[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm -- Davos
Öffentlicher Newsletter der Gipfelsoli Infogruppe
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Do Jan 25 20:39:31 CET 2007
- The European Security Strategy
- G-8-Gipfel: In Heiligendamm drohen Anschläge von Islamisten
- EU meetings
- Gute Nacht in Bützow
- Rechtshilfe braucht Geld!
- Einladung zur Gründung eines "Thüringer Netzwerkes gegen den G8-Gipfel" 2007
- G8-Gipfel-Hotel auf finanziellem Schlingerkurs
- Infos zur NoDemo (update 23.1.)
- Einladung zum 1. Tortenwurf-Wettbewerb am WEF 07 in Davos
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The European Security Strategy
Concepts and Technologies against Terrorism
The 10th European Police Congress (12 - 14 February 2007) deals with new
concepts and technologies for counterterrorism. This is one of the main points
of the upcoming EU-Presidencies of Germany, Portugal and Slowenia in 2007 and
2008 that includes the implementation of a common European Security Strategy
against Terrorism.
At the 10th European Police Congress, the following topics will be discussed in
a main programme of two days and eight panel Sessions:
Main Programme:
* Cooperation Concepts of international Secret Services
* European Alliances and Intelligence as a Prerequisite in the Fight against
Terrorism
* The Capabilities of the "THW" for the European Security Network
* The European Police Mission in Bosnia and Herzegovina
* The new way ahead in the Fight against Terrorism
* The Security Architecture of the G8-Summit in Germany
* The transformation of the national Security Identity
* Transformation of the ESDP? Which Approaches of Member States and Europe are
Required for Optimised Counterterrorism?
* Transformation, Bundling and increased Sufficiency of the National Security
Architecture
Panel Programme:
* Counterterrorism in Europe: Financing, Detection and Reaction
* Network Europe: Information and Telecommunication Systems
* European Border Protection: Chances and Challenges of the Schengen-Enlargement
* Security Networks: Bundling of Resources - A future Perspective?
* European Police Missions: International Missions and Concepts
* The Policeman of the Future: Equipment, Capabilities, Reuirements
The Conference is free of charge for MoP´s, Members of Embassies, Policemen,
Militaries, Blue-Light-Organisations and Administrations.
[http://www.europaeischer-polizeikongress.de]
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G-8-Gipfel: In Heiligendamm drohen Anschläge von Islamisten
Extremisten von links und rechts rüsten sich für scharfe Proteste gegen das
Staatstreffen an der Ostsee. Selbst Neonazis wollen sich in die erwarteten
Massenproteste der Globalisierungsgegner einreihen. Die wahre Bedrohung der
Sicherheitslage im Ostseebad kommt jedoch von militanten Islamisten.
Berlin - Die Polizei rechnet zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der
G-8-Staaten im Ostseebad Heiligendamm mit Anschlägen. "Das Bundeskriminalamt
beobachtet die Mobilisierung gegen den Gipfel intensiv", sagte BKA-Präsident
Jörg Ziercke WELT.de. Zwar seien Aussagen zur Dimension und Form der geplanten
Proteste noch nicht abschließend möglich. "In der Vergangenheit hat sich jedoch
gezeigt, dass es bei derartigen Veranstaltungen ein erhebliches Protestpotenzial
gibt." Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei, erwartet zum Anfang
Juni beginnenden Gipfel zahlreiche Gewalttaten. "Man muss davon ausgehen, dass
es zumindest Brandanschläge geben wird", sagte er WELT.de.
In Heiligendamm soll ein mit Nato-Draht bewehrter Zaun Protestierende
fernhalten. Die Behörden rechnen mit bis zu 100 000 linken Demonstranten, die
gegen den "neoliberal globalisierten Kapitalismus" protestieren wollen, wie es
im Aufruf des Blockade-Netzwerks Block G 8 heißt. Die Organisatoren rufen zu
gewaltlosen Aktionen auf; dennoch rechnen Sicherheitskreise mit einem sehr
kleinen Kreis, der im Schatten der Massenproteste Gewalttaten plant.
Doch auch religiöse Fanatiker und Rechtsextremisten richten ihr Augenmerk auf
den Gipfel. "Ohne dass uns hierzu konkrete Hinweise vorliegen, muss aufgrund
der Teilnehmerstaaten und der hochrangigen Persönlichkeiten zudem davon
ausgegangen werden, dass die Veranstaltung auch im Zielspektrum islamistischer
Täter liegen könnte", sagte Ziercke. Und: Nach Informationen von WELT.de
mobilisieren Neonazis gerade im Internet, um gegen den Gipfel vorzugehen.
In einschlägigen Chats diskutieren Rechtsextreme aus dem Umfeld der
gewaltbereiten und neonazistischen "freien Kameradschaften", wie sie sich gegen
das Treffen der Staats- und Regierungschefs engagieren sollen. Unter der Parole
"G 8 2007 rocken" rufen sie zu Protesten auf. Allerdings nicht zu
eigenständigen: Die Neonazis wollen sich in die linken Massenproteste
einreihen. "Wir haben doch das gemeinsame Ziel, den G-8-Gipfel zu zerschlagen
oder wenigstens zu behindern", schreibt ein Chat-Teilnehmer im rechtsextremen
Internet-Forum Freier Widerstand. "Bald gibt es kein links und rechts mehr,
dann gibt es nur noch das System und seine Feinde", schreibt apokalyptisch ein
anderer. "Um Gewalttaten seitens der Antideutschen vorzubeugen", warnt ein
anderer Chat-Teilnehmer mit Blick auf die linken Demonstranten, "sollten wir
schon auf diese szenetypische Kleidung verzichten." Sprich: Nicht mit
Springerstiefeln und Bomberjacke, sondern in Turnschuh und Pullover wollen sich
Neonazis unter die anderen Proteste mischen.
Rechtsextreme kritisieren den G-8-Gipfel, weil die internationale Politik in
ihren Augen Grenzen verwische, nationale Identitäten angreife und sich zu sehr
an der Marktwirtschaft orientiere. Den Gedanken, zusammen mit Linken zu
protestieren, nennen Rechtsextreme "Querfrontstrategie". Damit nichts gemein
hat die NPD. Unter dem Motto "Für eine Welt freier Völker" wollen die
Nationaldemokraten ihren eigenen Protest in Schwerin auf die Straße bringen.
Doch die radikaleren Kameradschaften kann die rechtsextreme NPD, die im Landtag
von Mecklenburg-Vorpommern sechs Abgeordnete stellt, für ihre Demonstration kaum
begeistern. Die NPD erscheint den Neonazis als zu bürgerlich - bleibt ihnen der
Protest der Linken.
Die demokratischen Organisatoren der Gipfelproteste zeigen sich alarmiert. "Wir
werden mit aller Kraft verhindern, dass sich Neonazis unseren Aktivitäten
anschließen", sagte Frauke Distelrath, Sprecherin des globalisierungskritischen
Netzwerks Attac. Die Leute von Attac haben noch die Montagsdemonstrationen in
Ostdeutschland gegen die Hartz-IV-Reform in Erinnerung. Damals mischten sich
2004 vielfach junge Neonazis aus den Kameradschaften meist unbehelligt unter
die Demonstranten. Selbst in Blöcken konnten sie mitmarschieren. "Unsere Kritik
an der Globalisierung hat nichts mit der Kritik der Neonazis zu tun", sagte
Pedram Shahyar vom Attac-Koordinisierungskreis. "Wir werden alle nötigen Mittel
einsetzen, damit sie bei uns nicht mitmachen. Die wären lebensmüde, wenn sie
kämen."
[http://www.welt.de/data/2007/01/25/1188067.html]
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EU meetings
Overview
14. - 16.January informal EU meeting of the minister of inner affairs and law in
Dresden
18.-20.January informal EU meeting for working and social aspects in Berlin
9. - 10.February EU ministers of finance meets in Essen
12. - 13.February in Berlin informal meeting culture and media
01. - 02.March in Heidelberg informal meeting education
01. - 02.March in Wiesbaden informal meeting "defence"
12. - 13.March in Bonn/Petersberg informal ministers meeting cooperation with
trikont
30. - 31.March in Bremen informal meeting of ministers of foreign affairs
("Gymnich-Treffen")
19. - 20.April in Aachen informal meeting health
20. - 22.May in Mainz/Rheingau informal meeting of the agriculture-ministers
23. - 25.May in Leipzig informal ministers meeting about city planning and
territorial cohesion
01. - 03. June in Essen informal ministers meeting enviroment
[https://hamburg.dissentnetzwerk.org/EUmeetings/Overview]
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Gute Nacht in Bützow
Camp von Kritikern des G8-Gipfels auf dem Weg / Agentur wirbt im Internet
Neues vom geplanten Camp für G8-Gegner in Bützow: Die Organisatoren freuen sich
über grünes Licht des Landkreises und werben unter dem Slogan "G8 - Gute Nacht"
um Gäste. Die Stadt Bützow hat noch nicht zugesagt. Hier ist das Camp
umstritten. André Harder frohlockt: Das Umweltamt des Landkreises Güstrow habe
die erforderliche naturschutzrechtliche Genehmigung für das Camp im Bützower
Gewerbegebiet erteilt, erklärt der Organisator vom "Büro VIP". "Damit darf vom
1. bis 10. Juni eine Zeltstadt am Rande des Gewerbegebietes entstehen."
Die Zusage der Stadt in Ordnungsfragen stehe noch aus, sagt Bützows
Bürgermeister Lothar Stroppe. Er rechne mit einem Termin nach dem 30. Januar.
Stroppe zeigte sich gestern "verwundert" über den Vorstoß der Agentur.
Zusage und Auflagen hatte Harder stets zur Voraussetzung dafür gemacht, ob es
überhaupt ein Camp von Globalisierungsgegnern in Bützow geben wird. Nun sei
klar, dass die Zeltstadt eingezäunt wird, um das angrenzende Nebeltal zu
schützen. "Die Teilnehmer gelangen ausschließlich über einen ausgewiesenen
Eingang ins Camp", so Harder.
Die Agentur "Büro VIP" hat begonnen, das Bützower Camp massiv zu bewerben.
Motto: "G 8 - Gute Nacht". Ziel sei es, Bützow als Ausgangspunkt für Aktionen
gegen den Weltwirtschaftsgipfel in Heiligendamm zu nutzen. Im Internet ist eine
Seite freigeschaltet (www.g8-gute-nacht.de), die Interessierte informiert.
Demnach sind Familien-, Einzel- und Gruppentickets jeweils für die Dauer von
zehn Tagen im Angebot. Die Organisatoren versprechen u.a. 3000 Parkplätze,
IC-Bahnanschluss, Sicherheitsdienst, Seminare, Konzerte, Kanufahrten und
Kinderprogramm. Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg wird ein
Familienurlaub in Bützow ans Herz gelegt, da in diesen Bundesländern im Juni
bereits Ferien sind. Beantwortet werden im Internet auch mögliche praktische
Fragen von Gästen: Waschen sei umsonst, Duschen koste einen Euro, gefeiert
werden könne 23 Stunden am Tag - von 6 bis 5 Uhr morgens. Unter dem Stichwort
"Mecklenburger" ist zu lesen: "Denkt dran: Die Bützower waren vor euch da."
Unterdessen machen sich in der Stadt Bützow Sorgen wegen des Camps breit. Der
Polizeichef im Kreis, Hans-Detlef-Henkel, hatte im SVZ-Interview erklärt, dass
er bei Tausenden Menschen mit Krawallen rechne. Bürgermeister Lothar Stroppe
war aus Sicherheitsgründen von Beginn an gegen das Camp. Heute hat er
Gewerbetreibende und Fraktionschefs der Stadtvertretung zum Gespräch geladen.
Am Dienstag, 6. Februar, 18 Uhr, findet eine Einwohnerversammlung im Rathaus
statt. Ein Thema: das G8-Camp.
Die CDU-Stadtfraktion wollte das Camp sogar positiv begleiten. Einen Antrag zur
Bildung eines zeitweiligen Ausschusses für die Sitzung der Stadtvertreter am
Montag werde er jedoch wieder zurückziehen, sagt Fraktionschef Frank Schröder.
Begründung: Er sei "nicht mehrheitsfähig".
In Bad Doberan könnte es ein zweites Camp von G8-Gegnern geben. Das Netzwerk
ATAC will 5000 Besuchern Platz bieten.
[http://www.svz.de/newsmv/lr/bue/24.01.07/23-15709047/23-15709047.html]
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Rechtshilfe braucht Geld!
Spendenaufruf für einen Anwaltsnotdienst zum G8-Gipfel
Anlässlich des G8 Gipfels in Heiligendamm wird es voraussichtlich zu erheblichen
Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten kommen. Die Freiheit zur
Meinungsäußerung und zur Versammlung muss verteidigt werden; mitunter auch auf
der Strasse, auf Veranstaltungen, vor der Einsatzleitung der Polizei und den
Bereitschaftsgerichten.
Hier setzt die Arbeit des anwaltlichen Notdienstes an. Der Republikanische
Anwältinnen- und Anwälteverein und die Strafverteidigervereinigung
Mecklenburg-Vorpommern schaffen zur Zeit Strukturen, um unrechtmäßige
Masseningewahrsamnahmen, Einreiseverbote, Zurückhalten von Bussen mit
Demonstranten, Beschlagnahme von Flugblätter und Transparenten u. ä. zu
verhindern bzw. gegen solche Maßnahmen effektiven Rechtsschutz zu
gewährleisten. In Rostock werden für die Dauer von etwa 3 Wochen Büros
eingerichtet, in denen Anwältinnen und Anwälte neben dem Ermittlungsausschuss
arbeiten können.
Für die Einrichtung der Büros, die Anschaffung von Arbeitsmitteln oder die
Anmietung von Unterkünften wird Geld benötigt. Der Anwaltsnotdienst wird für
alle da sein. Er kann nur arbeiten, wenn sich auch alle an seiner Finanzierung
beteiligen!
Spenden für den Anwaltsnotdienst sollen auf das Konto des RAV
* Postbank Hannover
* Konto-Nr. 9004 - 301
* BLZ 250 100 30
* Stichwort: Anwaltsnotdienst G8-Gipfel 2007
überwiesen werden.
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Einladung zur Gründung eines "Thüringer Netzwerkes gegen den G8-Gipfel" 2007
Liebe Freundinnen und Freunde, KollegInnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und
Herren,
mit dem G8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm findet vom 5.-8. Juni 2007 ein
internationales politisches Großevent statt. Alle Kameras werden sich auf die
Regierungsspitzen der sieben mächtigsten Industrienationen und Russlands
richten. Auch die bereits angekündigten Proteste werden im Mittelpunkt der
internationalen Berichterstattung stehen.
Den jährlichen Treffen dieser acht wirtschaftlich und militärisch dominierenden
Staaten stehen seit Jahren Proteste und Aktionen der sozialen und
globalisierungskritischen Bewegungen und der Gewerkschaften gegenüber. Sie
erheben dort gemeinsam ihre Stimmen gegen die globalen ökonomischen und
sozialen Missstände, die durch die Politik der G8 forciert werden. Auf parallel
stattfindenden Gegengipfeln werden Vorstellungen über eine andere Welt
debattiert. Auch der G8-Gipfel 2007 in Deutschland wird eines der zentralen
Ereignisse für diese Bewegungen sein.
2007 wollen wir uns in Thüringen im Vorfeld des Gipfels mit der Politik der
Staaten der G8 beschäftigen und zu Protesten dagegen mobilisieren.
Dafür möchten wir Euch / Sie zu einer Veranstaltung einladen am Dienstag, 30.
Januar 2007 um 17:30 Uhr in Hörsaal 5.E.11 der Fachhochschule Erfurt (Altonaer
Straße 25).
In einem kurzen Input werden wir die Kritik an den Institution der G8 und ihrer
Politik verdeutlichen und zudem den aktuellen Stand der welt- und bundesweiten
Protestvorbereitung vorstellen. Im Anschluss daran wollen wir dann ein
"Thüringer Netzwerk gegen den G8-Gipfel" gründen, zu dessen ersten Treffen wir
Euch/ Sie hiermit herzlich einladen.
Unser Vorschlag zur Tagesordnung für die Netzwerkgründung ist:
I. Klärung der Grundlagen der Zusammenarbeit
II. Aufgaben und Ziele eines G8-Bündnisses in Thüringen
- weitere Mobilisierungsschritte
- Überlegungen zu ersten Projekten, Veranstaltungen, Aktionen
III. Organisatorisches (Struktur, Tagungsrhythmus, Tagungsort)
Als Grundlage für das Bündnis und unsere Zusammenarbeit schlagen wir vier Punkte
vor:
* Die Ablehnung der Politik und Institutionen der G8,
* verbindliche Absprachen und gleichberechtigte Entscheidungen,
* die klare Abgrenzung gegen jedweden Rechtsextremismus und Rechtspopulismus,
* und die Akzeptanz unterschiedlicher Protestformen.
Wir würden uns über Euer/ Ihr Kommen zur Veranstaltung und/oder dem
Netzwerktreffen freuen!
Mit freundlichen Grüßen
DGB-Jugend Thüringen Jugendbüro RedRoXX Anti-G8-Plenum BergsteigerInnen
Hinweis: Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG weist der Veranstalter darauf hin, dass
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der
rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch
rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige
menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der
Versammlung ausgeschlossen sind.
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G8-Gipfel-Hotel auf finanziellem Schlingerkurs
Das Kempinski Grand Hotel in Heiligendamm, Tagungsort des G8-Gipfels im Sommer,
ist offenbar in akuter Geldnot. Wie die "tageszeitung" (taz) am Donnerstag
berichtet, verliert der Hoteleigner - die Fundus-Gruppe - einen
Millionen-Kredit der HypoVereinsbank. In einem internen Schreiben, das dem
Blatt vorliegt, heißt es, das Geldinstitut habe sich "nicht mehr bereit
erklärt, den Kredit in Höhe von 15 Millionen Euro zu verlängern". Das
Schriftstück ging dem Bericht zufolge an die Anteilseigner der
Kommanditgesellschaft, der das Luxushotel in dem Ostsee-Badeort gehört.
Die Gesellschaft ist die Rechtsform für einen Immobilienfonds, der von der
Fundus-Gruppe im nordrhein-westfälischen Düren aufgelegt wird. Fundus hat weite
Teile des historischen Seebads Heiligendamm nach der Wende aufgekauft.
"Gipfel ist nicht gefährdet"
Die Fundus-Gruppe bestätigte der "taz" den Rückzieher der HypoVereinsbank. "Ja,
es findet eine Umfinanzierung statt", sagte Fundus-Sprecher Johannes Beermann.
Nach Ansicht von Fundus sei der G8-Gipfel dadurch aber nicht gefährdet. "Er ist
definitiv nicht betroffen", beteuerte Beermann.
Um "frisches Geld" gebeten
In dem Brief an die Gesellschafter kündigt die Geschäftsführung den Ausfall des
Geldes der HypoVereinsbank an. Außerdem bittet sie die Investoren um frisches
Geld, mit dem sie das Finanzloch stopfen kann. Wie die "taz" weiter berichtet,
lagen dem Schreiben entsprechende Darlehensverträge bei. Hinter Fundus steht
der Investor August Anno Jagdfeld, zugleich Geschäftsführer der
Kommanditgesellschaft. Mit dem Kreditausfall wäre das Gipfel-Hotel gefährdet.
Der Namensgeber Kempinski stellt in Heiligendamm nur das Know-how für das
Management des Hotels.
Das Geld soll nun möglichst schnell fließen. Bis zum 15. Februar wünscht sich
Geschäftsführer Jagdfeld die Verträge "mit möglichst properen Beträgen" zurück:
"Wir wollen die Fondssicherung im ersten Quartal 2007 vor dem G8-Gipfel
abgeschlossen haben." Eile ist auch geboten. Schließlich sollen vom 6. bis 8.
Juni die mächtigsten Staats- und Regierungschefs der Welt in Heiligendamm
logieren.
Überschüsse gefordert
Die HypoVereinsbank droht dem Brief zufolge an, ihren Kreditanteil an "eine
ausländische Finanzierungsgesellschaft (so genannte Heuschrecke) zu veräußern".
Die Bank habe sich zu dem Thema bisher nicht geäußert, so das Blatt. Der Grund
für den Rückzug der Bank könne sein, dass das Hotel derzeit offenbar nicht
sonderlich gut laufe, heißt es. Aus unterschiedlichen Gründen sei es "dem Grand
Hotel Heiligendamm bis heute nicht gelungen, Überschüsse zu erwirtschaften", so
Jagdfeld. Als Ursachen führt er der "taz" zufolge die Vogelgrippe an und dass
Tagestouristen durch die Hotelanlagen spazierten. Dabei ist das Areal rund um
das Hotel auf Betreiben von Fundus schon weitgehend für Normalbürger gesperrt.
Für den Gipfel wird bereits sogar ein Sicherheitszaun weiträumig um die
Hotelanlage gezogen.
Zehn Prozent des Kapitals der Kommanditgesellschaft
Wie die "tageszeitung" schreibt, ist der Brief an die Gesellschafter "in
dringlichem Ton" gehalten. Es heiße darin, "jeder ist gefordert". Den Erhalt
des Hotels sieht Fundus-Sprecher Beermann auch nach dem Gipfel nicht in Gefahr.
Die 15 Millionen Euro der HypoVereinsbank machten gerade einmal zehn Prozent des
Kapitals der Kommanditgesellschaft aus. Der größere Teil des Guthabens der
Grand-Hotel-Eigentümer setzt sich aus 127 Millionen Euro der Anteilseigner und
50 Millionen Euro Investitionszuschuss zusammen. Um das Hypo-Geld zu ersetzen,
müssten alle Gesellschafter ihr Kapital um 15 Prozent aufstocken. Einige von
ihnen sollen bereits schon jetzt nicht mehr zahlen können - oder wollen, so die
"taz".
[http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,,OID3619640_REF_SPC1729540,00.html]
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Infos zur NoDemo (update 23.1.)
In Davos stinkt es schon gewaltig nach WEF: überall stehen (weissverkleidete)
Gitter und Stacheldraht herum, Polizei und Militär sind auf der Strasse präsent
und nicht wenige WEF-TeilnehmerInnen und Journis waren schon heute geschäftig
auf der Promenade unterwegs.
Höchste Zeit für einige News zum Aktionstag vom nächsten Samstag.
Das wichtigste zuerst: Heute wurden der Infostand und die von Einheimischen
organisierte Demo bewilligt.
Anreise:
Da am Samstag in Davos auch eine bewilligte Demo stattfindet, sollte die Anreise
auch für Personen, die kostümiert oder mit Transpis, Infomaterial, etc.
anreisen, kein Problem darstellen.
Wie erwartet wird am Samstag in Fideris zwischen 9.00 und ca.14.30 Uhr die
Kontrollschleuse in Betrieb genommen. Zugreisende von Landquart nach Davos
müssen dort aussteigen und sich einer Gepäck- und in Einzelfällen einer
Identitätskontrolle unterziehen.
Wer sich diesem Prozedere nicht aussetzen will, findet auf
www.dadavos.ch/mediawiki/index.php?title=Infos_zur_Nodemo alternative
Anreiserouten.
Der Zug über Filisur fährt voraussichtlich nur bis Frauenkirch. Dort besteht die
Möglichkeit auf den Ortsbus umzusteigen.
Die übrigen Kurse verkehren fahrplanmässig.
SBB-Rail Service: 0900 300 300
Einige hilfreiche Links:
Rhätische Bahn: www.rhb.ch
Medienmitteilung der RhB zum WEF-Samstag: www.rhb.ch/aktuell/WEF_2007.pdf
Ortsbus Davos: www.vbd.ch
Situation in Davos:
Der Infostand steht auf dem Bubenbrunnenplatz beim Migros in Davos Platz (Karte
auf www.dadavos.ch/Karte_Davos.pdf) und ist am 27.1. von 10 bis 20 Uhr in
Betrieb.
Es ist möglich, dass die Polizei versuchen wird, AktivistInnen von der Promenade
fernzuhalten. Dies betrifft v.a. Personen, die kostümiert oder sonstwie als
WEF-GegnerInnen erkennbar sind. Währendessen sollten sich Personen, die
unauffällig bekleidet sind, in (fast) ganz Davos relativ frei bewegen können.
So oder so gilt für alle: "Viele Wege führen auf die Promenade!"
Die Demo, die von der Grünen Partei Davos organisiert wird, führt vom Bahnhof
Platz über die (wenig belebte) Talstrasse zum Bahnhof Dorf. Die Demo beginnt um
13.30 Uhr beim Bahnhof Platz.
Am Open Forum finden am Samstag drei Veranstaltungen statt (12.45 - 14.15; 15.30
- 17.00; 18.00 -19.30). Das detaillierte Programm ist auf
www.weforum.org/en/events/AnnualMeeting2007/OpenForum/index.htm .
Am Abend findet in der Box in Davos von 20 -24 Uhr ein Metalcore-Konzert mit
Prejudice (Genf), Elision (D), Set The Destroyer (Davos) statt. Link zur Box:
www.punkrockcity.ch/box.html
Es besteht keine Möglichkeit in der Box zu übernachten. Bei ausreichender
Standfestigkeit, kann man sich aber in Davos gut die ganze Nacht um die Ohren
schlagen. Infos auf www.davosbynight.ch.
Weitere Infos zu Aktionen, Anreise, Situation in Davos und Antirep auf
www.dadavos.ch/mediawiki/index.php?title=Infos_zur_Nodemo
Antirep-Nummer: 079/ 568 60 83
In diesem Sinne: Den Geist von Davos vertreiben!
[http://www.no-wef.ch.vu]
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Einladung zum 1. Tortenwurf-Wettbewerb am WEF 07 in Davos
Zur Förderung des Tortenwurfs als Protestdisziplin prämiert die Revolutionäre
Torten Front (RTF) zum ersten Mal Tortenwürfe auf WEF-Mitglieder. Das WEF
erscheint uns als ideale Plattform, weil hier eine grosse Anzahl würdiger
Zielpersonen auf kleinem Raum versammelt ist. Unser Ziel ist die Demaskierung
jener globalen Elite, welche sich anmasst, unsere Zukunft gestalten zu wollen.
Doch das können wir selbst viel besser! Runter vom hohen Ross, wir lachen euch
aus!
Ablauf:
Die Torten-Teams agieren autonom, ohne Anmeldung und Bewilligung. Sie kümmern
sich selbst um die Dokumentation ihrer Treffer und veröffentlichen diese auf
Indymedia.ch - die Prämierung erfolgt aufgrund dieser Berichte.
Wir empfehlen, die Anfahrtswege und die Tage Mittwoch bis Freitag einzubeziehen,
um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Es sollten mindestens drei Personen
pro Team sein: Eine macht die Torte bereit, eine wirft, eine filmt oder
photographiert. Torte aus kurzer Distanz ins Gesicht drücken. Vorsicht vor
nervösem Sicherheitspersonal! Tortenwürfe sind ein Antragsdelikt (d.h. sie
werden nur aufgrund einer Anzeige des Getroffenen verfolgt), ausser bei
offiziellen Personen (Beamtenbeleidigung). Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/Tortung
Bewertungskriterien:
Art der Torte: Selbst gebackene, bio und vegane Torten werden besonders
geschätzt. Bündner Nusstorten sind wegen Verletzungsgefahr ausgeschlossen.
Keine Verschwendung von Esswaren: Triff oder iss es auf!
Wer wurde getroffen? Treffer auf besonders niederträchtige WEF-TeilnehmerInnen
werden höher bewertet. Z.Bsp. Felipe Calderón, Wahlbetrüger und Unterdrücker
der Volksbewegung von Oaxaca, nennt sich Präsident von Mexiko und trägt die
Verantwortung für zahlreiche verschwundene politische GegnerInnen;
Gloria Macapagal Arroyo, Präsidentin der Philippinen, Unterdrückerin von
Arbeitskämpfen und verantwortlich für die Ermordung und das Verschwinden vieler
GewerkschafterInnen;
Maria Consuelo Araujo, kolumbianische Aussenministerin, hat enge Verbindungen zu
den paramilitärischen Verbänden, welche seit Jahren eine Politik des Terrors
durch Massaker, Verschwindenlassen, Folter und Mord betreiben; sie hat
versucht, ihren Einfluss spielen zu lassen und die Justiz von einer
Strafuntersuchung gegenüber ihrer Familie abzubringen, welcher die Bildung von
paramilitärischen Gruppen vorgeworfen wird;
Peter Brabeck, Nestlé-Chef, beschuldigt der Zusammenarbeit mit paramilitärischen
Gruppierungen, welche ArbeiterInnen in Nestlé-Betrieben bedrohen und umbringen.
Begründung: Schreibt eine Begründung, wieso ihr eine bestimmte Person betortet
habt. Stichhaltige Gründe erhalten Zusatzpunkte!
Gesamtbeurteilung: Stil, Eleganz, Originalität und Treffgenauigkeit.
Prämierung:
Die Prämierung erfolgt durch eine anonyme Jury von erfahrenen KonditorInnen und
TortenwerferInnen. Die ersten 3 Ränge werden mit dem Titel 'Master of Pie' (MP)
ausgezeichnet. Das Sieger-Team gewinnt die gravierte, rot-schwarze Tortenform.
Treffer auf den Gründer und Gastgeber des WEFs werden mit dem
Klaus-Schwab-Sonderpreis belohnt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
[http://gipfelblockade.immerda.ch/Index.php?Site=News_details&ID=380]