[gipfelsoli] Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
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Mit Sep 13 10:12:06 CEST 2006
- Bezugsgruppen
- Demosanis/ Streetmedics
- Stand der Diskussion
- Anmeldung und Info
- A Call for Worldwide Actions against Global Agri-Business during the G8 Summit
in June 2007
- Kneipenabend des Cafe AntiSistema mit Infos und Soli-Cocktails
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Bezugsgruppen
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
Hier eine Übersetzung eines Textes über Bezugsgruppen der gewaltfreien
Direkte-Aktion Bewegung in den USA.
Bezugsgruppen und Unterstützung
von Nancy Alach (US gewaltfreie Aktion)
Bezugsgruppen sind autonome Unterstützungssysteme mit 5 bis 15 Leuten. Mehrere
Bezugsgruppen können bei einer grösseren Aktion zusammenarbeiten, oder eine
Bezugsgruppe plant eine Aktion und führt sie allein durch. Manchmal bleiben
Bezugsgruppen über einen längeren Zeitraum zusammen, z.B. als politische Gruppe
und nehmen nur gelegentlich an Aktionen teil.
Wenn ihr plant, zivilen Ungehorsam zu leisten, ist es eine gute Idee, eine
Bezugsgruppe zu gründen oder einer schon existierenden beizutreten.
Bezugsgruppen dienen der Unterstützung und Solidarität ihrer Mitglieder. Das
Gefühl isoliert oder von der Bewegung, der Szene oder der Welt allgemein
entfremdet zu sein, kann aufgefangen werden durch die Vertrautheit und das
Vertrauen, das entsteht, wenn eine Bezugsgruppe gemeinsam arbeitet und agiert.
Aufgrund dieser Vertrautheit ist in Zusammenhängen mit Bezugsgruppen die Gefahr
der Unterwanderung durch aussenstehende Provokateure geringer. Dennoch sollten
die Teilnehmenden an einer Aktion darauf vorbereitet sein, von ihrer
Bezugsgruppe getrennt zu werden.
Bezugsgruppen sind die grundlegenden Entscheidungs-Orte bei Massenaktionen. So
lange sie sich an die Übereinkunft der Gewaltfreiheit halten, werden
Bezugsgruppen ermutigt, jede Form der Teilnahme zu entwickeln, die sie sich
aussuchen. Jede Bezugsgruppe muss für sich selbst entscheiden, wie sie
Entscheidungen trifft und was sie tun will. Dieser Prozess beginnt, wenn sich
eine Bezugsgruppe bildet. Wenn eine neue Person der Bezugsgruppe beitreten
möchte, sollte er/sie herausfinden, woran die Gruppe glaubt und was sie
vorhaben und dann entscheiden, ob sie/er dies teilen kann. Einige Gruppen
verlangen von allen Mitgliedern eine feministische Grundhaltung, andere eine
Grundhaltung der Gewaltfreiheit. Andere, die sich zusammengetan haben, um eine
bestimmte Aktion durchzuführen haben vielleicht weniger dramatische
Vereinbarungen.
Eine Gruppe kann in Entscheidungen keinen Konsens finden, ohne eine
grundsätzliche Basis. Wenn sich auf diese Basis geeinigt wurde, ist es nicht so
schwierig, die Einzelheiten für spezifische Themen und Aktionen auszuarbeiten,
vorausgesetzt dass es eine Bereitschaft gibt, eine gute Idee weiter zu
verfolgen, auch wenn sie von einem/einer anderen stammt. Wenn du das Gefühl
hast, dass du in deiner Gruppe nicht effektiv arbeiten kannst, könnte es besser
sein, eine neue zu finden.
Bezugsgruppen für Massenaktionen werden oft während Trainings in Gewaltfreiheit
gebildet. Es ist eine gute Idee, dich vor einer Aktion ein paar Mal mit deiner
Bezugsgruppe zu treffen, um sie besser kennen zu lernen wenn ihr nicht schon
befreundet seid, und Themen wie Aussageverweigerung und Beziehung zum
Justizapparat, die Rolle die eure Gruppe (in einer grösseren Aktion) spielen
wird, etc. zu diskutieren. Nach einer Aktion ist es auch hilfreich dich noch
mal mit deiner Gruppe zu treffen um eure Erfahrungen zu teilen und auszuwerten.
Unterstützer/in
Die Rolle der/des Unterstützer/in in einer Aktion des zivilen Ungehorsams ist
wesentlich. UnterstützerInnen übernehmen die Verantwortung, nach aussen ein
sichtbare, engagierte Kontaktperson zu sein, wenn eine/r aus der Bezugsgruppe
verhaftet wird. Sie sind eine persönliche Erweiterung der Unterstützung und
Fürsorge, die eine Bezugsgruppe ihren Mitgliedern bietet, eine Erweiterung der
Notwendigkeit die alle Teilnehmenden eine Gewaltfreien direkten Aktion
einschliesst, durch ihre politische Überzeugung nicht isoliert, vernachlässigt
oder übermässig belastet zu werden.
Es kann für dich schwierig sein zu entscheiden, ob du zivilen Ungehorsam oder
Unterstützung leisten willst. Diejenigen, die Unterstützung leisten wollen
sollten auf jeden Fall auch ein Gewaltfreiheits-Training machen. Wenn du dich
entscheidest, sollest du berücksichtigen, wie jeder der Rollen deine Familie,
deine Arbeitsstelle, andere Verpflichtungen und auch deinen rechtlichen Status
(z.B. auf Bewährung sein; kein/e US-Bürger/in sein, etc.) beeinflussen werden.
Während und nach einer Massenaktion solltest du mit UnterstützerInnen anderer
Bezugsgruppen in Kontakt bleiben, um Informationen auszutauschen und emotionale
Unterstützung zu erhalten.
Vor einer Aktion:
Hilf der Bezugsgruppe sich für eine Aktion zu entscheiden, biete praktische und
moralische Unterstützung und teile die Begeisterung und die Entschlossenheit.
* Kenne die Namen und Beschreibungen der Leute deiner Bezugsgruppe.
* Erkundige dich, wo Gefangene wahrscheinlich hingebracht werden.
Macht eine vertrauliche Liste mit den folgenden Informationen:
* Name der/des Verhafteten
* Ob und wann der/diejenige auf Kaution raus möchte.
* Wen die/der Verhaftete informiert haben möchte und unter welchen Umständen.
* Spezielle medizinische Informationen oder Infos über andere spezielle
Bedürfnisse.
* Ob und wie der/diejenige kooperieren will.
* Ob die Person minderjährig ist.
* Ob die Person eine/n Anwält/in möchte.
Für eine Massenaktion:
* Kenne die Unterstützungs-KoordinatorInnen.
* Kenne die Telefonnummer des Aktionsbüros.
* Füllt als Bezugsgruppe eine Check-in Liste aus.
* Versichere dich, dass dein Name, Telefonnummer und wie lange du für
Unterstützung zur Verfügung stehst auf die Liste deiner Bezugsgruppe
geschrieben werden.
Während der Aktion:
* Halte dich aus der direkten Aktion heraus.
* Gib einer anderen Unterstützenden Person Infos über dich selbst für den
Notfall.
* Denk an Papier und Stifte und viel Essen für dich selbst und für die Leute auf
der Aktion.
* Verwahre Perso, Geld, Schlüssel und andere Gegenstände für die Leute auf der
Aktion.
* Bleib so lange wie möglich in Kontakt mit den Leuten auf der Aktion,
beobachte, ob es Veränderungen in Verhaftungsstrategien etc. gibt.
* Wenn die Verhaftungen beginnen, schreibe die Namen jeder/s Einzelnen auf, den
Zeitpunkt und die Art der Verhaftung, die Aktivität der/des Verhafteten, die
Behandlung des/der verhaftenden Beamten (möglichst mit Dienstnummer).
* Mindestens eine unterstützende Person eurer Bezugsgruppe sollte am Platz der
Aktion bleiben, bis alle Mitglieder eurer Gruppe verhaftet sind, und mindestens
eine Person sollte dorthin gehen, wohin die Verhafteten gebracht werden, sobald
das erste Mitglied eurer Gruppe verhaftet ist.
Vor der/dem Haftrichter/in: (wenn die Verhafteten dorthin gebracht werden)
Sei anwesend während der Vorführung vor dem Haftrichter, und versuche die
folgenden Infos für jedes Mitglied deiner Gruppe zu erhalten. Während einer
Massenaktion, gib diese Infos an das Aktionsbüro weiter.
* Name der/des Richer/in.
* Name der/des Verhafteten.
* Anklage
* Antwort der/des Angeklagten (nicht schuldig, kreative Antwort, schuldig,
etc.).
* Wenn schuldig gesprochen, Art und Dauer der Strafe.
* Wenn nicht schuldig:
* Kautionssumme, wenn möglich.
* Ob die Person eine Kaution bezahlt oder nicht.
* Datum, Zeit und Ort des Prozesses.
* Wenn ein/e Anwält/in vor Ort ist, frag nach ihrem/seinem Namen.
* Jede andere Information, die relevant erscheint.
Nach der Aktion:
* Ruft die Menschen an, die informiert werden sollten, wenn die Leute verhaftet
werden.
* Geht zu den Prozessterminen; bietet Mitfahrmöglichkeiten.
* Helft Informationen zusammen zu tragen für diejenigen, die sich selbst vor
Gericht vertreten.
* n einer Massenaktion: informiert das Büro wenn ihr die Stadt verlasst und gebt
ihnen alle relevanten Infos über die Leute, die ihr unterstützt.
* Wenn Leute im Knast sitzen ist es wichtig, dass jemand in der Nähe eines
Telefons bleibt, damit ein Anruf aus dem Knast entgegengenommen werden kann.
Evtl. werdet ihr auch die Kontaktpersonen für die Mitglieder der Bezugsgruppe,
die nicht im gleichen Knast sitzen.
* Sagt im Büro Bescheid (bei einer Massenaktion) wie viele Leute im Knast sitzen
und wo sie festgehalten werden.
* Bringt Medikamente in den Knast für diejenigen, die welche benötigen und
kümmere dich darum, ob die Leute sie erhalten oder nicht.
* Besucht eure Leute im Knast, und überbringt Nachrichten.
* Kümmert Euch um Haustiere, Pflanzen, Autos etc. der Verhafteten.
* Schreibt Briefe an die Leute im Knast; organisiert eine Mahnwache vor dem
Knast.
* Holt die Leute vom Knast ab, wenn sie freigelassen werden.
* Unterstützt andere UnterstützerInnen - Zusammenarbeit wird die Belastung
verringern.
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Bezugsgruppen]
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Demosanis/ Streetmedics
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
Hallo !
Wir sind die Autonome Sanität aus verschiedenen Städten und verstehen uns als
Teil des linksradikalen Widerstandes. Wir arbeiten zusammen mit den
legalteams/EA´s und anderen selbstorganisierten Antirepressionsgruppen. Wir
kümmern uns vor, während und nach Aktionen um verletzte GenossInnen.
Wir finden es existenziell wichtig, das die Linke sich um diejenigen kümmert,
die die physischen und psychischen Konsequenzen von Repression erfahren haben.
Saniarbeit in unserem Sinne soll unter anderem dazu beitragen, dass ihr, wenn
ihr bei Aktionen verletzt worden seid, nicht auch noch strafrechtlich verfolgt
werdet. Oft haben wir erlebt, dass Verletzte an die Bullen ausgeliefert worden
sind oder ihre Personalien von Rettungsdiensten und Krankenhäusern bereitwillig
an diese weitergeleitet wurden. Deshalb haben wir eine eigene Struktur
aufgebaut. Saniarbeit ist für uns also in erster Linie Anti-Repressionsabeit
und notwendige Selbsthilfe. Wir finden es auch wichtig, dass ihr euch Gedanken
darüber macht, welche Konsequenzen euer Handeln für euch und andere haben kann.
("Wer sich mit dem Tiger anlegt, soll hinterher nicht sagen er wollte doch nur
mit der Katze spielen")
Um den Selbstschutz zu befördern, bieten wir Erste Hilfe Kurse an, damit
Menschen sich selbst, bzw. ihren FreundInnen helfen können. Dabei geht es
weniger um ausgeprägtes medizinisches Fachwissen, als vielmehr um die
Bereitschaft sich Wissen anzueignen und auseinander zusetzen, wie ihr mit den
erfahrungsgemäß häufigsten Demoverletzungen umgehen könnt, bzw. wie Mensch sich
im Vorfeld davor schützen kann.
Während der Zeit des Anti-G8-Widerstand im Juni 2007 in Mecklenburg Vorpommern
werden wir unsere Struktur -in Zusammenarbeit mit internationalen Sanigruppen-
einbringen, um eure medizinische Versorgung zu gewährleisten und euch in
stressbedingten psychischen Ausnahmesituationen zu unterstützen.
Sehr erfreut sind wir über die neu entstandene Gruppe "Out of Aktion", deren
Schwerpunkt eher die emotionale Erste Hilfe ist.
Kontakt zu den Berliner Sanis bekommt ihr unter folgender Adresse: sanis [at]
so36.net
Hier erreicht ihr alle internationalen bisher beteiligten Sanigruppen:
g8-2007-medics [at] puscii.de
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Demosanis/streetmedics]
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Stand der Diskussion
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
G8 & Globale Landwirtschaft: Erste Annäherungen
Zu behaupten, der Themenkomplex ‚globale Landwirtschaft' sei innerhalb der
überwiegend städtisch geprägten Bewegungslinken (wieder) im Kommen, wäre wohl
etwas voreilig. Und doch: die Dinge sind in Bewegung geraten - so viel darf
festgehalten werden: Bereits auf der BUKO-Konferenz Ende Mai in Berlin haben
sich zu einem von der Biopiraterie-Kampagne und dem attac-Agrarnetz initiierten
Workshop unter dem Titel "Weltweiter Kampf um Nahrung, Land und Würde - ohne die
deutsche Linke? Perspektiven für eine Wiederentdeckung des Themas globale
Landwirtschaft" ca. 60 Leute mit z.T. sehr unterschiedlichen Hintergründen
eingefunden. Ziel des Workshops war es, überhaupt ins Gespräch in Sachen
Landwirtschaft zu kommen - ausgehend von einer gemeinsamen Bestandsaufnahme,
weshalb das Thema innerhalb der Bewegungslinken als weitgehend ‚out' gilt bzw.
noch nie wirklich ‚in' gewesen ist (auch nicht in den internationalistisch
gesonnenen 1980er Jahren, wie ein Teilnehmer bissig anmerkte). Ein Protokoll
dieses Workshops soll alsbald zur Verfügung stehen. Einige Wochen später fand
ein erneutes Treffen statt - diesmal auf einem Bauernhof in Norddeutschland.
Ca. 25 AktivistInnen waren gekommen, etwa die Hälfte von ihnen ist derzeit in
der Landwirtschaft tätig. Auch hier ging es darum, sich zunächst einmal
grundsätzlich zu verständigen. Dies ist jedoch mit der konkreten Frage
verknüpft gewesen, ob und auf welche Weise im Rahmen des G8-Gipfels 2007 in
Heiligedamm Aktionen rund um den Themenkomplex ‚globale Landwirtschaft' an den
Start gebracht werden könnten bzw. sollten. Während der Diskussionen wurde zwar
deutlich, dass viele der Anwesenden Gipfelmobilisierungen reichlich reserviert
gegenüberstehen. Trotzdem konnte sich auf einen ersten Aktionsvorschlag
verständigt werden. Denn Einmütigkeit bestand zumindest darüber, dass es schon
lange überfällig ist, auch hier zu Lande die landwirtschatlichen Verhältnisse
(von einem globalen Standpunkt aus) zum Tanzen zu bringen. Wir möchten Euch in
diesem Text wissen lassen, was es mit diesem Aktionsvorschlag auf sich hat und
wie bzw. weshalb wir bei ihm gelandet sind. Denn natürlich ist uns daran
gelegen, dass wir mehr werden. Nicht nur grundsätzlich, sondern auch deshalb,
weil unser Vorschlag darauf angewiesen ist, dass sich noch viele weitere
Gruppen und Personen miteinbringen - einschließlich Feedback und eigener Ideen.
1. Einstiege
Im Laufe des Wochenendes gab es drei thematische Inputs, aus denen sich jeweils
längere Diskussionen ergaben:
a) Eingestiegen sind wir mit einem Input zu den Umstrukturierungsprozessen,
welche in den vergangenen ca. 25 Jahren in der globalen Landwirtschaft erfolgt
sind. Zum einen ging es um die Rolle zentraler Akteure wie IWF, Weltbank, die
Regierungen der EU und der USA, WTO, Konzerne etc. Zum anderen wurden die
Konsequenzen eben jener Umstrukturierungen skizziert, insbesondere: Hunger und
Unterernährung, weltweite Zerstörung kleinbäuerlicher Existenzgrundlagen
(zugunsten industrialisierter Großlandwirtschaft), vermehrte
Lebensmittelimportabhängigkeit der Länder des globalen Südens (bei
gleichzeitigem Sinken der Devisen-Einnahmen aus cash-crop-Exporten), negative
Zuspitzungen innerhalb der patriarchalen Geschlechterverhältnisse, Landflucht
sowie ökologische Zerstörungen allergrößten Ausmaßes. Bezugspunkt war ein in
der ak 502 erschienenes Diskussionspapier von Gregor Samsa unter dem Titel
"Über die Notwendigkeit einer Wiederentdeckung", welches auch am Anfang des
BUKO-Workshops gestanden hat. Das Diskussionspapier kann unter
http://www.akweb.de abgerufen werden. b) Ein weiterer Input hat sich mit der
aktuellen Situation in der Schweiz beschäftigt. In der Schweiz sollen
(anlässlich der WTO-Verhandlungen) ca. 35.000 Bauern zur Aufgabe ihrer Betriebe
gebracht und somit große Teile des Bodens erstmalig zu Spekulationszwecken frei
gegeben werden. Im Gegenzug sollen den Schweizer Banken zukünftig noch
weiterreichende Möglichkeiten eingeräumt werden, weltweit ihren Geschäften
nachzugehen. Das Vorhaben der Schweizer Regierung stößt mittlerweile auf
massive öffentliche Proteste, nicht zuletzt dank einer kleinen Broschüre,
welche die Europäische Kooperative Longo Mai unter dem Titel "Das Essen kommt
nicht aus dem Supermarkt. Stoppt die Landflucht" veröffentlicht hat. Die
Broschüre argumentiert überwiegend realpolitisch und richtet sich in erster
Linie an ein städtisches Publikum, d.h. sie will keine gewerkschaftliche
Interessenvertretung für die betroffenen Bauern sein. Die Broschüre ist
ebenfalls im Internet abrufbar unter: http://stoppt-die-landflucht.org/ c) Ein
dritter Input war vorrangig praktischer Natur: Ein Aktivist des Barnimer
Aktionsbündnisses gegen Gentechnik stellte die Idee vor, anlässlich des
G8-Gipfels 2007 einerseits in Mecklenburg-Vorpommern ein Feld mit
genmanipuliertem Saatgut öffentlich aufzusuchen und dies andererseits mit einem
weltweiten Aktionstag gegen Saatgutkonzerne zu verbinden. Hintergrund ist, dass
Saatgutkonzerne nichts unversucht lassen, in möglichst großem Maßstab die
Kontrolle über Saatgut und somit die Produktion landwirtschaftlicher Rohstoffe
zu erringen. Wie das mit genmanipuliertem und somit auch patentiertem Saatgut
zusammenhängt und welche Gefahren außerdem drohen, kann z.B. auf der Website
des Barnimer Aktionsbündnisses nachgelesen werden:
http://www.dosto.de/gengruppe/
2. Fragen über Fragen
Aus diesen Inputs hat sich im Zuge des Wochenendes ein zunehmend breiterer
Debattenstrom ergeben. Einige Schlaglichter mögen einen groben Eindruck von den
Diskussionen vermitteln:
a) In welchem Verhältnis stehen Analyse auf der einen und eigene
Positionierungen, ja utopische Gegenentwürfe auf der anderen Seite? Ein Teil
der Anwesenden sprach sich für die Notwendigkeit präziser(er) Analysen der
gegenwärtigen Situation aus: Es gebe zwar viele Spezialstudien, es würden aber
umfassende Analysen der hochgradig widersprüchlichen EU-Agrarpolitik fehlen: So
würde die EU einerseits die Verlagerung auf Energielandwirtschaft fördern und
die Lebensmittelproduktion durch die Streichung von Subventionen dem
Preisniveau und den Produktionsbedingungen auf dem Weltmarkt anpassen;
andererseits würden die Exportsubventionen für Agrarprodukte beibehalten
werden, nicht zuletzt um europäischen Lebensmittel- und Agrokonzernen die
Beherrschung des Weltmarktes zu erleichtern. Damit nicht nur in den armen
Ländern die selbständige Lebensmittelversorgung zerstört würde, fördere die EU
des weiteren durch Flächenprämien die Konzentration des Bodens in der Hand von
immer weniger Agrargroßbetrieben und plane außerdem - zumindest sieht es danach
aus - die Förderungen für den biologischen Anbau zu streichen, mit der
Konsequenz, dass auch die letzten Klein- und Mittelbetriebe liquidiert würden.
Demgegenüber hat zwar niemand die Notwendigkeit weitergehender Analysen
bestritten, dennoch sprachen sich viele dafür aus, die utopischen Ansätze (die
es bereits bei so mancher landwirtschaftlichen Kooperative gebe) möglichst
offensiv sichtbar zu machen. Die Schärfe der Alternativen müsse sichtbar
werden, nicht zuletzt im Hinblick auf viele NGOs. Konkret ging es um
verschiedene Fragen, etwa wie regionale Wirtschaftskreisläufe etabliert werden
könnten, ja wie eine nicht-kapitalistische, d.h. eine nicht-marktvermittelte
Landwirtschaft praktisch aussehen könnte. Auch dieses Ansinnen stieß nicht auf
unmittelbaren Widerspruch, es wurde aber darauf hingewiesen, dass etwaige
Utopien der Realität nicht abstrakt übergestülpt werden dürften. Vielmehr gelte
es, auch die Zwischenschritte auf dem Weg dorthin zu diskutieren, z.B. die
Frage, wie mensch es mit Subventionen halten würde. Last but not least: Wir
waren uns einig, dass jede Beschäftigung mit globaler Landwirtschaft stets aus
einer Perspektive globaler Solidarität erfolgen müsse. Die Unheimlichkeit, die
viele Menschen z.B. aus dem grün-alternativen Bioladen-Mileu ob der Auswüchse
industrialiserter Nahrungsmittelproduktion empfinden würden, sei zwar legitim.
Politisch müsse allerdings weitergegangen werden, die globalen Macht- und
Herrschaftsverhältnisse dürften auf keinen Fall aus dem Blick geraten (vgl.
Input 1).
b) Verhältnis Stadt-Land: Viele der Anwesenden erklärten, dass sie die
(ökologisch und sozial verträgliche) Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln als
zentrales Anliegen ihrer eigenen Landwirtschaft begreifen würden. Das warf die
Frage auf, wie das Verhältnis zu denen gestaltet werden kann, die nicht in der
Landwirtschaft tätig sind und überwiegend in Städten leben. Letztlich ging es
auch hier um die Frage nach Alternativen, unter anderem danach, wie die
gesellschaftlich notwendige Arbeit unter nicht-kapitalistischen Bedingungen
verteilt werden soll. Oder dahingehend, ob und in welchem Sinne die
Auseinandersetzung mit (globaler) Landwirtschaft auch als "Infragestellung
globalisierter, neoliberaler, ‚städtischer Lebenskultur' aufzufassen ist - mit
New York und Shanghai als Leuchttürmen", wie es ein Teilnehmer in einer Mail
nach dem Treffen formulierte.
c) Die Frage, wie Aktionen gegen Gentechnik und Saatgutkonzerne in den
ländlichen Gebieten aufgenommen werden, wurde ebenfalls angesprochen. Sie muss
in jedem Einzelfall neu überlegt werden.
3. Aktionstag zu globaler Landwirtschaft: Ein erster Vorschlag
Weil wir uns einig waren, dass sich der Themenkomplex ‚globale Landwirtschaft'
nicht auf genmanipuliertes Saatgut einschmelzen lässt (als demjenigern Bereich,
wozu es in Deutschland derzeit die ausgefeilteste linke Bewegungspraxis in
Sachen globaler Landwirtschaft gibt), landeten wir in unseren praktischen
Diskussionen bei dem Vorschlag, uns im Rahmen des G8-Gipfels mit
unterschiedlichen Facetten der so genannten Agrarwertschöpfungskette
auseinandersetzen zu wollen. Die Idee lautet, im Zuge der G8-Gipfeltage
(angekündigt oder nicht - das müsste diskutiert werden), erstens ein Feld,
zweitens einen Supermarkt, z.B. Lidl (Supermärkte sind diejenigen Akteure, die
derzeit am stärksten die ProduzentInnenpreise nach unten treiben), drittens
eine Tierfabrik (Schweine, Puten etc.), viertens einen Saatguthersteller und
fünftens eine staatliche Institution aufzusuchen. Welche Orte das konkret sein
können - und ob nicht weitere dazukommen sollen, was wir dort tatsächlich tun,
ob dies gleichzeitig oder über mehrere Tage verteilt stattfindet (und außerdem
mit weiteren Aktionen an ganz anderen Orten verknüpft ist - Stichwort: globaler
Aktionstag), wie die Aktionen im Vorfeld bzw. anschließend begründet werden etc.
etc., all dies sind Dinge, die erst noch diskutiert werden müssten. Klar ist
einzig, dass der von uns angedachte Aktionsreigen nur unter der Bedingung
Erfolg haben dürfte, dass wir ab sofort in eine breite, vor allem inhaltlich
fundierte Mobilisierung einsteigen. Denn, wie oben schon angedeutet: Es geht
nicht darum, eine aktionistische Eintagsfliege zu produzieren. Stattdessen ist
geplant, die kritische Auseinandersetzung mit globaler Landwirtschaft zukünftig
wieder stärker auf die (linke) Tagesordnung zu setzen. Der G8-Gipfel spielt in
diesem Sinne in erster Linie eine wichtige Rolle als bewegungspolitischer
Katalysator, und bietet sich darüber hinaus deshalb an, weil zahlreiche der auf
G8-Gipfeln gemeinhin verhandelten Themen direkt oder indirekt mit globaler
Landwirtschaft zu tun haben. Was unter inhaltlich fundierter Mobilisierung
tatsächlich zu verstehen ist, müsste ebenfalls noch diskutiert werden: Während
des Wochenendes haben wir an Workshops, Veranstaltungstouren oder
Aktionszeitungen genauso gedacht wie an eine direkte Beteiligung am
G8-Alternativgipfel (wobei letzteres bei vielen auf nicht all zu große
Gegenliebe gestoßen ist). Last but not least: Die Aussage, wonach es sich um
einen bloßen Vorschlag handelt, ist durchaus ernst gemeint. Inwieweit sich mehr
oder weniger viel von dem hier Skizzierten in die Tat umsetzten lässt, hängt
letztlich davon ab, wieviele MitstreiterInnen noch dazustoßen und ob es uns
gelingt, einen gemeinsamen, sowohl politischen als auch aktionistischen Nenner
zu finden. Und doch - eine Ausnahme sei ebenfalls erwähnt: Selbst wenn aus
unseren hochfliegenden Plänen nichts werden sollte, ein genmanipuliertes Feld
wird im Rahmen des G8-Gipfels auf jeden Fall besucht werden, ganz gleich, ob
mit 2000 oder 200 Leuten; darüber haben einschlägig interessierte AktivistInnen
aus unserer Runde bereits verbindliche Absprachen getroffen!
4. Wie es weitergeht
a) Im Rahmen des Anti-G8-Camps im Sommer (4.-13. August) gab es am Mittwoch, den
9. August inhaltliche Veranstaltungen und am 10.8. einen Ausflug rund um das
Thema globale Landwirtschaft geben (Protokoll hier). b) Am 2./3. Oktober (der
3. Oktober ist ein Feiertag) möchten wir uns an einem halbwegs zentral
gelegenen Ort treffen: Das Treffen soll am Montag, den 2. Oktober um 20 Uhr
beginnen. Geplant ist, mit einem längeren Inputreferat zur WTO einzusteigen -
mit anschließender Diskussion. Der 3. Oktober soll ausschließlich der
Diskussion des skizzierten Aktionsvorschlags gewidmet sein. Der Termin ist
nicht zufällig gewählt. Am 11./12. November wird eine weitere, wahrscheinlich
auch international besuchte G8-Aktionskonferenz in Rostock stattfinden. Vor
diesem Hintergrund erschien es uns sinnvoll, unseren eigenen
Meinungsbildungsprozess bereits vor Rostock II etwas präzisiert zu haben, nicht
zuletzt deshalb, um ggf. bereits während der Aktionskonferenz mit einem ersten
Vorschlag an die breitere Öffentlichkeit treten zu können. c) Vom 1.-3.
Dezember möchten wir uns abermals treffen - vorausgesetzt, es sollte sich
tatsächlich eine größere Runde zusammengefunden haben, die in Sachen globale
Landwirtschaft aktiv werden möchten (was wir natürlich sehr hoffen). d) Wir
haben am Ende des Treffens eine längere Liste von Leuten und Gruppen erstellt,
die wir auf jeden Fall ansprechen und für das Treffen Anfang Oktober gewinnen
möchten. Prinzipiell gilt, dass alle willkommen sind, so denn sie es spannend
finden, zusammen mit uns an den bereits begonnenen Fäden weiterzuspinnen.
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Stand_der_Diskussion]
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Anmeldung und Info
aus Dissent, der freien Wissensdatenbank
Wenn Ihr bei dem Treffen am 2./3. 10. dabeisein wollt, meldet Euch bitte an bei
roulotte [at] gmx.net - oder telefonisch unter 030 49781701
Das Treffen richtet sich an Menschen, die Interesse haben, konkret was auf die
Beine zu stellen! das heisst nicht, dass Ihr schon totale ExpertInnen sein
müsst, um teilzunehmen. allerdings sollte Euer Engagement ernstgemeint sein, da
wir nur begrenzt Leute unterbringen können. Also, zum reinschnuppern gibts es
bestimmt in Rostock wieder Workshops, dieses Treffen ist dafür nicht geeignet.
If you want to participate in the preparation meeting on the 2nd and 3rd of
october, please contact roulotte [at] gmx.net - or phone 0049 30 49781701
please note that this is a meeting for people who actually want to get involved.
that does not mean that you need to be an expert to take part, but you should be
serious!!
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=Anmeldung_und_Info]
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A Call for Worldwide Actions against Global Agri-Business during the G8 Summit
in June 2007
In June 2007, the political elite of the world's strongest economies (the group
of G8 states) will meet in Germany at Heiligendamm near Rostock to coordinate
their politics. A basic tenet of this is the creation and widening of better
conditions for profit making by transnational companies from the North. At the
same time, thousands of people will gather to demonstrate global resistance to
exploitation, oppression and capitalism. One topic will be the global politics
of agriculture, and in particular genetic technology.
The Companies of the North - Hand in Hand with the IMF, World Bank and WTO =46or
years, multinational companies such as Monsanto, Syngenta, DuPont, Bayer and
BASF have been trying to impose agricultural technology worldwide. This has
been nothing less than an attempt at the total control of agricultural
production. With biopiracy, patenting, the buying up of land, the Protection of
Species Agreement, WTO rulings and terminator technology an attempt has been
made to take the freedom to decide what they grow on their fields away from
farmers. The globalisation of agriculture has brought a worldwide
standardisation of food habits and in particular the methods of industrialised
growing and cultivation. Genetic technology has accelerated this process
through monoculture farming and a total dependence on the fertiliser and seed
industries. Furthermore, it has involved the systematic destruction of the
means of subsistence for small scale and indigenous communities with
catastrophic consequences, especially in the global South. The context in which
all this has taken place are the structural adjustment programmes of the IMF,
the free trade agreements of the WTO and the agricultural subsidies of the
United States and EU governments.
The consequences of agriculture politics are visible globally. More than half of
humanity, be it small scale farmers or agricultural labourers, live from
agriculture.
Resistance in the South The farmers' movements in the South are the force for
resistance against the politics of agricultural industrialisation. There are
reports - even if they are limited - of diverse forms of resistance. Over the
last few years, in India, thousands of cotton farmers have, again and again,
stormed local branches of Monsanto. In South Brazil, in March 2006, 1500
farmers destroyed 5million eucalyptus trees which were sucking up groundwater.
In Brazil, Ghana, Malawi and Zimbabwe, land occupations have been a part of
everyday political life.
The right, in particular, to "food sovereignty" is demanded, amongst others, by
Via Campesina, a worldwide association of small scale farmers, agricultural
labourers and landless people with more than 200million members. Food
sovereignty means more than just the right to free access to enough healthy,
wholesome and culturally typical food. Moreover, it means the right to
agricultural - which means non-industrialised - food production, and therefore
the right to control the means of production, especially land, water and seeds.
Answers to fundamental questions concerning property and distribution need to be
rethought in the context of food sovereignty.
Resistance in the North? In Europe and the industrialised North, the issue plays
a smaller role, only coming to the surface in extreme circumstances. One example
was the articulation of support for mistreated, hyper-exploited migrant
agricultural workers on vegetable plantations in southern Spain. Another is the
activities against the planting of genetically modified food. For example, in
2004, 2500 "Voluntary Mowers" destroyed genetically modified fields in the
south of France.
Now, some activists involved with the mobilisation against the G8 Summit also
want to support the resistance in the North. The aim is not only to make the
worldwide resistance to globalised agriculture and genetic technology visible,
but also to help it grow. This is no small task as problems manifest themselves
in very different ways.
In the "South": through hunger; displacement; incredibly fast-growing slum
cities; exploitation in the countryside; the worldwide worsening of the social
situation of women in particular; catastrophic environmental destruction.
In the "North": through the widespread closure of farms; the erosion of villages
and their replacement by advanced capitalist agro-export monocultures; growing
alienation in cities and the countryside. Everywhere, the tendency is visible:
more and more land is being controlled by fewer and fewer actors, namely,
landlords and transnational companies.
The First Successes in Cooperation There has already been successful cooperation
between the South and the North in resistance to genetic agriculture. Worldwide
protests and actions have severely limited its development. Again and again,
genetic engineering companies have been forced to withdraw from various regions
and countries. Of course, they are always looking for ways to return. The
genetic companies are global actors and their politics are a part of capitalist
globalisation. For this reason, successful resistance needs to be globally
networked and part of the worldwide movement against neoliberalism!
Hopefully, a broad coalition of farmers, consumers, trade unionists and
opponents to economic globalisation will take action against the global
agri-business, gaining publicity around the G8 Summit in spring 2007. The
objective is to carry out actions at various points within the agricultural
production chain. For example: to blockade the sowing of genetically modified
crops; to address the outrageous working conditions of employees and the
ruinous prices paid by the head buyers at the multinational supermarket, Lidl;
to criticise the agricultural policies of the European Union and the
collaboration between different departments at the University of Rostock and
agri-business in front of a pig-fattening factory. With a diversity of actions,
it should be possible to show who are the winners and losers in globalised
agriculture. We will demonstrate to the world media gathered in Rostock that we
won't accept this insanity without resistance. Also in agriculture: another
world - without profit, exploitation and environmental destruction - is
possible!
We hope that lots of people from different parts of Europe will take part.
Beyond this, we want to appeal to the movements in the South to support our
project. We hope that there will be coordinated actions during the 2007 G8
Summit, for example, against seed multinationals. Not only in Europe and North
America, and not only in India or Brazil, but rather, in every country
throughout the whole world resistance needs to demonstrate that they are
responsible for hunger, exploitation and displacement. They simply have to go -
worldwide!
This proposal has been discussed in Germany and amongst some other European
movements.
We request that you make this proposal known globally, that you discuss it, and
that you modify it. We also request that, if you decide not to support this
Call, you tell us wh= y.
Contact: herhan [at] gmx.net and g8_landwirtschaft [at] yahoo.de
23rd July 2006.
[http://dissentnetzwerk.org/wiki/index.php?title=A_Call_for_Worldwide_Actions_against_Global_AgriBusiness_during_the_G8_Summit_in_June_2007]
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Kneipenabend des Cafe AntiSistema mit Infos und Soli-Cocktails zur Vorbereitung
der alternativen Karawane zum G8 2007 und den Protesten in Heiligendamm.
Veranstaltet durch: Cafe AntiSistema
13. September 2006, 20:00 Uhr Exzess
Leipziger Str. 91, 60487 Frankfurt/Main (Bockenheim)
Tel.: 069- 774670
Weitere Infos zur Karawane: http://projekte.free.de/bankrott/karawane.html
[cafeantisistema at hotmail.com]