicht auch 20?000, mutmaßten die Optimisten. Schon diese Zahl erschien den
meisten phantastisch. Doch die Realität übertraf bei weitem alle Vorstellungen:
Am folgenden Tag kamen Zehntausende von Menschen nach Genua, um gemeinsam mit
den Migranten auf die Straße zu gehen. Nicht nur das Missverhältnis zwischen
den optimistischsten Prognosen über die Teilnehmerzahl und der Realität war
unerwartet. Dieser "Eröffnungsakt" der Proteste gegen den G8-Gipfel entwickelte
eine Eigendynamik, die in mancher Hinsicht im Vergleich zu früheren
Demonstrationen ein Novum darstellte. Während sich der Menschenzug durch die
Straßen von Genua schlängelte, wurde die Demonstration immer größer. Es war
eine große Einigkeit zu spüren, während die Gruppen, die zur Demonstration
aufgerufen hatten, zugleich auf ihre starke Heterogenität verwiesen.
Ähnliche Beobachtungen könnten für die weiteren Tage der Proteste in Genua
gemacht werden. Die Demonstration am 19.?Juli war sicher der Termin, von dem
sich die organisierten Gruppen innerhalb des Genoa Social Forum am wenigsten
versprochen hatten, dennoch war sie das deutlichste Beispiel für die
Originalität der Bewegung, die in diesen Tagen zum Ausdruck kam. In dieser
Demonstration vereinigten sich Prozesse und Dynamiken, die in der Gesellschaft
bereits vorhanden, jedoch diffus waren. In Genua fanden sie zum ersten Mal eine
gemeinsame politische Ausdrucksform: "Ethische" Positionen aus dem Bereich der
Non-Profit- und der internationalen Kooperationsarbeit trafen auf die
Radikalität der Centri Sociali, die Sprache der Migranten mischte sich mit den
Slogans der Basisgewerkschaften, die Frauen- und Genderbewegung sprach auch
unpolitische Menschen an, die nach Genua gekommen waren, weil sie einfach "die
Schnauze voll" hatten.
Die Bewegung von Genua mit ihrem spezifisch italienischen Charakter stellte sich
in die Kontinuität der globalen Bewegung. Viele bestanden damals auf dieser
Bezeichnung und lehnten das von den Medien erfundene Etikett no global ab,
während andere in der Bewegung sich damit identifizierten.
Diese Bezeichnung war jedoch eine Mystifizierung, denn sie reduzierte die
Bewegung auf eine ausschließlich reaktive Position. In Seattle spielten
"anti-systemische" Kräfte zum ersten Mal auf einem globalen Feld, dabei war die
Zusammenführung der globalen Kämpfe nicht ihr Endziel, sondern ihr
Ausgangspunkt. Dadurch reaktivierte die Bewegung eine "andere" Geschichte der
Globalisierung, sie entdeckte ihre heimliche Genealogie, durchwoben von dem
kommunistischen Internationalismus und dem antikolonialen Widerstand sowie von
einer Reihe von Kämpfen, die nationale Grenzen in Frage gestellt und den
globalen Kapitalismus zu einer Restrukturierung seiner Produktions- und
Verwertungskreisläufe gezwungen hatten.
Die Bewegung für die Rechte der Migranten war ein wesentlicher Teil dieses
Prozesses. Deshalb war es ein wichtiges Signal, dass die Auftaktdemonstration
in Genua deren Forderungen in den Mittelpunkt stellte. Die transnationale
Mobilität der Arbeit hatte einige wichtige Merkmale der globalen Bewegung
vorweggenommen. In Genua bekam sie zum ersten Mal politische Anerkennung.
Vieles hat sich geändert seit Juli 2001, sowohl in der italienischen als auch in
der globalen Bewegung. Doch durch diese Demonstration rückten Forderungen in den
Mittelpunkt, die für einige Entwicklungen der vergangenen Jahre eine zentrale
Rolle spielten. Ich denke dabei an den Kampf gegen den CPE und an die Revolte
in den französischen Banlieues oder an die Protestbewegung der Migranten aus
Lateinamerika in den USA im Frühling vergangenen Jahres.
In Europa konnten durch eine immer stärkere soziale und politische Teilnahme von
Migranten einige wichtige Ziele erreicht werden, wie die Legalisierungen in
Italien, Spanien und Griechenland. In Großbritannien machten migrantische
Putzkräfte die Kampagne "Justice for Cleaners", Migranten und Flüchtlinge sind
die neuen "Hausbesetzer" in italienischen Großstädten wie Rom geworden. Das
sind nur einige Beispiele dafür, dass die Migration sich zum wichtigen
Konfliktfeld entwickelt hat.
Die zentrale Forderung nach Bewegungsfreiheit stellt die so genannte europäische
Staatsbürgerschaft als Element der europäischen Identitätsbildung permanent in
Frage. Gleichzeitig zeigt sie, wie instabil die europäischen Arbeitsmärkte
sind, deren struktureller Bestandteil migrantische Arbeit geworden ist. Die
Heterogenität dieser neuen Zusammensetzung der lebendigen Arbeit stellt ein
großes Konfliktpotenzial dar.
Bewegungsfreiheit, Abschaffung aller Grenzen, diese Begriffe kamen vor in den
Slogans der Demonstration am 19.?Juli 2001. An diese Forderungen sollte der
Protest in Heiligendamm anknüpfen. Die Zeit der Gegengipfel, des "Stürmens" von
Großereignissen und des Angriffs auf die "Herrscher der Welt" endete nach dem
G?8-Treffen in Genua mit dem Beginn des Kriegs gegen den Terror.
Doch dies bedeutet keine Niederlage für die globale Bewegung. In dieser Zeit
gelang es, mit dem "unilateralen Denken" und der Rhetorik der "neuen
Weltordnung" abzuschließen und aus der Globalisierung ein Konfliktfeld zu
machen. Die Herrschaft über die kapitalistische Globalisierung in der Gestalt,
die sie in den vergangenen Jahren annahm - nämlich des amerikanischen
Unilateralismus -, erlebt derzeit eine Krise.
Von hier aus muss die globale Bewegung neue Bereiche der Politisierung erobern.
Dafür soll aber nicht von einer allgemeinen Kritik der kapitalistischen
Globalisierung ausgegangen werden, sondern von spezifischen Kämpfen, die von
lebendigen Subjekten in ihrer alltäglichen Praxis ausgetragen werden. Wichtig
dabei ist es, einen politischen Raum zu schaffen, in dem die Kämpfe sich
definieren und ausgetragen werden. Der G8-Gipfel in Heiligendamm könnte ein
wichtiger Termin sein, um die Frage nach diesem Raum, der für mich Europa
heißt, erneut zu stellen.

Sandro Mezzadra ist Professor für Geschichte des politischen Denkens an der
Universität Bologna. Er ist Mitglied des transnationalen Netzwerks "Frassanito
Network".

[http://jungle-world.com/seiten/2007/07/9378.php]


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Anti-fascist Working Group

At the last Dissent meeting in Germany an ANTI-FASCIST WORKING GROUP was
established by some anti-fascist activists from Mecklenburg-Vorpommern. The aim
of this project is to organize a powerful and creative resistance against the
fascist demonstration in Schwerin at the 2th of June. Members of the fascist
"Nationaldemocratic Party of Germany" (NPD) are planning a mass demonstration
with 1500 neonazis. It's most likely that they try to present themselfes as
"the only real anti-capitalists".

>From our point of view as regional activists there is big necessity to blocade
this demonstration and to point out the anti-fascist character of the
anti-globalisation movement. Although at the same time there is big anti-G8
demonstration in Rostock we are going to mobilise against the nationalist march
in Schwerin.

Fascist structures in Mecklenburg-Vorpommern

Antifascists in Mecklenburg-Vorpommern are confronted with a strong and
good-organised fascist scene. At the last elections in September 2006 60000
people voted for the anti- Semitic and fascist NPD, so they gained six seats in
parliament.
Their strategy is controversial: On the one hand they try to create a social and
peaceful image of themselfes as it can be seen in their ambitions to organise
free meals for the unemployed or to arrange youth camps. Recently they place
emphasis on anti-G8 activities. On the other hand violence is on their agenda
too. There are lots of militant neo- nazis in the rows of the NPD but also in
the unorganised fascist spectrum. Their infrastructure is well developed.
Neo-nazis in Mecklenburg-Vorpommern have their own shops to sell their fascist
stuff like CD's, T-Shirts etc, they own great estates, in which neo- nazi
concerts or lectures take place and there a even some companies runned by
fascists like the "National Print Office", where all the local neo-nazi
magazines and flyers are printed.

Alerta Antifascista!
In our opinion it's highest time to show fascists in Mecklenburg-Vorpommern that
there are lots of people who won't tolerate them on the streets of Schwerin on
the 2th of June, as well as anywhere else anytime. Let us show them that we are
more powerful, than they can possibly imagine :)

So if you want to get involved or if you are interested in more information
about the fascist scene in Mecklenburg-Vorpommern, don't hesistate to write to:

[aag at systemausfall.org]


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AWO Kreisverband drückt Unverständnis aus

Pressemitteilung
Mitglieder des AWO-Kreisverbandes Bad Doberan kamen am 8. Februar mit Vertretern
der globalisierungskritischen Bewegung zusammen, die die Proteste gegen die G8
begleiten und vorbereiten.

Ortsgruppen hatten die Bitte, entsprechende Veranstaltungen zu organisieren, an
den Kreisvorstand herangetragen;denn das Interesse an Informationen über die
bevorstehenden Gipfelproteste, Hintergründe und Zusammenhänge ist groß.

Mehr als 100 Interessierte waren zu zwei Diskussionsforen nach Kröpelin
gekommen.
Alexis Passadakis von attac, Matthias Monroy von der Gipfelsoli Infogruppe und
Dieter Rahmann von der Camping 07 Ag, informierten und diskutierten mit den
Anwesenden.
Die Motivation der Gipfelkritik ist für die AWO-Mitglieder schlüssig und auch
die Legitimität der Proteste. Beeindruckend war für uns die Vielfalt der
Protestbewegung von Kirchen über entwicklungspolitische Gruppen,
Umweltorganisationen und Friedensaktivisten bis zu Parteien und auch das Bunte,
nämlich auch Samba-Bands oder eine Clowns Army.
Das es Euromärsche geben wird und Fahrradkarawanen, die bei uns enden , das
Gebet am Heiligen Damm , Aktionen gegen das Bombodrom.
Was den meisten Anwesenden Sorge bereitet sind die Unklarheiten, wie denn das
tägliche Leben in dieser Zeit ablaufen soll. Und auch die Frage, ob denn Gewalt
ausgeschlossen werden kann und warum diese Frage ständig in den Medien bedient
wird, regelrecht Angst würde geschürt - warum?.
Tausende Journalisten, die zum Brennpunkt des Geschehens wollen, Tausende
Demonstranten, die an einer Demonstration oder anderen Aktion teilnehmen wollen
und Tausende Polizisten, die auch dorthin sollen.. Wie wird das gehen?
Wie kommt man zur Arbeit? Was passiert mit der Kinderbetreuung in dieser Zeit?
Was wird mit der Betreuung Pflegebedürftiger? Wird normales Leben überhaupt
möglich sein?
Unverständnis wurde dafür zum Ausdruck gebracht, dass den zu erwartenden
Demonstrationsteilnehmern bisher keinerlei Flächen für ein Camp oder auch
mehrere Camps ausgewiesen wurden, damit diese rechtzeitig und ordnungsgemäß für
so viele Menschen vorbereitet werden können. Ebenso kann es nicht sein, dass
über 100 Mio Euro und keine Mittel gescheut werden, damit sich die G8 treffen,
aber die damit ebenso eingeladene Protestbewegung in unserer Demokratie bisher
keine Unterstützung bei der Vorbereitung erfährt.
Die Referenten hatten das Programm mit den konkreten Planungen mitgebracht.
Jeder konnte sich informieren wann was wo stattfindet und auch wo man weitere
Informationen dazu erhalten kann, vom 1. Juni bis zum 8.Juni - alles ist
ersichtlich.
Es wurde die Frage von Teilnehmern aufgeworfen, warum die Polizei nicht ebenso
offen mit ihren Informationen umgeht ; denn damit könnten viele
Verunsicherungen ausgeräumt werden.
Die Einladung der Vertreter der Protestbewegung, an Demonstrationen, dem
Alternativgipfel, an unterschiedlichsten Aktivitäten teilzunehmen,
Kulturveranstaltungen und auch das Camp zu besuchen, blieb nicht ungehört..

Kathrin Polz
Kreisvorsitzende

[http://gipfelsoli.org/Presse/799.html]


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T-Shirt für Bützower G8-Camp im Angebot
"Gerücht" um Teilnahme des DGB

Bützow (efpe) • Wer wird im Juni im Bützower Camp von G8-Gegnern übernachten?
Diese Frage beschäftigt bisher viele Einwohner der Stadt. Mit dem Deutschen
Gewerkschaftsbund (DGB) nannte Camp-Organisator André Harder eine Hausnummer,
konkreter war er bisher nicht. Doch genau der DGB solle das Bützower Camp
ablehnen, heißt es in einem Medienbericht. Grund: zu weit weg vom Geschehen in
Heiligendamm.
"Gerüchte wie dieses wird es bis einschließlich 1. Juni geben", erklärte gestern
André Harder vom "Büro VIP". "Wir haben einen rechtskräftigen Vertrag mit dem
DGB", fügt er an, nennt den DGB Hamburg und den DGB Nord als Beispiele.
Das Gerücht habe seiner Ansicht nach die Organisation Attac in die Welt gesetzt,
weil sie staatliche Camps durchsetzen wolle. Da sei das Bützower natürlich ein
Störfaktor. Er bleibe jedoch gelassen, so Harder.
Das "Büro VIP" hat jetzt mit dem Verkauf von Tickets für das Bützower Camp
begonnen. Im Internet wirbt es für das "Gute-Nacht-Camp" auf der Seite
www.g8-gute-nacht.de (SVZ berichtete). Dort erfahren Interessierte z.B. auch,
dass zwei "Sanitärstädte" im Bützower Gewerbegebiet aufgebaut werden sollen. Wo
G8-Gegner vom 1. bis 10. Juni ihre Notdurft verrichten, ist auf einer Karte
exakt nachzuvollziehen.
Für das Bützower Camp haben die Organisatoren auch ein Logo entworfen. Für
sieben Euro kann ein T-Shirt geordert werden - in den Größen S bis XL.

[http://www.svz.de/newsmv/lr/bue/14.02.07/23-15974169/23-15974169.html]


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UndoingCapitalism.
Skills for Change

 - Kapitalismus? Nein danke! - Antikapitalismus für alle - G8: Gebt Acht! -
Popular Education - Training for Change - Direct Education - Eine andere Welt
ist möglich - sexraceclass - Für eine Welt, in die viele Welten passen -
Caminamos preguntando -

Four workshops from 27th of April - 6th Mai 2007
- or if you want to: A ten-day workshop consisting of four sessions

in Schloss Trebnitz (northeast of Berlin)

What is the basic idea of these workshops?

It is not analysis of neoliberal globalisation which is missing, but rather
forms to transmit and exchange knowledge. And surely more ways to inspire
people to action! Political education from below, in the sense of Popular
Education, is underdeveloped within the globalisation movement - and yet it´s
not only way more fun than reading texts but it also reaches and inspires more
people.

In these four workshops you can experience and learn
-	about capitalism and anti-capitalism using popular education methods
- tools and approaches for training social activists to increase the impact on
vital progressive movements
- how to use all this for yourself and for ´teaching´ others, but also to bring
skills and awareness into a non-hierarchical organizing process - to increase
the democracy in our social movements.

Rosa Luxemburg-Foundation in cooperation with the Canadian Union of Postal
Workers and Training for Change.

II
Who will be doing the training?

Training for Change is a US-based group that spreads the skills of democratic,
nonviolent social change, with experience in countries of the Americas, Africa,
Asia and Europe. Its concept of direct education goes beyond the transmission of
knowledge to focus on transformation: both for workshop participants and for
their ability to act within society. It is based on the concept of popular
education, which has its roots in social movements and was first set out
systematically by Paulo Freire. Beginning with the lived reality of
participants, visuals and group dynamics are drawn upon heavily, rather than
working from texts. The objective is to be as inclusive as possible and,
furthermore, to draw upon the knowledge and abilities of all those involved.
Daniel Hunter is former Program Director for TfC who has facilitated workshops
in Africa, East Asia, India and Europe.
Erika Thorne is a Training Associate with TfC who has focused on building
effective coalitions, adressing racism, and daring to dream.

The Canadian Union of Postal Workers (CUPW) has been involved in the global
resistance movement as part of the network Peoples Global Action since its very
beginning. Besides, they´re an extraordinary example of doing education in a
different way: CUPW members join four weeks of training on capitalism, sexism
and racism. For many participants this is changing their range of activism
thoroughly: When in 2002 the G8, after the events in Genua the year before, hid
in the Canadian mountains, Kananaskis, activists of the CUPW were the only ones
crossing one checkpoint after the other - ´delivering their mail to the G8 and,
finally, blockading the street.
Dave Bleakney is the CUPW´s National Union Representative for education
(Anglophone), he has held over a hundred workshops involving thousands of
workers.

III
What is each workshop about?

Anticapitalism for all
Fri., 27th April, 18.00 h - Sun., 29th April, 15.00 h

First we want to explore what anticapitalism means in our and other peoples
lifes - beyond dry analysis of capitalism but not without understanding. Join
us if you want to find out more about the issue, and/ or if you´re thinking
about spreading this to others. The session will be directed towards addressing
the interests of those who simply come as participants, as well as those of
people interested in the further transmission of this knowledge as
'multipliers'.


Training for Social Action Trainers
Sun., 29th April, 18.00 h - Tue., 1st May, 15.00 h

Building on this, the second session will provide an opportunity to depart from
the role of participant and with guidance jump into training, using the
workshop as a learning laboratory. This is an intensive training designed for
activists wanting to inspire people, as well as experienced facilitators
wanting to take their skills to a new level and learn how training can be used
more effectively.

AS A PARTICIPANT, YOU WILL...

•	Receive personal guidance from experienced trainers
•	Take risks and try new approaches in a safe and supportive environment
•	Increase your training options, refine your skills, and learn from each other
IV

Advanced Training of Trainers
Tue., 1st May, 18.00 h - Fri., 4th May, 15.00 h

Deepen and broaden your facilitation skills in an advanced workshop open only to
those having attended the Training for Social Action Trainers, or have
experience. Together we'll tackle some of training's biggest challenges -
including doing cross-cultural work, handling conflict and strong emotions,
modifying workshop designs on the fly. And we will experiment with new
solutions.
In this three-day workshop, developing the ability to work with groups and
organizations will continue. The AdToT is not only of interest to ´teachers´.
On the contrary, the more activists and concerned people are able to develop
these skills, the more democratic and effective our social change work will be.

AS A PARTICIPANT, YOU WILL...

•	Receive in-depth, personal coaching on your goals
•	Prepare for cross-cultural work, including international training
•	Learn about more training tools and how to use them effectively
•	Use more practice time to experiment with new approaches in a supportive
setting

IV

Class Matters
Fri., 4th May, 18.00 h - Sun., 6th May, 15.00 h

The housing activists were stumped - they couldn't get people from the local
housing project to come to their meetings."Nobody there cares enough to do
anything!" they said.

CLASS IS THE MISSING PIECE
These were experienced activists. But like a lot of organizers, they didn't have
an awareness of the power of economic and social class. As a result, they
experienced frustration with other groups and their organizing was less than
effective.

CLASS INFLUENCES OUR ACTIVISM
Social class influences our lives subtly yet powerfully. It affects how we feel
about ourselves and how we treat each other. It influences how much money we
get in our lifetimes -- and how long our lives will be. It's also influencing
our activism, probably more than we realize.

Like racism, class prejudice gets in the way of effective coalition-building.
Like sexism and homophobia, it can deprive our activist groups of the
contributions of all. Unlike those forces, classism is rarely brought out in
the open. That makes it even more powerful!

WHY IS CLASS SO HARD TO SEE SOMETIMES?
Class is everywhere. But from an early age, most of us were trained not to see
it. We were taught that our modern society is "classless," or that we're all
middle class. That training can make the effects of class hard to spot at
first.

ADRESS A TABOO: CLASS
Learn about class dynamics in groups and social movements.
Strengthen your activism for a deeper level of social change.


What we would like to add:

These workshops are part of the mobilisation for the protests against the G8
summit in Heiligendamm/ Mecklenburg-Vorpommern in June 2007. But at the same
time they aim toward a movement beyond this event - a movement for another
world, and for a life that we like.
V
Organizational stuff

4 workshops in 1 - what does it mean?

You can take all four workshops for an intense, extensive training experience.
It´s a rare opportunity, and we recommend it! You can also attend just one, two
or three, according to your time and special interests.

And if my English is not sufficient?
Noch ein Hinweis auf deutsch und in anderen Sprachen:

deutsch: Diese Workshops werden auf Englisch stattfinden. Doch wollen wir mit
Flüsterübersetzung durch Freiwillige arbeiten: für Deutsch, und wenn möglich
für jede andere benötigte Sprache (in diesem Fall meldet Euch bitte vorher!).
Es braucht also niemand Englisch beherrschen, aber alle benötigen eine Offenheit
dafür, dass nicht alle dieselbe Sprache sprechen. Genau wie im richtigen Leben!

Castellano: Estos talleres serán en Inglés. En caso de que necesites una
traducci?n al castallano o otro idioma por personas voluntarias durante el
seminario: contáctanos antes por favor!

Français: La langue sera anglaise. Si tu as besoin de Française ou d´autre
langue par une personne volontaire pendant le workshop, prend contact avec nous
à l'avance s´il te plaît.

English: If you need any other language than English: Please get in contact with
us in time!
So no-one needs to be perfect in English, but we all need an appreciation of the
fact that not everyone speaks the same language. Just like everywhere else!

VI
What will it cost you?

Before we tell, be beware:

- We will account your travel costs with the fee.
- The money is used for helping those from far away (including from other
countries) with their travel costs, to allow to participate; the workshops
themselves are fully subsidised.
- We don´t want you to stay off for money reasons. Instead: Sign in, pay in
advance (also as a kind of protective charge in order to ensure that free
spaces will not be wasted just because some people didn´t mean it seriously
when they signed in), and we´ll deal with it when you´re on the seminar.
Promissed.

* For the exact prices, see the Registration Form.

das Kleingedruckte noch mal auf deutsch:

Was soll es kosten?

Bevor wir das verraten, sei betont:

- Wir verrechnen Eure Reisekosten mit dem Teilnahmebeitrag.
- Das Geld wird benutzt, um jene von weiter weg (darunter auch aus anderen
Ländern) bei ihren Reisekosten zu unterstützen, und ihnen so die Teilnahme zu
ermöglichen; die Workshops selber sind vollständig finanziert.
- Niemand soll wegen des Geldes nicht kommen können. Trotzdem bitten wir darum,
den Betrag vorweg zu zahlen (auch als eine Art Schutzgebühr, um nicht zu
riskieren, dass Plätze frei bleiben, während anderen abgesagt wird); wenn Ihr
auf dem Seminar seid, klären wir das dann. Versprochen.

Registration Form

In case you register by e-mail, please give all information asked for in the
registration form below, and send it to:

habermann at rosalux.de

I register bidingly for

* all the workshops: 27th April - 6th May (100 €)
* the first workshop Anticapitalism for Everyone: 27th-29th April (20 €)
* the second workshop Training for Social Action Trainers: 29th April-1st May
(20 €)
* the third workshop Advanced Training of Trainers: 1st- 4th May (40 €)
* the fourth workshop Class Matters: 4th-6th May (20 €)


My Contact Info

* Name
* Address
* Phone
* E-mail
* remarks/ questions


Dietary and Medical Needs General Meal Preference:

Vegan (no animal products)
Vegetararian
Meat
Are there any foods you cannot eat? Please describe.

Child Care
If you need child care, please get in touch with us in advance.

Please registrate as soon as possible.

VII

Location:

Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e.V.
Platz der Jugend 6
15374 Müncheberg OT Trebnitz
Tel. 033477 519-0

Arriving by train:
Every two hours there are trains departing Berlin-Lichtenberg into the direction
Küstrin/Kostrzyn; after 50 min. travel get off at the station Trebnitz. It takes
another 10 min. walk to the castle. After registration, we will send you more
detailed information.

[habermann at rosalux.de]