[Gipfelsoli Newsletter] Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Mit Okt 25 09:08:59 CEST 2006
- Irgendwie kam dem Wächter der Wald immer dichter vor, und näher kam er auch...
- Lets Rock Them Hard: Castortransporte Stören - G8 Versenken!
- Bewegung braucht Bewegung - ActionBikes für Heiligendamm!
- Einladung zum nächsten bundesweiten Treffen des Arbeitsschwerpunktes G8 und
(globale) Landwirtschaft am 2./3. Dezember in Witzenhausen
- Liebe Freundinnen und Freunde,
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Irgendwie kam dem Wächter der Wald immer dichter vor, und näher kam er auch...
Aufruf zu massiven und massenhaften Blockaden rund um die Rote Zone
Wir gehen wahrlich nicht erst seit Seattle und beileibe nicht nur innerhalb der
Globalisierungs-Bewegung auf die Straße, um gegen die Zerstörung unserer
Lebensgrundlagen und für ein selbst bestimmtes Leben zu kämpfen. Aber hier tun
wir es gemeinsam. Wenn sich die G8 2007 in Heiligendamm treffen, um ihr
weiteres Vorgehen beim kriegerischen Ausverkauf der Welt zu planen, verkriechen
sie sich in einem Käfig, denn sie wissen nur zu gut, dass die Opposition schon
da sein wird und es 1001 Grund gibt, sie für ihre Politik anzugreifen. Es ist
die Grenzenlosigkeit der kapitalistischen Gier, die Skrupellosigkeit, mit der
Mensch und Natur den Interessen von Waffendealern und ökonomischen Warlords
geopfert werden - und nicht zuletzt der Zynismus, all diese tödlichen
Bitterkeiten in schöne Worte zu packen - die uns so oft zutiefst traurig, aber
auch unbändig wütend macht. Aufhören damit!
Wir denken, dass die vergangenen Gipfelproteste nicht nur in praktischer
Hinsicht dann am erfolgreichsten waren, wenn es gelang, die Vielfalt der
emanzipatorischen Kämpfe und Aktionsformen respektvoll miteinander zu
verbinden. Die Kooperation bei den G8-Protesten in Evian 2003 steht dafür
ebenso wie die sich prima ergänzenden und für alle Beteiligten transparenten
Demolinien in gelb, pink und blau gegen den IWF 2000 in Prag. Auch in diesem
Jahr werden wir die Protestformen aller emanzipatorisch orientierten Gruppen
respektieren und wünschen uns das so auch für uns.
Es ist unsere Überzeugung, dass es nichts bringt, sachorientiert an die Vernunft
der Herrschenden zu appellieren oder im Schatten ihrer eskalierenden
Kriegstreiberei an einer Zivilgesellschaft zu arbeiten. Uns geht es nicht
darum, dass auf dem Gipfeltreffen andere Beschlüsse gefasst werden, die meist
nur eine Modernisierung von Ausbeutung und Unterdrückung bedeuten. Unter dem
Primat der Ausplünderung wird es mit uns keine konstruktive Zusammenarbeit
geben. Wir lassen uns in unseren Aktionen nicht auf Formen festlegen, die ein
Bekenntnis zur Legalität einfordern - was nichts anderes heißt, als dass wir
dazu genötigt werden sollen die herrschende Ordnung anzuerkennen. Wir wollen
nicht, dass unsere Aktionen die Unterwerfung unter eine Ordnung symbolisieren,
die täglich tausende Menschen um die Ecke bringt. Vielmehr werden wir all
denen, die für dieses organisierte Verbrechen verantwortlich sind ein
entschiedenes NEIN und so manches andere mehr entgegen schleudern!
International Mass Attacks - den Gipfel versenken!
Um Anlauf zu nehmen und den Ablauf des Treffens möglichst umfassend zu stören,
setzen wir auf einen Ring größerer und kleinerer Blockaden, massiv und
massenhaft, vielfältig und dezentral, die den G8 mit der Zeit immer näher auf
die Pelle rücken. Das kann neben klassischen Massenblockaden auch das Errichten
und gegebenenfalls die Verteidigung von Barrikaden, Direkte Aktionen von
kleineren Bezugsgruppen oder auch das Binden von Polizeieinheiten durch den
Black Bloc beinhalten. Angriffspunkte gibt es genug.
Auch wenn die obersten RepräsentantInnen der acht führenden Industrienationen
sich direkt in Heiligendamm treffen werden, spielt sich das Gipfelgeschehen
über mehrere Tage und auf vielerlei Treffen ab. Für das 'Gelingen' eines
Gipfels im Sinne eines reibungslosen Ablaufs braucht es eine Vielzahl an
ÜbersetzerInnen, an Delegationen von politischen Beamten und so genannten
Fachleuten, an Sicherheits- und Cateringpersonal, an Schreiberlingen und
SchönrednerInnen und nicht zuletzt die Versorgung all dieser 5000-10.000
Teilnehmerinnen mit Essen, Trinken bis hin zu so was banalem wie
Toilettenpapier.
Dadurch erweitert sich das potenzielle Störfeld auf die Unterbringungsorte der
oben genannten und die Wege, die sie im Verlauf des Gipfels nehmen müssen. Hier
sind alle aufgefordert, große und massenhafte Blockaden nicht nur auf dem
zentralen Zubringe von Bad Doberan nach Heiligendamm zu platzieren, sondern
rund um die gesamten Zufahrten zum Gipfelort sowie von und zu den
Übernachtungslocations. Damit können AktivistInnen gut entscheiden, ob sie
lieber Bezugsgruppenaktionen im Schutz von größeren Blockaden vornehmen wollen
oder der Errichtung nachhaltiger Blockaden den Vorzug geben. Die Entzerrung der
Aktionsorte begünstigt die Vielheit der Protestformen und setzt uns in freudige
Erwartung eines Festivals internationaler Aktionen.
In den bisherigen Debatten um eine Choreographie der Proteste kristallisiert
sich der Vorabend des Gipfelbeginns und der erste "echte" G8-Tag als
koordinierter Zeitraum massenhafter Blockaden heraus. Ob am nächsten Tag weiter
blockiert oder die Rote Zone in Angriff genommen werden wird ist noch nicht
absehbar. Klar ist aber, dass für das wirkungsvolle Agieren rund um den Gipfel
ständig zeitnahe Informationen benötigt werden - eine Aufgabe, die auf Camps
und von dezentralen Infopunkten abgedeckt werden wird.
Unser Ziel: Völliger Verkehrskollaps von und nach Heiligendamm
Für globale soziale Rechte und ein ganz anderes Ganzes
PAULA [überregionales Plenum - antiautoritär - unversöhnlich - libertär -
autonom] Ende September 2006
------------------------------------------------------------------------------Lets
Rock Them Hard: Castortransporte Stören - G8 Versenken!
Eine Ganz Andere Energiepolitik Ist Nötig!!
Mitte November rollt der zehnte Castortransport nach Gorleben. Dann haben wir
die Möglichkeit, das Thema Energiepolitik aufzugreifen und auch praktisch zu
intervenieren. Wir sollten die Chance nutzen, das Themenfeld 'Energie' nicht
den G8-Staaten zu überlassen, sondern unsere Forderungen und Vorstellungen
einer emanzipatorischen Energieversorgung deutlich zu machen. Wenn wir gegen
Castortransporte oder gegen die Atomenergie insgesamt Widerstand leisten, geht
es uns um mehr: Es geht um die Frage, wie wir in Zukunft Energie produzieren
wollen und wie eine emanzipatorische, also ökologische, soziale und
basisorientierte Energiepolitik aussehen kann. Es geht uns aber auch darum,
anhand der Atomtechnologie die Macht- und Produktionsverhältnisse des globalen
Kapitalismus zu analysieren, darzustellen und dem selbstverständlich unseren
Protest entgegenzusetzen. Ob in Gorleben, Heiligendamm oder sonstwo!
EnergieMachtPolitik
Wenn die radikale Linke in der BRD sich in den letzten Jahren mit dem Thema
Energie auseinandergesetzt hat, dann ausschließlich mit der Atomenergie, andere
Energieträger wie Kohle, Gas oder Erdöl wurden wenig bis gar nicht beachtet.
Die Ausdehnung, Beschleunigung und Weiterentwicklung des Kapitalismus (auch
Globalisierung genannt) hat in den letzten Jahren zu einem immer verschärfteren
Wettlauf um die energetischen Rohstoffe geführt. Ein neues Zeitalter der
Energiekonflikte hat begonnen. Auch deshalb wird beim G8 - Gipfel 2007 in
Heiligendamm die sog. 'Energiesicherheit' ein Schwerpunkt sein. Die sieben
führenden Industrienationen und Russland werden dort Absprachen treffen und sie
werden versuchen ihre imperiale Konkurrenz durch (Neu-) Aufteilung zu
entschärfen. Das ist nach ihrer Logik auch bitter nötig. Denn längst hat das
Zeitalter von Verteilungskämpfen um die immer knapper werdenden, aber
gleichzeitig in immer größeren Mengen benötigten Ressourcen begonnen. Die
Fragen von Energiesicherheit bestimmen immer mehr die globale Wirtschaft und
Politik. Der Zugang zu den Rohstoffen wird notfalls militärisch, oder durch die
Androhung von militärischer Gewalt und anderen erpresserischen Maßnahmen
durchgesetzt. Der Wettlauf um die Ressourcen greift in die Machtverhältnisse
zwischen den Staaten grundlegend ein.
EnergieMachtPolitk!
So setzte unlängst Russland seine Erdgasvorräte politisch gegen seine
Nachbarländer ein, in dem es mit einem Lieferstopp drohte.
Aber auch die EU rückt das Thema Energiesicherheit in das Zentrum ihrer
Außenpolitik, schmiedet. strategische Partnerschaften, mit welchen Regimen und
Diktatoren auch immer. Bei wirtschaftlichen und nationalen Interessen sind
Menschenrechte und Ökologie einen Dreck wert.
Und selbst US-Präsident Bush bescheinigt der USA eine Abhängigkeit vom Öl,
dessen Sicherung außenpolitisch in letzter Zeit zu einem großen Image-Verlust
seiner Regierung geführt hat. Und so verordnet er eine Entziehungskur, die im
wesentlichen auf den Ausbau der Atomenergie abzielt.
Die Großen Industrienationen (EU, USA, Russland und auch Aufsteiger China) geben
inzwischen ihrer Ressourcensicherheit politische Priorität. Angestrengt
versuchen sie ein Netz von Pipelines durch Wüsten, Wälder, Ackerflächen und
auch unter dem Meer zu ziehen. Nationen die (noch) Ressourcen besitzen, werden
umworben, es wird geschmiert und wenn nötig gebombt. Der Krieg im Irak z.B. ist
und bleibt vor allem ein Krieg um Erdöl! Wegen der gewaltigen Rohstoffe dort
gilt das Land als 'Tankstelle der Welt'.
Da sich solche und ähnliche Konflikte um Macht und Kontrolle der natürlichen
Rohstoffe in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch verschärfen dürften, wäre
es für die Linke fatal, die Entwicklungen zu ignorieren!
Ihre Antwort: Atomenergie!
Auf die durch Verschwendung verursachte Ressourcen-Knappheit reagieren viele
Nationen indes mit dem Ausbau der Atomkraft. Diese Entwicklung ist auch deshalb
sehr bedenklich da die Atomenergie NIE nur 'zivil' ist. Atomenergie heißt IMMER
die Option auf die Bombe. Weltweit findet eine zunehmende Verbreitung von
Atomwaffen statt. So zündeten bereits Indien und Pakistan 1998
Nuklearsprengsätze, Nordkorea in diesem Jahr und auch in den USA werden neue,
sog. 'Mini-Nukes' entwickelt. Die Schwelle zum Einsatz solcher Bomben scheint
weltweit zu sinken, bzw. werden Atomwaffen bewusst als Bedrohungspotential
aufrechterhalten, wie die aktuelle Stituation mit dem Iran oder Nordkorea
zeigt. Wer Atomwaffen besitzt vermindert die Gefahr eines militärischen
Angriffes oder einer Okkupation durch andere Staaten. An diesem Beispiel lassen
sich die derzeitigen (globalen) Machtverhältnisse ablesen. Selbstverständlich
kann unsere Antwort auf diese Entwicklungen nur die Forderung nach weltweiter
und sofortiger Abrüstung aller Atomwaffen sein!
In Deutschland hat mit den zunehmenden Unsicherheiten auf dem Energiemarkt eine
neue Debatte um die Zukunft der Atomtechnologie eingesetzt: Atomkraft als
Antwort auf die weltweite Verknappung der Ressourcen. Aber die vier in der BRD
herrschenden (Atom)Stromkonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW fordern nicht
nur eine Laufzeitverlängerung für die AKW's, sondern bauen diese Technologie
international aus, wie in Russland, Brasilien oder Schweden. So wird auch das
AKW Forsmark in Schweden von Vattenfall betrieben. Dort kam es im August 2006
zu einem schweren Störfall, bei dem die Notstromtechnik versagte. Die gleiche
Technik befindet sich übrigens im AKW Brunsbüttel... Desweiteren wird momentan
um eine Laufzeitverlängerung des AKW Biblis gefeilscht (Biblis ist das älteste
AKW in der BRD und für seine unzähligen Pannen und Störfälle bekannt...), und
es sieht so aus, als ob der als Bestandsgarantie für Atomkraftwerke bekannte
'Atomkonsens' nochmal mehr ausgehöhlt wird.
Atomkraft kann als weltweit auf dem Vormarsch angesehen werden, und natürlich
ist uns klar, dass der Kampf gegen Castortransporte nicht den Kampf für eine
ganz andere Energiepolitik ersetzen kann. Der Widerstand gegen Castortransporte
ist aber nunmal der einzige, der die Energiefrage öffentlich noch wahrnehmbar
macht und auch z.T. mediales Echo findet. Allerdings müssen wir versuchen, das
Thema Energie generell ins Bewusstsein zu rücken (Energie als Ware, Energie als
Beute,...). Es geht um mehr als Atom, das Thema hat mehr Sprengkraft!
Perspektiven?-Revolutionäre Energie!
Unsere Perspektive sollte eine autonome, kollektive, dezentrale und
selbstorganisierte Energieversorgung sein. Eine 'Energieversorgung von unten',
also eine in den Händen der Bevölkerung, die sich nach den Interessen und
Bedürfnissen aller richtet, kann Atomenergie nie zulassen. Das Interesse der
Mehrheit kann keine destruktive Energieerzeugung sein, die Raubbau und
Verseuchung verursacht. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und die
Zerstörung der Lebensgrundlagen hat jene Verhältnisse zur Grundlage, die auf
Konkurrenz, Macht und Profitstreben basieren. Diese kapitalistischen
Verhältnisse sind und bleiben ein zentrales Übel!
Wir müssen weltweit Netzwerke von unten entwickeln, die eine autonome,
kollektive und regionale Energieversorgung auf die Beine stellen. Dass dies im
kapitalistischen Wirtschaftssystem schwierig ist, geschenkt!, dass z.B. die
Wasserversorgung in vielen Regionen der Welt erst mal einen höheren Stellenwert
einnimmt, klar!, dass wir aber Perspektiven für die Zukunft entwickeln müssen,
darum werden wir nicht herumkommen.
Es geht hier nicht um Verbesserungsvorschläge für den Kapitalismus, sondern ganz
klar um Perspektiven die über ihn hinaus weisen.
Die Zukunft liegt in den sog. erneuerbaren Energien wie Wasser, Holz, Sonne und
Wind. Aber solange wir den Kapitalismus noch an der Backe haben, ist auch dies
keine wirkliche Alternative (das wär eher die Revolution). Sie werden nur dann
genutzt, wenn sie genug Profit abwerfen und neue Machtverhältnisse begründen,
und auch dort gilt das Prinzip 'Höher, Schneller, Weiter'. Zum Beispiel sind in
Indien Mega-Staudämme geplant, die für Massenumsiedlungen, aber auch breiten
Protest sorgen. Neue Energien sind nicht per se gut, sie erfüllen genauso ihre
Rolle als Ware im Kapitalismus, aber eine zukünftige Energieversorgung ist nur
ohne Kohle, Erdöl und Atomkraft denkbar!
Der Kampf muss gegen 'das Ganze' geführt werden, für was ganz anderes!
Was dieses andere ist, steht nicht fest, es gibt weder den Stein der Weisen noch
die eine ultimative und universelle Wahrheit.
Aber es gibt Alternativen, lasst uns gemeinsam darüber nachdenken und handeln,
Perspektiven entwickeln und eingreifen!
Dazu bieten Castortransport wie auch G8-Gipfel gute Möglichkeiten.
Castortransporte zu blockieren ist für uns genauso wichtig wie G8-Gipfel zu
stören!
Beim Castortransport nach Gorleben in diesem Jahr bietet es sich geradezu an,
das landschaftlich mit der Region Heiligendamm vergleichbare Wendland als
'Übungsort' zu nutzen. Auch beim Gipfel wird es darum gehen, die Infrastruktur
zu beeinträchtigen, da ein Durchkommen zum Tagungsort eher unwahrscheinlich
sein wird...
Letztes Jahr beschränkte sich der Protest hauptsächlich aufs Wendland. Mit der
Bahn gibt es jedoch ein bundesweit angreifbares Ziel, Störungen des
Normalbetriebs machen sich großflächig bemerkbar, und wirbeln evtl. auch den
Castorfahrplan durcheinander... Also: Stört entweder der Bahnbetrieb bei euch
vor Ort oder kommt ins Wendland. Dort wird es wieder Camps, Demos, Voküs und
Aktionen geben.
Die Auftaktdemo findet am 11.11.2006 ab 13.00 Uhr in Gorleben statt. Kommt
zahlreich, denkt euch was aus, seid fies und gemein...!!
Busse fahren (bisher) aus Hamburg und Bremen, dazu: www.nadir.org/sand
Für Mitfahrgelegenheiten und Termine für Berlin: www.niXatom.de oder
www.squat.net/aap-berlin
Bereits am 04.11.2006 finden Auftaktdemos in Brunsbüttel und Biblis statt, dafür
checkt: www.castor-stoppen.de
Und für Termine und Infos zum Wendland checkt: www.castor.de
Also dann:
Lets Rock Them Hard: Atomanlagen Stillegen-G8 Gipfel Stören!
[Ak. 'revolution energy!']
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braucht Bewegung
ActionBikes für Heiligendamm!
Einige Vorschläge für mehr Bewegungsfreiheit und Überraschungsmomente bei den
G8-Protesten 2007
Seit mehreren Monaten haben wir uns mehr oder minder intensiv mit
praktisch-organisatorischen Erfahrungen von 'Mobilität' im Rahmen von
Massenprotesten der Vergangenheit beschäftigt. Als Streiflichter unserer
Diskussion seien nur die Aktionstage gegen den Berlin-Besuch des IOC im Rahmen
der Anti-Olympia-Kampagne 1993, die Proteste gegen den EU-Gipfel in Amsterdam
1997, verschiedene 'reclaim the street' (RTS) und Anti Castor Aktionen bis hin
zu Gipfelmobilisierungen der jüngeren Vergangenheit benannt... Der Erfolg der
eigenen Aktionen war oft davon abhängig, ob und wie es gelungen ist, mit
möglichst vielen möglichst überraschend an möglichst sinnvollen Orten
aufzutauchen.
In der Großstadt mag der Überraschungseffekt mit dem plötzlichen Auftauchen aus
irgendeinem U-Bahn Ausgang gelingen, im Wendland kann eine längere
Waldwanderung einen ähnlichen Effekt haben. Doch was tun, wenn wir uns weder im
städtischen Nahverkehr noch im dichten Unterholz bewegen können?
Unser Vorschlag heißt ActionBikes! Mit Fahrrädern werden Feld- und Waldwege
befahrbar, die für den Autoverkehr unpassierbar sind. Und schneller als zu Fuß
werden wir auch sein. Gerade die flache Landschaft der Ostsseeküste bietet ein
perfektes Umfeld für ausgedehnte Fahrradtouren... Was dafür fehlt sind vor
allem Fahrräder.
Doch ein bloßer Appell ("Bitte Fahrräder mitbringen") wird nicht ausreichen um
vor Ort genügend AcctionBikes zu haben. Unser Vorschlag deshalb: Sammelt
bereits im Vorfeld der Proteste in euren Städten und Dörfern alte und neue,
klapprige und schnittige vor allem aber fahrtüchtige Fahrräder für
Heiligendamm. In fast vergessenen Schuppen, vollgestopften Kellern und auf
staubigen Dachböden wird sich sicher der eine oder andere Drahtesel auftreiben
lassen. Vielleicht nehmt ihr euch noch eine Stunde Zeit und wechselt den
Reifen, ölt die Kette und ab damit in Richtung Ostsee...
Ganz im Sinne der (Selbst)Organisationsansätze unserer Mobilisierung schlagen
wir den Aufbau von lokalen Sammel- und Verteilstellen vor. Jede und jeder kann
da mit machen, denn erfolgreiche Organisation ist das Resultat von
individueller Verantwortung.
Zur Koordination von Transport und Unterbringung tragt euch in die Mailigliste
[actionbikes at lists.nadir.org |
https://lists.nadir.org/cgi-bin/mailman/listinfo/actionbikes] ein, oder schreibt
uns eine Mail [actionbikes at nadir.org].
[initiative actionbikes]
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Einladung zum nächsten bundesweiten Treffen des Arbeitsschwerpunktes G8 und
(globale) Landwirtschaft am 2./3. Dezember in Witzenhausen
Liebe Interessierte!
Wir laden Euch hiermit herzlich zum 2. bundesweiten Vorbereitungstreffen des
Arbeitsschwerpunktes "G8 und (globale) Landwirtschaft" ein. Das Treffen findet
am 2./3.12. in Witzenhausen (nahe Göttingen) statt, Beginn wird ca. 14 Uhr
sein, und enden werden wir gegen 16 Uhr am Sonntag.
Eine Vorbereitungsgruppe trifft sich zwei Stunden vor Beginn am Samstag und
erarbeitet einen Tagesordnungsvorschlag. Als thematischen Input zum Einstieg
ist das Thema "Energielandwirtschaft/Energiepflanzen" vorgeschlagen. Neben der
Konkretisierung und Koordination der unten skizzierten Aktionsvorschläge wird es
bei dem Treffen hauptsächlich um inhaltliche Fragen, Info- und
Öffentlichkeitsarbeit gehen (u.a. brauchen wir dringend einen griffigen Slogan
und einen schickeren Namen).
Fahrplan nach Heiligendamm:
Für 2007 haben wir beim letzten Treffen folgenden vorläufigen Fahrplan
erarbeitet:
-ca. 2-wöchige "Aktionstour" von Süd- nach Norddeutschland (evtl. Start in
Österreich oder der Schweiz) Anfang März
-mehrere Veranstaltungen auf dem BUKO in Leipzig
-Unterstützung des weltweiten "via campesina" Aktionstages am 17.4.
-bis Juni mehrere Aktionen im Rahmen des sogenannten 5-Punkte-Plans (Aktionen
bei den verschiedenen Akteuren des globalen Agrobusiness, z.B. Supermarktkette,
Genfeld, Saatgut-/Pestizidkonzern, Patentamt usw.)
-Aktionsschwerpunkt globale Landwirtschaft bei den Protesten zum Gipfel selbst
Das öffentliche Kurzprotokoll des letzten Treffens ist abrufbar unter
http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Arbeitsgruppe_G8_und_Landwirtschaft
Anmeldungen und Fragen bitte an: g8_landwirtschaft [at] yahoo.de
Wir freuen uns über weitere MitstreiterInnen. Diese Einladung bitte gerne
weiterleiten!
[Arbeitsschwerpunkt G8 und (globale) Landwirtschaft]
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Liebe Freundinnen und Freunde,
Das nächste Berliner G8-AG/Vernetzungstreffen im Rahmen des Berliner
Sozialforums findet am
01. November 2006 um 19.00 Uhr
im Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, Berlin-Kreuzberg statt.
Ihr seit herzlich eingeladen, euch an dem Treffen zu beteiligen und in die
Berliner G8-Vorbereitung einzusteigen!
Nach dem wir uns auf dem ersten Treffen eher allgemein Ausgetauscht haben, ist
es nun an der Zeit konkreter in die Planung einzusteigen: Was wollen wir als
nächste Schritte in der Berliner Mobilisierung gegen den G8-Gipfel 2007
unternehmen?
Wie wäre es z.B. mit einer ersten öffentlichen Großveranstaltung, oder gar mit
einer Veranstaltungsreihe einen Startschuss für die "Heisse Phase" zu geben?
Gibt es bereits Pläne oder Vorschläge für eine Kampagne, für größere und
kleiner Aktionen?
Darüber hinaus soll es natürlich auch wieder einen Info-Block geben: Wie ist
woanders der Stand der Vorbereitungen, was gibt es an Entwicklungen und
Neuigkeiten?
Was bisher geschah:
Am 27. September hat ein erstes Treffen stattgefunden. Anwesend waren ca. 20
Personen aus verschiedenen Gruppen/Organisationen, darunter Solid, Attac,
Initiative für ein Berliner Sozialforum, Gipfelsoli, Abolishing the Borders,
Antifaschistische Linke Berlin, Autopool sowie Einzelpersonen
Es wurde sich über die Vorstellungen der Anwesenden bezüglich der Mobilisierung
nach Heiligendamm 2007 und an welchen Anti-G8-Projekten die Gruppen/Personen
bereits beteiligt sind ausgetauscht.
Diskutiert wurde darüber, ob es für die AG / das Vernetzungstreffen ein
zentrales Thema für die Mobilisierung geben soll (hier war der konkrete
Vorschlag inhaltlich auf Privatisierung zu fokussieren), oder ob es besser ist
mehrere Stränge zu verfolgen, da Gruppen sich bereits für andere Schwerpunkte
entschieden haben. Ein feststehendes Diskussionsergebnis dazu gibt es nicht.
Ein paar Technics wurden abgeklärt: Vorerst soll das Treffen ca. einmal im Monat
stattfinden, bei Bedarf kann die Frequenz aber auch erhöht werden. Um
Mehraufwand bei der Kommunikation zu vermeiden wurde sich drauf geeinigt die
bereits bestehende Berliner G8-Mailingliste berlin-g82007 at lists.so36.net zu
nutzen.
Für das nächste Treffen am 01. November sollen Gruppen noch mal gezielt
angesprochen werden um das Spektrum der Beteiligten zu verbreitern. Alleine die
Einladung per Email zu verschicken reicht offensichtlich nicht aus, um alle an
den Tisch zu bekommen, die man gerne dabei hätte.
für das Treffen mit den besten Grüßen,
eure Antifaschistische Linke Berlin
[Antifaschistische Linke Berlin]