[gipfelsoli] St. Petersburg -- Heiligendamm
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
gipfelsoli-l at lists.nadir.org
Son Jun 25 22:58:08 CEST 2006
- Alles rund um den G8-Gipfel in St. Petersburg:
- Auf nach Stralsund! Gegen Krieg und Besatzung!
- 14. Juli - Global Action Day gegen den G8 Gipfel und für das schöne Leben
- International Call - Internationales Campen gegen G8
-------------------------------------------------------------------------------
Alles rund um den G8-Gipfel in St. Petersburg:
- Info-Handy: 0162-3508948
- Mailingliste: g8-int at riseup.net
- presse.gipfelsoli.org
Du möchtest den Protest in St. Petersburg unterstützen? Du willst gegen die G8
im Rahmen des Bush-Besuchs in Stralsund demonstrieren und mehr wissen? Du
willst was zum Global Action Day am 14. Juli organisieren oder wissen was sonst
so läuft? Du möchtest einen Artikel über G8 2006 schreiben und brauchst mehr
Infos?
Dann melde dich bei uns, einer kleinen Berliner Presse- und Info-Gruppe zu
Protest in St. Petersburg und schließe dich dem Protest und
Solidaritätsaktionen an.
[g8-int @ riseup.net]
-------------------------------------------------------------------------------
Auf nach Stralsund! Gegen Krieg und Besatzung!
Gegeninformationsbüro 8. Juni 2006
Am 14. Juli 2006 trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem
US-Präsidenten George Bush in Stralsund. Das ist für uns ein Anlass gegen die
aggressive Innen- und Außenpolitik der EU und der USA auf die Straße zu gehen.
George Bush ist ein Symbol für Krieg, Besatzung und Folter in Guantánamo, Abu
Ghraib und in CIA-Geheimgefängnissen in Europa. Außerdem steht er für
Sozialabbau, Umweltzerstörung und massive Repression gegen MigrantInnen.
Während die Kriege in Afghanistan und Irak andauern, droht bereits ein neuer
Krieg gegen den Iran. Die Bush-Regierung droht mit Sanktionen und einem
militärischen Angriff auf den Iran, wobei sogar der Einsatz von "taktischen
Nuklearwaffen" erwogen wird. Ein Krieg gegen den Iran hat die militärische und
politische Kontrolle des Mittleren Ostens und den Zugriff auf dessen Ressourcen
zum Ziel, so wie es auch schon beim Angriff auf Afghanistan und Irak der Fall
war. Hinter der aggressiven US-amerikanischen Kriegspolitik stehen die
Interessen der US-amerikanischen Konzerne, wie zum Beispiel Exxon Mobile,
welcher nach dem Irakkrieg das Recht auf die Ausplünderung der irakischen
Erdölvorkommen bekommen hat.
Aber auch Angela Merkel geht für die Interessen des deutschen Kapitals über
Leichen. Deutschland wird militärisch aufgerüstet und ist an mehreren
Auslandseinsätzen wie zum Beispiel in Afghanistan beteiligt.
Gleichzeitig finden hier und im ganzen EU-Raum verstärkte Angriffe auf Löhne und
Arbeitszeiten, Kürzungen von Sozialleistungen, die Senkung von
Unternehmenssteuern und Privatisierungen statt. So hat die Bundesregierung
kürzlich eine Verschärfung der "Hartz IV"-Gesetze beschlossen. Arbeitslose
dürfen ihre Wohnorte nicht mehr ohne Zustimmung der Jobcenter verlassen - eine
Einschränkung der Menschenrechte, wie sie bisher lediglich MigrantInnen
erleiden mussten. Arbeitslose werden außerdem gezwungen jeden Job anzunehmen.
Das wirkt sich auch auf die Menschen aus, die noch beschäftigt sind, da den
Arbeitgebern somit genügend billige Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Die
Konzerne haben hiermit ein Mittel in der Hand, um die Beschäftigten zu
erpressen und ihre Löhne immer mehr kürzen und die Arbeitszeit zu verlängern.
Am 1. Juni 2006 stimmte der Bundestag für den Einsatz einer EU-Truppe unter
deutscher Führung im Kongo. Offiziell findet der Militäreinsatz zur Sicherung
der Wahlen statt. In Wirklichkeit geht es aber um die wirtschaftlichen und
politischen Interessen der Europäischen Union. Die EU verfolgt den Aufbau
eigenständiger EU-Militär-Kontingente, die nicht auf die Unterstützung der USA
angewiesen sind und nicht der Nato unterstehen. Dazu zählt die 60 000 Personen
starke EU-Eingreiftruppe, die durch mobile "Battle Groups" ergänzt wird. Der
Einsatz im Kongo ist eine willkommene Möglichkeit diese militärischen
Instrumente auszuprobieren und die Bevölkerungen der EU-Staaten an die
Militarisierung der EU zu gewöhnen. Ein weiterer Grund für das Eingreifen der
EU ist der Griff nach dem Rohstoffreichtum des Landes. Der jetzige
Übergangspräsident Joseph Kabila ist bei den Wahlen der aussichtsreichste
Kandidat und ein Garant für die Sicherung der Interessen der französischen,
deutschen und US-amerikanischen Konzerne. Er hat in seiner bisherigen Amtszeit
den Ausverkauf des Rohstoffreichtums des Landes an transnationale Konzerne
rasant vorangetrieben.
Nach dem Treffen in Stralsund wollen Bush und Merkel gemeinsam zum G8-Gipfel
nach Sankt Petersburg weiterreisen. Dort treffen sich die Staatschefs der
führenden sieben Industrienationen (Deutschland, Italien, Frankreich,
Großbritannien, Japan, Kanada, USA) und Russland um über eine militärische
Intervention im Iran und über die Sicherung und Ausplünderung der weltweiten
Energieressourcen für die multinationalen Konzerne zu diskutieren.
Bei diesem jährlichen Treffen, welches nächstes Jahr in Deutschland, in
Heiligendamm stattfindet, planen sie ihre Ausbeutungs- und Kriegsstrategien und
stecken die Welt nach ihren Interessen ab.
Diese Politik ist jedoch nicht an bestimmte Personen wie Bush oder Merkel
gebunden, sie ist vielmehr die Grundlage eines weltweiten kapitalistischen
Systems, das auf Profitmaximierung ausgerichtet ist. Krieg ist in diesem System
eines der Mittel um neue Märkte, Rohstoffe und Billigarbeitskräfte zu
erschließen und zu sichern.
Kommt alle am 14. Juli 2006 zur Demonstration gegen den Bush-Besuch nach
Stralsund!
Keinen Krieg gegen den Iran! Besatzer raus aus Afghanistan und Irak! Abzug aller
Bundeswehrtruppen aus dem Ausland! Nein zu Nato und Bundeswehr! Keine
Europäische Armee!
UnterstützerInnen
Breites Bündnis für Kolumbien, Gruppe Arbeitermacht, Jugendgruppe Revolution
Termine im Sommer
7. Juli 2006 | 21 Uhr | Berlin Heinrichplatz
Filmvorführung umsonst & draußen "Der vierte Weltkrieg"
11. Juli 2006 | 19 Uhr | Mehringhof | Versammlungsraum
Mobilisierungsveranstaltung zu Bush in Stralsund
14. Juli 2006 | 7.30 Uhr | Gleis 7 | Berlin-Hauptbahnhof
Gemeinsam mit dem Zug nach Stralsund (www.bush-in-stralsund.de)
4. bis 13. August 2006 | Mecklenburg-Vorpommern
Mobilisierungs-Camp gegen G8 (www.camp06.org)
Aufruf als PDF und HTML:
http://www.gegeninformationsbuero.de/krieg/bush_strulsund_2006.pdf
http://www.gegeninformationsbuero.de/krieg/bush_strulsund_2006.htm
[gegeninformationsbüro]
-------------------------------------------------------------------------------
14. Juli - Global Action Day gegen den G8 Gipfel und für das schöne Leben
Reclaim the Streets of Hamburg
show global solidarity
Wenn in diesem Jahr die Staats- und Regierungschefs der acht
mächtigstenIndustrienationen vom 15. - 17. Juli 2006 in St.
Petersburgzusammenkommen, werden die Themen Energie, Bildung
undInfektionskrankheiten auf der Agenda stehen.
Den G8-Staaten geht es in erster Linie um die Renaissance der
weltweitenAtom(waffen)wirtschaft und die Privatisierung der Energieunternehmen,
sofordern sie allen Ernstes 17.000 Milliarden Dollar Investitioneninnerhalb der
nächsten 25 Jahre, die vorwiegend in den Ausbau derfossilen und atomaren
Energiesysteme fließen sollen. Die überholte undzerstörerische Energiepolitik
des 20. Jahrhunderts soll also fortgesetztwerden.
Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und der herrschenden Klasse -weltweit!
Die G8 Staaten forcieren weltweit die Privatisierung vonBildungseinrichtungen
nach der kapitalistischen Verwertbarkeitslogik undmachen damit Bildung zu einer
Ware, die zunehmend nur einemprivilegierten Teil der Gesellschaft zugänglichen
sein wird.
Freie Bildung für alle!
Wenn sie sich über Gesundheit und Infektionskrankheiten unterhalten,heißt das
nichts Anderes als Bevölkerungskontrolle und Patentschutzgroßer Pharmakonzerne.
Im Mittelpunkt steht nicht die optimaleVersorgung erkrankter Menschen mit
Medikamenten sondern ihr eigeneswirtschaftliches Wohlergehen. Seit 2005 gilt
auch für Schwellenländerein verschärftes Patentrecht. Sie müssen jetzt die
Vorschriften desVertrages zum Schutz des geistigen Eigentums (TRIPS) der WTO
erfüllen.Dies bedeutet für Millionen von Menschen, die bisher durch
billigereNachahmerprodukte versorgt wurden, nun ohne Medikamente auskommen
zumüssen. Damit wird bewußt der Tod von Menschen in Kauf genommen.
Freie Gesundheitsversorgung für alle! Weltweit und umsonst!
Die Macht der Eliten überschreitet jede Grenze, aber auch unsereSolidarität und
unser Widerstand kennt keine Grenzen. Der 14. Juli alsGlobal Action Day ist
eine gute Möglichkeit als Teil einer weltweitenBewegung durch entschlossenes
Handeln eine neue Perspektive zu eröffnen.Lasst uns unseren FreundInnen in
Russland zeigen dass sie nicht alleinesind.
together we are more powerfull than they can possibly imagine!
Lasst uns am 14. Juli in Hamburgs Straßen durch unseren bunten Protestunserer
Vorstellung vom schönen Leben Ausdruck verleihen. Durch eineReclaim the Streets
Party durchbrechen wir die Normalität desöffentlichen Raumes. Formen wir Ihn uns
nach unseren Bedürfnissen:
schräg-laut-kreativ-phantasievoll-bunt-schrill-queer und einfach anders.Lasst
uns gemeinsam an die vielen dagewesenen RTS-Partys anknüpfen ,welche sich auch
auf anderen Global Aktion Day's als geeignetes Mittelzum Ausdruck von kreativem
Widerstand und Rückeroberung öffentlicherRäume bewährt haben.
It's time to party the streets ... FREAK OUT!
Infos zu RTS etc. http://www.indymedia.org,
http://www.gipfelsoli.org,http://www.all4all.org, http://www.agp.org
[http://www.reclaimthestreets-hh.tk]
-------------------------------------------------------------------------------
International Call - Internationales Campen gegen G8
Camp Inski 2006 - schon ein Jahr vorher am Start sein.
Einmal im Jahr treffen sich die Regierungschefs der acht mächtigsten Staaten der
Welt. Sie sprechen über die für sie wichtigsten Entwicklungen der Weltwirtschaft
und Weltpolitik. Der große Einfluss dieser Staaten bringt es mit sich, das
Entscheidungen die bei g8-meetings getroffen werden, für große Teile der Welt
direkte, massive Folgen haben. Ihre Politik steht für Ausbeutung, Armut und
Unterdrückung, der Globalisierung des Krieges, des sozialen Angriffs und der
Migrationsbekämpfung. Unsere Welt sieht anders aus, wir wollen eine gerechte
und gleichberechtigte Welt errichten, die sich an menschlichen
Grundbedürfnissen orientiert und Ausbeutung, Ausgrenzung und Gewalt überwindet.
2007 treffen sich die Regierungschefs der G8 in Deutschland, im Kempinski Grand
Hotel in Heiligendamm an der Ostseeküste. Die Proteste gegen die Gipfel sind
seit Jahren symbolische Orte eines kollektiven und vielstimmigen "YA BASTA!"-
"Es reicht" geworden. Die Gipfelproteste in Prag, Göteborg, Genua und anderswo
bis hin zu den Protesten in Gleneagles und St. Petersburg, stehen für
vielschichtige Bewegungserfahrungen im Themenfeld Internationalismus. In
unserer Mobilisierung für 2007 wollen wir die Gipfelproteste 2006 in Russland
und der vorherigen Gipfel analysieren und reflektieren; und dies als bewusste
Zwischenetappe. Um eine inhaltliche und praktische Kontinuität der Proteste zu
gewährleisten, haben wir die Idee des Camp Inski 2006 entwickelt, des
internationale Anti-G8-Camps ? schon ein Jahr vor dem Gipfel. Hier wollen wir
uns sowohl mit der menschenverachtenden, neoliberale Umstrukturierung der Welt
befassen, als uns auch über internationale ganz unterschiedliche
Widerstandspraxen austauschen. Die Erfahrungen und Energien aus den vergangenen
Jahren wollen wir bis zum Gipfel 2007 nutzen, um einen breiten, entschlossenen
und wirkungsvollen internationalen Widerstand zu organisieren.
Das Camp Inski verstehen wir als öffentlichen Raum für BasisaktivistInnen der
gewerkschaftlichen Linken, aus antirassistischen Initiativen, der
Graswurzel-Bewegung, aus Flüchtlingsselbstorganisierungen, Attac, der autonomen
Linken, AnarchistInnen und anderen. So unterschiedlich die Menschen sein werden,
uns alle eint der Wunsch nach einer anderen Welt. Uns eint der Kampf nach einer
Globalisierung der Emanzipation und menschlicher Werte, die sich im völligen
Gegensatz zu den Vorstellungen und Forderungen des globalen Kapitals befinden.
Wir wollen uns an menschlichen Grundbedürfnissen orientieren und Ausbeutung,
Ausgrenzung und Gewalt üverwinden. In diesem Sinne soll Camp Inski ein Ort der
Begegnung, des Austausches und selbstverständlich auch des Streits
unterschiedlicher Spektren werden. Wir wollen den verschiedenen internationalen
Konzepten von Bewegung, Widerstand und Protest nachspüren, um Ähnlichkeiten zu
erkennen und Unterschiede anzuerkennen.
Neben gutem Leben an der schönen Ostsee soll Camp Inski, das Anti-G8-Camp,
selbstverständlich mit Protesten und, wo es angebracht ist, auch mit sozialem
Ungehorsam in Aktion treten und in der Region Präsenz zeigen. Es gibt
vielfältige lokale Anknüpfungspunkte für unsere Aktionen. Migration,
Antifaschismus und der Widerstand gegen Militarismus und Krieg sind nur einige
Themen die beim Camp Inski eine Rolle spielen werden. Doch wir wollen mehr,
denn die neoliberale Umstrukturierung der Welt ist vielfältig - unser
Widerstand und unsere Widerstandsformen auch. Daher rufen wir dazu auf, sich
aktiv mit Workshops, Aktionen und Diskussionen am Camp zu beteiligen.
organisiert euch, bringt euch ein, für ein ganz anderes Ganzes.
[http://camp06.org/IntCall]